Gewalt in der Grundschule

Umschulen ja oder nein?

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    • (1) 22.04.18 - 18:35

      Guten Abend.
      Ich bin neu hier und weiss gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
      Unser Kind geht in die 3.Klasse. Es kommt sehr häufig zu Gewalt Vorfällen in der Schule ,ausgehend von einem Jungen der die selbe Klasse besucht. Es reicht von einfachem Schlagen und Treten über Drohen, beleidigen, einschüchtern bis hin zu würgen, Treppe runter schubsen, Messer gegen Mitschüler richten. Auch wenn es unser Kind im Vergleich zu anderen eher selten trifft möchte es nun die Schule wechseln was wir als Eltern sehr gut verstehen können...Problem ist neben diesen Vorfaellen vor allem die Umgehensweise der Erwachsenen mit dieser Problematik.So gut wie jeden Tag kommt es zu Übergriffen Kindern gegenüber..sanktioniert wird jedoch nur wenn der Junge mal wieder einen Erwachsenen (Lehrer oder Betreuer) angreift. Nach Jahren nutzlos er Gespräche mag unser Kind nun nicht mehr. Hat jemand von Euch aehnliche Erfahrungen gemacht ? Hat jemand von Euch so spaet zur Grundschulzeit ein Kind umgeschult? Ratlose Grüße

      • (2) 22.04.18 - 20:00

        Hi,
        wir hatten auch solche Kids bei uns....(ausser Messer )

        Aber du kannst nie die Gewissheit haben, das es in anderen Schulen besser ist. Solche Kids gibt es leider immer wieder.
        Auf der weiterführenden Schule wurde es bei uns besser, wobei es hier auch Schüler gibt, wo man dann einfach aufpasst, das die Wege sich nicht kreuzen.

        lg
        lisa

        (3) 22.04.18 - 20:28

        Ja wir haben zum Halbjahr in der 4. Klasse gewechselt und ich ärgere mich heute noch das wir das nicht ehr getan haben. Die Schule wird da nicht viel machen, die werden solche Kinder kaum los das die ja keiner will. Anzeigen bei gar nicht viel, Bus das Jugendamt was macht ist die Grundschulzeit vorbei.

        LG
        Visilo die ihr Kind niemals wieder auf eine öffentliche Schule schicken würde.

        • Dito, wir haben unsere Kinder auf einer privaten kirchlichen Schule. Ein Verhalten wie es von der TE beschrieben wird ist dort undenkbar und würde am gleichen Tag mit Matschbefehl zu einer staatlichen Schule erfolgen. Solche untragbaren und zunehmend kriminellen Schüler führen zusehends zum wachsen der privaten Schulen

      (6) 22.04.18 - 21:00

      Hallo,

      habt Ihr mal bei der Direktorin angesprochen, dass Euer Kind die Schule wechseln wird, wenn dieses Kind nicht langsam eingebremst oder der Schule verwiesen wird?
      Gibt es vielleicht noch mehr Kinder in der Klasse, denen es so geht, wie Eurem Sohn?

      Hier gibt/gab es ähnliche Kinder (ohne Messer) in der ehemaligen Parallelklasse unseres Sohnes. Da haben mehrere Eltern gedroht, ihre Kinder die Schule wechseln zu lassen, weil die jeden Schultag mit Bauchschmerzen zur Schule gingen und Angst hatten.
      Die Schulleitung hat daraufhin einige Maßnahmen in Gang gesetzt, die die Situation zumindest etwas verbessert haben.

      Dein Sohn muss noch 1,5 Jahre in diese Klasse gehen. Wenn sich da nichts tut, und es ihm schlecht geht, weil er Angst hat, würde ich Euch raten, die Schule zu wechseln.
      Es gibt zwar überall Rabauken, aber es gibt Rabauken, die noch einigermaßen tragbar sind, und welche, die es nicht mehr sind. Wenn dieses Kind mit einem Messer herum fuchtelt, ist die Grenze klar überschritten.
      Ich frage mich, worauf Eure Schulleitung wartet. Darauf, dass ein Kind das Messer zwischen den Rippen hat? Vielleicht solltet Ihr denen mal den Zeitungsartikel von diesem Vorfall geben, wo letztens ein Jugendlicher einen anderen in der Schule erstochen hat. #aerger

      Selbstverständlich kann man gemeingefährliche Kinder der Schule verweisen. Wir kennen einen Jungen, der deswegen von drei Schulen geflogen ist und jetzt als unbeschulbar gilt. (Der kann zwar nichts dafür, weil er behindert ist, aber er stellt trotzdem eine Gefahr für die anderen Kinder dar.)

      LG

      Heike

    • Staatliche Schulen sind , zwecks Schulpflicht , solange die Hände gebunden, bis ein Entschluss und Gutachten zur einer speziellen Einrichtung kommt, für schwer händelbare Schüler .
      Privatschulen dagegen können nach ein bat Verweise solche von der Schule werfen....mit Entstadion staatliche Schulen.

