Aggressionen meiner Tochter

    • (1) 14.04.18 - 20:35

      Seid dem meine Tochter in der Schule geht ist sie unheimlich gereizt und geht bei jeden "Pups " an die Decke. Sie wird dabei richtig agressiv und brüllt uns alle an und schlägt sogar ihren Bruder . (Mein Sohn ist 9,5 Jahre und meine Tochter 7,5 jahre) muss dazu sagen das sie es unheimlich schwer hat in der Schule. Sie kann die Buchstaben kann sie allerdings nicht zu einem Wort zusammen setzen bzw fällt es ihr unheimlich schwer. Ich vermute das beides zusammen gehört und sie deswegen evt so gemein zu uns ist. Sonst ist sie ein super liebes Mädchen aber wehe es löifz nicht so wie sie es möchte.

      Wir wissen gerade nicht mehr weiter. Wenn die so einen Anfall hat denn lassen wir sie erstmal runter kommen und dann entschuldigt sie sich auch bei uns und sagt sehr oft das sie uns lieb hat. Vllt weiss jemand einen rad für uns.

      LG und danke schon einmal

      • Mein Rat ist abwarten und aushalten...

        Wir haben mit unserem Großen (9) ähnliche Erfahrungen gemacht und auch unsere Mittlere (8) durchläuft gerade diese Phase...

        Unser Großer war letztes Jahr ein Pulverfass, egal, was man sagte, man wusste nie, ob er hochgeht oder nicht... Wutanfälle waren an der Tagesordnung, jedes Wort konnte eines zuviel sein... Auch wir waren verzweifelt, haben mit den Lehrern gesprochen, ich habe das Thema mit der Ergo bearbeitet, wir haben uns mehrfach mit unserem Sohn hingesetzt, es half alles nur bedingt und nur für kurze Zeit... Mittlerweile ist er etwas älter und vor allem merklich reifer geworden und es hat sich das deutlich gebessert...

        Dafür sind wir jetzt mit unserer Mittleren in einer ähnlichen Phase, nur hat sie keine Wutanfälle, sondern zickt einfach nur alles und jeden an... Ich höre mittlerweile jeden Tag in einer Tour "MAMA!", aber ich habe gelernt, damit zu leben, da ich weiß, dass es nur eine Phase ist...

        Ich glaube, dass ist so eine Art Vorvorpubertät, wo sie einfach vom kindlichen ins heranwachsen kommen und mit der Situation selber noch nicht ganz umzugehen wissen... Eigentlich sind sie Kinder, wollen aber das Sagen haben und bestimmen... Bei unserem Sohn haben wir gesehen, dass es sich von alleine gibt, bei unserer Mittleren wird sich das auch wieder geben, wenn sie etwas reifer wird...

        Daher wie gesagt mein Tipp: Abwarten! Das gibt sich von allein... Pubertät ist halt, wenn Eltern anfangen, schwierig zu werden!

        LG

        • Wenn sie Schwierigkeiten in der Schule hat, was will man da noch abwarten....? Desto grö´ßer die Defizite, desto größer der Frust. Mit 7,5 J. muss man nicht alles auf Vorpubertät schieben....Kinder ticken meist aus Überforderungen oder Unverstandenheit aus. Wenn agressive Probleme anfangen, muss man versuchen sie aufzufangen und nachforschen, woher es kommt und nicht ignorieren mit abwarten.

          • Allerdings liest man hier sehr (oder im Forum Erziehung) von solchen Phasen in der 1. Klasse.

            Bei uns war es beim Kleinen haargenauso, obwohl keine Überförderung vorkam.

            Er kam super mit, konnte zu den Herbstferien lesen, war in der Schule das liebste Kind überhaupt und rastete zu Hause täglich aus.

            Ganz genauso wie yozevin das beschrieben hat.

            Es muss also nicht unbedingt mit der Überförderung zu tun hat. Aber diese müsste man trotzdem klären. Keine Frage!

            LG,
            Natalia

            • Die erste Klasse ist für Kinder eine große Umstellung, keine Frage.
              Aber das sind keine sogenannten Phasen von Kinder her gesehen oder vorgeschobene Vorpubertäten, sondern viel Einflüsse, Erwartungen und Druck der Eltern, sowie Erwartungen der Lehrer und Verhalten von Mitschüler, die von Kinder mit gewissen Reaktionen entgegen kommen.
              Mal ehrlich, wann reagiert man als Erwachsener zickig, genervt oder aggressiv ? Wenn andere einen stets belehren oder beeinflussen wollen, wenn was nicht so funktioniert, wie es sein sollte oder wie man es gerne möchte , im Job nicht so läuft oder Erwartungen stets hoch geschraubt werden. Dann wäre man als Erwachsener ja auch in der Dauerpubertät und Dauerphase.
              Deshalb schrieb ich Überforderung ODER Unverstanden.

              Wenn man nach Schilderung von Foren geht, wäre jedes zweites Kind hochbegabt,fast jedes Kind kann bereits bei der Einschulung Lesen, Schreiben und bis 100 Rechnen und wenn was schief läuft, ist der Lehrer schuld.
              Wenn ein Kind austickt, steckt was dahinter...wie eben z.B. Überforderung, Unverstanden, Unzufrieden, zu wenig Aufmerksamkeit oder fühlt sich evtl. ungeliebt.
              Da sollte man als Eltern auf den Grund gehen, was dahintersteckt, was die Ursache dafür ist und sollten es nicht mit bequemen Aussagen von Pubertät oder Phasen abspeisen.
              Wenn ich so Mitschüler meiner Tochter(12) betrachte, die etwas aus dem Ruder laufen, sind es endweder Kinder, die in der Schule Schwierigkeiten haben oder nicht die benötigte Aufmerksamkeit bekommen.

