Grundschule Underachiever

    • (1) 12.05.18 - 16:33

      Hallo!

      Hat jemand von Euch ein Kind, dass Underachiever ist?
      Würde mich über Eure Erfahrungen und Symptome sehr freuen.


      LG

          • Ist er denn überhaupt darauf getestet worden?
            Hochbegabung heißt nicht unbedingt, dass er in allen Bereichen hochbegabt ist und daher nicht in allen Fächern gegabt ist und dann auch nicht in allen Fächern zur Langeweile führt.

            Falls er getestet wurde, müsstet ihr dazu eine ausführliche Beratung erhalten haben und müsstet ihr eigentlich den Begabungsbefund dem Lehrer vorgelegt haben, um ihn gezielt zu mehr fordern.

            Ich kenne aus meinem Umfeld nur zwei hochbegate Kinder persönlich, aber die sind stets die Klassenbesten, die Langweilen sich zwar auch, aber da sie stets im Stoff vorraus sind und es beherrschen, rufen sie es bei den Tests auch ab.
            Keiner der beiden haben Klassen übersprungen, aber bekommen extra Denkstoff und gehen ausserhalb der Schule noch in solche Kurse/Projekte für getestete Hochbegabte.

            • >>>eigentlich den Begabungsbefund dem Lehrer vorgelegt haben, um ihn gezielt zu mehr fordern.<<<

              Wir haben das nicht getan. Wir hatten kurz das Gespräch mit der Lehrerin, aber der Test und die Auswertung haben sie null interessiert. Deshalb sind wir nicht weiter darauf eingegangen. Unser Kind wird also nicht mehr gefordert, obwohl das explizit in der Auswertung des Tests steht... Demnach sucht es Ablenkung (das gelingt ihm ganz gut), noch kommt er im Stoff mit, wie das sich entwickelt wissen wir nicht.

          (7) 12.05.18 - 19:43

          Klassensprung möglich?

          Man muß herausfinden, ob wirklich eine Unterforderung vorliegt oder die Verweigerung überwiegend Teil eines renitenten Charakters ist.

          Letzteres kann durch gute Begabung langfristig kompensiert werden,
          vor allem wenn man eine HB NICHT immer als Entschuldigung für
          Abwehr,Vermeidung und Ablehnung allgemeiner Regeln nutzt.

          Sollte dein Kind still und friedlich vor sich hinleiden, kann ein Klassensprung kurzfristig erstmal Erleichterung bringen und dem Kind die Schule wieder erträglich machen.

          Ich kenne in der Grundschule recht viele Kinder, die aus verschiedenen Gründen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ob die jetzt immer hochbegabt sind weiß ich nicht, aber die Gründe sind vielfältig. Meist sehen die Kinder keinen Reiz darin sich anzustrengen. Warum das so ist, weiß ich natürlich auch nicht
          Manchmal weiß man auch von Problemen, die das Kind hat, dann wird es natürlich darauf geschoben.
          Manchmal ist das Thema doof oder hat keinen Spaß gemacht.
          Manchmal ist die Lehrerin doof und macht keinen Spaß.
          Manchmal ist die Schule doof und viele Mitschüler.
          u.s.w.

          Wenn man echt dahinter kommen will, was KInder hindert ihre Kapazitäten zu nutzen, dann muß man alle in ein Boot holen und reden, versuchen, erleben und wieder reden...

          Das hat doch prinzipiell erstmal gar nichts mit "hochbegabt" zutun #kratz!

          "Minderleister ist eine tendenziell abwertende Bezeichnung für Personen, die in ihren Leistungen unter ihren Möglichkeiten bleiben (...). Der Begriff Underachiever kommt von engl. to achieve, deutsch: „etwas zustandebringen“, „ein Ziel erreichen“."

          • (10) 13.05.18 - 22:56

            Underachiever ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit Hochbegabten verwendet wird, die deutlich hinter ihren Leistungen zurück bleiben. Wenn man deutsche Texte über Hochbegabung liest, tauchen diese Personen immer unter dem Begriff "Underachiever" auf.
            Ob das tatsächlich ein echter Fachbegriff ist, oder er sich nur dafür eingebürgert hat, weiß ich nicht.

