gibt es bei Euch die Note 6 in Sport

    • (1) 29.05.18 - 08:31

      Bei unserem großen - 5.Klasse Gymnasium, ist gestern die erste 6 eingetrudelt.

      Er hat es nicht geschafft, einen Gummistab eine geforderte Weite zu werfen. Scheinbar ist diese Übung generell nicht besonders gut ausgefallen, es gab mehrere 4en und 5en, auch noch mindestens eine weitere 6.

      Was mich nur wundert, bisher habe ich immer gelesen, dass es in Sport eine 6 eher nur bei Leistungsverweigerung / Betrug gibt, was bei ihm aber definitiv nicht der Fall war.

      Natürlich mutiert Sport inzwischen immer mehr zu seinem Hassfach, er kann es nunmal einfach nicht. Wir sagen schon nur, dass er sich bemühen und Freude daran (soweit das möglich ist) haben soll, was ihm immer schwerer fällt.

      Okay, es gibt die Vorgaben für die Weiten, aber eine 6 finde ich dann doch ziemlich demotivierend.

      Wie ist das bei Euch ? Gibt es 6-en in Sport ?

      Ines

      • (2) 29.05.18 - 08:45

        Hallo,

        hier gibt es auch 6en in Sport. Mein Sohn bekommt sie regelmäßig aufs Bockspringen. Mein Sohn findet es eher belustigend als schlimm. Im Sportunterricht gibt es immer Dinge, die man auch kann und somit gleicht man die schlechten Noten wieder aus. Hier ist am Zeugnis nie jemand schlechter als 4. Ich hatte auch immer eine 6 auf Weitwurf. Bei mir flog der Ball hoch und kam an der gleichen Stelle wieder runter. Ich musste jedesmal aufpassen keinen zu erschlagen. Das hätte der Lehrer unmöglich mit einer 5 werten können. Mein Sohn rennt den Bock eher um als dass er drauf oder darüber kommt. Das ist auch keine 5 wert. In anderen Fächern zählt auch die Leistung und nicht das sich Mühe geben. Wenn man in einem Aufsatz oder einer Mathearbeit nichts produktives zu Papier bringt, gibt's auch keine Punkte weil man sich bemüht hat den Stift in die Hand zu nehmen.

        LG
        Michaela

        • (3) 29.05.18 - 08:53

          Oh Gott - Bockspringen ist sicher auch nichts für meinen Großen.

          In der Grundschule hatte er am Ende der 4.Klasse eine 4 auf dem Zeugnis. Für mich war das damals ein kleiner Schock, inzwischen haben wir uns daran gewöhnt und, wie gesagt, für uns zählt die Anstrengung an sich. Gestern haben wir das Werfen gleich mal noch im Garten geübt, sah wirklich nicht gut aus, hat sich aber nach paarmal üben etwas verbessert. Er hatte in Sport wohl Angst, in der Sporthalle die Deckenlampen zu treffen, hat er gemeint ;-).

          Ich denke ja auch, dass man eben eine Leistung anhand von Tabellen bewerten muss, wobei eine 5 eigentlich ausreichend schlecht gewesen wäre. Er hat das Teil ja schon ein Stück geworfen, nur eben nicht bis zur Hallenmitte, wie gefordert.

          Na, ja - ich hoffe, er verliert nicht völlig den Spaß an Bewegung durch die strenge Bewertung. Viele Zensuren gab es dieses Jahr ja auch nicht, da fast 3 Monate Sport mehr oder weniger ausgefallen ist.

          (4) 30.05.18 - 06:32

          <<< Bei mir flog der Ball hoch und kam an der gleichen Stelle wieder runter.>>>

          Da musst du was verwechselt haben Hochwurf statt Weitwurf.#rofl

          Mein Sohn kommt die Stange nicht hoch. Er beherrscht einfach nicht die Technik. Dann bekommt er seine 5 aber keine 6. Hab ihm gesagt, man kann nicht alles können, schon gar nicht, wenn die Motivation im Keller ist. Er kommentiert dann immer, aber du sagst, du konntest alles. Naja ich hatte auch mehr Spaß am Sport. Ich sage dann immer, der Einsatz zählt. Wenn es nicht klappt, dann ist das auch ok. Das Gleiche gilt für Seilspringen.#schein

          Dafür gleicht er es mit den anderen Leistungen wieder aus.

