Gespräch

    • (1) 17.08.18 - 20:54
      Inaktiv

      Hoffentlich liest die betreffende Mutter hier nicht mit #schwitz:

      Ich und besagte Mutter warten auf die Kinder (Sie proben für eine Schulveranstaltung) und unterhalten uns. Es sei stressig mit den Proben. Klar, es ist eine Belastung neben der Schule und anderen Terminen, aber temporär begrenzt. Kind hätte so viele Hausaufgaben. Klar, es ist doof, aber so ist es nun mal und die Doppelbelastung endet ja mit der Schulveranstaltung. Sie würden am Sonntag wegfahren. Kind hätte keine Zeit Hausaufgaben zu machen. Sie würde eine Entschuldigung schreiben und die Lehrer hätten bestimmt Verständnis. Ich war bass erstaunt. Also soooo alt bin ich noch nicht, aber haben sich die Zeiten irgendwie geändert? Mein Sohn macht jetzt die HA und muss am Sonntag weitermachen, da er morgen gar keine Zeit hat. Ist zwar doof, aber ist halt so...

      • (2) 17.08.18 - 20:57

        Also ich kann nur von einer Freundin berichten, ihre Tochter geht in die 6. Klasse auf einem Gymnasium.

        Ja scheinbar haben sich die Zeiten geändert. Scheinbar wird der ganze Lernstoff immer mehr ausgedehnt, sodass die Hausaufgaben nach dem Unterricht noch mal so 2 bis 3 Stunden Zeit in Anspruch nehmen und sowas wie Freizeit häufig auf der Strecke bleibt.
        Dank G8 muss halt alles vermittelt werden in kürzerer Zeit.

        • (3) 17.08.18 - 21:09

          Also darf ich deinen Beitrag so verstehen, dass Du Verständnis für die nicht gemachten Hausaufgaben hast? Klar, ich weiß nicht, wieviel HA das andere Kind machen muss. Es ist vielleicht mehr als das was mein Sohn machen muss. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der das ausgesprochen wurde, hat mich doch erstaunt. Musste an urbia denken. Anscheinend bin ich altmodisch. Wäre in der Grundschulzeit nicht auf die Idee gekommen, nach 30min die HA abbrechen zu lassen oder erlauben geschminkt in die Schule zu gehen.
          Ok, die Zeiten haben sich geändert und ich bin alt. ;-)

          • (4) 17.08.18 - 21:18

            Nein, ich würde das nicht pauschal so sagen,

            30 bis 60 min. finde ich ok, dann noch vllt 30 min Lernen dazu. Aber das ist leider ja nicht das Pensum, dass heute vorherrscht.

            Wie gesagt 6. Klasse, bis 14 oder 15 Uhr Schule und dann noch 2 bis 3 Stunden Hausaufgaben.
            Wo bleibt denn da noch Zeit für Hobbys und fürs "Kind" sein?
            Überall zählt doch nur noch schneller und besser sein als die anderen, Leistung Leistung und noch mal Leistung. Und dann wundert man sich über die zunehmende Zahl an Suiziden bei Jugendlichen.

            Sowas werde ich meinem Kind nicht antun.
            Was nicht heißt, dass es keine Hausaufgaben machen müsste, aber manchmal kommt halt was dazwischen. Du wirst sicherlich auch mal früher von der Arbeit weg, weil du was wichtiges vor hast, obwohl noch was zu tun ist oder?

            Geschminkt zur Grundschule finde ich auch unmöglich, genau wie Smartphones in der Grundschule etc.

            (7) 18.08.18 - 07:17

            Also ich bin auch nicht für Leistung, Leistung, Leistung und lernen, lernen, lernen.
            Sohn ist übrigens auch nicht auf einem Gymnasium und für G8 bin ich auch nicht, aber das spielt ja bei der Geschichte keine Rolle. Es geht nur um die HA, die am Freitag für Montag aufgegeben wurden. Er hat in drei Fächern HA auf. Damit er nicht alles auf einmal machen muss, sollte er gestern nach dem Abendessen anfangen. Er hat also 50% gemacht, am Sonntag macht er den Rest. Heute ist er mit Freizeit verplant und hat deswegen keine Zeit.
            Klar, die Proben fressen Zeit, aber das passiert alles ohne Druck, die Lehrer sind total locker. Die Schüler kamen gestern ganz entspannt und fröhlich aus dem Schulgebäude, inklusive der Sohn von der besagten Mutter. Abgesehen davon ist das Mitmachen bei der Veranstaltung keine Pflicht, sondern auf freiwilliger Basis. Es gibt keine offizielle HA-Befreiung für die Schüler, die da mitmachen. Es geht mir quasi um nicht gemachte HA mit offiziellem OK der Eltern und der selbstverständlichen Annahme, dass es für die Schule ok ist. Da bin ich mir nämlich nicht so sicher.

