1. Klasse und ich hab so viele Ängste :-(

    • (1) 06.06.18 - 22:56

      Als erstes möchte ich mich bei allen bedanken die bei meiner Umfrage mit gemacht haben :-) Wir haben schon vor ein paar Wochen einen Ranzen um 200€ gekauft. Ich wollte meinem Freund zeigen dass ein guter Ranzen doch gut 200€ kosten kann. Soviel zum Sinn der Umfrage :-)
      So, der 1. Schultag rückt immer näher und ich werde immer nervöser und ängstlicher und auch ein bisschen traurig. Wir sind erst vor 1 Jahr hier im Kiga angekommen und nun soll es schon wieder vorbei sein. Die Schule liegt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Mich überkommt immer mehr die Angst dass mein Kleiner noch nicht bereit sein könnte. Ich bin es irgendwie nicht. Ich bin doch erst selbst zur Schule gegangen. Ich war 7, mein Sohn wurde vor kurzem erst 6. Er ist mein erstes und einziges Kind und ich bekomme immer mehr Ängste. Die Schule ist riesig. Ich habe Angst dass er sich nicht zurecht finden wird. Am meisten zu schaffen macht mir, dass die Nachmittagsbetreuung nicht im Haus stattfindet. Diese muss ich 3x pro Woche in Anspruch nehmen. Nach der Schule muss er selbst, nur mit ein paar anderen Kindern, mit dem Autobus fahren, ca. 10 Minuten. Dann wartet noch ein kurzer Fußweg durch eine Wohnsiedlung.
      Mein Sohn geht erst seit ein paar Tagen alleine in den Hof bei unserem Wohnhaus. Er war sonst noch nie alleine, wie kann ich da erwarten dass er alleine Bus fährt :-( Ich hatte gehofft er würde einen Platz im Schulgebäude bekommen, aber nein. Ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll und es sind nur noch 3 Monate :-( Ich kann gerade nur weinen.

      • (2) 06.06.18 - 23:36

        Ich habe ja schon einmal geraten, dir Hilfe bezüglich deiner offensichtlich sehr manifesten Abgrenzungsproblematik zu holen.

        „Mein Sohn geht erst seit ein paar Tagen alleine in den Hof bei unserem Wohnhaus.“

        Da hört es wirklich auf!

        Dein Kind hat ein Recht auf freie Entfaltung, kannst du dem gerecht werden?

        Du hast als Mutter darfür zu sorgen, dass dein Kind von
        deinen irrationalen Ängsten verschont bleibt und wenn du das nicht kannst, solltest du dir Unterstützung suchen.

        Warum war ein sechsjähriges Kind noch niemals alleine im Haushof?

        Ist er krank und braucht dauernde Beaufsichtigung?

        • Bis vor ein paar Tagen hatte er kein Verlangen alleine runter zu gehen. Um in den Hof zu gelangen muss er durch den Haupteingang. Unser Haus liegt an einer gefährlichen Kreuzung.
          Ich kann schlecht abschätzen was ein 6 jähriger kann und darf. Wenn was passiert schreien immer alle nach Verletzung der Aufsichtspflicht.

          • (5) 07.06.18 - 23:45

            Ein 6 Jähriger sollte es durchaus schaffen alleine in den Hof zu gelangen. Nur so als Beispiel...ich bin schon im Kindergarten zusammen mit meiner Schwester, die 2 Jahre älter und also in der Grundschule war (lag ebenfalls gegenüber), ohne eine erwachsene Person fast 2km quer durchs Dorf an der vielbefahrenen Hauptstraße entlang (inkl. großer Kreuzung, wo wir drüber mussten) nach Hause gelaufen. Das war kein Problem. Ich war die Strecke bereits oft mit meiner Mutter gelaufen und wusste worauf ich achten musste, da sie mir die wichtigen Dinge explizit erklärt hat.
            Das könntest du bei deinem Sohn ja auch machen. Dann wird das schon klappen.

      Die Kinder meistern es besser, als was die Eltern immer denken. Du solltest deine Angst mal etwas herausnehmen, irgendwie scheint, dass du selbst zu wenig selbstvertrauen hast.Dein Kind ist weder allein in der Klasse, noch allein auf der Schule.
      Deine Überängstlichkeit ist kontraproduktiv für dein Kind.
      Wenn ihr die Schule gegenüber ist, also kein unübersichtlicher Schulweg....Nachmittagsbetreuung mit dem Autobus mit mehrern Mitschülern zusammen ist auch beruhigend...also entspanne mal;-)

    • Hallo.

      Bleib mal locker. Du überträgst deine Angst und Bedenken und das kann nach hinten losgehen. Wie soll er denn Sicherheit lernen, wenn du sie vorab schon blockierst. Du hast überhaupt kein Vertrauen zu deinem Sohn. Schade eigentlich.

      Alles Gute.

      LG

      • Ich weiß nicht woher das kommt. Ich ich habe schon Vertrauen in ihn, aber nicht in den Rest der Welt. Ich bin einfach zu übervorsichtig.

