Schule wechseln?

    • (1) 28.08.18 - 10:59

      Hallo,

      meine Tochter ist 11 Jahre und geht in die 6. Klasse, Gymnasium in Rlp.
      Sie hat viele Freunde und mag die Schule sehr.

      Ihre Noten in Mathe liegen seit dem Wechsel Grundschule aufs Gymnasium im 4/5er Bereich  - sie rechnet zuhause meist alles richtig - aber bei den Arbeiten bekommt sie es einfach nicht hin.

      Wir Eltern wollen uns und sie nicht weiter quälen, denn immer mit einer 5 nach Hause zu kommen ist ja nicht schön.
      In der Grundschule (kleine Dorfschule) wurde sie nie auf die neue Schule vorbereitet, dazu kommt das sie lernfaul ist, sie geht lieber anderen Dingen nach. Ich muß allerdings dazu sagen, dass Mathe noch nie ihr Fach war.
      Sie hatte ein gutes Grundschulzeugnis (Durchschnitt 1,5) und eine  Gymnasiumempfehlung.

      Im Jahreszeugnis der 5. Klasse Gym. hatte sie einen Durchschnitt von 2,6.
      Sie will weiter kämpfen, um auf der Schule zu bleiben. Aber ich glaube einfach, sie überschätzt sich. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob die Noten auf einer anderen Schule besser werden.

      Mein Mann und ich haben uns überlegt noch die ersten Noten nach dem Zeugnis - abzuwarten. Gibt es keine Verbesserung, würden wir sie aber trotzdem gerne vom Gymnasium runter nehmen, da wir einfach der Meinung sind, dass sie sich auf dem Gym. nur qäult.

      Was denkt Ihr - würdet Ihr bis zum bitteren Ende weiterkämpfen, oder sie frühzeitig runternehmen.

      Wäre über Antworten und Erfahrungungen dankbar.

      LG Tanja 🙋🏻‍♀️

      • (2) 28.08.18 - 11:10

        Hallo,
        gibt es denn, außer in Mathe, sonst noch Probleme? Habt ihr es mal mit Nachhilfe und gezielter Virbereitung für Arbeiten probiert?
        Lernfaulheit wird ihr in jeder Schulform zum Verhängnis, da solltet ihr mit ihr zusammen Strategien entwickeln, dem entgegenzuwirken.
        So richtig raten kann ich dir nicht. Wenn Mathe das einzige Problem ist, würde ich sie wohl auf der Schule lassen, vor allem, weil sie das ja auch selbst möchte. Sollte es wirklich zur Qual werden für sie, würde ich aber auch nicht lange fackeln und sie runternehmen.
        Alles Gute!

        (3) 28.08.18 - 11:14

        Hallo,

        ist es "nur" Mathe ?

        Dann würde ich sie auf keinen Fall von der Schule nehmen.

        Mein Sohn ist auch kein Mathe-Genie und versemmelt gern mal ne Arbeit obwohl es zu Hause beim Lernen ging. Das ist der Unterschied, zu Hause in geschützter Atmosphäre ist alles leichter.
        Aber die Arbeit muss sitzen, vor allem wenn schon eine daneben gegangen ist. Mit dem Wissen im Kopf kann es eigentlich nur schief gehen.

        Wir versuchen mit ihm so gut es geht zu üben, aber nicht zu viel. Den Rest muss er erledigen. Er kommt jetzt in die 7. Klasse und bereits zum Ende der 6. ist es ein wenig besser geworden. Ich hoffe einfach auf seine Entwicklung und das er da stabiler wird.

        Im übrigen ist ein Schnitt von 2,6 nach dem ersten Jahr Gymnasium nicht schlecht.

        LG
        Tanja

        (4) 28.08.18 - 11:14

        Ich würde sie noch nicht so schnell runter nehmen. Gerade in den ersten 2 Jahren auf dem Gymnasium kann es schonmal schwierig werden, weil nicht unbedingt alle Grundschulen das gleiche schon gemacht haben und die Lehrer nicht zwingend drauf achten, ob das, was sie voraussetzen auch wirklich in allen Grundschulen, aus denen sich die Klasse zusammensetzt, gemacht wurde. Das Problem hatte ich selbst auch. Ich war in der Grundschule sehr gut in Mathe und hatte Spaß drann. Auf dem Gymnasium stellte sich dann aber raus, dass andere Grundschulen schon mehr gemacht hatten und unsre Lehrerin orientierte sich an denen, die weiter waren und der Rest war ihr egal. So hatte ich dann auch regelmäßig irgendwas zwischen 3 und 4 und musste zu Hause echt viel zusätzlich üben und mir von meinen Eltern oder meiner älteren Schwester erklären lassen. In der 7. Klasse hatten wir dann ne neue Lehrerin und man hatte ja die Lücken langsam schließen können und sofort kamen wieder Noten im 1er und 2er Bereich. Letztlich hab ich später sogar Mathe LK gehabt.
        Also wenn eure Tochter gern auf der Schule bleiben will, würde ich ihr die Chance weiter geben. Ihr könnt ja auch mit ihr reden, dass sie da bleiben darf aber dafür Mathenachhilfe bekommen muss und sich da also entsprechend anstrengen muss.
        Wie sehen denn die anderen Fächer aus?