      (5) 29.05.18 - 08:47

      Hallo,

      bei uns damals gab es nur Fünfen oder Sechsen in Sport, wenn jemand sich keine Mühe gegeben oder die Leistung verweigert hat. Die unsportlichen Kinder hatten bei uns Dreien oder Vieren.

      Die Sportlehrerin unserer Tochter (5. Klasse Gymnasium) hat bei letzten Elternsprechtag gesagt, dass sie bewertet, wie sehr die Kinder sich bemühen. Unsere Tochter hat ein gestörtes Verhältnis zu allen Ballsportarten, genau wie ich damals auch. Sie gibt sich aber trotzdem viel Mühe, und die Lehrerin sagte, wenn sie so weiter macht, bekommt sie eine Zwei.

      Wie das bei Eurem Sohn läuft, finde ich auch total demotivierend. Er gibt sich Mühe. Das muss ja wohl für eine Vier in einem unwichtigen Fach, das viel mit Talent zu tun hat, reichen.
      Aber vermutlich wird man da nichts machen können, weil die Lehrerin / der Lehrer objektiv nichts falsch macht. Ihr könnt höchstens versuchen mit ihr oder ihm zu reden, aber ich schätze, er oder sie wird das schon seit Jahren so handhaben und nicht bereit sein, das zu ändern.

      LG

      Heike

      • (6) 29.05.18 - 08:57

        Das meine ich eben, diese Demotivation finde ich nicht unbedingt im Sinne der Erfinders. Ich finde es ebenso doof, Fächer wie Kunst und Musik (also das Singen) zu bewerten.

        Aber wir haben gestern darüber gelacht und gesagt "Gratulation zur ersten 6". Natürlich sollte das jetzt nicht zur Regel werden und ich hoffe, es gibt dann nächstes Jahr paar Dinge, die ihm mehr liegen.

        Interessanterweise spielen alle anderen Familienmitglieder Handball, da sollte man meinen, das ist sein Ding ;-). Er schlägt da wohl aus der Art, ist eher der denkerisch-/künstlerische Typ.

      • Wenn ich sowas lese, wird mir als Musiklehrerin ganz schlecht#aerger. Musik ist doch nicht nur Singen! Das zu bewerten finde ich auch unter aller Kanone. Hab ich in 25 Dienstjahren noch nicht einmal gemacht - und komme trotzdem immer zu meinen Zensuren.
        Musik hat einen ganz differenzierten Lehrplan, Singen ist dabei nur ein kleiner Teil und sollte niemals die alleinigen Grundlage zur Zensurenfindung sein.
        Gruß Petra

        • (11) 29.05.18 - 22:42

          Und Kunst ist nicht nur Malen, bzw. es haben nicht nur die vermeintlich Talentierten die Chance auf gute Noten!

          Wird aber sehr oft ganz anders praktiziert. Schon zu meiner Zeit bekamen alle Mitglieder des Schulchores automatisch ihre Zwei. Wenn ich den Mund aufmachte zum Singen, hatte ich meine Eins, egal, wie die Arbeiten ausfielen. Theorie war wirklich nicht meins und Mozart war mir.......#cool
          Bei meiner Tochter vor 30 Jahren ähnlich - die Mitglieder des Musikensembles hatten ebenfalls ihre Zwei unverrückbar, meist auch die Eins.
          Meine Enkelin muss leider kämpfen - sie ist kein musikalisches Talent und muss einfach lernen und nochmal lernen und "bemängelte" auch schon, dass die Mitglieder des Schulchores es einfach leichter hätten, zu guten Noten zu kommen. Aber sie kann halt weder singen noch ein Instrument spielen- will es auch nicht lernen; Hiphop tanzen zu können reicht ihr #schwitz LG Moni

          • wow!

            Bei uns wurde der Chor zwar mitbewertet, durfte nur positiv bewertet werden:
            aber nur anteilig. Bswp. wenn ein Schüler/eine Schülerin auf der Kippe stand, konnte der Chor ein Zehntel oder zwei Zehntel aufbessern.

            Z.B. von 2,5 auf 2,4 so, dass es eine 2 wurde. Bei 2,8 hätte die bloße Teilnahme keinen Unterschied gemacht.

            Auch verbessern konnten alle anderen, wenn sie zwischen zwei Noten standen durch Vorspielen, Heftführung, vorsingen.

            Wobei Leistung und Mut (wenn es nicht völlig aus der Spur war) auch positiv gewertet wurden.

