Förderung guter Schüler

    • (1) 14.08.18 - 18:22

      Hallo,

      wie werden an euren Schulen/Grundschulen gute Schüler im Unterricht gefördert? Was, wenn es nicht nur die klassischen Fächer (Mathe, Deutsch, HSU) betrifft, sondern ein Fach wie Sport oder WTG?

      Wie geht ihr mit der Situation um, insbesondere wenn das Kind die Geduld gegenüber seinen Mitschülern verliert? Hier ist bei Junior besonders der Sportunterricht eine besondere Herausforderung, nicht bei den unsportlichen, sondern bei denen die den Unterricht nicht "ernst" nehmen.

      Beratungslehrer und Schulpsychologin sind schon an Bord. Erziehungsberatung erfolgt.

      Vielen Dank.

      LG Reina

      • In welche Klasse geht er denn?

        • Wechselt jetzt in die 4. Klasse Bayern.

          • Im regulären Sportunterricht wird er wahrscheinlich nicht gefördert, da müsste er schon ab der 5. Klasse ein Wahlfach in Sport beziehen oder eben Privat im Verein, wo es mehr im Leistungsbereich ist.
            Wo will man ihn in Sport fördern wenn es Klassenmäßig unterrichtet wird, wie Ballsport, Geräteturnen oder Leichtathletik (ein paar Runden mehr laufen ;) )
            Bei WTG kann man ihn nur Zusatzprojekte (evtl. mit mehr Schwierigkeitsgrad) anbieten.

      (5) 14.08.18 - 18:52

      In Sport kann ich nicht mitreden, da ist unser Sohn eher derjenige, auf den herabgeschaut wird, allerdings ist es bei uns tatsächlich, weil er unsportlich ist... Da bekommt er auch die "Schuld", wenn es in Teamsport Turnieren nicht läuft... #schmoll Allerdings fängt sein Sportlehrer es sehr gut ab und nimmt die Klasse ins Gespräch in solche Situationen...

      In Mathe und Deutsch ist unser Sohn hingegen Klassenbester, er hat in Deutsch bisher ein Extraheft gehabt, in dem er gearbeitet hat, während andere noch die normalen Aufgaben erledigt haben... In Mathe bekommt er extra Arbeitsblätter, im letzten Halbjahr hat er in den Mathestunden nebenbei für den Känguruh Wettbewerb gelernt, weil er in den dafür extra angesetzten Übungsstunden Schwimmunterricht hatte...

      In HWSU könnte er ebenfalls zu den besten der Klasse gehören, aber er muss sich für das Thema interessieren, sonst kann ich mir den Mund fusselig reden, damit er lernt... Es ist nicht so, dass er schlecht in HWSU ist, aber er könnte mehr dafür tun...

      Dadurch, dass es recht gut von den Lehrern ausgelastet wird, kommt bei ihm keine Ungeduld gegenüber seinen Klassenkameraden auf... Er weiß, dass jeder so schnell arbeitet, wie er kann und ist mit sich zufrieden...

      LG

      • (6) 14.08.18 - 19:05

        Hallo,

        danke für deine Antwort. In den klassischen Fächern kann Junior mit schlechteren Schülern gut umgehen, auch unsportliche Mitschüler sind nicht das Problem. Das Problem sind Schüler die den Unterricht nicht "ernst" nehmen. In der Pause auf Fußballstar machen, passen und fangen können und im Sportunterricht dies nicht mehr abrufen können bzw. wollen oder eine Rolle rückwärts nicht möglich ist.


        LG

        • (7) 15.08.18 - 08:10

          Dann sollte dein Sohn mal lernen, das ein guter Fussballer NICHT auch ein guter Bodenturner ist. Da muss man nichtl gegen diese Kids schiessen, nur weil deinem Kind vielleicht vieles im Sport leicht fällt. Und ja, es soll sogar Kinder geben, die eine Rolle nicht können und nicht motiviert sind, diese zu erlernen. Das kann was mit der amotorik und Körperwachstum des Kindes zu tun haben.

          Das kann schnell unter Mobbing fallen, was dein Sohn hier macht.

          (8) 15.08.18 - 09:03

          Na ich glaube da hilft die beste Förderung nichts, das Problem liegt ja woanders. Dein Sohn sollte wohl eher eine Nachhilfestunde in Toleranz bekommen. Leben und leben lassen. Solange die Kinder den Unterricht nicht extrem stören (da muss der Lehrer natürlich eingreifen) kann es ihm doch egal sein bzw sollte es zumindest.

          (9) 15.08.18 - 10:01

          Naja im normalen leben gibt es solche und solche Menschen, wie gesagt wenn dein Sohn sio angenervt ist, dann musst du zusehen das er auf eine Schule kommt wo es um leistung geht, da gibt es demotivierte Kinder nicht aber da ist ständig Wettkampf bei Kindern im Kopf da wird alles verglichen und damit muss ein Kind auch umgehen können ...

          (10) 15.08.18 - 19:15

          Da muss ich den anderen zustimmen. Was geht es deinen Sohn an, wie ernst die anderen Kinder den Sportunterricht nehmen? Er soll auf sich schauen und nicht darauf, wie die anderen sich verhalten.