      • (5) 28.08.18 - 11:39

        Hallo,

        wenn es lediglich in Mathe hapert würde ich gezielt nach einer unterrichtsbegleitenden Nachhilfe suchen, damit die Lücken nicht zu groß werden.

        Sie hat Freunde , fühlt sich wohl und von daher sehe ich keinen Grund für einen Schulformwechsel. Wenn es allerdings in weiteren Fächern auch schwierig ist, würde ich tatsächlich darüber nachdenken.

        Auf dem Gymnasium (NRW) meiner Großen wurde in 5 und 6 kräftig angezogen und durchaus gesiebt. Klasse 7 und 8 waren dagegen fast easy going. Die Kinder haben sich eingewöhnt und wissen wo und wie der Hase läuft.
        Mit normaler bis guter Begabung muss natürlich noch etwas für die Schule getan werden, aber hier kommt chillen und Freizeit nicht zu kurz.

        Morgen beginnt das neue Schuljahr, mal sehen was Madame dann so in Jahrgang 9 erwartet.

        VG

        • (6) 28.08.18 - 11:51

          Das größte Problem hat sie nur in Mathe, allerdings war Mathe noch nie ihr Fach.
          Wir (Eltern) haben aber auch noch das Problem, dass wir mit ihr lernen wollen und Madame eben immer alles besser weiß und ständig diskutiert.
          Sie hat im Zeugnis ein 4er, vier 3er, vier 2er und ein 1er.
          Also eigentlich gar nicht so schlecht, aber der 4er in Mathe ist immer eine Qual.
          Ihr absolutes Lieblingsfach ist Sport, aber nur mit Sport kommt man eben im Gymnasium nicht weit.

          • (7) 28.08.18 - 11:52

            .... Übrigens vielen Dank für die vielen Antworten😃

            • (8) 28.08.18 - 13:02

              Hi,
              Die 5. und 6. Klasse sind ja nicht grundlos die Orientierungsstufe und sonst hat sie doch ein gutes Zeugnis.
              Und ein Schulwechsel gegen ihren Willen? Da solltet ihr euch vielleicht fragen ob ihr das wirklich wollt. Ich hätte in dem Alter dann wahrscheinlich nach dem Wechsel rein aus Trotz komplett dicht gemacht. Sie möchte es doch versuchen zu schaffen, erzwingt ihr den Wechsel nehmt ihr ihr im schlimmsten Fall das Selbstvertrauen "Wenn meine Eltern schon nicht glauben das ich es schaffe in Mathe besser zu werden, warum überhaupt erst versuchen, egal auf welcher Schule."
              Versucht sie einfach in ihrem Vorhaben zu bestärken und schaut was daraus wird.

              Was mir noch in den Sinn kommt : die Aussage das Mathe ja noch nie ihr Fach war, nutzt ihr die auch ihr gegenüber? Gibt ja durchaus Kinder die, wenn sie soetwas über längere Zeit hören, dies zu ihrer Ausrede machen und es dann, weil sie es ja eh nie richtig konnten, nur noch halbherzig versuchen.
              Ich wünsche euch die Geduld die Orientierungsstufe abzuwarten und deiner Tochter baldige Erfolge in Mathe.

              Lg

              • Ich hab gerade weiter unten gesehen das sie "wie erwartet eine 5 mitgebracht hat"

                Bitte, bitte sagt das ihr ihr das nicht auch genauso vermittelt habt.

                Wenn doch, ändert euer Verhalten diesbezüglich um 180° und fangt an ihr Selbstvertrauen AUF statt AB zu bauen!

