Bettnässen

    • (1) 27.07.18 - 13:45
      Inaktiv

      Hallo :) mein Sohn ist 7 und macht fast jede Nacht ins Bett. Nicht erst plötzlich, sondern er war noch nie sauber in der Nacht.
      Wir haben schon einiges probiert. Wir waren beim Urologen, Ultraschall, Kinderärztin, alles in Ordnung. Er hatte mal Tabletten für ein halbes Jahr. Haben sie dann wieder abgesetzt, weil es nichts geholfen hat. Unter Tags ist er sauber seit er 2 ist und auch mit dem Stuhl gab es nie Probleme. Er darf abends nur mehr wenig trinken. Nachts aufwecken funktioniert nicht, sein Schlaf ist viel zu tief. Ich schaffe es zwar, ihn zur Toilette zu bringen, aber er weiß dann dort nicht was er tun soll. Er ist in so einer Art Halbschlaf und wird einfach nicht munter. Er legt sich auf der Toilette und möchte weiter schlafen oder redet wirres Zeug. Schaff ich es doch ihn irgendwie richtig munter zu bekommen, ist er ganz schockiert und beginnt zu weinen. Ja und somit geht eben fast jede Nacht etwas ins Bett. Hat jemand vielleicht Erfahrungen und gute Tipps, wie man das in den Griff bekommen kann? Sonst ist alles in bester Ordnung, er ist sehr intelligent, ein 1er Schüler und ein freundliches aufgewecktes Kind.
      Danke schon mal :)

      • Hallo,

        ich war selber sehr lange betroffen. Es wurde auch alles abgescheckt aber nichts gefunden.
        Ich bekam dann eine Klingelmatte ins Bett. Da war ich dann schon 9 oder 10. Bei den ersten Tropfen klingelte die matte. Die meisten finden diese Methode nicht so gut aber sie war sehr wirkungsvoll und ich hab keinen schaden davon getragen. Auf jeden fall hat es dann nicht mehr lange gedauert bis ich trocken war.

        lg emilylucy

      (5) 27.07.18 - 14:22

      Hallo

      sicherlich hat der Kinderarzt auch mal eine genetische Dosposition( da reicht ein Bettnässer in der erweiterten Familie ) oder Reifeverzögerung angesprochen.Ich habe leider vergessen welches Hormon bei Enuresis Nocturna fehlt.Schade , dass die tabletten nicht geholfen haben ( Mictonetten? )
      Ich würde vorschlagen das Trinken vor dem Schlafen leicht zu begrenzen und ihn jede Nacht einmal aufzuwecken und zur Toilette zu begleiten.Bestimmt wächst sich das aus.
      Es gibt gute Betteinlagen, die sehr saugfähig sind.Ich habe diese für unsere alte Katze und könnte dir welche empfehlen.
      Meine Kinder haben früher auch erzählt, dass es immer mal Mitschüler gab, die Windeln auf der Klassenfahrt dabei hatten.Ich glaube die Dunkelziffer dieses Problem betreffend ist recht hoch.

      L.G.

      L.G.

      • (6) 27.07.18 - 15:48

        Danke für deine Antwort. In der Familie ist oder war sonst niemand mehr betroffen. Er trinkt kaum noch etwas am Abend, nur paar Schluck Wasser und nachts aufwecken funktioniert leider nicht. Er hat natürlich Betteinlagen im Bett aber es kränkt ihn selbst immer sehr, wenn er morgens aufwacht und nass ist. Er würde gern mal auswärts schlafen, traut sich aber nicht.

    (7) 27.07.18 - 16:18

    Wenn organisch alles ok ist, scheint das Hirn noch nicht reif für diese Leistung zu sein.

    Wäre er schon mal trocken gewesen nachts, würde ich mir andere Gedanken machen,
    So aber braucht er u.U. noch etwas Zeit.

    Nur spricht keiner drüber.
    Von den "mein Kind ist schon seit es zwei Jahre alt ist"-Müttern, kamen einige Jahre später immer wieder welche zu mir und erzählten unter vier Augen, wie verzweifelt sie seien, weil ihr ach so trockenes Kind doch noch nicht trocken ist.

    Als Aussage, warum sie es nicht in der Gruppe (Geburtsvorbereitungskurstreffen) sagen würden, kam dann nur: ich habe doch gesehen, wie die anderen alle auf dir herumgehackt haben, da wollte ich mir das nicht antun.

    Von den hackenden Müttern, kamen dann mehr als die Hälfte zu mir., mit dem gleichen Problem, das sie alle gleichermaßen vor den anderen verheimlicht haben.


