Beschimpfungen

    • (1) 05.09.18 - 14:35

      Hallo zusammen

      Es geht um Folgendes

      Mein Sohn wurde diesen Sommer eingeschult. In seiner Klasse ist ein Junge der meinen Sohn andauernd beschimpft mit "Fuck you"etc. Täglich berichtet mein Sohn mir das. Ich kenne aber nur seine Version. Heute sprach die Mutter des anderen Jungen mich an, das Dario das zu ihm sagen würde. Hab Dario direkt drauf angesprochen, er sagte er hat das nur zurück gesagt weil er das wieder zu ihm gesagt hat. Jeder kennt sein Kind ja am besten und ich würde jetzt mal behaupten das mein Sohn mir die Wahrheit sagt aber meine Hand dafür ins Feuer zu legen würde ich jetzt nicht 🤔
      Finde das gerade echt eine doofe Situation, das solche Wörter schon in der Grundschule fallen.
      Mit dem Jungen gab es schon im Kiga Probleme nicht nur mit meinem Sohn, leider haben wir das Pech das er in unsere Klasse gekommen ist. Naja müssen wir ja jetzt mit Leben.
      Gestern hatten wir ein Elternabend und der Lehrer meinte wenn uns irgendwas bedrückt können wir ihn gerne anrufen oder ne Mail schicken. Bin am überlegen ob ich das heute Abend mal mache. Was würdet ihr in der Situation tun?

      LG Emilia

      • (2) 05.09.18 - 15:06

        mal ansprechen, dass das grad "mode" ist .... aber Helfen tut das ja nicht...

        meine Frage derzeit ist eine ähnliche.... wie kriege ich meine Kinder dazu, diese ganzen teilweisen recht fiesen modeschimpfworte nicht mehr zu benutzen? das meiste ist einfach gewohnheit und nachgeplappert, weil das halt grad im Umfeld so arg Mode ist ....

        wie kriegt man sowas nur aus den Kindern wieder raus? ..... gute Frage.... ich hoffe auch auf Antworten hier .....

        • Bei Schimpfwörtern wie Wi.....er oder f...dich o.ä. habe ich meine Kinder gefragt, ob sie wüssten, was das überhaupt bedeutet. Das nachfolgende "Aufklärungsgespräch" war denen dann so peinlich, dass ich diese Worte nie wieder gehört habe #schein
          Andere Sachen wie Alter oder Meine Fresse oder so bekomme ich hier nur durch konsequentes Hinweisen, dass wir nicht auf dem Schulhof sind, weg. Und dass ich auch nicht der Kumpel bin, sondern die Mama. Beim Großen (15) und beim Kleinen (8) ist das auch kein Problem, nur der Mittlere (13) hat noch so seine Schwierigkeiten #schwitz

          • (4) 05.09.18 - 15:32

            naja -- mir gehts auch eigentlich um den Umgang miteinander.... -- die Spielfreunde, die Geschwister beschmipfen sich mit A...loch .... A....schf...cker und in gleicher Menge natürlich auch blöde Kuh und so ..... ----

            MIR GEGENÜBER traut sich das niemand, -- ich finde es unter Schulkollegen oder im GEschwisterstreit (8j + 10j) einfach unter aller Kanone .... und höre es halt übers Stockwerk hinweg.... (also indirekt) .....

              • (7) 05.09.18 - 16:59

                da wären wir beim Kernproblem, wenn das einfach nicht zieht?

                ich halte wenig von unsinnigen Konsequenzen wie Fernsehverbot oder sowas.... -- ich finde das furchtbar fruchtlos.... ---

                die meisten autoritären Dinge mir gegenüber usw... die werden unterlassen, wenn ich es verbiete, soweit geht meine Autorität schon ...... -- aber der Umgang "miteinander" .... --- kaum ist der nächste Tag, -- oder 2 Stunden später... hört man wieder was....

                • (8) 07.09.18 - 16:36

                  Das ist schwierig, da hast du Recht.

