Bei 8 jährigen Jungs einmischen oder nicht?

    • (1) 20.09.18 - 10:13

      Hallo ihr lieben,

      es geht um meinen Sohn (2. Klasse) und seine Kumpels. Als er eingeschult wurde, kannte er keinen der Jungs, hat aber sehr schnell Anschluss gefunden, was bis heute auch hält. Nun hat sich da so eine 3'er Konstellation gefunden (was ja eh immer ein bißchen schwierig ist). Alle 3 sehr starke Charaktere, wo es eben auch mal Reibereien gibt, aber sie vertragen sich sehr schnel wieder :-).

      Die Jungs sind L. G. und E. Unser Sohn ist E. Nun ist es so, dass ich schon öfter mal von der Mama von L. angeschrieben wurde, weil unser Sohn L. ausgrenzen würde, nicht immer mit L. spielen mag und eben mehr mit G. machen wolle etc. Zur Erklärung, wir als Eltern sind gut befreundet und die Jungs haben sich auch sehr häufig privat getroffen. L. spielt Fussball und seit diesem Jah unser Sohn auch. L. hat Training Di+Do und wir Mo+Mi, somit ist die Zeit für private Treffen beschränkt.

      Gestern hätten E. und G. L. wohl 2x verhauen und Schimpfwörter zu ihm gesagt. L. hätte sich nur gewährt. Unser Sohn meinte L. habe auch gehauen und eben diese Wörter gesagt #augen. Mama von G. sagt, sie hätten sich gekabbelt #kratz. Wie im Kindergarten #zitter.

      Versteht mich nicht falsch, jede Mutter glaubt erstmal ihrem Kind und keine von uns weiß wie es nun wirklich ist. Ich frage mich allerdings, inwieweit man deshalb immer gleich alles der anderen Mama erzählen muss, denn ich finde mit knapp 8 Jahren sollten sie sowas schon unter sich oder eben mit einem Lehrer/Erzieher klären.

      Wie seht ihr das? Es geht nur darum, dass sie sich mal kabbeln und auch mal nicht so schöne Wörter benutzen.Wenn sie sich richtig prügeln würden oder anspucken etc. würde ich natürlich auch was sagen und es auch richtig finden, wenn man als Mutter darüber informiert wird.

      Lg Annika

      • Ich würde mich da raushalten und es die Jungs klären lassen. Wenn ich mich jedes mal einmischen würde wenn meine Kinder mit andren Kindern Knatsch haben, hätte ich bald nichts mehr anderes zu tun. Heute streiten sie, morgen sind sie wieder beste Freunde. Ich würde nur versuchen meinem Kind beizubringen, dass man niemanden ausgrenzen soll, da man auch selbst nicht ausgegrenzt werden will. Schimpfwörter werden hier auch gesagt, ich sage dazu immer ich will das nicht hören. Dass ich es in der Schule oder im Hort nicht unter Kontrolle habe ist mir klar. Aber das denke ich wird überall gleich sein. Also ich würde nur einschreiten wenn es wirklich zu Prügelein gibt. Ansonsten nicht.

      Hallo!

      Eigentlich bin ich dafür dass Kinder das schon alleine regeln, sie müssen ja lernen mit Konflikten umzugehen 😉
      Solange es nicht aus dem Ruder läuft, die Kinder ruhig mal machen lassen...

      ABER!

      Wir hatten jetzt vor ein paar Tagen einen derben Vorfall (es gab schon öfter Ärger mit S. aber noch nie so) wo unsere Große dann seeeehr fertig war ☹️ Da bin ich dann tatsächlich zum „Angriff“ übergegangen und habe S. entsprechend gesagt was ich von ihrem Verhalten und ihrer Art wie sie Freunde behandelt halte 😠 Habe ihr für die Zukunft auch verboten nochmals bei uns vorbeizukommen oder anzurufen.
      Habe aber dann auch direkt ihre Mutter davon in Kenntnis gesetzt... was aber dort relativ egal ist, das Interesse was ihre Sprösslinge do treiben gleich 0 geht 🙄
      Hoffe nun für unsere Große, dass solche Vorfälle nicht mehr (oft) vorkommen! Zum Glück gehen sie endlich auf getrennte Schulen!

      Lg

      • Danke für deine Antwort ;-). Ja wenn es was wesentlich schlimmeres ist als sich mal zu kabbeln oder sich mal ein Schimpfwort zuzurufen, würd ich mich auch einmischen, denn dann geht es ja meist darum, das eigene Kind zu schützen, was jede Mutter tun würde. Schade immer nur, wenn die Mütter deren Kind es dann war, das so abtun.

