wie auf verweis reagieren?

    • (1) 16.05.18 - 09:32

      meine tochter ist in der 6 kl RS und gestern kam der verweis.

      wusste ja das er kommt.

      nur steht da mehr drin als sie mir erzählte.
      denoch streitet sie es ab das es so abgelaufen sei...

      meinte der verweis wurde schon geschrieben bevor sie sich dazu äussern konnte....

      ich weis das meine tochter sehr gut lügen kann.denoch hätte ich ihr das nicht zugetraut was vorgefallen ist.(so wie es im verweis steht).

      hab mich aber auch gewundert das es einen verweis dafür gibt so wie sie es schilderte....

      wem kann/soll ich mehr glauben. ihr oder den lehrkräften die es laut verweis gesehen haben....

      • Ich weiß zwar nicht worum es geht, aber was hindert dich daran das Gespräch mit dem entsprechenden Lehrer zu suchen?


        Verweise sind ja auch nur eine Art offizielle Mitteilung. Für was sie vergeben werden ist sehr individuell. Manchmal sind das wirklich nur Kleinigkeiten.

        Nun ja, wenn Kinder richtigen Mist gebaut haben und wissen, die Eltern werden es definitiv direkt von einer fremden Person erfahren (ohne dass das Kind es verhindern kann), ist doch die normale, menschliche Reaktion, eine extrem geschönte Miniversion der tatsächlichen Vorkommnisse vorher zu erzählen.
        Ich würde, ganz besonders da du sagst, dass deine Tochter eine sehr gute Lügnerin ist, ihr diesmal einen echten Strich durch die Rechnung machen. Ehrlich gesagt, ist sie nicht mehr 1. Klasse und besonders schutzbedürftig. Langsam sollte sie es lernen. Mach einen Termin mit der Lehrerin aus, teile der Lehrerin mit, deine Tochter wird ebenfalls teilnehmen und falls die Schule soetwas hat, wäre es schön, wenn vielleicht die Schulpsychologin dabei ist. Deine Tochter sollte verstehen, dass ihre Lügen Konsequenzen haben. Es ist deutlich angenehmer Mama unter 4 Augen zu sagen, dass man Mist gebaut hat, als in der Schule vor versammelter Mannschaft der Mutter zu gestehen, dass man Mist gebaut hat UND danach noch die eigene Mutter angelogen hat.

        Bezüglich dessen, was in dem Verweis steht kann ich nichts sagen. Ich nehme aber nicht an, dass dort gelogen wurde.

        Ich würde so oder so einen Gespräch zum Lehrer suchen, um allgemein den alltäglichen Ablauf deiner Tochter mal von der schulischen Seite zu erfahren. Klarheiten und Fakten helfen besser, um in gewissen Fehlverhalten besser dagegensteuern zu können.

        Kinder verschönigen meist ihre Seite der Tat und dramatisieren dafür meist die Gegenseite.

        Bei meiner Tochter in der Klasse (inzw.7.Klasse), hagelte es auch seit der 5.Klasse bei etlichen Schülern mit Verweisen, zwecks nichthändelbaren Fehlverhalten bis ignorieren von Hausaufgaben. Wo Eltern erstmal ihren Kinder manches nicht zutrauten.
        Ab der weiterführenden Schule suchen manche Schüler nach einer gewissen Zeit , eine Art Aufmerksamkeit sei es durch die Neuorientierungsphase, evtl. schulischen Problemen oder Probleme mit Freundschaftsangehörigkeiten, wodurch dann negatives Auffallen eine gewisse Aufmerksamkeit bei Mitschülern bringt.

      • Bei uns muss man für einen Verweis schon ordentlich etwas angestellt haben.

        Wenn mein Kind in der Schule ordentlich Blödsinn gemacht hat, dann suche ich den Kontakt zum Lehrer. Ist noch nicht vorgekommen, wäre für mich aber selbstverständlich.

