Handynutzung in der Schule

    • (1) 24.05.18 - 23:20

      Hallo zusammen,

      hab mal eine Frage an Euch. Vor allem an die Eltern von Kindern an weiterführenden Schulen.

      Nachdem vor mehreren Jahren bei uns am Gymnasium noch die Regel galt, dass das Handy zwar für den Schulweg mitgebracht werden darf, aber während der Unterrichtszeit bis Schulschluss ausgeschaltet im Schulranzen verbleiben muss, wurde diese Regelung so peu a peu jedes Jahr gelockert, sodass wir jetzt bei der Regel sind, dass das Handy immerzu benutzt werden darf, außer innerhalb des Gebäudes. Sprich, während der Pausen hängen fast alle Schüler auf dem Pausenhof in Kleingruppen über einem Smartphone und zocken irgendwelche Spiele.

      Ich finde das furchtbar!

      Immer mehr Lehrer fordern die Kinder auch während des Unterrichts auf, das Handy zu benutzen, z.B. um Fotos zu machen von irgendwelchen Gebilden oder mal schnell was zu googeln.

      #schock#aerger#contra

      Meine Tochter geht in die fünfte Klasse und hat noch kein eigenes Handy. Sie braucht auch keines. Sie soll frei aufwachsen.

      Jetzt habe ich so zufällig erfahren, dass meine Tochter schon lange Zeit in den Pausen nur Handyspiele zockt auf irgendwelchen Handys von irgendwelchen Leuten. Die paar Schüler, die kein eigenes Handy haben, finden immerzu ein fremdes. Ich habe auch erfahren, dass es Lehrer gibt, die das Handyverbot im Schulgebäude kein bißchen interessiert und die die Kinder auch dort zocken lassen. Es gibt Fünf-Minuten-Pausen, die so ablaufen, dass es klingelt, die Kinder ziehen einmütig ihre Handys aus den Taschen, versenken ihre Köpfe in dieses Gerät und schweigen die ganze Pause durch. Wenn es dann wieder läutet, packen sie die Handys wieder in die Taschen. Das war dann die Pause. Super Erholung für Körper und Geist. Klar, für die Lehrer voll angenehm.

      Bei meiner großen Tochter (die ein eigenes Handy hat, es aber oft freiwillig zu Hause läßt, weil sie es ohnehin nicht überall mitnimmt und der Meinung ist, in der Schule braucht sie es am allerwenigsten) läuft der Unterricht in manchen Fächern sogar so ab, dass die Schüler während des Unterrichts Handyspiele zocken - auf lautlos. Den Lehrern ist das teilweise egal - Hauptsache, es herrscht Ruhe. Ihrer Meinung nach muss jeder Schüler selber wissen, inwiefern er es sich leisten kann, aufzupassen oder nicht.

      Ich finde das alles sehr schockierend. Diese Entwicklung ist nämlich irgendwie an mir vorbeigegangen.

      Ich möchte bei der nächsten Elternbeiratssitzung sowie beim nächsten Klassen-Elternabend das Thema auf den Tisch bringen. Ich würde mir wünschen, dass diese Entwicklung wieder rückgängig gemacht wird.

      Um mich besser darauf vorbereiten zu können, würde mich interessieren, wie die Regelungen denn an anderen Schulen gehandhabt werden. Wie ist das Thema Handynutzung an bzw. in der Schule geregelt, und wie konsequent werden die Regeln eingehalten?

      Danke für Eure Antworten!

