Ärger um ein Sweatshirt

    • (1) 27.06.18 - 14:55

      Hallo, ihr Lieben!

      Es wäre schön, wenn ich von euch eure Meinungen zu folgendem Sachverhalt erhalten könnte:

      Ich bin alleinerziehend und beziehe aufstockende Leistungen vom Jobcenter. Mein Sohn (17) besuchte (bis letzte Woche, da war offizielle Schulentlassung) die 10. Klasse.

      Im Februar diesen Jahres waren die Schulklasse meines Sohnes und die Parallelklasse auf Klassenfahrt.
      Von der Schule aus wurde vorher (ohne mein Wissen) ein Antrag auf Kostenübernahme aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beim Jobcenter gestellt. Ich erfuhr erst davon, als ich selbst einen Antrag stellen wollte und man mir mitteilte, dass das schon erledigt sei... Ich fand das merkwürdig, nahm das aber so hin...
      Die Kosten wurden übernommen (darüber bekam ich dann einen Brief!) und die Klassen fuhren weg...

      Einige Zeit später (etwa Anfang Mai) brachte mein Sohn einen Brief an uns Eltern von der Klassenlehrerin mit, in dem stand, dass nach der Klassenfahrt ein Restbetrag übrig geblieben wäre (ca. 26 Euro pro Schüler). Die Eltern wurden gefragt, was mit dem Geld passieren solle, die erste Variante wäre die Auszahlung des Geldes an die Eltern, die das möchten, und Variante 2 wäre, dass von dem Restgeld ein T-Shirt für jeden Schüler gekauft und bedruckt würde (Logo der Schule mit Text "Abschluss 2018" und den Namen der Mitschüler auf der Rückenseite). Mein Sohn wollte dieses T-Shirt auf keinen Fall und ich überlegte, dass es ja nicht mein Geld gewesen war, von dem die Klassenfahrt bezahlt worden war und ich ja keinen Anspruch auf das Geld habe.
      Ich kreuzte also Variante 1 an, um das Geld (nach späterer Rücksprache mit dem Jobcenter) zurück überweisen zu können. Ich unterschrieb das und wartete auf eine Reaktion der Schule/Lehrerin.

      Etwa 2 Wochen später erfuhr ich dann von meinem Sohn, dass eine Auszahlung des Geldes an die Eltern nicht möglich wäre und die Mehrheit der Schüler unbedingt so ein bedrucktes T-Shirt haben möchte, einige der Schüler (darunter ja auch mein Sohn) aber nicht und dass diese Schüler von den Mitschülern unter Druck gesetzt werden und als Spielverderber hingestellt worden wären...!
      Da frage ich mich doch, warum werden die Eltern angeschrieben und um eine individuelle Entscheidung gebeten, wenn dann doch gemacht wird, was die Schule will?

      Vor etwa 4 Wochen kam dann mein Sohn mit einem hässlichen bedruckten Kapuzen-SWEATSHIRT nach Hause und auf Nachfrage erklärte er mir, dieses Sweatshirt sei ihm förmlich aufgedrängt und er fast schon genötigt worden, das Teil mit nach Hause zu nehmen.
      Seitdem lag es in der hintersten Schrankecke...

      Dann kam letzte Woche ein Brief vom Jobcenter, in dem stand, dass sie erfahren hätten (ich weiß bis heute nicht, von wem...?), dass es einen Restbetrag von der Klassenfahrt gegeben hätte und dass sie wissen möchten, was mit dem Geld passiert wäre. Am Telefon habe ich wahrheitsgemäße Angaben gemacht und erfuhr, dass mein Sohn aus seiner Klasse der einzige gewesen war, dessen Eltern eine Kostenübernahme beantragt hätten. Das Jobcenter wollte nun einen Brief an die Schule schreiben und um Klärung des ganzen bitten.
      Am Montag letzter Woche ruft mich nun die ehemalige Klassenlehrerin stinksauer an und verlangt von mir nun 33 Euro (?) für dieses Sweatshirt zurück! Mit der Begründung, sie müsse nun dieses Sweatshirt aus eigener Tasche bezahlen! Und als ich ihr sagte, weder mein Sohn noch ich hätten je unser Einverständnis dafür gegeben und sie könne ja nicht über Geld verfügen, welches ihr nicht gehört, hat sie wutentbrannt aufgelegt!

      Was nun?

      Liebe Grüße
      jessy

      • Ich würde meinem Kind das Teil wieder mit geben und er gibt es dann seiner Lehrerin zurück. Wenn ihr unterschieben habt dass ihr lieber das Geld wieder nehmen wollt dann ist das halt so. Was die anderen nun davon haben ob dein Sohn das Teil hat oder nicht kann euch ja egal sein. Genau so würde ich das dem Amt auch sagen!

        • Sehe ich auch so. Wenn man schriftlich erklärt hat, kein Interesse an einem Sweatshirt zu haben, dann muss die Lehrerin sich nicht wundern, wenn man auch keins bezahlt.

          Wer weiß, vielleicht lernt sie ja draus, sich nicht über den Willen ihrer Schüler bzw. deren Eltern hinwegzusetzen. Und so schlau, dass das nicht benötigte Geld wieder ans Jobcenter geschickt wird, sollte man als Lehrerin auch sein.

      Nicht nachgeben!

    • Interessant! Ich bin Lehrerin und habe einmal viele Stunden damit zubringen müssen, wie ich das Geld ans Amt zurück senden kann, weil ein Kind dann doch nicht mitgefahren ist. Nicht mal im Amt konnte man mir dazu Auskunft geben #augen
      Letztendlich habe ich es einfach zurückbuchen lassen von der Sparkasse und ein paar Wochen später bekam ich einen Anruf, warum ich denen Geld überwiesen hätte.
      Dass so ein Antrag ohne Elternunterschrift überhaupt gestellt werden kann, ist mir übrigens auch neu?! Aber vielleicht ist das auch von Bundesland zu Bundesland verschieden?

      Ergo: die Lehrerin hat wahrscheinlich nicht damit gerechnet, dass das Amt das Geld wieder haben will. Dennoch müsste sie wissen, dass sie es nicht für andere Zwecke einsetzen darf. Wenn sie euren Wunsch auf Rückzahlung ignoriert, dann muss sie die Konsequenzen halt tragen.

      Ich würde auch das Sweatshirt wieder mitgeben und fertig. Dein Sohn sieht sie ja auch nicht mehr im Unterricht.

      Du hättest dir von Anfang an viel Ärger ersparen können, wenn du gleich mit offenen Karten gespielt hättest.

      Du hättest den Zettel SOFORT ans Jobcenter (per Mail reicht) schicken können.

      Dann hättest du der Schule gleich dazu schreiben können, dass es ja nicht sein Geld ist und du es daher zurück haben möchtest oder die Schule es gleich ans Jobcenter bezahlen kann.

      Auch deinem Sohn hätte ich ordentlich den Kopf gewaschen. Denn mit 17 kann er ja wohl lesen. Er wusste, ihr habt nie ein Shirt bestellt. Wieso nimmt er es dann an? #kratz

      Die Lehrerin (wenn auch nicht korrekt gehandelt) tut mir leid. Wieso soll sie ständig solche "Sonderlich" auf dem Schirm haben? Mit einer entsprechenden Mitteilung von dir wäre ihr das sicherlich bewusst gewesen. So hat sie jetzt PRIVAT die Konsequenz zu tragen, weil sie beruflich einen Fehler gemacht hat.

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