                  Mein Sohn hat auch so nette Worte mit aus der Schule gebracht, als Einzelkind muss ich nicht dauernd einfordern, dass wir zu Hause so nicht miteinander reden. Allerdings kommt es eben auch vor, dass unter Freunden schnell mal so rausflutscht... Auch dann gebe ich gern noch mal den freundlichen Hinweis, dass dies hier nicht geduldet ist (ich nehme meinen Sohn da nicht aus, der benutzt diese Nettigkeiten genauso)... Das hilft meistens... Ich weiß, dass das unter Geschwistern inflationärer gebraucht wird und man irgendwann einfach nur genervt ist.
                  Du hast mein Mitgefühl, einen Rat hab ich leider nicht... :-(

        (9) 05.09.18 - 16:00

        Hallo,

        ich fand dies nur in der Grundschule, besonders am Anfang der Grundschule schlimm. Das hat sich mit zunehmendem Alter wieder gegeben. Meine Teenies nutzen zwar die Jungendsprache, können sich aber ohne beleidigende Schimpfwörter artikulieren. Wie gesagt, als die Grundschulzeit rum war, trat das hier nicht mehr auf und war nicht mehr cool sie zu benutzen. Ich habe meinen Kindern aber auch strikt klar gemacht, dass ich solche Worte in meiner Gegenwart nicht dulde.

        LG

        Gehört ein Stück weit dazu und gab es immer. Die Beleidigungen haben sich nur geändert, aus der früheren Arschgeige ist heute ein Hurensohn geworden etc. Manches klingt heftiger als die Beleidigungen die in unserer Kindheit "standard" waren. Aber das was gerade so aktuell aufm Markt der Beledigungen unterwegs ist, wird auch verwendet. Natürlich zum Missfallen aller Erwachsener. Aber es gehört zur Grenzenaustestung dazu und auch zur Konfliktbewältigung unter Gleichaltrigen. 99% der Sachen sind weder erst gemeint, noch wirklich ernst zu nehmen, manche machen sich auch ein Spaß draus und steigern sich in Wortkreationen die beleidigen nur so hinein. Als wärs ein Battle, wer hat das beste Schimpfwort parrat.

        Wenn man sowas mitbekommt würde ich im gegenen Elternhaus drauf bestehen, dass sowas intern NICHT verwendet wird (draußen hab ich kein Einfluss wenn ich nicht dabei bin!). Und ab nem gewissen Alter erkläre ich auch, was die Beleidigung bedeutet. Das hat bei mir damals sehr gut geholfen. Ich hab im Streit in der 5. Klasse mal zu ner anderen Schülerin (die mich mit was anderem beleidigt hat) gesagt "Nutte"... ich hatte natürlich keine Ahnung was das ist. Hab natürlich ne Petze erwischt der ich das gesagt hatte und ein ernstes Gespräch mit meiner Mutter. Diese hat mir dann mit 10 Jahren erklärt was eine Nutte überhaupt ist und ob ich es sinnvoll finde, jemanden so zu bezeichnen, wenn das Mädel offenkundig nicht einer solchen "Beschäftigung" nachgeht. Das hab ich nie wieder bis heute nicht verwendet! Ich hatte es irgendwo aufgeschnappt und einfach verwendet.

        Kann dir im übrigen sagen, dass sich diese Verhalten nach der Pubertät im Zuge des erwachsen werdens wieder legt und verwächst. Man verwendet dann Beleidigungen nicht mehr inflationär (max. Klassiker, beim Autofahren - da fluchen selbst Erwachsene noch regelmäßig). Weil man lernt, dass das gesellschaftlich nicht toleriert wird. Und wenn man nicht vor hat ein Außenseiter zu sein/bleiben - passt man sich irgendwann an. Das kommt und geht. Ist nervig, aber gabs in unserer Kindheit/Jugend, gabs in der meiner Eltern und Großeltern. Einige Beleidigungen sterben mit der Zeit aus, einige sind Generationsübergreifend und manche sind Modeschöpfungen. Das geht von alleine wieder "raus" - die Testen sich unter gleichaltrigen aus. Vielleicht einmal gegenüber Erwachsenen und bekommen dafür einen aufm Deckel und lassen es denen gegenüber (sofern sie diese als Respektpersonen auch anerkennen). Und beim einen verwächst sich das früher beim andern später. Aber die wenigsten bleiben auf dem Niveau eines Kindes hängen. ;-)

        Ich finde es im übrigen total lächerlich, wenn Kinder wegen sowas die eigenen Eltern mit ins Boot holen, statt sich zu verteidigen oder drüber zu stehen. Nicht jeder Konflikt, nur weil Beleidigungen im Spiel sind müssen immer gleich weils ach so verwerflich ist, gepetzt werden. Zumal die Erfahrung bei mir gezeigt hat, dass Petzenkinder meist die sind die provozieren und am Ende nicht einstecken können. Ist nur sehr selten mal ne Ausnahme dabei!

