Sohn (7) auf eine andere Schule schicken?

    • (1) 22.06.18 - 12:59

      Hallo,

      ich komme mit der Klassenlehrerin einfach nicht mehr klar. Sie hat einen sehr schlechten Ruf. Das weiß ich von Bekannten und auch einige Erzieherinnen meinten "Ach du sch..., bei der?"

      Nun war folgender Vorfall.

      Mein Sohn und einige andere Jungs sammeln Pokemon Karten. Mein Sohn zeigte seine Lieblingskarte und streckte sie hoch. Ein Junge nahm sie ihm weg, und er hat sie bis heute nicht erhalten. Es war eine wertvolle und ich habe auf eBay gesehen, dass sie später einen Sammlerwert in dreistelliger Höhe haben wird. Also keine Bagatelle.

      Zwei Wochen lang bat mein Sohn, dass er die Karte wiederhaben möchte und wurde immer wieder vertröstet. Als ich den Jungen sah, sagte ich zu ihm, er soll bitte am nächsten Tag die Karte wieder mitbringen, weil er sie ihm einfach genommen hat und damit wäre der Fall erledigt. Junge rennt zur Mutter, Mutter schreit mich an, man dürfe als Frau nicht mit anderen Kindern sprechen und rannte zur Klassenlehrerin, die diesen Jungen als Liebling hat. Gestern war nichts. Heute hat die Lehrerin zu meinem Sohn gesagt, er solle mir endlich sagen, dass die Karte nicht geklaut wurde. Mein Sohn ist also wieder der Schuldige und er rannte heute panisch nach Hause.

      Auch andere Eltern kommen mit der Lehrerin nicht zurecht, dass weiß ich, da ich eine Mutter immer im Auto mitnehme und diese mir auch erzählte, dass ihr Sohn Angst vor der Lehrerin hat und auch einige andere Kinder. Die Lehrerin ist sehr dominant.

      Wäre mein Sohn in der 4. Klasse, würde ich sagen, ok, stehen wir durch. Er kommt im Sommer aber erst in die 2. Klasse und hat diese Lehrerin noch 3 Jahre.

      Ich überlege nun, ihn auf eine andere Schule bei uns zu schicken oder in die Parallelklasse.

      Problem:

      1. In der Parallelklasse taucht seine Klassenlehrerin ebenfalls auf, allerdings mag er diese Lehrerin sehr, er hat sie aber nur in einem Fach (Mathe)

      2. Die andere Schule ist genauso weit entfernt wie diese. Macht somit keinen Unterschied. Allerdings werden dort alle 4 Klassen in einer einzigen Klasse unterrichtet und ich habe Bedenken, dass er dann auf der weiterführenden Schule hinterherhinkt.

      Was würdet ihr tun?

      Danke

      • Meinem Sohn keine Sammlerkarten in die Schule mitgeben, ganz einfach. Bei uns ist das zum Glück sowieso verboten.
        Die Lehrerin ist doch nicht dafür zuständig, Eigentumsverhältnisse zu regeln, die absolut nichts mit der Schule zu tun haben.

        (6) 22.06.18 - 13:14

        Ich verstehe irgendwie nicht, was das Problem ist. Die Pokemon Karte? Was hat denn die Lehrerin damit zu tun und wieso will man da die Schule wechseln?

        Bei uns an der Schule sind diese Karten verboten, jetzt weiß ich auch warum.

      • In letzter Zeit stelle ich mir tatsächlich die Frage, ob hier nur noch Fakes unterwegs sind....denn die Probleme die hier geschildert werden, kenne ich so gar nicht.

        Sollte sich das Ganze tatsächlich so zugetragen haben, dann kann ich nur dazu raten, erst einmal weniger auf andere Leute zu hören und selber mit der Lehrerin Rücksprache zu nehmen. In einem sachlichen und freundlichen Ton und ohne Vorwurf.

        Hallo,

        wegen so einer Bagatelle würde ich gar nichts machen. Außer deinen Sohn darauf hinweisen, dass er seinen Kram zu Hause lassen muss wenn er nicht will, dass so etwas passiert. Du kannst doch nicht wegen solcher Kleinigkeiten jedesmal Klasse oder Schule wechseln lassen. Hier wird im ersten Elternabend sofort geklärt, dass die Schule so etwas nicht klärt. In den weiterführenden Schulen wird darauf hingewiesen, dass, falls Handys kaputt gehen, geklaut werden etc. die Schüler selbst die Verantwortung tragen. So verhält sich das auch mit den Pokemon-Karten. Bei meinen Großen wurden jetzt Fahrräder zerstört. Wir bekamen ebenfalls zu hören, dass wir bei der Polizei Anzeige erstatten sollen und die Kinder eben zu Fuß kommen müssen. Für die Fahrräder übernimmt die Schule ebenfalls keine Verantwortung. Ist im Prinzip auch richtig. Zu Grundschulzeiten kamen von meinen auch zig Sammelkarten weg. Ich habe da auch gesagt, dass sie selbst Schuld sind wenn sie diese mitnehmen.

