Hausaufgaben erste Klasse

    • (1) 01.09.18 - 11:24

      Hallo zusammen,
      meine Tochter hat gerade ihre erste Woche in der ersten Klasse hinter sich gebracht und ist schon total frustriert weil sie mit den Hausaufgaben nicht hinterher kommt.
      Ihre Mathelehrerin möchte dass sie jeden Tag zwei Seiten Zahlen schreiben (was in etwa eine halbe Stunde dauert) und dazu gibt es auch alle zwei Tage Deutschhausaufgaben (nicht viel, aber immerhin). Diesmal auch am Freitag, so dass meine Tochter sich am Wochenende ransetzen muss. Ich habe recherchiert und festgestellt, dass das absolut nicht in Ordnung ist. Hausaufgaben dürfen maximal 15 Minuten dauern und übers Wochenende, sprich Freitags, darf man eh nichts aufgeben. Nächste Woche ist endlich Elternabend, so dass wir das ansprechen können, aber bis dahin müssen wir eine Strategie finden, wie wir damit umgehen. Ich möchte ungern über Mitteilungsheft und Co mit den Lehrern kommunizieren, sondern lieber persönlich und auch gern mit den anderen Eltern zusammen, sprich am Elternabend. Und für meine Tochter ist das auch ganz furchtbar, dass sie anscheinend die einzige ist (ich nehme an, die anderen Eltern bestehen einfach darauf, dass ihre Kinder das durchziehen) die ihre Hausaufgaben nicht fertig kriegt.
      Hat jemand einen Tipp wie wir uns bis zum Elternabend verhalten sollten? Hat da jemand Erfahrungen gemacht?

      Danke schon einmal.

      • In vielen Bundesländern gilt das mit dem Freitag nicht, da der Samstag schulrechtlich nicht als Wochenende gilt, der Samstagsunterricht wird nur ausgesetzt. Und spätestens wenn die Hausaufgaben erst am Dienstag kontrolliert werden, ist das definitiv zulässig, unabhängig vom Bundesland. Auch dass es tatsächlich eine rechtsbindende Vorschrift gibt, dass die Hausaufgaben nur 15min dauern dürfen, bezweifel ich. In den meisten Bundesländern gibt es eine Empfehlung, die in der ersten Klasse so 30min empfiehlt. In Bayern meines Wissens nach 30-45min.
        Das sage ich nicht, weil ich nicht finde, dass das zu viel ist, sondern weil es die Art, wie du die Lehrerin ansprichst veränderst und du mehr Erfolgsaussicht hast, wenn du dich nicht auf aller Wahrscheinlichkeit nach schwammige Rechtsgrundlagen stützt, sondern einfach damit argumentierst, dass du das für zu viele Aufgaben hälst und diese die Freude an Schule und Lernen vermiesen.
        Nächste Woche ist schon der Elternabend, also ist das jetzt ja nicht mehr lange nur ein paar Tage. Bis dahin würde ich entweder so fahren, dass die Kleine die Aufgaben bearbeitet oder ich würde eine Entschuldigung ins Mitteilungsbuch schreiben. Einen Tod muss man sterben.

        Hallo,
        aus welchem Bundesland kommt ihr? In den meisten Bundesländern ist die Richtzeit für Hausaufgaben in der ersten Klasse eine halbe Stunde (bei konzentriertem Arbeiten ohne Trödeln), von daher finde ich die auch völlig in Ordnung. Ebenso wüsste ich auch nicht, in welchem Bundesland Hausaufgaben am Freitag verboten sind - warum auch? Die Hausaufgaben können doch am Freitag erledigt werden und müssen nicht übers Wochenende gemacht werden.
        Gruß, Lena

      (5) 01.09.18 - 11:51

      Ich weiß ja nicht, wo du das mit den 15 Minuten und Freitag keine Hausaufgaben her hast. Durchschnittlich 30 Minuten sind eigentlich in der ersten Klasse ganz normal.
      Wenn es deutlich darüber hinaus geht, kannst du dein Kind ja abbrechen lassen und der Lehrkraft eine Notiz schreiben. Oft schätzen die Lehrer gerade das Zahlen- oder später auch Buchstabenschreiben falsch ein und sun über ein Feedback dankbar.

      Hallo.

      Meine ist jetzt die 3. Woche in der ersten klasse. Dachte auch immer, warum müssen die so viel machen? Im endeffekt waren es schularbeiten die sie nicht fertig bekommen hat. Also einmal hausaufgaben und rest schulaufgaben. Sie,sagte dann was zu viel ist sollen wir am wochenende weitermachen. Vieles klärt sich am elternabend auf. 30 minuten ist schon normal. Bei uns gibts es freitags nichts auf.

    • Hallo.

      Die ersten 3 monate schule sind hart eine komplette umstellung für die kinder etc.
      Und auch wir saßen länger als die angegebenen 30min am Anfang und manchmal je nach fach auch in der 4. Klasse.
      Die kinder müssen sich rein finden und da hilft nur konsequent sein also ich hab meine immer alle Hausaufgaben machen lassen nur so lernen sie auch ihr tempo anzuziehen.
      Desweiteren ist freitags Hausaufgaben bei uns standart.
      Diese werden auch direkt freitags erledigt dann hat die dame wochenende.

      Liebe Grüße

      Hallo,

      bei uns ist der Richtwert 30 - 40 min konzentriertes Arbeiten pro Tag. Tut sie das denn tatsächlich?
      Mein Sohn ist auch 1. Klasse (allerdings schon 4 Wochen), hat täglich eine Seite Deutsch und eine Seite Mathe im Arbeitsheft sowie tägliche Leseübungen. Er erledigt sie teilweise im Hort und zuhause. Vermutlich sind es insgesamt zw. 20 und 40 min. Dazu kommen eben noch 10 min tägliches Lesen. Ich habe nicht das Gefühl, dass das normalerweise einen Erstklässler überfordert.