        • (11) 07.09.18 - 15:09

          stimmt -- danke für Deinen langen Text...

          ich kann mich noch daran erinnern, dass meine Eltern vor 30 Jahren das wort "geil" vermutlich ebenso krass und schlimm fanden, wie ich heute die heutige Tonart und die heutigen Modeschimpfwörter.......

          tja .... jetzt bin ich auch im Zeitgeist angekommen, wie es scheint....

    (13) 05.09.18 - 15:24

    Hach ja, würde der Mutter sagen, dass du das nicht beurteilen kannst, da du nicht dabei warst und du in Zukunft nicht mehr mit Kinderkacke behelligt werden willst--solche Mütter habe ich ja gefressen. Haben selber ungezogene Gören und meinen, sie könnten sofort Theater machen, wenn das mal andersrum läuft.
    Der Lehrerin würde ich eine kurze Mail mit der Sachlage schreiben, einfach zur Kenntnis. Falls die andere Mutter auf die Idee kommt, die "Beleidigungen" an die große Glocke zu hängen.

    (14) 05.09.18 - 15:30

    Bei uns war in der 2. Klasse ebenfalls ein Wort (reimt sich auf Chicken) ganz aktuell, unser Sohn brachte das dann auch mit nach Hause und wandte es hier an... Ich habe mich dann mit ihm hingesetzt und habe ihn gefragt, ob er mir die Bedeutung des Wortes nennen kann... Konnte er natürlich nicht, er hat nur nachgesabbelt, was in der Schule geredet wurde...

    Ich habe dann mit ihm besprochen, dass ich solche Wörter hier zuhause nicht hören möchte, vor allem, weil er kleine Schwestern hat, die ja auch alles nachsprechen und weitertragen... Hat er eingesehen und fragt mittlerweile, ob er ein "aktuelles" Wort nutzen darf...

    Fuck you wäre jetzt auch nicht unbedingt das, was ich hier zuhause hören möchte... Aber gegen Alter oder Ey oder Geil habe ich nichts einzuwenden...

    LG

    • Find ich einen sehr guten Weg den du da gehst!

      Nicht alles zu verteufeln! Ein gewissen Rahmen zu geben der OK ist - heftige Dinge auch einfach erklärst warum dir das wichtig ist, dass dein Kind das gerade nicht verwenden sollte und gut ist.

      Kinder kommen find ich allgemein besser damit klar wenn nicht pauschalisiert alles Tabu ist, sondern sie einen Grauzonenbereich haben der zwar nicht so gern gesehen ist, aber akzeptiert - dann kann man mit entsprechender Erklärung auch schnell heftigere Dinge unterbinden.

      Mein Sohn ist zwar erst 2,5 aber plappert auch alles wild nach, das fängt ja auch früh an. Oder der Klassiker. Mir ist bisher noch kein 5 jähriger begegnet der nicht in Kacka-Pfurz-Witzen die sowas von unwitzig sind aufgeht. Ich weis nicht was das für ein Phänomen ist. Aber sowas fänd ich jetzt auch nicht toll, manchmal wäre ich vermutlich genervt wenn meiner damit anfange wird/würde.... aber das kommt, ist ne Phase und geht wieder. Irgendwann ist sowas auch abgelutscht und langweilig und wird wieder verworfen.

(16) 05.09.18 - 15:38

Weiß dein Sohn denn überhaupt, was es bedeutet, was der Junge zu ihm sagt? Meist erledigt sich doch sowas blitzschnell, wenn die Bedeutung erstmal klar ist.
Ich würde da erstmal abwarten und nicht allzuviel drauf geben. Ansonsten würde ich meinen Sohn ermutigen, die Lehrerin selbst anzusprechen, dann erst würde ich agieren.
VG