      Bevor mein Kind wegen solchen Einzelfall die Schule verläßt, würde ich mit anderen Eltern die Schule stets so nerven , das die Schule selbst Jugendämter oder andere Anlaufstellen aus Genervtheit zur Seite zieht und stets als Mitschülereltern auch dem Jugenamt melden. Es scheint so, das dessen Eltern entweder selbst überfordert sind oder eben nur ignorant.

      Du kannst Dein Kind selbstverständlich die Schule wechseln lassen. Trotzdem würde ich den Jugendbearbeiter der Polizei aufsuchen und ihm die Fälle schildern. Dass ich das gemacht habe, würde ich schriftlich dem Schulleiter und dem LEITER des zuständigen Jugendamts mitteilen. Beim Schulleiter wäre noch der Satz dabei, dass man vor seiner Schule nur öffentlich warnen kann (Presse!). Genauso machte ich es schon vor 30 Jahren, als mein Sohn in der für uns leider zuständigen "Brennpunktschule" zu leiden hatte. Was glaubst Du, was da los war.....Ich nahm meinen Sohn auch von der Schule und das war in Ordnung so. Bei der Schule dauerte es zwar noch ein zwei Jahre, bis es nach Schulleiterwechsel besser wurde, aber es tat sich dann vieles; stand sogar in der Zeitung. LG Moni

      (9) 23.04.18 - 06:29

      Hallo,

      das ist heftig und ich würde mein Kind schnellstmöglich versuchen auf einer anderen Schule unterzubringen und die Situation auch dem Schulamt melden. Gibt es denn eine erreichbare Grundschule in der Nähe?

      Umziehen würde ich nicht gleich. Das ist ja ein riesiger Aufwand. Dann eher Schulwechsel und zusehen wie das Kind hin und her kommt. Polizeilich anzeigen kannst du nur, wenn die Gewalt sich gegen dein Kind richtet. Also du kannst nicht zur Polizei gehen und Anzeige erstatten, wenn dein Kind nicht betroffen ist.

      LG
      Michaela

      (10) 23.04.18 - 07:42

      Sind Polizei und Jugendamt schon mit im Boot? Messer, würgen? Das Kind muss da weg, es gibt spezielle Schulen für aggressive Kinder.

      (11) 23.04.18 - 08:32

      Da du schreibst, dass nicht nur euer Kind sondern auch andere Kinder betroffen sind, würde ich die Eltern der anderen Kinder mal ansprechen, ob ihr euch da zusammenschließen und gemeinsam zur Schulleitung gehen wollt... Ich denke, wenn eine Gruppe Eltern dort vorspricht, wird das mehr Erfolg haben, als wenn einzelne Eltern das tun...

      Auch bei uns in der Klasse gibt und gab es leider Situationen, die über normale Rauferei hinausgehen... Aber bei uns wurde bisher immer gehandelt, auch wenn uns die Konsequenzen bisher nicht immer ganz einleuchtend waren... Aber seit dem letzten Vorfall sind schon einige Wochen vergangen und bisher ist noch nichts neues passiert, also scheint ja irgendwas bei den Tätern angekommen zu sein... Unser Sohn war zum Glück nicht involviert, ich denke, ich hätte persönlich vermutlich etwas anders gehandelt... Zumal die Eltern der Täter in die gleiche Kerbe schlugen und hintenrum in der Schule drüber redeten...

      Ich denke, sobald das Gewaltpotenzial in Richtung gefährliche Körperverletzung (würgen, Messer) geht, würde ich definitiv handeln, gute Vorschläge kamen ja schon... Und schließt euch als Eltern zusammen, das macht mehr Eindruck...

      LG

      Ich denke, dass es diese Gewalt (außer Messer) wohl an fast jeder Schule gibt. Wir hatten auch so unsere Erfahrungen. Teilweise hat man den Eindruck, dass auch die Lehrer mit solchen Situationen überfordert sind oder aber resigniert haben. Eltern kümmern sich zum Teil nur wenig um den Schulablauf und sind mit sich selbst beschäftigt.

      Mein Eindruck ist, dass die Grenzen immer schwamminger werden. Kinder mit gutem Benehmen haben darunter zu leiden und andere können machen, was sie wollen. Ich kenne auch diese Gespräche mit Vertrauenslehrern, die zu nichts führen. Kaum aus dem Raum raus, schon gehts weiter.

      Lehrer die hilfesuchende Kinder aburteilen mit petzen etc.

      Wichtig ist einfach auch hinzuschauen. Ist es ein "normales Gerangel" oder aber Mobbing.....trozt allem die Grundschule war bei uns bis zur 3. Klasse Horror. Weinendes Kind etc.
      Ab der 3. Klasse wurde unser von seiner Person her stärker und hat sich selbst mit anderen Jungs zusammengeschlossen. Da hörte dieses ärgern dann auf. Auch an der weiterführenden Schule (Gym.) soll es Mobber geben. Unser Sohn ist nicht betroffen aber er erzählt durchaus was da so läuft. Oft sagen Lehrer zu bestimmten Verhaltensweisen gar nichts.