                LG

          (10) 28.08.18 - 13:10

          "Wir (Eltern) haben aber auch noch das Problem, dass wir mit ihr lernen wollen und Madame eben immer alles besser weiß und ständig diskutiert. "

          Genau das gleiche Problem kenne ich aus der Verwandtschaft. Die Tochter lernt nur ungern nicht mit den Eltern, die beide mit ihr lernen könnten und würden. Sie geht - dank der nun voll laufenden Pubertät - total auf Konfrontation und tut bei Druck durch die Eltern gar nichts mehr. Was helfen würde, Nachhilfe von außen, lehnen die Eltern leider kategorisch ab - sie können ja schließlich auch mit ihr lernen (beide Akademiker), sie müsse es ja nur annehmen und sehen nicht ein, dafür Geld auszugeben.
          Meine Erfahrung bei unserer eigenen Tochter (zugegebenermaßen noch jünger): Wollten wir ihr etwas beibringen, wurde Quatsch gemacht, sich dagegen gesträubt usw.
          Haben wir eine fremde Person dazu geholt, ging es plötzlich.
          Außerdem sehe ich immer das Problem, das die Lehrer etwas womöglich anders erklären, als wir Eltern das noch gelernt haben, und auch in Schulaufgaben so erwarten. Das führt zu durcheinander beim Versuch etwas zu verstehen.
          Wenn sie sich verbessern will, würde ich anbieten, zumindest für eine gewisse Zeit, einen Nachhilfelehrer zu engagieren.
          Von der Schule nehmen würde ich sie auf keinen Fall, die Noten sind doch einigermaßen und sie ist längst nicht versetzungsgefährdet.

        (12) 28.08.18 - 14:10

        Für wen ist die 4 in Mathe eine Qual. Deine Tochter oder für dich? Wirkt fast so, dass es für DICH eine Qual ist, weil die 4 einen Einser - oder guten Zweier- Durchschnitt verhindert.

        Mein Rat, bei der Schulleistung und da sie möchte, würde ich sie dort lassen. Sie bekommt Nachhilfe in Mathe, um die Lücken aufzuholen, und gut ist.

        (13) 28.08.18 - 21:57

        Das ist aus meiner Sicht eine Notenverteilung, die nicht alarmierend ist.

        Ich würde sie nicht runternehmen.

        (14) 29.08.18 - 08:21

        Deswegen habe ich die Verantwortung abgegeben und zur Nachhilfe geschickt. Da wird nämlich nicht diskutiert.

(15) 28.08.18 - 11:57

Wenn Mathe das Hauptproblem ist und der Rest läuft, würde ich sie gezielt in Mathe unterstützen.
Eine Freundin hat super Abi gemacht und kommt mit Mathe bis heute nicht klar. Sie hat sich früh gezielte Nachhilfe gesucht und diese über die Jahre beibehalten.

Was gar nicht ging: Lernen mit Geschwistern oder Eltern!
Da ist zu viel Emotion dabei. Zu viel "wir haben es anders gelernt", zu viel "ihr traut es mir ja doch nicht zu" und anderes.
Dann lieber gezielte Mathe-Nachhilfe/Unterstützung aus neutralem Umfeld, mit einer Person, wo die Chemie stimmt.


Wenn es in anderen Fächern auch nicht läuft und sie da auch wirklich kämpfen muss, würde ich mit den Lehrern sprechen. Wie geht es ihr in der Schule, wie schätzen sie sie ein? Welche Voraussetzung bräuchte sie für die jeweiligen Fächer?
Könnte man mit Nachhilfe am Anfang was tun oder bräuchte sie diese Unterstützung dauerhaft? Bei mehreren Fächern mit dauerhafter Nachhilfe würde ich über einen Wechsel nachdenken.

Was sagen denn ihre Lehrer bisher? Welchen Eindruck haben sie von ihr?

  • (16) 28.08.18 - 12:07

    Mit dem Lehrer hatten wir im Frühjahr ein Gespräch. Er ist der Meinung, dass unsere Tochter eventuell Angst hätte etwas falsch zu machen/zu sagen. Denn er merkt, dass sie wolle aber irgendwie nicht aus sich rausgehe.
    Über Nachhilfe denken wir natürlich auch nach, da lernen mit uns (Eltern) absolut nicht funktioniert.
    Wobei sie den besten Nachhilfelehrer zuhause hätte (mein Mann), er ist Statiker und Mathematiker, aber es gibt ständig Zoff.

    • (17) 28.08.18 - 12:17

      "Wobei sie den besten Nachhilfelehrer zuhause hätte (mein Mann), er ist Statiker und Mathematiker, aber es gibt ständig Zoff. "

      Der beste Nachhilfelehrer ist (aus meiner Erfahrung) nicht der, der am meisten weiß, sondern der, der am besten mit dem Kind gut kann und IN DER MATERIE, die gerade dran kommt, sich auskennt. Der weiß, was schulisch aktuell ist, was AN DER SCHULE gefordert wird.