    Auf dem Schullandheiminfoblatt meines Kindes Ende Grundschule stand u.a. auch der Punkt wenn Ihr Kind nachts noch Windeln braucht", wenden Sie sich bitte an die Klassenlehrerin. Wir helfen Ihrem Kind dabei das im Schullandheim diskret zu lösen.

    Es mag sein, dass es in dem Alter nur noch einzelne Kinder betrifft/betroffen hat. Dennoch ist es nicht außergewöhnlich oder gar schädlich.


    Kinderarzt meines Kindes sagte damals:
    ab 6 Jahren veranlasst er einige Untersuchungen, rät aber trotzdem noch zu Druck raus, abwarten. Er möchte nur auf der sicheren Seite sein, organisch einiges abklärt zu wissen, damit man da nichts übersieht.
    Wenn alles ok ist, Geduld.

    Wenn sich von selbst und ohne Druck so gar nichts tut, weiterhin beobachten.

    Manche Kinder schlafen so tief, dass der Impuls "Hirn weckt Körper auf" noch gar nicht durchkommt.

    Bei meiner war es ein schleichender Prozess.
    Phasenweise wurde sie unruhig, wachte aber nicht auf. Davon wurde ich wach, weil sie sich dermaßen durch alles durchwühlte, aber sie selbst noch nicht.

    Einige Wochen später wurde sie zwar halb wach, hatte aber die Orientierung noch nicht.

    Im Grundschulalter war sie dann zwar nachts trocken. Dennoch gab es einzelne Nächte, bei denen ich wach wurde und sie weiterschlief, ich sie aber in dem Moment - als ich merkte, dass sie musste, dass ich sie da zur Toilette führte.

    Wenn ein Kind nachts desorientiert zum Fenster geht und dort die Bewegungen zum Toilettengang macht, ist es schon deutlich. Nur eben den Weg noch nicht gefunden. Ich war wach, Kind nicht.

    Für die Übergangszeit hat meine Hosenwindeln getragen. Dann konnte sie zur Toilette, wenn sie es gemerkt hat oder kurz davor war es zu merken. Sie hätte jeder Zeit selbst gehen können dadurch. Trotzdem blieb das Bett trocken. Denn selbst, wenn sie komplett im Nassen lag, hatte sie es nicht gemerkt. Das fand ich unangenehm.

    • (8) 30.07.18 - 18:13

      Ihr habt einen guten Kinderarzt. Druck raus bei einem Hirnreifungsprzess wie nachts trocken zu werden , ist sehr wichtig.

Hallo,

Ganz neu auf dem Markt ist- Niwinas-,das habe ich für mein Kind bekommen und es funktioniert super.

Frag deine Ärztin mal danach.

Lg

  • (10) 27.07.18 - 23:56

    Danke ☺️

    Hi!
    Wie sind eure Erfahrungen mit Niwinas?
    Wie hast du das verschrieben bekommen? War das ein Problem beim Arzt?
    Lg mrsnobody29

    • Hi,

      Ich kann nur sagen bei uns hilft es super, 5 Wochen und nur 3 Unfälle zum Anfang aber das ist ganz normal.
      Unsere Ärztin hat das von sich aus uns verschrieben ,ich hab ihr halt geschildert das die Kleine es seit 6 Monaten versucht aber nichts klappt weil sie zu tief schläft.
      Und da sie seit sie 2 Jahre ist tagsüber zuverlässig trocken ist war das Verschreiben gar kein Problem.
      Muss man halt nur konsequent über einen längeren Zeitraum also über Monate nehmen,meine nimmt es sicher noch 3 Monate.


      Lg

      • Vielen Dank, dann werd ich mal mit unserer Ärztin sprechen. Vielleicht bekommen wir das auch. Ich wollte eigentlich meinem Sohn das schämen vor der Ärztin ersparen, aber die erste Schulübernachtung steht an.
        Wie lange vorher musstet ihr das geben bis die erste trockene Nacht war?
        Vg

        • Sie war sogar die ersten 3 Wochen ohne Unfall...dann 4 und 5 Woche je einer und nun ist Woche 7 und es war nichts mehr.Haben unser 2 Fläschen gerade begonnen,eines hält 4 Wochen bei Gabe von 0.5 ml.
          Aber das wird euer Arzt euch alles erklären,ich wünsch euch genauso viel Erfolg wie bei uns!

          Lg

(17) 28.07.18 - 05:35

Guten Morgen!

ich spreche dann mal aus Erfahrung. trocken, und zwar konsequent, wurde ich mit 14.

