Schule will klassenwechsel, was dagegen tun?

    • (1) 27.04.18 - 11:58

      Hallo,
      Ich hoffe mir kann jemand ein wenig helfen.

      Mein Sohn ist letztes Jahr in die Schule gekommen. Da seine eigentliche Schule abgerissen wurde wurden die Klassen auf zwei Aussenstellen verteilt. In einem Dorf ist eine Klasse in dem anderen Dorf die anderen zwei, wobei eine davon eine Kombiklasse ist. Da nun aus der kombiklasse 10 Schüler nach der 4 gehen bleiben 10 1er Schüler übrig.

      Jetzt fordert das Schulamt das 5 Kinder aus dem einen Dorf und 5 Kinder aus dem anderen Dorf in die Kombiklasse wechseln damit 3 gleichgroße Klassen entstehen.
      Aus der Klasse meines Sohnes wurden jetzt 3 Mädchen und mein Sohn ausgewählt.

      Wir als Eltern sind damit jedoch nicht einverstanden da der arme Kerl all seine Freunde aus der Kita, teilweise sogar noch aus der Krabbelgruppe verlieren würde da er auch in das andere Dorf dann wechseln müsste. Die Schuldirektorin macht zu und hat wohl schon Bescheid wegen dem Klassenwechsel gefertigt.
      Meinem Sohn geht es sehr schlecht und er weint und sagt das sie ihn nur los werden wollen. Mir bricht es das Herz und ich möchte mich gern dagegen wehren.
      Mit dem Schulamt werde ich jetzt ein gespärch führen, mach mir allerdings trotzdem extrem Sorgen um den kleinen.

      Hat vielleicht jemand schon mal so eine komische Sache durchgemacht und kann mir Tipps geben wie ich ihm das ersparen kann?

      Hoffe es war verständlich was ich versucht habe zu erklären 😊

      Danke bereits für eure Antworten

      • Hallo du da kannst du nur eines tun. Anwalt. Viel Erfolg und Lg

        Es ist wirklich bedauerlich, daß es Euch traf. Andererseits ergibt die Entscheidung des Amtes allein aus numerischen Gründen für meine Begriffe schon Sinn. Natürlich kannst Du versuchen, gegen diese Entscheidung vorzugehen. Dann trifft es ein anderes Kind. Vielleicht den besten Freund Deines Sohnes? Die Eltern werden sich dann feiern (und vor allem auch Dich).

        Ich darf Dir versichern, daß meine Kinder mit Schulwechseln in andere Bundesländer sehr gut klar kamen und meine Tochter nach Jahren (sie ist inzwischen 18) immer noch mit ihren Mädels von damals loszieht - sogar mit denen aus dem Kichenchor oder der Krabbelgruppe

        Wenn es Euch nicht möglich wäre, diese Sache logistisch zu lösen, dann o. k. doch nur der Befindlichkeit des Kindes wegen, fände ich übertrieben.

        • Das sehe ich anders. Wenn wir als Familie wegziehen und er die Schule daher wechseln müsste wäre das eine Entscheidung die wir getroffen hätten.

          Aber wahllos einen jungen auszuwählen, zumal es hieß das keiner allein geht sondern mit einem Freund, ist nicht in Ordnung. Einem 6 jährigen zu erklären er müsse wechseln aber der andere junge kann doch in der Klasse bleiben ist ebenfalls sehr kritisch.

          Weiterhin ist es mir ehrlich gesagt total egal ob dafür ein anderer gehen muss...hier geht es um das Wohl meines Kindes und mit einem Wechsel mit einem anderen Freund von ihm waren wir einverstanden. Aber alleine keinesfalls

          • Wahllos ist es nicht ganz - wahrscheinlich ist die Klassendichte sonst mit Jungs übervoll, weshalb bei euch auch mehrheitlich Mädchen ausgepickt wurden. Und wens trifft ist entweder Zufallsprinzip oder geht z.b. nach dem Alphabet.

            Wenn ihr umziehen würdet wäre das auch keine gemeinschaftliche Entscheidung sondern eine die ihr als Eltern (nicht grundlos) getroffen habt. Das entscheidet man in der Regel bevor man die Kinder mit ins Boot holt. Und ich wurde als Kind auch umgezogen (wurde nicht gefragt was ich will) und hatte 3 Jahre Probleme mit dem "komischen" Volk der Bayern klar zu kommen (die Mentalität im Süden ist SOOOO viel anders als im Osten!!!!). Aber auch ich hab Anschluss gefunden (irgendwann) und hab bis heute noch Kontakt zu all meinen Freunden mit denen ich in Thüringen aufgewachsen bin.

            Es mag unfair erscheinen und klar tut einem das eigene Kind in so einer Situation leid!!!!! Das will auch keiner schön reden. Aber wenns ein anderes Kind trifft stünden dessen Eltern und dieses Kind vor dem identischen Problem und es wäre ebenso "wahllos". Und da es keine nachvollziehbare Begründung gibt (aus neutraler Sicht) ein anderes Kind statt eurem zu wählen, wirds da kein Entrinnen geben.

            Und die Lehrer die das entscheiden wissen doch gar nicht wer wie befreundet und verbandelt ist am Ende wurden auch bei den 3 Mädchen 3 rausgepickt die sonst nix miteinander am Hut haben.