      Er macht gerne Hausaufgaben (ist ihm ein Ansporn weiterzukommen in seinen Arbeitsheften), braucht nur hin und wieder eine Motivationsstütze. Liegt es vielleicht eher daran? Nach einer Woche kann man doch auch noch gar nicht sagen, dass ein Kind sich schon umgestellt hat.

      Der Elternabend ist nicht dazu da, individuelle Probleme zu erörtern - dazu solltest du eher einen eigenen Termin vereinbaren - aber gewiss nicht schon nach der ersten Woche ….

      VG
      B

      • Was lest ihr denn täglich 10 Minuten lang nach vier Wochen Schule?

        Hier war auch vor vier Wochen Einschulung, aber bisher hatten sie erst einen Buchstaben - soweit ich das nachvollziehen kann, da er nur die Hausaufgaben mit nach Hause bringt. Er kannte zwar schon vorher alle Buchstaben und auch die entsprechenden Laute und wir lesen so im Alltag immer mal Kleinigkeiten, weil er das will. Aber um sich hinzusetzen und zehn Minuten etwas zu üben wüsste ich gar nicht was.

        Und 30-40 Minuten konzentriertes Arbeite als Hausaufgaben finde ich für Anfang erste Klasse zu viel. Soviel bekommen sie hier auch nicht auf. War auch bei der Großen schon so. Wohin soll sich das über die Jahr denn dann steigern?

        • Hallo, unsere Schule teilweise nach Montessori. Bedeutet, dass in der ersten Klasse jedes Kind im Schreiben und Rechnen nach seinem Tempo arbeitet. Buchstaben und Rechnen erarbeiten sie sich daher selbständig in den täglichen Arbeitsstunden. Die Schule arbeitet mit den Lola / Einstern - System. Mein Sohn hat sich mittlerweile 8 Buchstaben erarbeitet und bekommt täglich nach Lernfortschritt Lesestreifen mit einzelnen Worten / Silben Sätzen und auch in den Buchstabenheften sind Sätze / Wörter zum üben. Klappt super. Manchmal schreibe ich ihm auch selbst Sätze / Wörter oder Buchstabenverbindungen.

          Jedes Kind bekommt eigene Hausaufgaben. Wenn er alle Buchstaben durch hat beginnt er mit der Schreibschrift. Im Laufe der 2. Klasse haben die Kinder alle einen Lernstand erreicht. Trotzdem wird eben nach dem Arbeitsstundenprinzip - viel selbst erarbeiten / üben - gearbeitet bis Ende 4. Klasse (in den Fächern Sachkunde, Deutsch, Musik, Kunst dann aber nicht mehr).


          LG

          B

        ach ja, ob er tatsächlich im Hort konzentriert arbeitet …. glaub ich nicht :-) Aber wie gesagt, bei uns klappt es mit der Motivation einfach. Aber es gibt eben auch Kinder, die finden das per se furchtbar.

        Unser Großer ist übrigens Linkshänder und hat einen angeborenen Tremor in den Händen (leichtes Zittern) - für den waren 30 min konzentriert Schreiben ungefähr so anstrengend wie 3 Stunden für uns …. und ja, ich habe trotzdem darauf bestanden und er hat es durchgehalten. Das war ganz wichtig für ihn und ich habe ihn selbstverständlich trotzdem ausreichend Erholung gegönnt und gelobt.

(14) 01.09.18 - 12:18

Warum bekommt deine Tochter die Hausaufgaben denn nicht fertig? Wenn ich das richtig verstehe, geht es nicht darum, dass sie die Aufgabe inhaltlich nicht versteht, sondern nur darum, dass sie nicht so lange schreiben möchte?

Das muss sie lernen, denn im Laufe der Schulzeit wird es ja nicht weniger, sondern eher mehr. Zumal eine halbe Stunde gar nicht so lang ist in Anbetracht dessen, dass sie danach ja noch den ganzen Nachmittag zur freien Verfügung hat.

Gerade zu Beginn ist das natürlich eine riesige Umstellung, wenn man vorher noch nie so konzentriert arbeiten musste, aber deswegen jetzt die Hausaufgaben zu kürzen, halte ich für falsch, da sie dann später gar nicht mehr hinterherkommt.
Statt auf 15 Minuten runterzugehen, würde ich sie 30 Minuten konzentriert ohne Ablenkung arbeiten lassen und schauen, wie weit sie kommt. Je mehr Übung sie im Schreiben hat, desto schneller wird das klappen und dementsprechend mehr wird sie schaffen. Dazu muss aber nun mal geübt werden.

Hausaufgaben beanspruchen Zeit und Konzentration und diesbezüglich hat jeder seine eigenen Strategien. Manche arbeiten besser, wenn sie nach dem Mittagessen erstmal eine Pause haben. Andere arbeiten lieber alles schnell ab, weil sie den Rest des Tages frei haben möchten.

Bevor ich der Lehrerin mit irgendwelchen Gesetzen komme, würde ich sie erstmal um Rat fragen, was sie dazu meint und ob sie Tipps hat, um die Situation zu verbessern.

(15) 01.09.18 - 12:25

Was meinst du denn mit "sie kommt nicht hinterher"? Dann braucht sie eben etwas länger. Solange sie nicht über eine Stunde sitzt, finde ich das völlig in Ordnung.

Das es am Freitag keine Hausaufgaben gibt, habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört.

An deiner Stelle würde ich das nicht beim Elternsprechtag ansprechen. Der von dir beschrieben Umfang nicht zu hoch, sondern angemessen.

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