        • das denkt man immer so, richtig was angestellt haben...

          hier: Gymnasium wird jede Kleinigkeit geahndet und das meine ich tatsächlich so. Wo anders kein Hahn kräht, gibt es hier Elterngespräche. Immer gern 2 Lehrer vorweg. Wir haben diese 2 Jahre ertragen müssen.....(Tür zugeknallt, zu laut gewesen). Nachdem Lehrerwechsel erfolgte, ist unser Jahrgang nun der friedlichste. Vorher waren es alles Rüpel und das Sozialverhalten soll unter aller Kanone gewesen sein. (Arbeitsverhalten allerdings auf hohem Niveau). Es liegt wie immer alles im Auge des Betrachters. Ich bin nach diesen Erfahrungen sehr vorsichtig geworden. Man muss evtl. Vorfälle immer von allen Seiten betrachten und dann kommt manches ans Tageslicht was dem einen oder anderen auf einmal gar nicht behagt und wie schnell ordentliche Kinder auch mal gerügt werden können, haben wir sehr wohl erlebt und uns dagegen gewehrt. Nur weil einer laut schreit, ist dies gleich eine Tatsache.

          • Unsere Schule ist schon sehr streng, und die Kinder bekommen auch ordentlich Ärger, wenn sie "nur" Müll fallen lassen oder "Schüsch" sagen.

            Aber einen Verweis muss man ja begründen, den wirds wohl kaum für Pipifax geben.

            Ja, ein Lehrerwechsel kann durchaus manchmal Ruhe in eine Klasse bringen. DAs bedeutet aber noch lange nicht, dass die Klasse vorher erträglich gewesen wäre.

            Ich hab die Erfahrung gemacht, dass meine lieben Schüler, die bei mir wirklich wie die Lämmchen sind, sich bei manchem Lehrer benehmen wie die Axt im Walde. Da hab ich auch wenig bis gar kein Mitleid, wenn sie dafür die Quittung kassieren.

      Hallo,

      bis es hier zu einem Verweis kommt, muss der Schüler schon ordentlich Mist gebaut haben. Hier wird auch der Verweis nicht einfach so verschickt, sondern betreffenden Eltern, inklusive Kind, in die Schule bestellt. Meist ist auch die Gegenpartei dabei und jeder kann zum Sachverhalt Stellung beziehen. Verweise werden in der Regel nicht ohne hieb- und stichfeste Beweise oder Zeugen ausgesprochen. Also würde ich, an deiner Stelle, eher dem Inhalt des Verweises Glauben schenken als deiner Tochter. Auf jeden Fall muss der Kontakt zum Lehrer hergestellt und darüber gesprochen werden. Deine Tochter hat bei dem Gespräch dabei zu sein. Ich weiß nicht inwiefern es in euerm Fall eine Gegenpartei gibt. Auch diese würde ich zum Gespräch bitten um den Sachverhalt von beiden Seiten gehört zu haben. Kann es vielleicht sein, dass deine Tochter schon mal eine Vorabinformation an euch bekommen hat oder ihr ein Telefonanruf des Lehrers verpasst habt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ohne vorherige Informationen einfach ein Verweis raus geschickt wird. Hier wird sofort angerufen oder bei Nichterreichen eine Nachricht mitgegeben, die unterschrieben wieder mitzubringen ist. In dieser Vorabinformation werden die Eltern schon zum Gespräch gebeten.
      Aber wie schon gesagt, Verweise werden hier nur bei gravierenden Taten ausgestellt. Vornehmlich starkes Mobbing, mutwillige Sachbeschädigung, Körperverletzung etc. Im Prinzip Taten, die Straftatbestand haben. Bei kleineren Vergehen werden die Eltern auch schriftlich oder telefonisch informiert und der Sachverhalt wird geschiltert. Das dient dann vornehmlich zur Kenntnisnahme und klärt über das Verhalten auf.

      LG

      naja, du kennst ja deine tochter und wirst einschaetzen koennen, in wie weit sie wohl ihre darstellung zensiert haben mag.

      ich wuerde das gespraech mit meiner tochter nochmal suchen und sie sich zu dem verweis nochmal aeussernlassen, mit der frage, ob ihr vielleicht beim ersten schildern etwas entfallen war, das sie mir jetzt mitteilen moechte.
      dann wuerde ich das gespraech mit dem lehrer suchen.

      es ist ja alles moeglich: deine tochter mag die situation in der sie sich befand wirklich ganz anders wahr genommen haben, als die schule. vielleicht wusste sie auch, dass sie echt scheisse gebaut hat und hat ihre version geschoent, oder der betroffene lehrer hat ihr was angehaengt, was sonciht passiert ist. alles ist moeglich.

      lg

      Hallo

      Aus Lehrersicht kann ich dir sagen, dass die Kollegen in den meisten Fällen schon recht handfeste ,Beweise‘ haben, bevor sie einen Verweis abschicken. Da ja mittlerweile einige Eltern mit ihrem Anwalt drohen, können wir uns das eigentlich nicht mehr erlauben, nur auf Verdacht einen loszuschicken. Außerdem bedeutet ein Verweis immer zusätzliche Arbeit und zusätzlicher Konflikt. Da überlegt man sich das schon zweimal, ob das wirklich nötig ist.