      (13) 23.04.18 - 10:22

      Wie bitte?? Messer???? Worauf wartet ihr noch!? Ich hätte schon längst die anderen Eltern geschnappt und beim Direktor vorgesprochen! Anzeige? Da würde ich nicht 2 mal überlegen! Ich hätte der Schule schon längst die Presse auf den Hals gehetzt! Dieses Kind ist eine ganz klare Gefahr für jeden einzelnen in dem Gebäude! Ich würde nicht warten bis der erste das Messer in den Bauch bekommt!!!!

      (14) 23.04.18 - 11:15

      Hallo,
      "schwierige" Kinder gibt es immer mal - das kann dir auch an einer anderen Schule passieren.
      Ich würde da erst mal alle Register ziehen, ehe ich mein Kind von der Schule nehmen würde. Wobei es anderseits natürlich auch nicht gerade für die Schule spricht, wenn das dort "akzeptiert" wird.
      Wenn der wirklich mit dem Messer unterwegs ist und die Lehrer/Schulleitung nicht darauf reagiert, dann wende dich an die nächste Instanz: Schulamt, Jugendamt, evtl. auch Polizei.
      Ich denke mir, das Problem ist halt: Ihr könnt von der Schule abgehen - der wird sein "Unwesen" weitertreiben und da bin ich von der Einstellung her eben so, daß ich denke: Hier muss etwas geschehen, auch wenn es mich nicht mehr unmittelbar betrifft.

      Ich kann aber eine gewisse Resignation schon nachvollziehen.
      LG

      (15) 23.04.18 - 12:54

      Ich würde tatsächlich die Schule wechseln. Aber nicht an eine Privatschule, weil man da oft vom Regen in die Traufe kommt, sondern an eine gute staatliche Schule. Der Knackpunkt ist, ob Du dort einen Platz bekommen kannst.

      Natürlich kann man überall auf aggressive Schüler stoßen. Deshalb ist es wichtig, das Kind möglichst in einer Schule unterzubringen, in der die Lehrer hinterher sind und etwas passiert.

      An der Schule meiner Kinder werden auch Kinder eingeschult, deren Sozialverhalten unterirdisch ist. Die sind aber innerhalb eines halben Jahres soweit eingetaktet, dass sie tragbar bleiben.

      (16) 23.04.18 - 14:21

      Danke für Eure Antworten. Schulpsychologen, Schulleitung, Jugendamt, Schulbehörde, Polizei..all das ist schon erfolgt..ebenso wie kurzfristige Ordnungsmaßnahmen und Schulbegleitung .."man ist im Gespräch" "man arbeitet an der Problematik" bla bla bla...für die Kinder ändert sich leider nichts..wir werden jetzt den Wunsch unserer Tochter unterstützen und haben 2Probetermine an anderen Schulen verabredet. Zu der angedachten Klassenreise in 3 Wochen wird sie zuhause bleiben da sie jetzt schon Angst vor weiterer Gewalt hat..und die ist leider nicht unbegründet

      (17) 23.04.18 - 14:44

      Moin!

      Gewalt in einem gewissen Rahmen gibt es m.E. überall. Ein bisschen Raufen finde ich ehrlich gesagt auch besser als das fiese Mobbing, was manchmal stattdessen abläuft.

      Wenn aber Messer gezogen werden und dann nicht unternommen wird vonseiten der Schule, dann würde ich über Schulwechsel nachdenken.
      Bei Privatschulen hätte ich immer Schiss, da auf die gesammelte verzogene Brut irgendwelcher Helikopter-Eltern zu stoßen :-p Mag aber ein Vorurteil sein. Ich würde wohl eher versuchen, eine gute staatliche Schule aufzutreiben.

      Allgemein finde ich die Entwicklung nicht günstig. Auf der einen Seite wird ein riesen Bohei selbst um harmlose kleine Raufereien gemacht. Bloß keine Gewalt - sodass die Kinder Petzen und Mobben lernen #schwitz
      Andererseits sind dann immer wieder Kinder dazwischen, die einen ganzen Pausenhof terrorisieren und die Schule macht ein Konflikttraining nach dem anderen, Schulbegleitung und und und... und nichts passiert. Außer, dass die stinknormalen Kinder hinten runter fallen, weil nur auffällige Kinder gefördert bzw. therapiert werden.

      LG, Nele
      mit Junge (10), Mädchen (7) und Mädchen (13 Wochen)

      • (18) 23.04.18 - 16:10

        Ja das finde ich auch problematisch..scheint aber irgendwie normal geworden zu sein..die "normalen" Kinder gehen unter, denn die Lehrer haben neben dem ganzen Theater mit den schwierigen Kindern keine freien Kapazitäten.. Ich denke die Inklusion ist gescheitert

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