              • Bei unserem Sohn endete das Verhalten mit der 2. Klasse, ohne das wir was dagegen gemacht haben oder sich was geändert hat.

                So wie es kam, hörte es wieder auf.

                Muss nicht der Fall sein und ich würde sicher das Gespräch mit der Schule suchen und ein Auge auf das Verhalten behalten.

                Aber es kann genauso wieder aufhören, wie es kam.

                LG,
                Natalia

          Von ignorieren hat auch niemand gesprochen!

          Und auch unser Sohn war mitnichten mit der Schule überfordert, im Gegenteil, er ist weiterhin mit Klassenbester...

          Man muss auch nicht immer alles auf Überforderung schieben, auch mit 7 1/2 Jahren nicht... Denn es kann sich auch einfach um eine ganz normale Entwicklungsphase handeln, die ich schon vielerseits mitbekommen habe, gerade in genau dieser Altersspanne von 7-9 Jahren...

      (8) 15.04.18 - 08:36

      Ehrlich gesagt kann ich das schon nicht mehr ständig lesen, „durchhalten, das ist nur eine Phase“. Habe selbst Kinder und selbst mit drei weiteren Geschwistern aufgewachsen. - das ist mangelnde Erziehung und eben auffällige Kinder, nicht weniger und eben auch nicht mehr. Vermutlich liegt in diesen Familien noch mehr im Argen. Also nicht immer alles klein reden und konsequent und intelligent erziehen, das wirkt Wunder

      • (9) 15.04.18 - 21:18

        Wenn das immer so einfach wäre... #schwitz

        Es gibt zig Gründe, warum Kinder nicht (mehr) in der Spur laufen, und zu lasche Erziehung ist lediglich einer davon.

        • (10) 15.04.18 - 21:28

          Danke dir!

          Vor allem: wenn es "nur" zu lasche Erziehung wäre, warum sind viele Kinder nach einer Zeit wieder so lieb, wie man sie kannte?

          Bei uns ist das mittlerweile fast 2 Jahre her, dass wir solche Probleme hatten. Seitdem ist der Kleine wieder der liebe, lustige Junge, den wir auch davor kannten.

          Und das einfachso.

          LG,
          Natalia

Es klingt nach Überforderung und Unzufriedenheit.
Berate dich mal mit ihrer Lehrerin, welche Möglichkeit oder Stellen es gibt, inwiefern sie ihr in ihrer Schwäche unterstützen könnt. Denn der Lehrplan geht ja fließend weiter, desto mehr sie hinterherhängt, desto größer wird der Frust.....notfalls die Klasse wiederholen lassen, damit sie nochmal in Ruhe alles aufgreifen kann.

  • Hallo Zwerg Bayern,

    Wir sind seid kurz vor Weihnachten mit den Lehrerin und sogar Direktorin in Gesprächen weil unsere Tochter von fast Anfang an Probleme hat mot dem lernstoff.
    Wir haben jetzt ein Antrag gestellt das sie getestet wird. Und uns wurde gesagt das es besser für sie wäre auf eine Förderschule vorübergehen zu gehen. Sobald es ihr leichter fällt würde sie wieder auf einer normalen Schule gehen können.
    Aber die Entscheidung liegt bei uns. Nun sind wir am überlegen die Klasse wiederholen oder wirklich auf diese andere Schule. Wobei ich sagen muss das es langsam geht mit dem Lesen. Also es sind winzig kleine Fortschritte aber es ist schon mal ein Anfang. Wir haben auch privat Nachhilfe Unterricht einmal die Woche von einer Dame die gerade Lehramt studiert für Grundschule. Kannst mich auch gerne privat anschreiben.

    LG Mandy

    • Ganz ehrlich, ich würde mir die Förderschule mal ansehen.
      Wie schätz die jetzige Schule denn den Erfolg ein, wenn sie zurückgeht?
      Ein Rücktritt ist meistens erst nach dem 1.Halbjahr des zweiten Schuljahres möglich (NRW).
      Habt ihr denn ein AOSF eröffnet?
      Wir an eurer Grundschule inklusiv gearbeitet und funktioniert das auch?
      Ich selbst arbeite an einer Förderschule und das schwierigste ist echt, Kinder mit sehr negativen Erfahrungen und fast keinen Lernerfolgen wieder selbstbewusst zu machen. Das dauert oft sehr lange.

      Habt euer Kind gut im Auge und zieht früh genug die Reißleine.
      Lg

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Www.intraactplus.de

Zum lesen lernen wirklich gut!

Du bist nicht alleine.

Hier kommen immer wieder so ähnliche Threads.

Hier nur als Beispiel:

https://m.urbia.de/forum/6-kids-schule/5033147-sind-eure-7-jahrigen-jungs-auch-so?page=1#p-34576894

Da kannst du auch lesen, wie es bei uns war.

Behalte aber trotzdem die Schulprobleme deiner Tochter im Auge und sucht das Gespräch mit der Schule, denn das kann natürlich auch eine Rolle spielen.

Zum Lesen üben empfehle ich hier immer wieder gerne die Reihe "Lies mal" von Jandorf.

LG,
Natalia

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