Ich nahm Tabletten, bekam die berüchtigte klingelmatte und hasste mich selbst. Ich hatte abends Durst, wurde ständig geweckt und es brachte gar nichts. Ich hab fest geschlafen und wurde nicht wach. Ende der Geschichte.

Hätte es früher schon so dezente Windelhosen gegeben wie heute, ich hätte sie getragen. Meine beste Freundin war eingeweiht, daher konnte ich dort übernachten. Klassenfahrten waren ein Albtraum.

Wenn er nicht krank ist, frag ihn, ob er windelpants tragen will. Alles andere ist ein massiver Verlust an Lebensqualität. Niemand will nachts um drei von einer Vuvuzela geweckt werden. Auch dein Kind nicht. Irgendwann hat man nur noch Angst vorm einschlafen.

Ich verspreche dir, ist er gesund, geht es vorbei. Es wird seltener und irgendwann hört es ganz von alleine auf. Da hilft alle Quälerei nichts.

Liebe Grüße
Hopsi, die hofft, dieses Elend nicht vererbt zu haben...

  • (18) 28.07.18 - 09:18

    Danke dir! Schön, deine Erfahrung zu lesen. Die Oma ist auch geweiht, sodass er dort übernachten kann.
    Dann hoffe ich, dass es bald von selbst vorbei geht ☺️

(19) 28.07.18 - 09:36

Hallo,
Das Thema kenn‘ ich leider nur zu gut, unser großer (12,5 Jahre) litt bis vor kurzem sehr darunter. Organisch ist beim ihm auch alles in Ordnung, das wurde beim Kinderurologen und beim Kinderarzt geklärt. Er hat halt einen sehr tiefen Schlaf.
Er hat sehr lange diese Höschenwindeln getragen (die gibts ja von Pamp... zum Beispiel auch für Schulkinder), dann mit 7 haben wir die Klingelhose probiert, das Problem war das er so tief schlief das ER davon nicht wach wurde, sein kleiner Bruder und wir aber dafür, und bis mein Mann oder ich ihn dann zur Toilette bringen konnten war es meistens schon zu spät. 😞
Mit 8 hat er dann vom Kinderurologen Hormontabletten bekommen, was die Situation zwar etwas verbesserte (er war bis zu diesem Zeitpunkt an ca 5 von 7 Nächten eingenässt, mit den Medikament an ca 3 von 7), aber es ist ihm schwer gefallen die Tablette zu schlucken und nach 3 Monaten wollte er sie partout nicht mehr nehmen, auch weil sie ihm eben nicht 100% geholfen haben.
Bei Freunden übernachten war damals dadurch undenkbar, er hat sich so geschämt.
Mit dem Wechsel in Klasse 5 Gymnasium vor 2 Jahren wurde dann klar dass Ende der 6. ein ein-wöchiges Schullandheim ansteht, zu dem er mit will, aber natürlich ohne die ihm „verhassten“ Höschenwindeln. Wir haben ihn dann Abends vor dem Zubettgehen geweckt, dann ist er gegangen, aber am frühen Morgen war das Bett dennoch nass, die Kinder Höschenwindeln sind irgendwann dann auch zu klein geworden, wir sind dann noch für ca 6 Monate auf Erwachsenenwindeln (DM, Aldi)
gewechselt. Bis es ihm kurz vor seinem 12. Geburtstag dann zu doof wurde und er keine Windeln mehr anziehen wollte. Wir haben dann so eine stark saugfähige Unterlage ins Bett und ich habe nahezu jeden Morgen das Bett abziehen und waschen „dürfen“, im März diesen Jahres hat unser Kinderarzt ihm nochmal Hormontabletten verschrieben, die wir nach den Osterferien „austesten“ wollten und mit denen er das im Juli stattfindende Schullandheim trocken verbringen wollte.
Und was soll ich sagen, als die Tabletten im Haus waren blieb unser Sohn endlich, nach solch einer langen und teilweise echt für ihn stressigen Zeit, Nachts trocken. Ich denke durch den langsamen Einsatz der Pubertät bei ihm (seine Stimme hat sich auch verändert, er ist launischer...) produziert sein Körper nun endlich dieses Hormon dass ihn Nachts zur Toilette gehen lässt. Das Schullandheim konnte er nun sorgenfrei mitmachen, er ist mehr als Happy und wir a
Eltern auch.
Bei uns litt mein Bruder als Junge ebenfalls bis ca 11 Jahre unter diesem „Problem“, ist bei uns also klar genetisch bedingt.
Was ich ganz wichtig finde das Kind nie deswegen zu schimpfen oder gar zu bestrafen, sondern (auch wenn es nach dem 3. Tag in Folge Bett neu beziehen manchmal schwer fällt) Verständnis zeigen und dem Kind vermitteln dass es toll und wertvoll ist und nichts dafür kann, dass man aber wenn es will versuchen kann Lösungen zu finden.