          Da nun irgendwelche Fachleute anzuheuern, find ich fehl am Platz und affig. Meines Erachtens reicht da völlig eine Ansage von dir und dem entsprechenden Lehrer, daß er sich aus Dinge rauszuhalten hat, die ihn nicht betreffen. Mich würde so ein Verhalten ja extrem nerven.

    (11) 14.08.18 - 18:58

    Hallo,

    mein Mittlerer wurde in Mathe gefördert in dem er andere Aufgaben und Zusatzmaterial bekam. Er ist sehr sportlich und trainiert auch in einem Leistungszentrum. Trotzdem machte er das Gleiche im Sportunterricht wie andere Kinder. Sind Kinder sportliche Talente, ist es, in meinen Augen, nicht Aufgabe der Schule dies zu fördern. In der Regel melden Eltern ihre Kinder dann in Vereinen an und die Kinder bekommen dort die entsprechende Förderung. Schulsport ist Schulsport und kein Leistungssport. Außerdem kann der Sportlehrer, anders als in Mathe oder Deutsch, dem Schüler keine Extraaufgaben geben. Er hat eine gewisse Aufsichtspflicht zu erfüllen und die wäre nicht erfüllt, wenn dein Sohn im anderen Eck der Turnhalle rum turnt. Es ist also was völlig anderes als im Klassenzimmer Zusatzaufgaben zu verteilen. Siehst du bei deinem Sohn in einer Sportart eine Begabung oder ist er generell sportlich, dann melde ihn im Sportverein an.

    LG
    Michaela

    (12) 14.08.18 - 19:24

    Hallo,
    "wenn das Kind die Geduld gegenüber seinen Mitschülern verliert? Hier ist bei Junior besonders der Sportunterricht eine besondere Herausforderung, nicht bei den unsportlichen, sondern bei denen die den Unterricht nicht "ernst" nehmen".

    Wie man diesbezüglich mit Junior umgeht?

    Ich würde meinem Sohn ernsthaft aber kindgerecht vermitteln, dass es in der Schule immer Kinder geben wird die hochmotiviert und produktiv mitarbeiten und ebenso welche die unmotiviert sind, keine Lust haben oder den (Sport-)Unterricht nicht ernst genug nehmen.
    Wenn er dadurch erfährt dass die ganze Kette (= Klasse) nur so stark ist,
    wie ihr schwächstes Glied (= unmotivierter oder auch unbegabter Schüler) dann wird dein Sohn lernen, dass eine Gemeinschaft nur stark werden kann, wenn sie auch die Schwachen mitträgt.

    Wenn er sich unterfordert fühlt, melde ihn doch im Sportverein an. Da kann er dann sein Talent richtig zum Besten geben und wird nicht von denen gebremst, die die Sache nicht ernst genug nehmen.

    Zur Erinnerung: Es ist Schulsport, kein Leistungssport in dem dein Söhnchen für einen FlicFlac mit doppelter Schraube beklatscht werden soll.#augen

    (13) 14.08.18 - 19:39

    Was genau ist denn das Problem? Im Sportunterricht ist ja Begabtenförderung oft einfacher als in anderen Fächern. (Alle Sportlehrer wollen jetzt widersprechen) Leichtathletik: Die sportlichen Kids rennen schneller, werfen weiter, springen höher... Dafür brauchen sie kein extra Programm. Weitwurf bleibt Weitwurf, egal wie gut man ihn kann.
    Beim Turnen können sie schwierigere Elemente miteinbeziehen und im Ballsport sind sie halt die Stars, die alle in ihrem Team haben wollen.
    Das Hauptproblem scheinen ja Konflikte mir anderen Kindern zu sein, die den Unterricht nicht ernst nehmen. Das hat doch weniger damit zu tun, dafür zu sorgen, dass er Strategien entwickelt, mit dieser Situation umzugehen. Was genau tut er denn?

    (14) 14.08.18 - 21:39

    Erfahrung hier (Grundschule 6 Jahre): Gar nicht. Egal in welchem Fach. Das war für einige Kinder die Hölle auf Erden!

    In "unserer" Grundschule gibt es sogenannte Bfö- Kurse.
    Ich habe zwar jetzt nicht alle Kurse im Kopf, aber zwei...
    Einmal gibt es den Kurs "schreiben- Literatur-Antolin"
    und einen Philosophiekurs, einen mathematischen Kurs...

    Unser Kind hat schon im Kitaalter gelernt, dass jedes Kind seine Zeit braucht.
    Er verliert eher an Geduld sich selber gegenüber.
    Ich denke ein Weg könnte sein, dass euer Kind lernt sich mehr auf das eigene Tun zu konzentrieren.
    Er wird im Leben noch oft auf Menschen treffen denen die Dinge die ihm wichtig sind nicht wichtig sind.
    Ich finde es wichtig, dass sich die Kinder auf ihre Ziele konzentrieren , statt zu schauen ob ja alle Kinder ihrer Aufgabe nachkommen.
    Das ist Aufgabe der Lehrer, Betreuer und nicht seine.

