Klassenkonferenz-Ordnugsmaßnahme

    • (1) 21.06.18 - 18:54

      Hallo zusammen!
      Sohnemann, 14 Jahre ist ein fleißiger Schüler mit mttlerem Durchschnitt. Kein Überflieger aber auch keine 0.
      Er hat jedoch leider ein lebhaftes Temperament und stört öfters. Klassenbucheinträge und Srafarbeiten kommen oft dabei raus. Zeitweise bessert er sich, derzeit ist er jedoch (pubertär) schwierig. Leider scheint das besuchende Gymnasium damit nicht wirklich klar zu kommen...
      Der aktuelle Fall nun hat er Anfang Juni nun wieder mal Blödsinn gemacht und Quatsch an die Tafel geschrieben. Der Klassenlehrer ermahnte ihn und sagte ihm da schon, dass er an der anstehenden Klassenfahrt (Tagesausflug) nicht teilnehmen darf.

      Er ist ein Kind, das mir alles erzählt, Gutes und Böses, so habe ich natürlich auch davon (von ihm) erfahren. Meine meinung war gleich, dass es so ja nicht gehen kann. Eine Ordnungsmaßnahme und um die handelt es sich ja, kann der Klassenlehrer nicht mal eben so verhängen. Ich wartete jedoch mal ab, ob da was offizielles von der Schule kommt.
      Es kam zunächst nichts, die EInverständniserklärung zur Klassenfahrt wurde unterschrieben.
      Heute nun (am Tag der Klassenfahrt!) kam ein Brief der Schule, in dem Sinngemäß steht, dass der Klassenrat am 18. getagt habe und den Ausflug per Ordnungsmaßnahme gemäß §97.1 Abs. 4 SchulO (RLP) gestrichen.

      Das kann ja so nicht gehen oder? Dass er nun nicht mit auf Klassenfahrt war, hat ihm nicht wirklich was ausgemacht (daran sieht man auch welchen Unsinn diese Ordnungsmaßnahme hat). Da sie vollzogen wurde und ich vom Grundsatz auch keinen Einwand dazu habe, soll das erst mal so sein. Aber die Maßnahme an sich ist meiner Meinung nach doch nicht korrekt gelaufen oder? Weder wurde mein Sohn von der KV gehört noch ich. Auch war der terminliche Ablauf ja nicht korrekt oder?

      Zeit genug war ja, also eine Abweichung nach §98 (dann jedoch durch den Schulleiter - Schule), sehe ich also als nicht gegeben...

      Was meint ihr, sollte sich die Schule nicht auch an die Vorgaben halten, wenn sie es schon von meinem Sohn erwartet?
      Vor allem aber ist eine OM ein Instrument höchster Stufe. Für Störer oder Spassmacher wohl reichlich überzogen oder? Nur weil der Lehrer keinen Ausweg sieht, dann zu solchen Mitteln greifen? Mit OM solen schwerwiegende Verstöße geahndet werden.

      • (2) 21.06.18 - 19:26

        Schwerwiegende Verstöße können meines Erachtens aber auch wiederholte Störungen sein und wenn eben alle Konsequenzen vorher nicht greifen muss eben mal durchgegriffen werden.

        Er ist ja nun eben auch alt genug um für sein Handeln die Verantwortung zu tragen. Problem für Eltern ist leider oft, dass sie die Situation eben nur aus der Sicht des Kindes kennen und ihr Kind natürlich ganz anders betrachten als Lehrer oder ggf auch Betreuer am Nachmittag. Allein schon der Gruppengröße wegen.

        Bei 25 Kindern in einer Klasse ist ein Schüler der ständig aus der Reihe tanzt einfach anstrengend und jedes andere Kind hat ein Recht auf ungestörten Unterricht.