        In deinem Text schreibst du sehr parteiisch. Man merkt deine Abneigung gegen die Lehrerin. Aber in der kompletten Schulzeit deines Sohnes, wird er noch ganz oft auf Lehrer treffen, die er nicht mag. Mein Großer ist jetzt in der 9. und hat seit der 5. eine absolut katastrophale Geographielehrerin. Auch seine Deutschlehrerin mag er nicht. Aber da muss er durch. Mindestens jetzt noch ein Jahr bis er in die 11. kommt. Es wird in der gesamten Schulzeit noch zu vielen Ungerechtigkeiten kommen. Es wird noch Momente geben, in denen dein Sohn behauptet, dass an allem nur der Lehrer Schuld ist. Du wirst noch in Elterngesprächen sitzen und Lehrer werden die ihre ehrliche Meinung über dein Kind sagen. Versuche gelassen zu werden und auch das Verhalten des Lehrers zu hinterfragen. Was hat die Lehrerin ernsthaftes verbrochen, dass du dich gezwungen siehst, dein Kind von ihr nicht mehr unterrichten zu lassen? Du musst dein Kind mehr los lassen. Lasse ihn Dinge in der Schule allein regeln. Ich habe mich bei 3 Kindern und 9 Schuljahren noch nicht einmal in Schulangelegenheiten gemischt. Hat eines meiner Kinder ein Problem mit dem Lehrer, fühlt es sich ungerecht behandelt oder sonstiges, muss es zum Lehrer gehen und den Mund aufmachen. Kommt es zu Konflikten mit Mitschülern, die sich ohne Mediator nicht lösen lassen, gibt es auch Lehrer als Ansprechpartner. Und ich denke, jeder Lehrer vermittelt da gern. Kommt aber erst die Mama gerannt, hätte ich als Lehrer auch schon die Nase voll. Lerne deinem Kind sich selbst zu behaupten, lerne ihm seine Angelegenheiten selbst zu regeln. Gib im Notfall Ratschläge, aber löse nicht Probleme, die keine sind. Die einzigen Gründe, warum ich einschreiten würde, wäre massives Mobbing. Da kommt ein Kind schwer selbst raus. Alles andere können Kinder regeln. Nur sprechenden kann geholfen werden. Den Leitsatz habe ich meinen immer mit auf den Weg gegeben. Auch Lästereien über gewisse Lehrer mit anderen Eltern spare ich mir. Da kochen teilweise sinnlose Emotionen hoch, dass die Suppe heißer gekocht als gegessen wird. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als wenn ein paar Mütter über die Lehrer ihrer Kinder herziehen. Dass sich die Kinder aufregen ist legitim. Aber was haben die Mütter damit zu tun?

        LG

        • (9) 24.06.18 - 21:52

          Hallo,

          "Aber in der kompletten Schulzeit deines Sohnes, wird er noch ganz oft auf Lehrer treffen, die er nicht mag. Mein Großer ist jetzt in der 9. und hat seit der 5. eine absolut katastrophale Geographielehrerin. Auch seine Deutschlehrerin mag er nicht."

          Es ist ein großer Unterschied, ob man auf der weiterführenden Schule einen blöden Lehrer hat, oder auf der Grundschule.
          Auf der weiterführenden Schule unterrichtet dieser Lehrer ein oder zwei Fächer. Wenn man viel Pech hat, sind das vielleicht 8 Stunden pro Woche, mit der Option, dass der Lehrer im nächsten Schuljahr wechselt.
          Dazu kommt, dass man auf der weiterführenden Schule mindestens 10 Jahre alt ist.

          Ein Grundschulkind hat seine Grundschullehrerin bis zu ca. 20 Stunden pro Woche, weil die fast alle Fächer unterrichten, und das, in der Regel, 4 Jahre lang!
          Dazu kommt, dass ein Grundschulkind noch nicht so gefestigt im Umgang mit unfreundlichen Menschen ist und dass hier die Grundlagen für die gesamte Schulkarriere gelegt werden.
          Für Grundschulkinder ist die Klassenlehrerin normalerweise eine Vertrauensperson, und die Kinder geben sich auch Mühe im Unterricht, weil sich die Lehrerin dann freut. Das ist kein Lehrer von vielen, wie später auf der weiterführenden Schule.