      Ich könnte meinem Kind nie und nimmer in Mathe Nachhilfe geben. Ich liebe Mathe, ich liebe Zahlen. Genau deswegen!
      Mein Kind hat ein anderes Tempo. Hat andere Lösungswege, die vorgegeben sind, hat andere Leidenschaften.

      Ich könnte mir auch keine Nachhilfe nehmen, von jemandem, der sprachlich "perfekt" ist. Ich mag Sprachen, können ist was anderes. Wenn ich mir vorstelle noch mal eine aufzufrischen, dann bräuchte ich jemanden, der Leidenschaft am Vermitteln der Sprache hat - nicht die Leidenschaft an der Sprache selbst.
      Der/die, mich da abholt wo ich bin. Nicht noch mehr kann. Das würde mich überfordern und unter Druck setzen.
      Ich bräuchte jemanden, der Geduld hat, der versteht, dass ich manches selbst anders mache, der mir meine Angst vor der Sprache/vor dem falsch machen, etwas nimmt.

      Klar, fachliches Können sollte vorhanden sein. Alles was in Richtung perfekt oder sehr viel können geht, würde mich unter Druck setzen.


      Bei Engschlisch kann ich meinem Kind helfen. Ich bin NICHT gut darin. Aber genau deswegen kann ich die Geduld aufbringen, kann mich informieren, kann Unsicherheiten verstehen.
      Bevor ich was falsches vermittle, frage ich bei denen nach, die es können. Aber nicht als Nachhilfe, sondern konkrete Fragen.
      Für Nachhilfe wüsste ich zu wenig in Englisch! Für mal weiterhelfen, geht das gut.

      In Mathe, vergiss es. Dazu bin ich zu weit, zu viel in meiner mathematischen Leidenschaft. Das würde nur schief gehen, bei allem was den schulischen Mathestoff betrifft.
      Alltagsaufgaben wie Tisch decken oder Spiele spielen sind ok. Das sind dann uns beiden bekannte Regeln.
      Während Berufs- und Schulmathe Unterschiede sind, als würde man einem Vampir das Surfen bei Sonnenlicht beibringen (blöder Vergleich, aber in die Richtung geht es).

      Mathelehrer, die privat anderen Schülern was beibringen, sind da schon eher geeignet.
      Eigener Vater als Mathelehrer, schon eher als Fachfremder Mathematiker - aber dennoch zu viele Emotionen :-p

      (18) 28.08.18 - 12:20

      "Mit dem Lehrer hatten wir im Frühjahr ein Gespräch. Er ist der Meinung, dass unsere Tochter eventuell Angst hätte etwas falsch zu machen/zu sagen. Denn er merkt, dass sie wolle aber irgendwie nicht aus sich rausgehe."

      Da wäre Nachhilfe vielleicht ganz gut. Jemand, der ihr zeigt, dass sie es kann. Selbstvertrauen aufbauen. Das zusammen üben, als Zeichen und Selbstvertrauen: sie kann es ja doch.
      Mir hilft es oft, zu wissen "Ich kann", dann kann ich es auch zeigen.
      Sobald ich unsicher bin, strauchle ich und dann traue ich mich nicht. Wenn ich mich nicht traue, kann ich es auch nicht. Ergo glaube ich, es nicht zu können und blockiere, wenn es um Neues geht.

      Da ist jemand mit Fingerspitzengefühl gefragt. Schon auch jemand, der sich mit dem Fach auskennt, vor allem mit dem SCHULfach und wie es DA gewünscht ist, aber viel mehr auch im Selbstvertrauen ihr zutrauen. Sie könnte... sie braucht vielleicht auch öfter mal den Beweis, dass sie wirklich mehr kann. Der Beweis, der sie dann wiederum motiviert es auch weiterhin zu können....
      ohne abzuschalten, weil sie Angst hat, sie könnte es nicht können.

(19) 28.08.18 - 12:04

Eine 4 in Mathe ist doch nicht schlecht. Sogar mit einer 5 kommt sie ja weiter. Ich würde das ganze beobachten, falls die Mal ein Jahr wiederholt, was soll's.

Allerdings muss sie danach aufpassen. Der Sohn einer Kollegin ( Einserkandidat in der GS) hat die 9. Zweimal gegen die Wand gefahren, Real nimmt ihn nun nicht mehr da er zu alt ist, bleibt nur Mittel oder Wirtschaftsschule um irgendeinen Abschluss zu machen.