      Viele Grüße Franka

      • (2) 25.05.18 - 06:40

        Hallo, das klingt wirklich furchtbar! Hier ist es so, dass es sogar freies Wlan gibt am Gym. Aber - und das wundert mich dann doch - die Kids lassen die Handys tatsächlich in der Schultsche. Die Mädchen (7. Klasse) sitzen in einer Gruppe zusammen, teils auch mit Jungs, und quatschen oder gehen spazieren. Meine Große wohnt Laufminuten von der Schule entfernt und nimmt gar kein Handy mit.
        Bei meiner Jüngeren (5. Klasse) haben die meisten zwar ein Handy mit, in den Pausen spielen sie aber Ticken, Schaukeln o.ä. und kommen richtig außer Atem. Wenn sie im Unterricht mal ein Handy braucht, wird das vorher angekündigt.
        Ich glaube nicht, dass du Erfolg hast im Kampf gg. das tumbe Daddeln, drücke dir aber die Daumen!
        VG

        Hallo,

        am Gym meines Großen herrscht absolutes Handyverbot (Handys müssen auf dem gesamten Schulgelände ausgeschaltet sein). Das haben die Schulleitung, die Eltern und der Schüler im Schulvertrag so unterschrieben.
        Ein eingeschaltetes Handy wird "konfisziert" und am Ende des Schulhalbjahres wieder herausgegeben. Ob das rechtlich so OK ist, weiß ich nicht; vielleicht gilt es als Hausrecht, da Privatschule. Aber es halten sich alle daran und es werden auch ab und zu tatsächlich Handys eingezogen.

        Es gibt ein Schulhandy, das im Bedarfsfall (dringend nötiger Anruf) an die Schüler gegeben wird. Ausserdem können die Schüler (fast ;-)) jederzeit die Schultablets benutzen, jedoch nicht für schulfremde Zwecke.

        LG

        An der Realschule meiner Tochter gilt auf dem gesamten Schulgelände Handyverbot. Es beginnt unten an einem Berg und auch oben auf dem Berg wir die Schule ist.
        Bei meiner anderen Tochter auf dem Gymnasium hat man in der gesamten Schule gar keinen Empfang! Irgendwie ist der Weg sobald man die schule betreten hat.
        Die Kids dürfen die Handys nur nach Erlaubnis der Lehrer nutzen!
        Ich finde das gut so, aber, obwohl beide meiner Kinder schon lange Smartphones haben, wachsen sie frei auf ;)

        Mona

      • (5) 25.05.18 - 08:03

        Guten morgen,

        bei meinem Sohn (6. Klasse) in der Realschule ist die Handynutzung nur in der Mittagspause (Ganztag) erlaubt. Ansonsten wird es einkassiert und muss mit einem Elternteil im Sekretariat abgeholt werden. Dies wird auch durchgezogen.

        Mein Sohn und seine Freunde zocken wohl selten, sie spielen eher Tischtennis, Basketball oder Fussball.
        Er schaut einmal kurz drauf an Tagen wenn ich ihn mal abhole, falls etwas dazwischenkommen sollte.

        LG
        Tanja

        Hallo,

        in der alten Schule meiner Tochter herrschte Handy-Verbot, in der jetzigen Schule nicht und ich war anfangs auch nicht begeistert. Es funktioniert aber sehr gut. Die Kinder arbeiten im Unterricht damit.
        >>Ihrer Meinung nach muss jeder Schüler selber wissen, inwiefern er es sich leisten kann, aufzupassen oder nicht. <<
        Genau so ist es und bei uns zu Hause gibt es schon Notenauswertung und woran es liegen kann, daß diese oder jene Note nicht so toll war und da gibt´s auch schon mal Stress, wenn es nicht so funktioniert. Allerdings ist das eher die Ausnahme. Spiele gibt es keine auf dem Handy meiner Tochter und auch sonst können wir ganz gut einsehen, wie sie mit dem Handy in der Schule "arbeitet". Hier, in der Schule klappt das wirklich gut, ich kann aber auch sagen, in der alten Schule wäre das vielleicht nicht so "easy", wie jetzt.
        Ich kann Deinen Unmut also verstehen, weiß aber auch, daß es funktioniern kann.

        LG

      • (7) 25.05.18 - 08:49

        Das einzige was ich furchtbar finde ist deine Einstellung.

