Klassenfahrt 6. Klasse, 1/2 der Schüler Sonnenbrand

    • (1) 01.06.18 - 16:11

      Hi, wie sehr ihr das? Sohn (6. Klasse) kommt heute von der Klassenfahrt wieder, hatte Sonnencreme, Sonnenhut etc. mit und weiß schon Jahre über deren Verwendung Bescheid. Die Hälfte der Schüler hat sich gleich Dienstag heftig verbrannt, mein Sohn im Gesicht, rauh wie Schmirgelpapier, knallrot, geschwollen wie Hamsterbacken, total furchtbar. Wäre ich vor Ort gewesen, wäre mein Sohn Mi/Do definitiv nicht in die Sonne gegangen. Klar, mein mütterlicher Arm endet da, völlig okay. In meinen Augen hätte da das Klassenlehrerteam aber ein kleines Auge drauf haben können, es war offensichtlich. Nein, stattdessen waren sie zu einer Ganztages-Kanu-Tour bei 30 Grad, Tag danach Surfen und Floß bauen. Tolle Aktionen, keine Frage :-). Aber unpassend für einen 12Jährigen mit völlig verbranntem Gesicht!
      Natürlich ist er 12, war selbst verantwortlich für's Eincremen (da haben wir schon ausführlich geredet!!!), aber ich hätte schon erwartet, dass das KL-Team ihn so, wie er aussieht, einmal angucken lässt vom Arzt oder ihn WENIGSTENS aus der Sonne schickt! Es ging ja nicht nur 1 Schüler so!
      Wie seht ihr das? Wäre heute nicht Freitag, würde ich ihn glatt mit zum Arzt nehmen jetzt :-(.

      • Hallo,

        finde ich schwierig. Die Lehrer können weder beeinflussen, ob sich einzelne Schüler eingecremt haben, noch das Wetter beeinflussen. Einen Arzt beim Sonnenbrand finde ich übertrieben, außer vielleicht er hat Basen geschlagen. Die Sachen waren ja bestimmt schon alle gebucht und geplant. Dann alles zu verwerfen..... und wie Du selbst sagst, hat sich sein Sohn mit seinen 12 Jahren nicht um seinen Hautschutz gekümmert.
        Haben wir auf Klassenfahrten auch nicht. 😄
        Vielleicht musst du deinen Sohn nochmal über langfristige Sonnenschäden aufklären. Aber ein einzelner Sonnenbrand bringt ihn auch nich um.

        Lg

        Bei uns wäre dein Junge beim Sanitäter behandelt worden und hätte an den Aktivitäten am Mittwoch nicht teilgenommen, sondern wäre im Lager geblieben, ein Lehrer ist immer da.

        Ein schwerer Sonnenbrand ist kein Pappenstiel.

        • #pro
          Das finde ich toll! Ich habe tatsächlich noch einen Arzt gefunden, der jetzt noch auf hatte, dieser sah es so wie ich auch. Er hat ihm eine antibiotische Salbe verschrieben und er soll für 1 Woche drinnen bleiben. Recht so. Zur Schule darf er mit Bepanthen im Gesicht. Findet er ätzend, hat aber ein Einsehen.

      z.B. auch, dass Sonnencreme vor Sonnenbrand nicht schützt. Es verlängert nur die Zeit um ein paar Min. Da hilft wirklich nur der Sonnenhut oder so.

      Ich verstehe dich und ich finde auch befremdlich, dass die Lehrer da scheinbar nicht adäquat drauf geachtet haben. Immerhin hatten sie die Aufsichtspflicht und ein Sonnenbrand kann ganz gute Außmaße annehmen. Ich lag mal mit Sonnenstich und Sonnenbrand im Krankenhaus. Das Krebsrisiko ist deutlich erhöht.

      Vielleicht wird hier auch der ein oder andere argumentieren, dass die Kinder selbst verantwortlich sind. Teilweise- ja! Aber 12jährige sind minderjährig und eben nicht in der Lage schon alles adäquat einzuschätzen.