(17) 05.09.18 - 16:19

Hallo,

ich würde da jetzt gar kein so großes Aufhebens drum machen und darauf gar nicht reagieren. Dein Sohn wird ja in dem Sinne nicht geärgert. Wer weiß mit was die sich noch so betitulieren. Jungs in der 1. Klasse fühlen sich plötzlich groß und stark und müssen sich mit solchen Worten messen. Ich denke nicht mal, dass der andere deinen Sohn damit bewusst ärgern will. Es wird in der Schulzeit noch häufiger vorkommen, dass irgendjemand irgendetwas zu einem sagt. Für die Lehrer ist das Kindergarten. Falls du den Lehrer trotzdem davon in Kenntnis setzen willst, schreibe ihr eine Mail und schildere, dass die Kinder sich gegenseitig mit Schimpfwörtern betiteln, du von einer anderen Mutter schon angesprochen wurdest und du aber nicht weißt wer was zu wem sagt. Eventuell bittest du sie noch ein Auge darauf zu haben. Im Prinzip kennst du nur die Aussage deines Sohnes. Ob es im Kindergarten schon Probleme mit dem anderen Jungen gab tut hier nichts zu Sache. Das beweist ja nicht, dass deiner nicht anfängt oder rein gar nichts sagt. Von meinem Mittleren hätte ich auch nie erwartet, dass der mal durch ständige Schwätzerei den Unterricht stört. In der Grundschule hat er den Mund kaum auf bekommen. Während der Rowdi der Grundschulklasse nun brav dem Unterricht folgt, mutiert meiner zum Klassenkasper. Von daher würde ich nie früheres Verhalten auf eine aktuelle Situation beziehen.

LG
Michaela

(18) 05.09.18 - 22:00

Die Kraftausdrücke, die bei meinen Kindern damals üblich waren, habe ich mir schlicht verbeten mit dem Argument "so rede ich nicht mit dir und du mit mir auch nicht, ist das klar?" Es war nie wieder ein Thema, sie wollten nun wirklich nichts riskieren.
Meine Enkelin erzählte nur mal, was in ihrer Klasse so geredet wurde und wir sagten ihr, dass es vollkommen wurscht ist, wie die anderen reden, bei uns gibt es das nicht.
Wobei geil oder auch mal Sch***e nicht gleich sanktioniert wird, da das dem einen oder anderen von uns auch mal entfährt;-) Überpingelig ist keiner.
Aber alles was mit fuck und ähnlichem zu tun hast, gibts nicht....fertig.
Deinem Sohn würde ich sagen, dass er sich wegdrehen soll bei den Beschimpfungen und weggehen, dann kommt er nicht wieder in die Bredouille. Er wird lernen müssen, nicht alles nachzuquatschen, was er hört. Der Lehrer könnte ruhig mal ein Ohr darauf haben, wie die Kinder mit sich untereinander umgehen. LG Moni

(19) 06.09.18 - 09:08

Hallo,

ich würde das bei der Lehrerin ansprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr ein solchen Umgangston unter ihren Schülern gleichgültig ist.

Bei unseren Kindern gibt es das einmal pro Woche, dass die Klasse sich mit der Lehrerin zusammen setzt und über solche Probleme spricht.
Das wäre in diesem Fall nicht 'x sagt immer so und so zu mir', sondern eine allgemeine Diskussion über Beschimpfungen, z.B. was Fuck you eigentlich heißt, wie man sich fühlt, wenn jemand das zu einem sagt, warum man das zu anderen sagt und was es für Alternativen gäbe usw.

Ich weiß zumindest von der Grundschulklasse unserer Tochter, dass da von den Kindern auch Beschlüsse gefasst wurden, wie sie Dinge in Zukunft handhaben wollen und was mit Kindern passieren soll, die sich nicht daran halten. Solche Beschlüsse wurden dann von allen Kindern unterschrieben.

Ich habe den Eindruck, dass solche Gespräche viel zu einem guten Klassenklima beitragen.

Ich liebe solche Mütter übrigens auch. Das eigene Kind benimmt sich unmöglich gegenüber anderen Kindern, aber wehe der Prinz oder die Prinzessin ist mal am empfangenden Ende. #aerger

LG

Heike

(20) 06.09.18 - 11:23

Erstmal vielen Dank für eure Antworten

Ich habe dem Lehrer gestern eine Mail geschickt, mal gucken Was zurück kommt.
Mit meinem Sohn habe ich auch gesprochen das wenn der Junge solche Ausdrücke zu ihm sagt, er einfach weggehen soll. Und ich nicht möchte das er solche Wörter in den Mund nimmt weder zu Hause noch in der Schule. Ich hoffe er hat es verstanden und ignoriert das auch.
LG