          Dein Sohn weiß, dass es auch bessere Lehrer gibt. Ein Grundschulkind mit einer unmöglichen Lehrerin verliert schlimmstenfalls komplett die Lust an der Schule.

          Ich finde es sehr wichtig, dass ein Grundschulkind mit seiner Lehrerin gut zurecht kommt.

          LG

          Heike

      Hallo,

      ich finde, Du übertreibst das Ganze.

      Wenn ich lese, dass die Mutter Dich angeschrien hat....Dein Sohn panisch nach Hause gelaufen sei...

      Die Lehrerin hat die geringste Schuld.
      Die wird irgendwann von dem zweiwöchigen Gequengel und Gezanke einfach nur genervt gewesen sein.

      Ich hätte da schon eher reagiert und nicht zwei Wochen gewartet.
      Ich hätte meinen Sohn am Tag des "Wegschnappens" genommen und wäre mit ihm zusammen zu diesem Jungen gegangen/gefahren.
      Und dann hätte ich der Mutter kurz den Sachverhalt erklärt und die Reaktion der beiden Jungens abgewartet. Sowas läst sich klären und zwar ohne Geschrei.
      Zudem müssen die Jungs das eben auch lernen, dass man für solche Sachen selber verantwortlich ist.

      Dein Sohn soll solche wertvollen Karten eben nicht mit in die Schule schleppen, bei uns an der Schule sind diese Sammelkarten auch nicht erlaubt, da es deswegen schon wiel zu viel Geschiss gab (Ablenkung im Unterricht, Gezanke auf dem Schulhof, Klauerei).

      Mit einem Schulwechsel löst Du nicht das Problem.
      In der neuen Schule wird dann wegen was anderem gezankt und dann geht der ganze Terz von vorne los.

      Sammlerwert erreichen diese Karten nur, wenn sie in ausgezeichnetem Zustand sind. Das ist in der Regel nicht gegeben, wenn die täglich mit in die Schule geschleppt werden. Aber nun gut, irgendwie muss man dem Ganzen ja einen dramatischen Anstrich geben...

      Es ist nicht Aufgabe der Lehrkräfte auf das Spielzeug der Kinder aufzupassen. Und gerade bei den Karten ist der Ärger vorprogrammiert: "Er hat sie mir geklaut" "Gar nicht wahr, wir haben getauscht" "Du lügst" "Nein, du lügst". Da wird man bei mehreren Sammler*innen in der Klasse schnell mal genervt.
      Hier ist ebenfalls Sammelkartenverbot und für Spielsachen, die für Pause oder Hort mitgenommen werden gilt: Selbst drauf aufpassen oder Pech gehabt. Ja, das lernen die Kinder in der Regel dadurch, dass das Liebslingsspielzeug im Gewusel runterfällt und dann kaputt ist.

      Ich würde vorschlagen aus der Mücke keinen Elefanten zu machen. Schwere Geschütze kann man auffahren. Aber nur, wenn es einen echten Grund gibt. Unfaire Bewertungen, körperliche oder psychische Übergriffigkeit - und dazu gehört nicht, dass es nun mal Lehrkräfte gibt, die eben streng sind und damit nicht immer alle klar kommen...

      #augen
      Mehr fällt mir dazu nicht ein....klar - Pokemon Sammlerkarte im dreistelligen Wert nimmt ein Erstklässler mit in die Schule.

      Yepp, wechselt die Schule, dann sagen andere Eltern "gut das die weg sind".... übrigens, wieviele Schulen habt ihr denn in der Nähe, denn bei solchen Pillepalle Problemen werdet ihr noch häufiger wechseln müssen.

      lisa

      Danke für eure Antworten.

      Tja, was haben die Karten mit der Lehrerin zu tun? Ich weiß es nicht. Die Mutter des anderen Kindes ging zur Lehrerin und diese ging auf meinen Sohn los, er solle nicht lügen usw. Dabei hatte sich die Mutter gestern selbst in Lügen verstrickt.

      Die Karten hat er nicht mit in die Schule genommen. Seine Freunde treffen sich mit ihren Mappen auf dem Spielplatz und tauschen doppelte gegen andere ein. Jeder zeigt seine Lieblingskarte usw. Nur damals war eben dieser Junge mit dabei und Rest steht oben.

      An einen Schulwechsel dachte ich, weil mir diese Lehrerin nicht fair vorkommt und wie oben schon erwähnt, viele Eltern und auch die Erzieherin im Kindergarten nur schlechtes über sie gehört haben. Erst dachte ich, abwarten, wird schon werden. Mittlerweile finde ich, sie hat den falschen Beruf.