      Ich würde mit den Lehrern reden, ne gute Brandsalbe kaufen und das Kind übers Wochenende aus der Sonne nehmen.

      Viele Grüße!

      • Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich dem KL-Team etwas sage. Ich sehe es auch so, dass der KL natürlich nicht kontrolliert, ob die Kids sich eincremen. Aber WENN ein Kind (in dem Fall mehrere!!) sich stark verbrannt hat, dann hätten sie es zumindest aus der Sonne schicken sollen und b.B. einen Arzt konsultieren - wozu sonst hatten alle ihre KK-Karte mit.
        Personell muss sichergestellt werden, dass jemand bei nicht-ausflugsfähigen Kindern bleibt.
        Grummel.

    Hi,

    meine beiden Jüngeren (8 und 12) lasse ich immer unter meiner Aufsicht zu Hause cremen. Es wird sonst einfach nicht ordentlich gecremt oder Stellen vergessen oder was weiß ich.
    Der 15jährige ist eh ein Zombie und meidet die Sonne, aber da müsste ich wahrscheinlich auch noch aufpassen.
    Aber dieses geschwollene hört sich eher nach einer allergischen Reaktion an...

    lg

    Normalerweise bin ich hier diejenige, die die mütterlichen Erwartungen an Institutionen völlig übertrieben findet.

    Aber: Wenn ein Kind schon einen Sonnenbrand hat, dann erwarte ich auch von einem Lehrer/Betreuer/Begleitperson, dass er/sie/es darauf achtet, dass dieses Kind sich nicht noch weiter der prallen Sonne aussetzt.

    Warum das bei euch nicht gelaufen ist, das würde ich in einem ruhigen GEspräch zu klären versuchen.

    Wie kommt man als Aufsichtsperson darauf bei 30 Grad eine Gruppe 12 jähriger den ganzen Tag auf dem Wasser zu beschäftigen? Da sind doch Sonnenbrände vorprogrammiert. Da hilft irgendwann auch keine Sonnencreme mehr.
    Sicherlich waren die geplanten Aktionen eigentlich toll, aber für dieses Wetter leider nicht geeignet. Ich sehe gerade unseren 12 jährigen rothaarigen Nachbarsjungen vor mir. Nach 8 h auf dem Wasser hättest du denn auch bei LSF 50 ins Krankenhaus bringen können.
    Klingt mir ein bisschen so wie der Schulleiter der am Dienstag in Hamburg sein Sportfest umbedingt machen wollte mit dem 800m Lauf um 12 Uhr. 8 kollabierte Schüler und der Schulleiter sagt, er habe die Wärme unterschätzt....
    Ich bin eigentlich eher einer von der Sorte die sagt, dass man sich nicht so anstellen soll. Aber bei Sonne, Sonnenbrand und Sonnestich bei Kindern hört es bei mir auf. Ich habe als Sanitäter bei Sportveranstaltungen schon genug Kinder kollabieren gesehen. Das braucht keiner.

    Ich würde es auf jeden Fall mal ansprechen. So ganz unkommentiert kann man das eigentlich nciht lassen.

    • Hallo!
      Das war alles im Voraus schon geplant, gebucht, inkl. Aktionen, es ist eine Freizeitstätte an einem See, das Programm hätte genauso bei 15 Grad stattgefunden.
      Vor allem nutzt ein Hut auf dem Wasser auch nur bedingt etwas. Die durch das Wasser reflektierte Sonne ist ja auch aggressiv. Ich finde allerdings schon, dass man das Programm hätte abändern können, z.B. Kanutour nur 3 Stunden in den Abendstunden oder frühen Morgenstunden statt über den kompletten Tag. Das Gelände selber bot genug Schatten. Mich ärgert einfach, dass meine Tochter nach dem Brand nichtmal angeguckt wurde. Bei 75 Kids und 8 Lehrern hätte einer doch mal darauf aufmerksam machen können :-(.

Top Diskussionen anzeigen