        Natürlich werden Handys bereits im Unterricht benutzt. Das nennt sich Fortschritt! ;-)

        Mein Sohn ist in der 4. Klasse und dort wird auch ab und zu mit den schuleigenen Tablets gearbeitet.

        Dein Kind soll "frei" aufwachsen? Was meinst du damit? Dass die meisten mit Handy "befangen" sind? Schwachsinn...

        Unsere Welt entwickelt sich immer weiter und dazu gehört halt auch der technische Fortschritt. Es gibt kaum noch einen Berufszweig in dem nicht wenigstens ab und zu ein PC benutzt wird. Was ist daran verkehrt, dass die Kinder lernen mit diesen Geräten umzugehen und sie zu bedienen?

        Wenn du ihr privat ein Smartphone verbietest ist das die eine Sache, aber an der Schule bzw im Unterricht ist sowas doch schon fast normal.

        Willkommen im Jahr 2018! #augen

        • (8) 25.05.18 - 09:00

          Du findest das normal, wenn sich Kinder in der Pause nicht mehr unterhalten, sondern nur noch am Handy zocken?

          Das ist nicht fortschrittlich, sorry.

          Und Ja, diese Medien sind heute wichtig, aber ein vernünftiger Umgang damit auch und den gibt es an der o.g Schule offensichtlich nicht!

          Bei uns gibt es sogar Laptopklassen, aber Handys sind weiterhin strikt verboten, außer der Lehrer fordert die Schüler im Unterricht dazu auf, die Handys zu nutzen. Das WLAN wird bei Bedarf an- und abgeschaltet für die Laptopklassen.

          Auch während des Mittagessens ist hier Handyverbot, obwohl das keine offizielle Schulzeit mehr ist und das ist auch gut so.
          Lg

        (10) 25.05.18 - 09:08

        Über den Satz mit dem "frei aufwachsen" bin ich auch gestolpert. Habe es aber erst mal als nicht wirklich zum Thema gehörend abgetan.

        Ansonsten hast Du aber schon gelesen, was an der beschriebenen Schule abgeht? Es geht nicht darum, dass die Kinder an der Schule lernen, mit Medien umzugehen.

        Das Thema war etwas ganz anderes.

        LG

        (11) 25.05.18 - 09:16

        “Unsere Welt entwickelt sich immer weiter und dazu gehört halt auch der technische Fortschritt.“

        Meine Kinder können sich gerne mit
        künstlichen neuronalen Netzen oder
        mit der (vielleicht irgendwann tatsächlich realisierten) Entwicklung von Quantencomputern beschäftigen.........
        aber sinnloses Dummgeschwätz auf sozialen Plattformen u.a.
        wird sie dem technischen Fortschritt NICHT näherbringen,
        im Gegenteil, da sie dadurch peu a per verblöden und nachhaltig umso manipulierbarer werden.

        • (12) 25.05.18 - 09:19

          “peu a peu“

          (13) 25.05.18 - 09:24

          Ich verstehe durchaus, was Du meinst, aber ich gebe zu bedenken: Wenn sich dein Kind NUR mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz beschäftigt und jegliche soziale Plattform ausblendet, dann ist es ihm natürlich auch wesentlich schwerer gemacht, mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Möglicherweise hat es 3 IQ-Punkte mehr (wobei ich persönlich nicht glaube, dass man tatsächlich vom Medium verblödet, sondern dass es immer am Umgang liegt), aber manchmal ist es genauso wichtig oder wichtiger, eine Ebene mit anderen Kids zu haben. Letztlich ist aber natürlich die Frage, welches Ziel man erreichen möchte.
          Für mich ist es halt ein Ziel, dass meine Kinder in der Lage sind, als Teil der Gesellschaft ihren eigenen Platz darin zu finden. Wenn sie sich dann später als Aussteiger für ein ganz anderes Leben entscheiden, dann habe ich es ihnen wenigstens vorher ermöglicht, eine Wahl zu haben.