            " Das hat doch prinzipiell erstmal gar nichts mit "hochbegabt" zutun #kratz!"

            wenn man googelt sollte man nicht nur den ersten zu findenen Satz zitieren sondern auch weiter lesen, dann erkennt man das es schon was mit Hochbegabung zu tun hat.

    (14) 13.05.18 - 22:42

    Hallo,

    hast Du Dein Kind denn mal testen lassen? Was sagen die Fachleute?
    Das wäre meine erste Maßnahme, wenn ich so etwas vermuten würde.

    Unser Sohn (8) war zwar Klassenbester in der 2. Klasse, hat aber gedroht, die Schule zu kündigen, wenn die nicht bald mal interessanter wird. Außerdem hat er sich aus lauter Frust massiv mit der Lehrerin angelegt. #schwitz
    Ich schätze, wenn wir nichts gemacht hätten, hätte er uns alles vor die Füße geworfen und wäre zum Underachiever geworden.
    Wir haben ihn dann testen lassen (überdurchschnittlich begabt, aber nicht hochbegabt), und er ist in die dritte Klasse gesprungen. Da ist er jetzt mit 2en und der einen oder anderen 1 unterwegs, ist zufrieden und versteht sich prima mit der Lehrerin.

    LG

    Heike

    (15) 14.05.18 - 10:31

    als laie habe ich ja so meine skepsis, was irgendwelche angeblich hochbegabten betrifft, die dann vor laute runterforderung total abschmieren. wir hatten einige an der schule, die dann halt ein paar jahre juenger waren, als die anderen kinder im jahrgang und da hat sich aber neimand durch totales freidrehen hervorgetan.

    bei meiner tochter sind auch ein paar juengere im jahrgang, die sehr fitt im kopf sind und vorgestuft wurden. die kommen wie stinknormale kinder daher. wenn die sich komisch benhmen, dann haben die wie alle anderen auch irgendetwas, das sie gerade zu verknusen haben. jedes kind hat mal sachen im leben, die es mehr oder weniger beschaeftigen und sich dann auch in den schulischen leistungen niederschlagen.

    unsere kleine ist im letzten halbjahr von nur einsern auf 3er und 4er abgerutscht. das ende vom lied war, dass mein mann die arbeit gewechselt hatte und viel auf dienstreise musste. das hat die kleine ueberhaupt nicht verknust und dann war sie in der schule auf einmal mega unkonzentriert, obwohl sie die inhalte eigneltich spielerisch meistern konnte. ihre lehrer waren auch hoch besorgt, was denn mit dem kind aufeinmal los sei, weil sie bis dato mit den lerninhalten eigentlich garnicht ausgelastet war und alles mit links erledigt hatte.. also hat mein mann nach 5 monaten die neue stelle wieder gekuendigt und ist jetzt nicht mehr staendig weg. das kind scheint sich auch langsam wieder einzupendeln und hat auch in su wieder ne 1 geschrieben. kinder sind halt auch nur kleine menschen und es kommt eigenltich bei jedem vor, dass irgendwann in der schulzeit mal die konzentration irgendwo anders liegt und dann in der schule nicht nur einser bei raus kommen. ganz unabhaengig davon, ob das kind nun angbelich hochbegabt sei, oder nicht. da wuerde ich aber wirklich als letztes suchen, denn a) betrifft hochbegabung per definition nur einen verschwindend kleinen teil der gesamtbevoelkerung und b) von denen dann auch nur ein teil der sich wegen chronischer unterbelastung auffaellig zeigt. auch sog, hochbegabte haben baustellen im leben, die einen einfluss auf ihre schulischen leistungen haben.

    lange rede kurzer sinn: nicht jeder hat bock auf schule, manchmal hat man andere prioritaeten, grad wenn man jung ist. ob das nun ausserschulische belange seien, die einem auf der seele lasten, oder ein hang zum hedonismus. ich wage aber zu bezweifeln, dass das primaer auf eine angebliche intellektuelle unterforderung zurueckzufuehren ist, auch wenn wir eltern uns das gerne so vorstellen wuerden.

    manchmal ist es auch so was triviales wie ein verschleppter infekt, oder ein wachsttumsschub, bis hin zu otto-normalverbraucher kind sein.

    lg

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