            • Uns wurde auf den Elternabend gesagt das es Kinder sind die miteinander befreundet sind. Mein Sohn sollte auch mit einem anderen Kind gehen. Dieser könnte sich aber erfolgreich dagegen wehren, weshalb er jetzt allein ist. Wieso sollten sich andere Kinder wehren können und wir sollten dies akzeptieren. Wenn ich eine Möglichkeit habe ihr das zu ersparen dann tu ich das.

              • Ok, wenn sich jemand anders erfolgreich wehren konnte dann kann man es durchaus mal versuchen.

                Außerdem wer sagt das Freunde immer Gleichgeschlechtlich sein müssten. Mein bester Freund zu Schulzeiten war ein Junge und ein Mädchen. Wir waren sozusagen wie ein Trio. Wobei der Junge und ich noch mit die stärkere Verbindung zueinander hatten. Da ich auch nach der Schule immer bei IHM daheim war - eher selten bei dem anderen Mädchen was auch bei uns im Dorf lebte.

                Dann verstehe ich nichtdass du hier noch kostbare Zeit veschwendest udn im forum hier lamenierst!

                Frag die eEltern des anderen Jungen wie sie vorgegangen sind und es geschafft haben dass ihr Sohn bleiben kann. DAS wäre jetzt meine erste Priorität, nicht das Kammern bei fremden (uns hier)

                P:S.
                So dicke befreundet scheinen dein Sohn und der andere Jungen ja nicht zu sein, wenn die anderen Eltern für das Verbleiben ihres Kindes gekämpft haben. Und in Kauf nehmen, dass deren Sohn nicht mit seinem Freund (euren Sohn) in die neue Klasse geht.
                Also im Grunde bewusst so gehandelt haben, dass die Freunde getrennt werden.

                An deienr Stelle würde ich meinem Sohn die positiven Seiten darstellen und ihn nicht meien BEdenken merken lassen. LEtzteres gibt deinem Sohn auch noch mehr UNsicherheit.
                Ich weiß wovon ich rede, denn meine Tochter hat eine Klasse wiederholt in der Grundschule und musste sich neue fFreunde suchen. Ihre heutige beste Freundin hat sie dort in der neuen Klasse kennengelernt. Meine Tochter macht dieses Jahr ihren Schulabschluß.

                Den Freund in der jetzigen Klasse kann dein Junge doch in der Freízeit weiterhin treffen.

          ".... wäre das eine Entscheidung die wir getroffen hätten."

          Solltet Ihr nur mit Entscheidungen leben können, die Ihr selbst trefft, dann "Petri heil". Hin und wieder holt die Realität einen ein #cool

          glaubs du es wird keine folgen für dein kind haben wenn du jetzt gegen die Entscheidung vorgehts??

          Kinder solcher Mütter werden oft im Nachhinein von lehrern ignoriert ...

    Ich kenne solch eine Situation nicht. Aber letztlich wird da aller Protest nix bringen. Denn Fakt ist die Umstrukturierung wurde abgesegnet. Wenn es euer Kind nicht trifft, dann ein anderes.

    Ich versteh die Trauer und Wut sowie Verzweiflung deines Sohnes absolut. Für ein Kind in seinem Alter muss das ein Weltenzusammenbruch bedeuten. Aber so wie du das beschreibst leben all seine Freunde im selben Dorf. Das heist unterschiedliche Schulen bedeutet nicht auch gleichzeitig, dass man seine Freunde nicht mehr weiterhin sehen kann. Ich würde ihm das auch so erklären und postive Aspekte nah bringen anstatt auf Kampf auszusein.

    So hat er nachmittags weiterhin seine Freund wie bisher auch mit denen er sich zum Spielen treffen kann. Und durch die neue Schule bekommt er dann vielleicht ja noch zu seinen bestehenden Freunden noch zusätzliche neue Freunde hinzu. Freunde für die Schule und Freunde für daheim. Somit noch mehr Freunde als jetzt.

    (14) 27.04.18 - 13:04

    Hallo,
    je schlimmer ihr das findet, desto schlimmer wird es auch für euren Sohn. Natürlich macht ihn das erstmal traurig und vielleicht auch ein bisschen ängstlich, aber anstatt diesen Wechsel zuverteufeln, würde ich eurem Sohn gut zureden und auch die positiven Seiten hervorheben.
    Er kann seine alten Freunde weiterhin nachmittags und am Wochenende treffen und bekommt obendrein die Chance zusätzlich neue Freunde zu gewinnen. Das kann auch eine Bereicherung sein. Gerade in dem Alter werden so schnell neue Freundschaften geschlossen. Und alte Freunde bleiben, wenn man die Kontakte abseits des Vormittags pflegt.

    Ich würde eurem Sohn Mut machen und ihn sowohl bei dem Wechsel als auch bei der Pflege der bereits bestehenden Freundschaften unterstützen. So ist manchmal das Leben - nicht immer schön und wie man es am liebsten hätte, aber man kann immer dafür sorgen, dass es trotzdem schön wird.

    Mal eine andere Frage: wäre es organisatorisch überhaupt möglich ihn zu der anderen Schule zu bringen?

    Da ich selbst kein Auto habe und mein Kind auf Öffentliche angewiesen ist/wäre, wäre das für mich ein Mit-Faktor, den ich betrachten würde/müsste.
    Das löst zwar nicht das Problem, könnte u.U. die Argumentation stützen.

    Falls es für euch sogar geschickter wäre, würde ich diesen Punkt natürlich außen vor lassen, da für dich die emotionalen Folgen erst mal vorrang haben.

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