          • (14) 25.05.18 - 09:40

            Du,
            das war jetzt einfach nur ein überspitztes Beispiel und hatte mit uns und unsrer Lebnswirklichkeit nicht viel zu tun.
            Meine Tocher hat das Smartphone (leider) ständig in der Hand und telefoniert ununterbrochen mit ihren Freundinnen, auch wenn eine Verabredung gerade beendet wurde
            oder sie schicken sich Nachrichten oder oder ....

            Das Smartphone als solches und dessen recht freier Gebrauch, lässt sie aber am
            technischen Fortschritt nicht wirklich aktiv oder inhaltlich teilhaben.:-)
            Darum ging es mir.:-)

            Und teilweise muß ich es ihr dann auch wegnehmen, was sie aber eigentlich auch akzeptiert, weil sie selber merkt, dass ein Zuviel ihr nicht gut tut und sie sich bei Auszeiten erholen kann. Sie ist zu impulsgesteuert um sich bestmöglich selbst zu regulieren.
            So wie viele andere Jugendliche auch.

            • Aber für den richtigen Umgang mit der Technik sind ja dann wir Eltern zuständig ;-)
              Unsere Tochter ist jetzt 14 und wenn wir der Meinung sind, es reicht, dann ist da Handy weggelegt. Ebenso verhält es sich in der Schule. Am Abend wird das Handy aus dem Zimmer verbannt, wenn Schlafenszeit ist und im Internat wird geschaut, daß das Handy aus ist, auch mehrmals und mit Verwarnung und Konsequenz bei Zuwiderhandlung. Auch nehmen wir Eltern uns das Recht heraus, Whatsapp, Instagram und andere soziale Netzwerke zu sperren, wenn es nicht so funktioniert, wie wir es festgelegt haben. Wir handhaben das von Anfang an so und schauen auch regelmäßig nach den Aktivitiäten.
              Wir haben alle Passwörter und wichitge Passwörter für das Gerät und Internet haben nur wir und nicht das Kind. Klar gibt es mal Gemotze, aber im Großen und Ganzen leben wir alle recht gut damit.

              (16) 25.05.18 - 10:20

              Ich denke, es kommt wohl drauf an, was man unter technischem Fortschritt versteht. Für mich ist schon wichtig, dass meine Tochter auch lernt, wie sie zu reagieren hat, wenn ihr jemand einen Kettenbrief schickt oder so etwas. Das gehört für mich zum Lernfeld "Umgang mit technischem Fortschritt", da ja heute keiner mehr Kettenbriefe per Post verschickt.
              Auch wie es mit geschickten Links, Videos, Bildern usw. ist. Ich finde es leichter, meine Tochter da frühzeitig nach und nach ranzuführen als wenn sie mit 16 plötzlich alle Freiheit hat und dann anfängt, Fotos von sich im BH an ihre beste Freundin zu schicken (nur um zu fragen, ob der gut aussieht ohne zu bedenken, dass der Schuß nach hinten losgehen kann, wenn die Freundschaft nicht hält) oder sonstigen Blödsinn zu machen.
              Meine Große ist erst 10, da kann man ja noch sehr gut Einfluss nehmen und nach und nach alles erklären, worum es geht. Und so interessant, dass sie es nicht mehr aus der Hand legen würde, ist das Handy auch (noch?) nicht. Manchmal verbringt sie durchaus auch ne halbe Stunde dran, aber nicht jeden Tag.

      (18) 25.05.18 - 10:02

      Über Deine Einstellung kann ich nur den Kopf schütteln.

      Interessanterweise wird die ständige Nutzung von Handys und Tablets gerade von IT-lern kritisch gesehen, und die sind technisch nicht hinter dem Mond, wie Du es unterstellst, sondern kennen, im Gegenteil, besonders gut die Risiken des blinden Technik- und Datenverbreitungs-Wahns, der gerade herrscht.