Ich wünsche Euch alles Gute!

Liebe Grüße stefele

  • (20) 28.07.18 - 09:47

    Danke dir für deine Antwort ☺️ da hab ich wirklich Hoffnung, dass es ganz von selbst besser wird. Ich glaube auch nicht, dass mein Sohn von einem Klingelhöschen munter werden würde, er schläft viel zu fest.
    Danke für deine Antwort und alles Gute ☺️

(21) 28.07.18 - 21:31

Hallo,

du bekommst von der KK Windelnhöschen bezahlt, da kann man ein wenig Geld sparen. Es gibt Klingelhöschen, spricht den Arzt mal drauf an.

(22) 30.07.18 - 08:45

Genau meine Tochter.

Wir haben ihr lange Zeit gegeben, diesen Prozess alleine "erlernen". Doch leider hat es nichts gebracht.
Organisch war bei ihr auch alles in Ordnung.
Irgendwann hat uns ein Arzt zur Klingelhose geraten.
Hier ist es wichtig, nicht zu denken, die Kinder MÜSSEN alleine aufstehen oder sie MÜSSEN das klingeln hören.
Unsere Tochter hat das Klingeln (wobei klingeln ja untertrieben ist, ich empfand es schon fast als Alarm) anfangs nicht gehört. Ich hörte es und ging zu ihr um sie auf Toilette zu begleiten.
Zu Beginn ging es noch manchmal daneben, aber nach glaube 4,5 Tagen hat es sich dann eingependelt.
Es geht nämlich darum, das Gehirn zu "schulen" und das klingeln mit dem urinieren in Verbindung zu bringen. Nach kurzer Zeit sobald der Urin nämlich würde und das klingeln ertönt, erkennt das Gehirn dies und sendet sein Signal zum einhalten. Was wunderbar funktioniert. Wenn dieser Prozess erlernt ist und einige Zeit erfolgreich war, kann man es ohne die Hose versuchen, denn dann wurde der Körper "trainiert" und weiß, dass sobald die Blase voll ist, eingehalten werden muss und geweckt werden muss.

Meine Tochter geht bis heute noch jede Nacht auf Toilette. Eine Nacht einhalten schafft sie wohl nicht, aber gut, was ist an einem Toilettengang störend.

Wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg.

Liebe Grüße Christina

(24) 30.07.18 - 23:57

Unsere Tochter (6 Jahre) hat das gleiche Problem. Ich hab das, als sie 5 war bei der Kinderärztin angesprochen (meine Jungs hatten gar kein Problem nachts trocken zu werden, da kann ich an einer Hand abzählen das mal was daneben ging). Sie meinte das man vor dem sechsten Lebensjahr überhaupt nichts macht, da es sich um einen Reifungsprozess handelt und sich das meistens noch verwächst. Auch mit sechs Jahren würde sie noch abwarten außer das Kind selbst hätte enormen Druck. Der kam dann auch recht schnell als ihre Freundin hier übernachtet hat und meine Tochter keine Windel tragen wollte damit ihre Freundin das nicht sieht. Jetzt hat sie eine Klingelhose und bisher funktioniert es ganz gut, sprich, sobald der erste Tropfen in die Hose geht fängt die Hose an zu pipsen und der Magnet zum "ausschalten" liegt neben der Toilette. Es waren jetzt schon einige ganz trockene Nächte dabei.

(25) 03.08.18 - 00:36

Hallo,

Mein Sohn war auch lange Bettnässer gewesen.
Bei mir war die Blase nicht Altersentsprechend entwickelt gewesen.
Wie ist das Trinkverhalten über den Tag? Wie oft geht dein Kind auf die Toilette und wie viel pipi macht es tagsüber bzw auch nachts von der Menge?

Was uns geholfen hatte war, ein Trinktagebuch zu führen, 7 Becher musste er jeden Tag trinken und 7x aufs Klo. Hinzu kam dann Medikamente und die Klingelhose. Wir waren zusätzlich noch bei einer Urotgerapeutin gewesen um sein Körper Gefühl zu verbessern.

Wenn du Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben.

LG,
Aying

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