      1. Elternabend war vor der Einschulung, alles in bester Ordnung. Ich schwärmte, dass sie Humor hat. Tja, ich lasse mich zu oft täuschen.

      2. Elternabend. Dummer Kommentar mir gegenüber. Es sollte ein Elterntreffen stattfinden. Ich fragte, ob die Kinder auch mitkommen dürften (beide Eltern krank, die Großen Nachmittags in der Schule, im Studium, in der Ausbildung, hätte somit niemand für die Kleinen). Sie ganz streng (fanden andere auch), von ihr aus könnte ich auch Oma und Opa mitnehmen. War keine Antwort auf die Frage aber na gut, ich kam nicht zu diesem Treffen.

      2. Elternabend. Sie fing mich vor der Tür ab, Tür natürlich offen, andere Eltern sollen doch auch mithören können. Hat sie sich bei mir beschwert, dass mein Sohn einmal in der Sportstunde sensibel war. Ich meinte, er hätte sich nicht beschwert. Sie darauf, aber ICH möchte mich beschweren, er war sensibel, das geht nicht. Dann meinte ich nur, sie wissen genau, was er schon durchgemacht hat und es war nur in dieser einen Stunde, oder? Sie ja, aber dennoch. Dann ließ sie mich rein. Ich saß neben einem Vater und der meinte zu mir, er hätte wohl Glück, sie hat andere Eltern auch aufgehalten und ihn nicht. Nach mir war die nächste dran.

      Und heute diese Nummer. Mir wurde beigebracht, dass man sich beide Seiten anhört und sich erst dann eine Meinung bildet. Weshalb die Mutter von diesem Kind zur Lehrerin ging, ist mir ein Rätsel, auf die Idee wäre ich nie gekommen. Ich wollte, dass die Jungs das unter sich klären und einmal habe ich dem Jungen gesagt, dass er bitte die Karte zurückgeben soll und er gab zu, dass er sie geklaut hat und weitere Lügen, die einfach nicht stimmen können.

      Mich ärgert es, dass sich die Lehrerin da nicht raus gehalten hat oder wenigstens meinem Sohn oder mir die Chance gegeben hat, unsere Sicht zu erklären.

      Mein Sohn sagte mir eben, dass er die Lehrerin nur noch in der zweiten Klasse hätte, ich hoffe, er hat das richtig verstanden. Ein Jahr mit dieser Lehrerin bekommen wir noch herum. Dann kann es nur aufwärts gehen.

      Ich bin ein impulsiver Mensch und ich hasse es, wenn einem meiner Kinder unrecht getan wird und ich finde es mehr als sehr übertrieben, wegen der Karte zur Lehrerin zu rennen. Was hat sie damit zu tun? Überhaupt nichts. Aber doch so viel, dass sie auf meinen Sohn losgeht. Und ja, ich meine losgehen, musste ihr Temperament schon bei anderen Kindern erleben.

      Auf jeden Fall bedanke ich mich hiermit bei allen. Egal wie eure Meinung war, sie hat mir weitergeholfen. Bin dann mal wieder weg. Bin nicht mehr so oft hier.

      • und warum sagt man im Ausgangsposting nicht gleich, das es sich nicht in der Schule sondern privat zugetragen hat?
        Glaskugel?
        Hast du das Kind in/an der Schule angesprochen und es gefragt? Wenn der Ton oder die Art von dir nicht besonders nett war, kann man die andere Mutter verstehen, das sie nicht möchte, das auf dem Schulgelände ihr akind angegangen wird.....aber das habe ich jetzt nicht gelesen, wo du das Kind angesprochen hast.

        Kinder nimmt man wirklich nicht auf einem "Eltern"treffen mit, entweder hat man dann einen Babysitter oder geht halt nicht hin. Ich runzel bei solchen Fragen auch immer mit der Stirn....ok, die Lehrerin hätte vielleicht den Mund halten können aber ehrlich, es gibt so viele sinnlose Kommentare von Eltern bei solchen Abenden....und das über Stunden!!!!

        Beim nächsten "Tür und Angel" Gespräch sagst du einfach, das es einThema unter vier Augen ist und nicht für die gesamte Klasse.
        Das hat meiner Meinung nichts mit bewussten Vorführen zu tun, sondern oft eine Eigenart von Lehrern, schnell an der Tür noch was zu sagen.
        Genauso wie das Flüstern am Lehrerpult zwischen Lehrer und Schüler....als ob die Schüler in der ersten Reihe nix hören würden#rofl

        Oh, oh, da wagt jemand, dein Prinzen zu kritisieren. Oh nein, oh nein. . .

        Sorry, mehr fällt mir dazu nicht ein.

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