      "Was ist daran verkehrt, dass die Kinder lernen mit diesen Geräten umzugehen und sie zu bedienen?"

      Sorry, aber das, was die meisten Kiddies mit Handies und Smartphones zustande bringen, lernt jeder normal intelligente Mensch jeden Alters in wenigen Tagen. Die können nämlich so beeindruckende Sachen, wie surfen, Whats Apps schreiben und spielen. #schock
      Mit Office-Programmen oder tiefergehenden technischen Dingen sind die meisten von diesen angeblichen "Digital Natives" gnadenlos überfordert, und wie man vernünftig mit seinen Daten umgeht, wissen die schonmal gar nicht. Das kriegen die meisten Erwachsenen ja schon nicht auf die Reihe (Stichwort Whats App und Facebook...).

      Wenn Du Kinder im Unterricht ihre privaten Handys nutzen lässt, macht die Hälfte irgendwelchen Blödsinn, anstatt das, was sie tun sollen. Außerdem werden die Eltern gezwungen, dem Kind ein Handy zu kaufen.
      Es sollten schuleigene Tablets genutzt werden, die zentral kontrolliert werden können und auf denen die gleiche Software läuft.
      Aber wichtiger bei der ganzen Geschichte, ist sowieso, wie finde ich Informationen, wie bewerte ich sie und wie gehe ich mit ihnen um, wenn ich sie verwerten will. Knöpfchen drücken lernen die Kinder auch zu Hause.

      Auch die Einschränkung, in der Pause kein Handy benutzen zu dürfen, ist sinnvoll, weil viele Kinder die Pause dann damit verbringen, auf dieses Teil zu starren, anstatt, sich zu bewegen und sich mit anderen Kindern in der echten Welt zu befassen.

      Ich will gar nicht wissen, was für gesundheitliche Schäden die Generation Tablet und Handy erwartet, weil sie schon im Wachstum die ganze Zeit auf Bildschirme gestarrt hat.

      "Willkommen im Jahr 2018!"

      Man muss nicht blind jedem dämlichen hinterher rennen. Ein intelligenter Mensch macht sich selbst Gedanken.
      Die Menscheit ist schon genug Trends hinterher gerannt, die sich nachher als Griff ins Klo erwiesen haben, z.B. der Glaube an die Atomkraft als Lösung aller Energieprobleme in den 60er Jahren.

      • (19) 25.05.18 - 10:27

        "Auch die Einschränkung, in der Pause kein Handy benutzen zu dürfen, ist sinnvoll, weil viele Kinder die Pause dann damit verbringen, auf dieses Teil zu starren, anstatt, sich zu bewegen und sich mit anderen Kindern in der echten Welt zu befassen. "

        Das ist jetzt aber schon ein bißchen naiv.

        Wir haben Schüler, die tatsächlich ein Problem mit einem Übermaß an Medienkonsum haben, aber die fangen nicht an sich zu bewegen und zu unterhalten, wenn man ihnen die Handys wegnimmt. Die sitzen dann rum und starren gelangweilt auf ihre Hände.
        Ich denke, sie haben den übermäßigen Konsum ja wegen ihrer sozialen Defizite, die es ihnen eben nicht ermöglichen, sich anders zu beschäftigen.

        Wenn man diesen Kindern etwas Gutes tun will, dann reicht es nicht, ihnen die Handys wegzunehmen, dann brauchen sie Moderation und Anleitung, um mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen.

        • (20) 28.05.18 - 09:37

          >>>Wenn man diesen Kindern etwas Gutes tun will, dann reicht es nicht, ihnen die Handys wegzunehmen, dann brauchen sie Moderation und Anleitung, um mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen.<<<

          Und das glaube ich nicht. Mag sein, dass diese Kinder dann n paar Tage ihre Hände anstarren und nicht wissen, was sie anfangen könnten. Nach ein paar Tagen Langeweile würden sie aber vermutlich wieder zu dem werden, was Menschen schon immer waren, soziale Wesen, die mit ihrer Umwelt interagieren. Nur eben dann nicht mehr virtuell, sondern real. Einfach, weil ihnen nichts anderes übrig bliebe.

