Rechenschwäche

    • (1) 02.09.18 - 08:56

      Liebe Mamis und Papis

      Ich wende mich an euch zwecks Ratschläge.

      Unser Sohn Tim ist 9 Jahre alt und geht in die 4te Klasse. Seit dem ersten Schuljahr hat Tim Probleme in Mathematik.
      Ihm fällt das Rechnen schwer, erlernte Sachen werden wieder vergessen, Sachaufgaben kann er eigentlich gar nicht lösen, für ihn ist alles ein riesiges Durcheinander.
      Die Lehrerin auf dieses Thema angesprochen mrint nur er muss üben üben üben. Ich hatte mal den Begriff Dyskalkulie in den Raum geworfen. Seine Förderlehrerin und die Lehrerin sehen das nicht so.

      Tim hat die Woche noch 2 Stunden Mathenachhilfe bei uns zuhause.

      Wenn er auch hier nicht immer alles weiss, ist er doch entspannt und schafft das was von ihm erwartet wird.

      Der erste KLN der 4ten Klasse hat er nun mit einer 5 (fast 6) in den Sand gesetzt. Der Druck auf ihn wächst jetzt noch mehr da er jetzt ja unbedingt eine gute Note in Mathe braucht.
      Ich habe an diesem Tag auch falsch reagiert und ihn furchtbar angemotzt. Was mir sehr leid tut. Ich habe mich für mein Verhalten bei ihm entschuldigt.

      Tim sagt mir dass er furchtbare Sngst vor Mathetests hat und dann eunfach nichts mehr weiss. Er leidet unter Panik.

      Ich habe grosse Angst dass er sich seine schulische Laufbahn aufgrund dieses Fachs verbaut.

      In allen anderen Fächer hat er eine 2 oder 3.

      Sprachlich und künstlerich ist er sehr begabt.

      Ging es jemandem ähnlich. Was könnt ihr empfehlen.

      Mir geht es nicht darum dass Tim eine 1 in Mathe nach Hause bringt. Es geht mur darum dass er es versteht sich mit dem Fach wohl fühlt und er eine 4 schafft.

      Ich danke euch. Ich bin verzweifelt.

      Jessy

      • Wenn hier zwei Lehrer der Meinung sind, dass es keine Dyskalkulie ist, würde ich das erstmal auch nicht weiter verfolgen. Du kannst aber noch zu einem Kinder- und Jugendpsychologen, der das mal überprüft.

        Mathe ist sehr häufig das verinnerlichen von Regeln, von daher ist der Tipp mit dem Üben schon nicht verkehrt.

        Selbst wenn er Dyskalkulie hätte, würde das aber nichts ändern, weil es dafür keinen Nachteilsausgleich o.ä. wie bei der Lese-Rechtschreib-Schwäche/Störung gibt.

        Wenn dein Bauchgefühl das mit der Rechenschwäche " sagt"..und es deinem Sohn damit schlecht geht.dann wende vllt doch Mal an einen Kinderpsychiater. Der kann es testen und Tim wegen der Panik helfen.

        Alles Gute!

        Ich würde dir auch nahe legen, seine Rechenschwäche abklären zu lassen, um herauszufinden, wo genau die Probleme liegen und wo ihr dann am Besten ansetzen könnt...denn ab der 5.Klasse wird Mathe von Jahr zu Jahr heftiger.....wo die Grundrechenarten als Vorraussetzung im Schlaf benötigt werden..

        Üben ist zwar immer das Zauberwort, aber zu Mathe gehört vorallem , die Rechenwege/-gesetze/-regeln zu verstehen.

      • Hallo Jessy.

        Ich weiß, wovon du redest - meine Tochter (kommt nun in die 5. Klasse) hat ebenfalls Dyskalkulie.

        Ich rate dir dringend, deinen Sohn darauf testen zu lassen und dich mit dem schriftlichen Attest an die Schule zu wenden.

        Ich weiß ja nicht, in welchem Bundesland ihr lebt.... Wir leben in Bayern und hier bekommen die betroffenen Kinder leider keinen Nachteilsausgleich. Auch den Rechtsstreit um eine staatl. geförderte Dyskalkulie-Therapie haben wir leider verloren. Meine Tochter erhält 1 x pro Woche "normale" Nachhilfe in einem Nachhilfeinstitut und ich bin ihr täglich bei den Hausaufgaben behilflich und übe natürlich auch mit ihr.

        Laaaaangsam wird es nun etwas besser. Aber sie ist noch lange nicht auf dem Level ihrer Mitschüler - und vermutlich wird sie das auch niemals werden.