        Der Sohn meines Partners hatte vor kurzem Elternsprechtag. Er ist bei Mama sehr lieb, bei Papa oft respektlos und frech, aber ich würde es in Die Phase stecken in der eben ausprobiert wird mit wem man wie weit gehen kann. Bei dem besagten Tag würde darüber gesprochen dass sein Sozialverhalten mangelhaft ist. Der Sohn war sich eigentlich keiner Schuld bewusst.
        Auch wenn dein Sohn die alles erzählt, was ich übrigens extrem gut finde!, ist das aus seiner ganz subjektiven Sicht.

        Eine Person die die Verantwortung für eine Gruppe solcher Jugendlicher trägt denkt sich dann zum Beispiel auch, dass jemand der sich nicht an einfache Regeln in der Schule halten kann, eben auxh auf einem Ausflug nicjt tragbar ist.

        Ich arbeite "nur" in einer Grundschule, aber wir schließen Kinder z.b. einmalig der AG aus, wenn sie sich wiederholt nicht an die Regeln halten.
        Respektloses Verhalten inbegriffen. Es wird in dem Fall aber natürlich den Eltern entsprechend zeitnah mitgeteilt.

        Rechtlich kann ich dir dazu nichts sagen, auch wenn ich 4 Semester Jura studiert habe. Damit habe ich mich einfach nicht beschäftigt. Nur ist das was im Gesetz STEHT eben nicht immer das was es MEINT.

        Lange Rede kurzer Sinn:
        Ich würde ein Gespräch zum Lehrer suchen und ggf vereinbaren, dass du über das Fehlverhalten informiert wirst, damit du zum einen einen Überblick bekommst und dein Sohn zum anderen das Gefühl bekommt du weißt Bescheid was in der Schule abgeht.

        Ich hoffe dass du eine gute Lösung finden kannst!

        • "Ich arbeite "nur" in einer Grundschule, aber wir schließen Kinder z.b. einmalig der AG aus, wenn sie sich wiederholt nicht an die Regeln halten.
          Respektloses Verhalten inbegriffen. Es wird in dem Fall aber natürlich den Eltern entsprechend zeitnah mitgeteilt.

          Rechtlich kann ich dir dazu nichts sagen, auch wenn ich 4 Semester Jura studiert habe. Damit habe ich mich einfach nicht beschäftigt. Nur ist das was im Gesetz STEHT eben nicht immer das was es MEINT. "

          Gilt an Grundschulen ein anderes Gesetz?

      Hallo,

      grundsätzlich ist das Stören per se erstmal kein schwerer Verstoß, aber dein Sohn scheint ja dafür bekannt zu sein und es kam nicht das erste mal vor.
      Wie oft hast du mit dem Lehrer schriftlich oder mündlich diesbezüglich schon Kontakt gehabt?

      Ob nun gerechtfertigt oder nicht, ob mit Anhörung oder ohne habe ich in der Schnelle nicht gefunden, kommt auch auf das Bundesland an.

      Aber wenn ich weiß, dass mein Sohn so tickt, dann hätte ich schon andere Konsequenzen gezogen. Ein Schüler der ständig stört und blödsinn macht ist für alle Beteiligten unheimlich nervig.

      Wäre es mein Kind, dann hätte ich zuhause ganz andere Konsequenzen eingeleitet. Irgendwo hört der Spaß auf, Pubertät hin oder her. Trotzdem muss er sich an Regeln halten!

      VG

          • ... und wenn die Eltern IHREN Job nicht erfüllen?

            • Hallo,

              wie erwähnt vorrangig!

              Leider ist es zunehmend zu beobachten, dass Lehrer die Erziehungsfunktion übernehmen müssen.

              Natürlich haben Lehrer neben ihren Unterrichtsautrag auch einen Erziehungsauftrag, aber das Ausmaß hat sich erschreckend geändert.

              VG

              Zusatz: Dann müssen die Eltern stärker in die Pflicht genommen werden.

              Wenn auch das nicht hilft müsste auch mal das Jugendamt eingeschaltet werden.

              Ich finde es sehr traurig, dass vor allem die „regelkonformen“ Kinder unter den Störenfrieden zu leiden haben.