          • (21) 28.05.18 - 17:34

            Ich hab Schüler, die das seit vier Jahren so durchziehen, weil bei uns Handys verboten sind...

            Wer das Bedürfnis hat, sozial zu interagieren, der tut das auch, wenn er ein Handy hat.

      (22) 25.05.18 - 10:29

      Besser hätte man das gar nicht formulieren können. Und mich hat das gerade noch mal bestätigt, meinen Großen in die Laptopklasse zu schicken.

      Eben weil dort der sinnvolle Umgang jenseits von Whatsapp, Instagram und YouTube gelehrt wird :-)

      (23) 25.05.18 - 10:32

      >>Das kriegen die meisten Erwachsenen ja schon nicht auf die Reihe (Stichwort Whats App und Facebook...).<<
      Ja leider und bevor ich meinem Kind den Umgang mit den öffentlichen Medien gestatte, hab ich mich damit gefälligst auseindander zu setzen. Dass es vielen Eltern egal ist, ist aber nicht das Problem derer, die es besser machen. Ein Kind muss auch nicht jede Müllapp haben.
      >>Auch die Einschränkung, in der Pause kein Handy benutzen zu dürfen, ist sinnvoll, weil viele Kinder die Pause dann damit verbringen, auf dieses Teil zu starren, anstatt, sich zu bewegen und sich mit anderen Kindern in der echten Welt zu befassen.<<
      Naja, Kinder, die sich auch so nicht bewegen fangen jetzt garantiert auch nicht damit an und hier sehe ich auch die Eltern im Zugzwang, nämlich mit Sport am Nachmittag, bwz. Bewegung generell und dafür braucht es auch kein Handy.

(24) 25.05.18 - 14:04

Ob ein Schüler auf Anweisung der Lehrer oder Möglichkeit zu recherchieren auf schuleignen Tablets herumsurft oder sein privates zum privaten Gebrauch in der Schule benutzt ist ein himmelweiter Unterschied und miteinander gatr nicht zu vergleichen.
Bei uns ist auch absolutes Handybenutzerverbot, aber auf Anweisung des Lehrer, dürfen sie es nur mal zu Schulzweck benutzen.

(25) 25.05.18 - 09:06

Hallo,

Ich habe meine Kinder bewußt auf ein Gymnasium mit striktem Handyverbot geschickt.
Auf dem gesamten Schulgelände ist die Handynutzung strengstens untersagt.
Bei Zuwiderhandlung wird das Gerät mind. für 2 Tage einkassiert und die Eltern werden informiert. Auch auf Klassenfahrten gilt ein absolutes Handyverbot.

Dass Kinder/ Jugendliche den Konsum selber regulieren sollen und selbstverantwortlich entscheiden sollen, wieviele Defizite in der Aufmerksamkeit sie sich leiten können,
klingt für mich nur nach
GLEICHGÜLTIGKEIT und oder Resignation.

Viele junge Menschen reagieren stark auf schnelle visuelle Reize.
Das junge Gehirn liebt diese Art der Stimulation und es gehört sehr viel Vernunft und Disziplin dazu, sparsam und angemessen mit diesem Medium umzugehen.

Verantwortungsvolle Erwachsene können doch wenigstens im Lenrumfeld dafür sorgen,
dass Abkenkungsquelien reduziert werden und dass die Jugendlichen in Ruhe
MITEINANDER kommunizieren können.

Das macht nämlich den meisten dann doch mehr Spaß (glaube ich).
Nur,
muß man sie diese Erfahrung auch machen lassen.
Und wenn es nicht freiwillig klappt, dann eben mit Verboten.

Dass bei freier Handynutzung,
der Gebrauch trotzdem moderat stattfindet, halte ich nicht für die Regel.

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