Im Moment würde ich sie weiter machen lassen. Vielleicht hilft ein bisschen Nachhilfe um die Lücken zu schließen, dies sollte aber nicht durch Euch passieren, Lieber einen Nachhilfelehrer nehmen, das nimmt den Stress zu Hause raus. Ich weiss wovon ich rede, mein Sohn hat eine Dyskalkulie und ist mathematisch kaum auf dem Stand eines Zweitklässlers und er kommt jetzt in die 8.😳.

Wie gesagt selbst mit einer 5 kommt man gut durch. Wenn es sonst läuft ist doch alles gut.

LG
Visilo

  • (20) 28.08.18 - 12:12

    4 ist nicht schlecht, aber diese ins Zeugnis zu bekommen eine Qual. Sie hat gestern die erste Mathe-HÜ (6.kl) nach Hause gebracht und wie erwartet.... eine 5😔
    Obwohl sie gelernt hat und es einige Tage vor der HÜ noch ganz gut konnte.

    • (21) 28.08.18 - 12:54

      “4 ist nicht schlecht, aber diese ins Zeugnis zu bekommen eine Qual.“

      Für dich oder für deine Tochter?

      Soweit ich es deinem Beitrag entnehmen konnte,
      geht deine Tochter mit viel Spaß in die sechste Klasse, hat dort viele Freunde und auch ein ganz passables Zeugnis.

      Nur Mathe entspricht mit einer 4 nicht ganz den elterlichen Erwartungen.

      Und nun wollt ihr sie von der Schule nehmen?

      Denk nochmal ernsthaft darüber nach, ob das eine notwendige Maßnahme ist.

      Ich denke nicht.

      Dein Teenager fühlt sich wohl, kommt gut klar, hat nur gerade keine Lust auf Mathe.
      Oder kein Selbstvertrauen?

      Könnte das am Vater liegen?
      Unterschwellige Angst, seinen Erartungen nicht gerecht zu werden?
      Also versucht man es gar nicht erst, strengt sich nicht an, schützt so sein Selbstbild, da man nicht versagen kann. Denn das kann ja nur jemand, der sich richtig anstrengt.

      (22) 28.08.18 - 13:17

      Hallo,

      warum war die 5 "erwartet" wenn sie es doch vorher konnte ?
      Wie geht deine Tochter mit der Note um ? Kann sie beschreiben wie sie sich
      während der Arbeit fühlt ?

      Klar ist es nicht schön zu sehen das das eigene Kind doofe Noten mitbringt.
      Aber das darf es nicht merken.

      Bei meinem Sohn ist es einfach der Druck während der Arbeit es gut zu machen. Ist dann gleich die erste Aufgabe Mist, kann er eigentlich eine Haken dran machen.
      DAS ist aber eine Sache seiner Einstellung und die kann ich nicht mit ihm üben.

      • (23) 28.08.18 - 13:44

        Sie redet über die schlechte Note nicht.
        Man meint dann, dass sie es locker wegstecken würde, aber das steckt sie mit Sicherheit nicht locker weg.
        Wenn ich sie anspreche, wie das passieren konnte, meint sie nur "das sie es das nächste Mal besser mache und sie ein Blackout hatte"

        • (24) 28.08.18 - 23:17

          Wie genau fragst du denn, wie das passieren konnte? Kann es sein, dass das bei ihr vorwurfsvoll aufgenommen wird? Das führt natürlich dann dazu, dass sie das Gespräch schnellstmöglich beenden will und eben eine solche Antwort kommt, statt mit dir wirklich drüber zu reden. Vielleicht gehst du mal in einer ruhigen Minute zu ihr und fragst sie wie zufrieden oder unzufrieden sie mit Mathe ist und ob sie das Gefühl hat, dass sie mit mehr Motivation locker auch zu einer besseren Note bringen könnte oder ob sie den Stoff tatsächlich schlecht versteht und da also Hilfe gebrauchen könnte ODER ob sie vielleicht Prüfungsangst hat, sobald sie sich in der Materie unsicher ist. Das würde ja auch zum Blackout passen.

(25) 28.08.18 - 12:45

Deine Tochter will auf der Schule bleiben, sie hat einen Schnitt von 2,6 ! Und warum bitteres Ende?
Sei stolz auf deine Tochter - offentsichtlich hat sie mehr Rückrat als ihre Eltern. Unterstütze sie, statt sie vermeitlich zu beschützen.
Du tust ihr nichts Gutes, sondern zeigt nur das ihr ihr nichts zutraut.

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