    LG

    • "Unser Kind hat schon im Kitaalter gelernt, dass jedes Kind seine Zeit braucht."

      Hier bei uns genauso!
      Das ist etwas, was man mit Begabtenförderung ändern kann, sondern unter anderem mit Gesprächen. Während die anderen Kinder lernen müssen, den Ball richtig zu treffen, muss der Junge eben lernen mit nicht so guten, bzw. nicht so motivierten Kindern umzugehen. Ich finde das in diesem Fall genug Förderung! ;-)

(17) 14.08.18 - 22:02

In der Schule wird im Sport nicht groß was gemacht, da müsste man schon in die Vereine gehen.
Andere Fächer werden von den Lehrern mit Zusatzaufgaben usw gefördert.
Mein Neffe z.B. hat in Mathe statt die Aufgaben in seiner Klasse schon Aufgaben aus den höheren Klassen gemacht.

(18) 14.08.18 - 23:02

Bei uns in der Grundschule (Baden Württemberg) wird Leistungsdifferenziert unterrichtet - so hat unsere Tochter schon in der 1. Klasse mit Multiplikation angefangen. Die anderen erst später,

Nicht optimal - aber in der Grundschule haben nun mal alle zusammen Unterricht und da wird es nicht viel anders gehen.

Sorge würde mir eher machen, dass er damit anscheinend nicht umgehen kann... ich finde es gut, dass du Hilfe einholst.

(19) 15.08.18 - 00:57

Hi,

Gar nicht.

Ich fürchte, da wirst du nur mit ‚Geduld predigen‘, Nachmittags-Ausgleich und Hoffen auf die 5. Klasse weiter kommen.
Meine zeigen das nur nach innen, d.h., sie stören nicht. Damit wird von außen auch kein Handlungsbedarf gesehen.
Meine Große hat in Sport zB ‚nur‘ eine zwei, weil ihr der Sportunterricht zu doof ist. Hier gibt es ein Gymnasium, das mit einer Sportklasse wirbt, da hat sie gleich abgewunken, weil sie jetzt vier Jahre lang gelernt hat Schulsport = Rennspiele. Das das auch anders sein kann, sage ich ihr zwar, aber es hilft leider nicht.

Ansonsten nehmen meine beiden anspruchsvollere Aufgaben mit, die sie bearbeiten, wenn sie mit den Dingen fertig sind, die sie machen müssen. Es ist leider nicht so, dass der Unterricht per se auf unterschiedlichem Niveau ist. Die Lehrerin meines Sohnes teilt zwar auch Zusatzzettel aus, aber das ist meist halt das gleiche Level.

Ich versuche privat viel abzufangen. Klassensprung weiß ich nicht so recht. Das hilft wohl nur für den Moment und ist so eine Sache, wenn nicht alles zusammen passt.

Viele Grüße

(20) 15.08.18 - 04:55

Wie äussert sich denn das 'Geduld verlieren'? Brüllt er 'rum? Schlägt er die Faxenmacher?

Grüsse
BiDi

(21) 15.08.18 - 07:18

Meine Söhne besuchen eine MINT Schule. Dort werden die Natuewissenschaften besonders gefordert. Zusätzlich gibt es für besonderes begabte und interessierte Schüler immer besondere Veranstaltungen. Ein Wassercamp an der Schlei, Projekt lebendige Unterlebe, , Europäischer Computerführerschein, Mikrocontroller programieren usw.. So etwas gibt es bestimmt auch für Sport, vielleicht könnte dein Sohn mal etwas besonderes machen, bei uns gab es zum Beipiel Blindenball ( Blinde Mitschüler), das ist aber eine neue Erfahrung,

(22) 15.08.18 - 08:00

Es scheint hier schlicht weg nicht um Förderung zu gehen, sondern um die emotionale Erziehung deines Sohnes.
Es gibt immer motivierte und unmotivierte Kids in der Schule und zwar in jedem Fach!
Und weil dein Sohn in diesen zwei Fächern gut ist, verliert er die Geduld?

Sorry, da muss keine Förderung her sondern du solltest Dein Kind hier besser in die Verpflichtung nehmen.

lg
lisa

Ganz ehrlich...Sport kann ich privat fördern, ohne Ende!
Sucht Euch einen Verein, probiert viele Dinge aus, wobei das ab Klasse 4 schon sehr spät ist.

LG

(24) 15.08.18 - 09:52

nun eine normale GS kann es sich leisten die Talente der Kinder zu fördern, daher sollte man sofern ernsthaftes Talent und Leidenschaft vorliegt als Elternteil zusehen das man für sein Kind eine entsprechende Schule findet die hat schwerpunkte hat oder entsprechende Klassen , angebote, solche Schulen sind auch staatliche aber die nehmen nur Kinder auf die wirklich talentiert sind...

unsere Kinder haben ganztagsunterricht indem auch ihr Talent gefordert wird während der Schulzeit

, in den Schulen davor haben sie sich nicht so angestellt denn sie haben gelernt das jeder stärken und schwächen hat und dass man seine Leidenschaft ebben nach der Schule auslebt...

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