      An deiner Stelle würde ich den Verweis ernst nehmen und das Gespräch suchen. Den meisten Lehrern geht es doch auch nur um das Wohl des Kindes. Wir möchten, dass die Schüler gut lernen können und einen Abschluss schaffen. Wir sind keine Gegner und so solltest auch du das sehen.

      • Das unterschreibe ich, auch Lehrerin, direkt!

        • Danke ;-)

          • Besonders der letzte Absatz. Keine Ahnung warum so viele denken, wir wollen den Kindern nur Böses 😑

            (16) 17.05.18 - 09:05

            Ich frag mich hier, warum hier geraten wird, das Gespräch mit dem Lehrer nochmal zu suchen. Der hat den Grund für den Verweis schriftlich begründet udn das sit mir genug.
            Da ist doch alles klar. Ich hätte sowas hingenommen und nur mit meinem Kind geredet.

            Warum wird den Lehrern immer unterstellt, sie können ihren Beruf nicht richtig ausüben, irren sich in der Schilderung bestimmter Vorgänge oder Verhaltensweisen?

            Wenn mein Kind Mist baut, dann muß es selber dafür gradestehen und die Konsequenzen spüren. Da nehm ich es´doch nicht in Schutz so ala "mein armes Kind".

            • (17) 17.05.18 - 09:34

              Wo hab ich das geraten?

              Wenn das deine Einstellung Ist, dann bin ich ganz bei dir. Eltern, die einfach mal was akzeptieren und mit uns zusammen, anstatt gegen uns arbeiten, sind mir sehr sympatisch 😉

              • Mit letztem Absatz meinte ich, dass ich unterschreibe, dass Eltern mal lernen sollten, dass wir für und nicht gegen ihre Kinder arbeiten und den Kids nix Böses wollen. Ansonsten ist es aber nie verkehrt, eine gute Kommunikation aufrecht zu halten. Die Kinder müssen wissen, dass Schule und Eltern zusammen und nicht gegeneinander arbeiten. Leider machen das aber einige Eltern. Natürlich nicht alle!

            (19) 17.05.18 - 12:12

            Na wenn noch kein Gespräch gelaufen ist, dann ist es doch sinnvoll.

            Jeder Vorfall hinterlässt Spuren, im besten Fall (Gespräch geführt) welche, die dazu führen, dass es künftig besser läuft, im schlimmsten Fall (ohne Gespräch oder schlecht gelaufenes Gespräch) schaukelt sich die Situation hoch und Schüler/in und Lehrer/in bekommen ein schlechtes Verhältnis zueinander.

            Es geht ja bei einem Gespräch nicht darum, die Version des Lehrers anzuzweifeln, sondern sich an einen Tisch zu setzen, zu klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und was von wem geändert werden kann, damit es nicht noch einmal dazu kommt.

            Natürlich müssen Kinder selbst dafür geradestehen, trotzdem führt man doch ein klärendes Gespräch. Ich halte das für selbstverständlich.

Hallo!

"wie auf verweis reagieren?":
1. Der Tochter eine letzte Chance geben noch die Wahrheit (oder vollständige Geschichte) zu erzählen.
2. Mit der Tochter gemeinsam einen Termin bei den Lehrern (KL, Direktorin) etc. ausmachen und klären
2.1 was genau da abgelaufen ist, mit welchen Konsequenzen für wen,
2.2 wie der Fehler wieder gut zu machen wäre,
2.3 Deine Tochter dazu verpflichten das zu tun und das zu überwachen.
3. Ja nachdem wie weit Deine Tochter von der Wahrheit entfernt geblieben ist oder sich zickig, bockig uneinsichtig bei der Wahrheitsfindung gezeigt hat entsprechend eine Strafe finden.

VG.

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