        Wir sind froh, wenn sie es in Mathe im Zeugnis auf ne 5 schafft und dementsprechend motiviere ich sie auch und lobe sie sehr, wenn sie in den Tests ne 5 geschafft hat. Sechsen waren im letzten Schuljahr zum Glück keine mehr dabei - sogar 2 x ne 4.#schwitz

        Beruhige deinen Sohn, steh hinter ihm und vor allem: Lass ihn schleunigst testen, damit ihr "was in der Hand habt".

        Meine Tochter darf in der Schule als Hilfsmittel (auch bei Tests) z.b. eine Einmaleins-Tafel nutzen. Schon das bringt nen guten Vorteil.
        Addieren und Subtrahieren gelingt ihr nur, wenn sie das schriftlich untereinander rechnet - egal wie sie es eigentlich im Test machen sollte. Auch das wird ihr nicht als Fehler angerechnet. Hauptsache, das Endergebnis stimmt.

        Viel Glück!!!

          • Mit ner diagnose könntet ihr ihn auch mal ein schuljahr von der benotung befreien lassen.

            • Kommt man mit ner 5 auf dem Zeugnis aber weiter?
              Ich habe meine Schule nicht in Deutschland gemacht, deshalb frage ich. Bisher hatten wir eine 4.

              • (9) 02.09.18 - 17:32

                Du solltest am besten die Klassenlehrerin fragen, ob man mit einer 5 in Mathe 4.Klasse versetzt wird. In Deutschland ist Bildung Ländersache. Ich befürchte aber, die Antwort lautet nein. Wegen der Panikattacken würde ich gar keinen Druck machen. Dein Sohn macht sich ja jetzt schon verrückt und das macht's doch nur schlimmer. Die Lehrerin würde ich auch darüber informieren, dass dein Sohn Versagensängste hat.

                • (10) 03.09.18 - 21:21

                  Normalerweise kann man ausgleichen. Ich weiß jetzt nur nicht, ob das ausschließlich der weiterführenden Schule vorbehalten ist. Eine 5 in Mathe muss zwangsweise mit einer eins oder zwei in einem Hauptfach ausgeglichen werden.
                  Mein Sohn hat letztes Jahr auch ausgleichen müssen dank LRS (da gab es Nachteilsausgleiche für Deutsch, aber keine für Englisch). Aber in Mathe hatte er eine sehr gute 2, also klappte das problemlos. Da kommt nochnnicht mal ein Kommentar auf dem Zeugnis.

                  • (11) 03.09.18 - 22:01

                    Ich meinte auch in der Grundschule bzw. zum Übertritt. Das würe insofern auch Sinn machen, denn ohne Grundlagen in Mathe ist ein Wechsel wenig sinnvoll.
                    @TE: Nicht verzagen und am besten nochmal mit Klassenlehrerin sprechen. Leider habe ich keinen Tipp wegen Mathe, aber ich habe mal hier was von Montessori-Material gelesen. Kenne ich selbst aber nicht.

              (12) 04.09.18 - 09:09

              In Bayern wird man mit einer 5 in den Hauptfächern versetzt

    Hallo,

    unsere Pflegetochter (auch 9 und in der 4 Klasse) steht in allen Fächern zwischen 1 und 4,aber Mathe ist eine Katastrophe😱 sie ist auf dem Stand Anfang zweite Klasse. Sie bekommt extra Aufgaben in Mathe. Wie es mit ihr weiter geht, wird das Gespräch ( in drei Wochen) ergeben.

    Hallo-
    Ich würde auch eher entspannt sein- testen kannst du ja, nimmst dem Kind dadurch ja nix. Kommt auch darauf an, in welchem Bundesland du wohnst und ob es entsprechende Nachteilsausgleiche gibt.
    Und mal etwas in die Zukunft geguckt: eigentlich ist in unserem schulsystem eine Matheschwäche leichter aufzufangen als eine In Sprachen. Auf dem Gymansium ist Mathe als einziges Naturwissenscahftliches Fach Hauptfach, kann er also leicht mit Deutsch oder einer der beiden Fremdsprachen ausgleichen 😉
    Die restlichen Naturwissenschaften dann durch“Singen, springen, beten“......
    Da haben es naturwissenschaftlich begabte Kinder, die partout kein Sprachgefühl haben, schon etwas schwerer....
    Red noch mal mit der Lehrerin und vor alllem, wenn Nachhilfe, dann wirklich qualifiziert und im Einzelunterricht....
    LG Conni

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