Naja viele Kinder haben nicht selten ältere Geschwister die so einen "Mist" mit heim bringen. Hab damals auf ein Mädchen aufgepasst, das damals 4 Jahre alt war. Sie hat einen 6 Jahre älteren Bruder muss man dazu sagen. Wir waren am Spielplatz und ich hab mit ner Freundin zusammen auf die kleine aufgepasst und mir ihr gespielt. Auf einmal kam sie ohne Vorkommnisse auf mich zu und stand da und bezeichnete mich als "Fotze" aber vom Tonfall so, als würde sie mich mit dem richtigen Namen ansprechen nicht frech oder aufmüpfig etc. Meine Freundin und ich (damals 14) haben uns total entsetzt angeschaut. Und ich hab sie gefragt woher sie das Wort hat. Von dem Kumpel ihres Bruders der daheim auch ein und aus geht. Hab ihr dann erklärt. Dass das ein schlimmes Wort ist und sie nicht alles nachplappern soll was die "doofen" großen Jungs ihr so beibringen weil sie es total lustig fanden wenn sie Beleidigungen sagt. Und auch das sie auf gar keinen Fall Wörter nutzen darf, dessen Bedeutung sie nicht kennt! Und obs ie weis, was eine Fotze ist. Was sie logischweise mit NEIN beantwortet hat. Ich habs ihr auch nicht erklärt (nicht in dem Alter) und hab gesagt. SIEHST du kennst das Wort nicht und weist nicht was es bedeutet. Also verwendest du es in Zukunft auch nicht mehr!

Selbst Grundschüler, selbst Kindergartenkinder schnappen so schnell den größen Mist auf. Das muss nicht mal jemand in der Familie sein, das können die auch einfach von Wildfremnden aufgeschnappt haben und interessant finden. Und spielen dann Grenzen aus.

Die Kinder vom Schlag des anderen Jungen hab ich im übrigen gefressen. Hab die persönliche Erfahrung als Kind gemacht. Ich hatte in der 6. Klasse nen Klassenkameraden der krampfhaft versucht hat mich zu provozieren und mir auf dem kompletten Heimweg (der fast identisch war) hinterher lief mit dem Spruch "Fick dei Mudder... Fick dei Mudder... " etc. nach der gefühlt 1000stens Wiederholung von ihm ist mir dann auch der Kragen geplatzt und hab mich auf seine Stufe gestellt und gesagt "Fick doch selbst dei Mutter" und bin ganz schnell gelaufen weil austeilen konnt er aber einstecken nicht. Resultat. SEINE Mutter rief bei meiner Mutter an, wir durften bei denen antanzen zur Klärung. Seine Mutter war aber echt entspannt und cool drauf und weis das ihr Sohn kein Heiliger ist/war. Ich hab ihr gesagt. Das ich das nie gesagt hätte und auch gar nicht ernst gemeint habe, wenn er nicht gefühlt 100 mal aufm Heimweg mich damit genervt hätte! Und den Spruch selbst permanent in Dauerschleife gebracht hat. Ich wollte das nicht und hab mich bei ihr entschuldigt weil das nicht meine Art sei und meine Mutter mich eben nicht so erzogen hat, sowas überhaupt zu sagen (die neben mir stand und nur zuhörte). Irgendwann sei mir halt der Kragen geplatzt und ich hab den selben Spruch zurückgesagt. Antwort der Mutter war: "Ja deine Erklärung klingt viel realistischer als seine, denn er hat behauptet, du hast das völlig grundlos gesagt. Und klar ich liebe mein Sohn, aber so viele Anrufe wie ich schon hatte, was der alles anstellt, weis ich auch das er kein Lämmchen ist."

Man kann es ansprechen. Aber ich sag dir auch ehrlich. Das wird nicht viel bringen. Die sagen das weiter, nur halt penibel NICHT im Beisein von Erwachsenen.

(22) 07.09.18 - 21:11

Je mehr man Schimpfwörter verbietet desto interessanter werden sie. Ist doch mit allen strikten Verboten so. Ruhig darüber reden und aufklären ist meines Erachtens eine bessere Herangehensweise als dieses dumme altbackene "in meinem Haus nicht" etc. Okay, zuhause dann nicht, dafür draußen umso mehr, ist die Konsequenz daraus. Das Verbot macht es noch spannender. Schimpfwörter sind gängiger geworden, die Kinder sollten lernen zu verstehen, was sie genau bedeuten und was die Anwendung dieser verursachen kann. Das beleidigte Gegenüber könnte 1. es spaßig finden, 2. traurig darüber sein und den Beleidiger meiden, 3. verbal dummen Konter geben und es könnte sich so ein Streit hochschaukeln oder 4. pysischen Konter geben, d.h. zu gut deutsch: einfach mal mitten in die Fresse desjenigen hauen, der ihn/sie beleidigt hat.

Top Diskussionen anzeigen