              Zum einen geht Unterrichtszeit aufgrund der Störungen verloren und zum anderen werden Kinder vom Lernen abgehalten und erbringen womöglich schlechtere Leistungen.

              Ich glaube wir haben alle mal Mist verzapft, aber nach einer gewissen Zeit läuft das Fass über. Diesen Punkt sollte ein 14 Jähriger Gymnasiast tatsächlich erkennen, sofern keine gesundheitlichen Gründe (z.B. ADHS) dagegen sprechen.

              Dann dürfen diese Kinder nicht mit auf Klassenfahrt ;-)

      (12) 25.06.18 - 10:02

      Du schreibst, was ich auch gedacht habe beim Lesen.!

      Das war sicher nicht nur wegen des blöden Spruchs an der Tafel, dass der Junge eine Ordungsmaßnahme verpasst bekam. da ist ja sicher vorher genug vorgefallen.

      Und dass er nicht mit auf den Tagesausflug durfte, war, denke ich, auch nicht unebedingt als Strafe für den Schüler, sondern als Maßnahme zum SCHUTZ von Mitschülern und Lehrern gedacht.

      @TE:
      Ich würde mir da Gedanken machen, dass die Lehrer mein Kind nicht mehr beaufsichtigen wollen, weil er sich nicht entsprechend verhalten kann. Statt ihn immer zu verteidigen, bin ich auch der Meinung, mußt du deinem Sohn deutlich machen, dass es so nicht geht.
      Bisher scheinst du in ihm nur den armen kleinen, unschuldigen Jungen zu sehen, dem Unrecht getan wir und dessen Verhalten du wohl tolerierst und verteidigst. Damit tust du deinem Sohn auf Dauer keinen Gefallen.

Bevor man immer nur allein die Seite des Kindes "hört" sollte man sich auch mal mit den Lehrern in Verbindung setzen, um deren Erlebtes zu Hören, die auch Live dabei waren, bei gewisse Vorfällen.....ich glaube nicht, dass eine Schule, einen Schüler eben mal aus "keinen anderen Ausweg" die Klassenfahrt streicht, bei sowas muss jemand schon etliche Grenzen überschritten haben.
Bevor man in einem Forum nachfrägt, sollte man erst den Kontakt zu den Lehrern/Schule suchen, die Wissen garantiert, was sie dürfen und was vorgefallen ist, um diesen Schritt zu gehen.

  • Ja, es geht, so ist mein Ausgangstext zu verstehen, um das Verfahren, nicht die "Strafe an sich"
    Und ja, es hat auch Gespräche mt den Lehrern gegeben. Es ist immer noch Kinderkram, ich will nicht wissen, was solche Lehrer dann an Schwerpunktschulen machen, wenn man richtige Härtefälle hat...

    Er hat sich wesentlich gebessert, ist auch nicht der Einzige in der Klasse. Er lässt sich leider auch zu oft von den "anderen Störern" verleiten, die leider nicht im gleichen Maß bestraft werden. Nun ja, Mutter eines der anderen ist auch Schulelternsprecher, man kennt sich ja...

    Es ist und bleibt eine Ordnungsmaßnahme, gegen die Einspruch möglich ist. Wir sprechen hierbei nicht über den Auslöser der Aktion.

    Und ja ihr habt natürlich recht und ja es gibt auch Konsequenzen unsererseits bei seinem Verhalten. Aber dennoch, es sind und bleiben Kinder, was seit ihr denn für Eltern, wenn ihr solche Maßstäbe anlegt? Ich rechtfertige und billige sein Verhalten damit nicht - nur mal so zum Verständnis ;-)

    • Du verklärst das ganze Verhalten deines Kindes...andere sind auch Störenfriede, er ist ein Mitläufer, er ist noch ein Kind.....
      boah, ehrlich, solche Kids die ständig auffallen, sollten hin und wieder auch mal der Schule verwiesen werden aber es besteht ja Schulpflicht für solche Störenfriede.

      Weisst du eigentlich, was da an Unterrichtszeit verloren geht?? Und wie andere Mitscler drunter leiden?

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