        Das meinte ich ja, dass das Singen an sich nicht bewertet werden sollte. Aber wie gesagt, die Lehrerin des Großen scheint da sehr kulant zu sein, denn richtig gut singen, also dass ich das als 2 bewerten würde, kann mein Großer eigentlich nicht.

        Es werden natürlich auch Arbeiten geschrieben.

        Aber noch schwieriger finde ich das bei Kunst. Okay, es gibt sicher Techniken, die umgesetzt werden müssen, aber ein Werk an sich zu bewerten, wie soll man das. Es hat doch jeder ein anderes Empfinden für Kunst.

        (15) 01.06.18 - 18:55

        Ich stimme Dir bei. Habe noch nie gehört, dass das Singen bewertet wird, obwohl ich's nicht verkehrt finde. Dieses Schuljahr wurden Sachen wie Noten lesen, Takte bestimmen, Flöte vorspielen, usw. bewertet. Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass an anderen Schulen nur gesungen wird...

        • (16) 01.06.18 - 18:58

          Ergänzung: Das hat auch nichts mit Talent zu tun, sondern ist reine Lern-und Übungssache.

          (17) 01.06.18 - 19:57

          Puh, letzter Beitrag: Habe nochmal gelesen und ja, es wurde NICHT behauptet, dass nur gesungen wird.

    (18) 01.06.18 - 08:13

    >>>Ich finde es ebenso doof, Fächer wie Kunst und Musik (also das Singen) zu bewerten.<<<

    Ach weißt du, man muss heute ne Menge wegamten, wenn die Kinder in die Schule gehen... Ich finde das Bewerten von offensichtlichen Talenten (singen, Sport, malen) auch bescheuert, war aber als wir zur Schule gingen auch nicht anders. Allerdings wird es schon manchmal skuril. 2 Beispiele aus den letzten paar Wochen bei meinem 2.Klässler:

    Musik: Das Lied "Winter adé" wird zu Leistungskontrolle auf der Flöte bewertet (Note 2) - eine Woche später: Das Lied "Winter adé" muss zur Leistungskontrolle gesungen werden. Mein Sohn bekommt auch darauf eine 2. Ich verstehe nicht, weshalb eine 2 und frage ihn (schließlich beherrschte er Text und Melodie im Schlaf): Er hatte sich ausdrucksstarke Bewegungen (sprich n halbes Theterstück dazu) gespart (z. B. bei "adé" muss man winken). Zu meiner Zeit war es für eine 1 völlig ausreichend Text und Melodie zu beherrschen.... #augen
    Anderes Beispiel: In der Deutscharbeit steht als Anweisung: Schreibe die Verkleinerungsformen!
    Weil mein Sohn die Verkleinerungsformen sowohl mit "chen" als auch mit "lein" wählt, erhält er nicht die volle Punktzahl. Der Lehrer wollte ausschließlich "chen" sehen, hat das aber mit keinem Wort irgendwo erwähnt. Alle Formen mit "lein" hat er auch noch als "Falsch!" gekennzeichnet.
    Ich habe schwer mit mir gerungen, ob ich dem was dazu sage... aber da es um nichts ging und er auch so eine 2 hatte, hab ich es mir geklemmt.
    Meinem Kind hab ich aber gesagt, dass seine Verkleinerungsformen natürlich richtig seien... er solle sich nicht von diesem Unsinn beeindrucken lassen.
    Also ärger dich nicht über den Sportlehrer deines Sohnes... Schwamm drüber und gut... dafür kann er andere Sachen.

    • (19) 01.06.18 - 08:57

      Das mit der Deutsch-Bewertung ist ja wirklich dämlich, ich hätte wahrscheinlich eher Zusatzpunkte vergeben, denn das eigentlich Geforderte hatte er ja gehabt, sich sogar noch mehr Gedanken gemacht. Na, ja - manchmal sind Lehrer sehr eingefahren dun vermiesen Kindern oft das eigenständige Denken.

      Das mit dem Singen ist bei uns beim Gedicht aufsagen oft so. Dem Großen ist seine ruhige Art da oft auf die Füße gefallen, ihm fehlte auch die Theatralik (und manchmal auch die Lautstärke) zur 1.

      Wegen der 6 - das ist echt kein Beinbruch - wir wissen um seine anderen Stärken ;-). Er war dafür im Latein- und Englischwettbewerb einer der Besten, baut sich sein Ego also schon irgendwie wieder auf.