      2 Stunden Hausaufgaben war schon vor 20 Jahren in der G9-Zeit in der 6. Klasse normal

      • (9) 17.08.18 - 21:42

        Komisch, ich habe nie so lange Hausaufgaben gemacht.

        Das kann ich nicht bestätigen

        Wer hat denn so lange an den Hausaufgaben gesessen? In der Schule habe ich nie so lange gesessen, schon gar nicht so früh. Außerdem kommen die Kids heute später nach Hause und sollen dann noch mehr Hausaufgaben machen.

        Eeeecht jetzt?!?

        Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie regelmäßig über ein ganzes Schuljahr 2. Stden, hinweg tägl. HAs gemacht! Noch nicht einmal in der Uni! Und ich habe es in der Regelstudienzeit geschafft!
        Vor den Prüfungen (!!!) waren es maximal 3 Wochen am Stück an denen ich mehr als 2 Stden. täglich gelernt habe.

        Bei meinen Kindern ist es ähnlich beide G8 7. Kl und Oberstufe.


        Aber ich kenne auch den Sohn meiner Freundin, der sitzt schon seit der 1. Klasse JEDEN TAG nicht unter 3 Stden. an den HAs #schock. Keine Ahnung was man da so lange fabrizieren kann.

    (13) 18.08.18 - 11:55

    Unsere Tochter (5. Klasse)hat auch G8 und sogar Französisch bilingual und trotzdem genug Freizeit. Sie ist aber ein Kind, das leicht lernt.
    Kinder, die sich auf dem Gymnasium so schwer tun, sind da falsch.

    Bei uns früher hatten viel weniger Kinder eine Gymnasialempfehlung. Da wurde vorher gesiebt.

    LG

    Heike

    • (14) 18.08.18 - 15:02

      Ich hatte trotz Gymnasialempfehlung auf G9 (gab damals ja nichts anderes) oft lange an den Hausis gesessen und noch lange gelernt...War und bin da nicht die Schnellste. Trotzdem habe ich ein ganz normal durchschnittliches Abi geschafft und einen anständigen Beruf studiert...
      Aufs Gymi gehören nicht nur die Schnell-Lerner, sondern alle, die gerne lernen und sich für tieferes Wissen interessieren! Und ja, manchmal ist es ätzend. wenn man länger braucht als Andere. Hat auch mich manchmal gestört! Und ich finde es gut, wenn die Eltern dann hinter einem stehen und für wichtige andere Aktivitäten einem auch mal den Rücken frei halten. Darf aber nicht zu oft passieren, sonst verpasst man schnell den Anschluss...

Hallo!

So sehr haben sich die Zeiten gar nicht verändert. Als ich aufs Gymnasium gekommen bin (und das ist über 30 Jahre her!) hieß es am Elternabend: "Sie müssen damit rechnen, dass ihr Kind für die Hausaufgaben im Schnitt 2 Stunden am Tag braucht." Das hat also erst einmal nichts mit G8 zu tun. Die Kinder haben auch trotz G8 kaum mehr Unterricht als wir vor 30 Jahren - nur hatten wir noch samstags Unterricht, darum war zunächst kein Nachmittagsunterricht erforderlich. In Hessen haben G8 Kinder in der 5. und 6. Klasse 30 Wochenstunden, in der 7.-9. Klasse sind es dann 33-34 Wochenstunden (100 Stunden in 3 Jahren). Wir hatten in der 7. Klasse 33 Wochenstunden (5* 6 Stunden + 1* 4 Stunden), danach waren es 34 Wochenstunden. Als ich in der 11. Klasse war, wurde dann der Samstagsunterricht auf jede 2. Woche reduziert, somit konnten vormittags nur noch 32 Stunden untergebracht werden und wir mussten 2 Stunden nachmittags kommen (meistens für Sport). Wir hatten allerdings auch keine Freistunden zwischendurch (war früher anscheinend auch einfacher möglich als heute ;-)) und auch an keinem Tag weniger als 6 Stunden. Es sind also nicht die G8-Kinder, die mehr Unterricht haben als vor 25 Jahren sondern die G9 Kinder, die weniger Unterricht haben. Und das ist eine Anpassung der Schulzeiten an das Freizeitverhalten der Eltern.

LG

Top Diskussionen anzeigen