        • <<<Ich bin einfach zu übervorsichtig. >>>

          Damit machst du es aber nicht besser. Wie soll er das selbständige Reagieren auf manchen Dingen lernen, wenn du ihn bremst und ihm das vorweg nimmst.

          Das hört sich wirklich schlimm an. Du engst ja Dein Kind mit Deiner unbegründeten Angst total ein.
          Das Gegenteil sollte eigentlich der Fall sein: Du solltest ihn zur Selbstständigkeit erziehen und ERMUNTERN, Dinge allein zu machen. Das ist Deine Aufgabe als Mutter!
          Ich kann mich den andern nur anschließen: such Dir bitte Hilfe durch eine Familientherapeutin o.ä. und tu etwas gegen diese übermäßigen Ängste. Das ist ein sehr ungesundes Verhalten.

          Ich habe jetzt noch nicht mehr von dir gelesen und das mit der Angst, er findet sich nicht im Schulhaus zurecht, musst du ablegen.

          Ich würde aber niemals mein Grundschulkind den Weg machen lassen, den du beschrieben hast. Ich würde schnellstens Kontakt zu anderen Eltern aufnehmen und es als Gemeinschaft organisieren - so ist jeder im besten Fall einmal alle zwei Wochen dran, die Kinder zu begleiten.
          Ja, früher war alles anders und man durfte schon von klein an raus....
          Es kann so viel passieren und 6 Jahre ist klein. Ich lasse meinen Kindern Freiheiten, aber so eine regelmäßige strecke allein, auch noch ständig zur selben Zeit? Nein, würde ich nicht machen.
          Sorry, hilft dir vielleicht nicht wirklich, aber ich wollte dir nur zeigen, du bist nicht allein mit deiner Meinung.

          Viel Erfolg beim Finden einer Lösung.

          Alles Gute

    Hallo,

    ich denke, du musst anfangen dein Kind loszulassen. Und da erkenne ich bei dir ein riesiges Problem. Deine Sorge um dein Kind ist teilweise irrational und du tust deinem Sohn damit nichts gutes. Kinder können nur lernen und Erfahrungen sammeln wenn man sie los lässt. Du überträgst deine Angst auf dein Kind, dein Kind wird dadurch unsicher und bekommt selbst Angst. Das ist dann der springende Punkt warum manche Kinder in neuen Situationen nicht zurecht kommen. Du könntest weil dein Kind in die Schule muss, hast wahnsinnige Angst vor dem Weg zur Betreuung. Jetzt versetze dich mal in dein Kind. Es muss nun was bewältigen, vor dem seine Mutter Panik hat. Für Kinder sind die Eltern mutig und stark. Wie schlimm muss einem Kind etwas vorkommen wovor die Eltern Angst haben. Wie soll ein Kind Selbstvertrauen entwickeln wenn du ihm nichts zutraust. Mit deinen Ängsten und übertriebenen Sorgen bezweckst du nur, dass dein Kind die gleichen Ängste vor diesen Situationen bekommt. Er bekommt schon Schulangst bevor er eingeschult wird.

    LG

    • Ich weiß dass du recht hast. Ich versuche ihn zu bestärken. Ich erzähle ihm immer wieder, dass Schule toll ist. Er fragt mich hin und wieder nach meiner Schulzeit und ich kann da eigentlich nur positives berichten. Aber innerlich zerreißt es mich.

Hallo,

die anderen haben dir ja schon geraten, loszulassen und dich zu entspannen. Da kann ich mich nur anschließen. Du tust deinem Kind keinen Gefallen, wenn du so ängstlich bist und ihn dadurch einschränkst. Hol dir Hilfe, wenn du das nicht selbst ändern kannst, das ist keine Schande. Tu es für deinen Sohn!

Du musst dir nicht so viele Sorgen machen! Mein Großer ist ein sehr sensibles, eher ängstliches Kind. Er braucht häufig meinen Rückhalt, wenn er etwas Neues tun soll. Wenn er es dann aber geschafft hat, ist er ganz stolz und ein paar cm größer. Oft reicht eine Erfahrung aus, damit er weiß, dass es doch nicht so schlimm ist, wie er dachte.

Mit Beginn der Schule hat er einen großen Schritt nach vorn gemacht. Entscheidend war, dass ich ihn bestärkt habe, ihm Mut gemacht habe. Hatte er anfangs noch Angst, er könnte die Haltestelle verpassen, an der er aussteigen muss, wollte er ganz schnell nicht mehr gebracht und auch nicht mehr abgeholt werden. Das wäre nie möglich gewesen, wenn ich ihn ängstlich umklammert hätte. Diese Erfahrung mache ich immer wieder. Entscheidend ist für ihn, wie wir als Eltern dazu stehen.

LG

(15) 07.06.18 - 08:01

Ich kann Dich schon teilweise verstehen. Die Einschulung ist ein neuer Lebensabschnitt, der einiges verändert. Manche Veränderungen machen einem Sorgen. Aber die Kinder schaffen das.

Kannst Du mit ihm das Bus fahren üben? Einfach zu Deiner eigenen Beruhigung?

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