      • (20) 01.06.18 - 09:18

        Nein, du hast mich falsch verstanden. Es sollten der Hund, das Heft, die Hose und der Tisch verkleinert werden. Mein Sohn hat geschrieben: das Hündchen, das Heftlein, das Höslein und das Tischlein. Die Varianten mit "lein" klingen heute etwas ungewöhnlich, sind aber keinesfalls falsch, wurden aber als falsch gewertet. Lediglich das Tischlein gab einen Zusatzpunkt :-D :-D :-D, weil dem Lehrer das Märchen mit dem Tischlein eingefallen ist (in der Frage davor ging es um Märchen)....
        Ich fand es einfach nur lächerlich, aber gut, lass ihn das als falsch werten... (ich dachte dann so bei mir, aber das darf ich NIEMALS laut sagen: Dieses Kind hat einen Verbal-IQ von 132... Was will der (Lehrer) dem sprachlich vormachen?)... Aber wie gesagt, ich dachte es nur....

        • (21) 01.06.18 - 10:06

          Okay, ich dachte, er hätte Beides hingeschrieben.

          Trotzdem - falsch ist es nunmal nicht. Aber bei uns ist es oft auch so, es wird etwas gelernt, wie in dem Fall ging es wahrscheinlich um "chen" und das wird dann auch so gefordert. Dann aber muss die Aufgabenstellung eindeutig sein.

          Und gerade wie Kinder, die eben nicht nur einfach stur nach Plan arbeiten und denken, haben da oft ein Problem. Kenne ich vom Großen leider auch. Es ging z.B. um Winterschlaf/Winterruhe beim Eichhörnchen (oder irgendeinem ähnlichen Tier). Mein Sohn hatte recht, wir haben es dann auch extra nochmal gegoogelt. Die Lehrerin hat es dann auch zugegeben, aber da sie es im Unterricht anders gelehrt hatte, war seine Antwort eben falsch.

          Ähnliches gab es bei meiner Nichte - Frage war: "Wann hast Du Geburtstag" - natürlich war ein Datum gefordert, sie hatte aber geschrieben "am Samstag" (der am Wochenende darauf). Direkt falsch ist das nicht, gab natürlich keinen Punkt.

          • (22) 01.06.18 - 10:29

            Also das mit dem Eichhörnchen und den nicht erhaltenen Punkten ist ja n Ding.... Wir haben es anders im Unterricht behandelt, deshalb ist deins falsch! Da wäre ich glaube ich explodiert...
            Also bei den Verkleinerungsformen bin ich das auch bald, aber ich sagte, ja es war ne 2, wäre auch eine geblieben, also was soll es...
            Aber wir hatten auch schon, dass aus Silben Substantive mit dazugehörendem Artikel gefunden werden sollten. Mein Kind fand aus den Silben natürlich andere Substantive mit Artikel als die Lehrerin es haben wollte (er hatte u.a. die Gase und der Nabel - sie wollte vermutlich der Nagel und die Nase oder noch was ganz anderes, es gab noch mehr Silben). Da hab ich ihr netten Vers dazu geschrieben, dass dies trotz ihrer gegenteiligen Erwartung durchaus deutsche Substantive sind und somit richtig. Sie hat es dann geändert, ihm die 2 Punkte gegeben und seine Note nach oben korrigiert.

            Ich schaue seit dem immer, ob es sich lohnt den Aufstand zu proben...

            • (23) 01.06.18 - 10:34

              Gabel wäre noch möglich gewesen und wahrscheinlich das von ihr favorisierte

              (24) 01.06.18 - 10:36

              Wir hatten mal was mit Artikeln und Substantiven - sollte der Artikel zu "Band" gefunden werden.

              Töchterchen hatte "der" (wie der Band von Büchern z.B.) , es war aber "das" gefordert. Eigentlich hätte auch "die" gelten müssen ;-).

              • (25) 01.06.18 - 10:53

                Ja, so ist es....
                Mich kotzt es so an, dass Lehrer offenbar immer nur ihre Wahrheit gelten lassen. Aber in den meisten Fächern (mal abgesehen von Mathe) gibt es eben etwas mehr als das, was sich die Lehrer so dachten.
                Aber selbst in Mathe hatten wir schon, dass 15/3=5 als falsch gewertet wurde. Es sollten Mengen aufgeteilt werden und dann die gesuchte Aufgabe wäre 15/5=3 gewesen (oder umgekehrt, ich weiß nicht mehr). Aber die hat einfach nicht kapiert, dass sie nicht sagen kann, das wäre falsch, nur weil ihre Erwartungshaltung eine andere war... Ich habe es dann aufgegeben...

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