        Also bei direkten und heftigen Auseinandersetzungen, da mische ich mich schon auch ein. Wir hatten auch mal einen Vorfall hier bei uns in der Straße, mit der Familie haben wir eigentlich keinen Kontakt, deren riesen Garten ist bei uns an der Straße, aber das Haus steht minestens 1 km weit weg. Deren Kinder (ca 10-12 jahre) standen öfter vor unserem Garten und haben Schimpfwörter gerufen wenn meine Kinder draußen waren. Zuerst habe ich nichts gesagt, da sie dann immer weg gelaufen sind. Doch irgendwann eskalierte es, wir hatten Spielbesuch, es waren 4 Kinder im Garten und von drüben kamen die 2 Jungs und riefen dauernd Arschlöcher, Arschlöcher, dumme Arschlöcher. Unsere Kinder (7 und 10) sind dann zum Zaun und haben natürlich dementsprechend zurück gerufen und irgendann als ich es mit bekommen habe ging es schon darum, dass irgendwann auch mit Stöcken gehauen wird. usw. Da ist mir der Kragen geplatz, ich bin raus aber die waren natürlich schon weg. Ich bin dann zu dem Haus, die Mutter machte auf und ich kannte sie schon vom sehen her. Sie war total überrascht zu hören was da gealufen ist, ihre Jungs waren nämlich gerade rein gekommen und lagen engelsgleich auf der Couch. Sie holte sie dann dazu und ich sagte dass ich das nicht so schön finde was da gelaufen ist und sich Nachbarn doch nicht als Arschlöcher gegenseitig beschimpfen sollten. Die Mutter wusste davon nichts und stimmte natürlich zu. Die Jungs gaben das auch zu und entschuldigten sich. Seitdem war toi toi toi alles gut und es kam nicht wieder vor. Ich denke es ist nicht falsch bei extremen Dingen das Gespräch zu suchen. Ich war auch ganz freundlich und nicht aggressiv oder so, obwohl mich das Verhalten wirklich sehr geärgert hatte. Aber im Großen und ganzen würde ich mich bei kleineren Dingen immer raushalten.

        • Danke für deine Antwort. So ist auch meine Herangehensweise. Ich mag die Mam von L. keine Frage, aber manchmal ist es mir fast ein bißchen zuviel, zumal es sich (zum Glück) um Kleinigkeiten handelt.

      Sorry das geht in meinen Augen gar nicht... hatten wir auch nur andersrum...

      So lange keine Gefahr in Verzug ist (Kind rennt auf Straße oder so) gibt es die Kinderebene und die Erwachsenenebene... Die Kinder klären das untereinander, wenn die Eltern ins Spiel kommen, dann bitte auch von Eltern zu Eltern...

      Meine Tochter ist ne Weile ziemlich blöd von der Mama von E angemacht worden, J (Meine Tochter) hat sich am Ende nicht mehr ins Dorf getraut und auch nicht in den Supermarkt wo die Mama von E arbeitet. Blöderweise kam am Ende raus, dass J tatsächlich nichts gemacht hätte und E sich (ebenfalls in einer Dreierclique) ausgeschlossenen fühlte. Daraufhin hat E Mist über J erzählt und Mama hat gespürt.

      E geht jetzt zum Glück auch auf eine andere Schule...

      LG
      Frauke

      • Ich habe S. ja nicht ständig „angemotzt“ sondern NUR dieses eine Mal und das eben sehr deutlich... ohne Bösartig sein!

        Hatte ja geschrieben dass ich grundsätzlich dafür bin, dass die Kinder ihre Konflikte selbst lösen sollten 😉 aber das Theater mit S. lief aus dem Ruder und meiner Tochter ging es schlecht und dann bin ich als Mama gefragt 🤔

        VG

Also ich finde es nicht schlimm, wenn die Kinder Zuhause was erzählen, wenn sie sich über irgend etwas ärgern.Das zeigt schon, dass das Kind Vertrauen hat, um mit seinen Eltern über alles reden zu können , ohne gleich mit Vorwürfen oder übereifriger Einmischung der Eltern rechnen zu müssen.
Meine Tochter erzählt mir Zuhause auch viel, von der Schule, über was Lustiges, sowie auch von Zickereien untereinander oder wenn sie sich eben geärgert hat etc.
Nur das ich mich als Mutter nicht bei Zickereien einmische, weder eine Mutter kontaktiere, noch das andere Kind darauf anspreche.Ich höre es mir so neutral wie möglich an, sage ihr meine Sichtweise oder Einschätzung, ob ich ihren Ärger nachvollziehen kann oder ihre eigene Reaktion zu überempfindlich sehe und rate ihr immer miteinander zu reden und es zu klären. Auch wenn von ihrer Seite eine Entschuldigung anstünde, es nicht weh tut, sondern Probleme schneller löst.
Aber es wird Kinder geben, die hoffen aus Erfahrung , dass es Mami dann eben klärt, in der Hoffnung, das die andere Mutter dann ihr Kind positiv beeinflußt.

Hallo Annika,

es liegt doch in deiner Hand, was du mit den Informationen machst. Entweder du ignorierst sie oder fragst deinen Sohn wie seine Sicht ist und entscheidest dann, ob du das Thema vertiefen willst oder aber nicht.
Natürlich sehen die Jungs das immer sehr unterschiedlich. Was für den einen einfach eine Kabbelei oder Spaß war ist für den anderen im Ergebnis eben viel mehr gewesen und das kann man durchaus thematisieren, dass es eben Grenzen gibt (2 gegen einen z.B.). Zumal auch aus Kabbeleien ganz schnell Prügeleien entstehen ….

Ich kann dir aus eigener Erfahrung mit unserem "Großen" sagen, dass "nur" Worte und Ausgrenzung für die betreffende Person genauso schlimm sind wie verprügelt zu werden. Nur hat man eben keine blauen Flecken, die jeder sieht.


VG
B

  • Hallo,

    erstmal danke für deine Antwort.

    Ich möchte das Verhalten keinesfalls entschuldigen und weiß, dass eben auch nur Worte schlimm für Kinder sein können. Es geht auch nicht darum, dass L. es zu Hause erzählt hat, sondern dass ich ehrlich gesagt manchmal doch etwas genervt bin, wenn ich wieder so eine Whatsapp bekomme, denn ich finde solche Kleinigkeiten (schubsen, mal ein böses Wort) sollten sie unter sich klären. Wenn mein Sohn dass täglich tun würde, oder es eben ausarten würde, wäre ich die letzte, die nicht eingreifen würde.

    Aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich eben manchmal nicht, soll ich jetzt reagieren ala ich rede mit E. oder soll ich es ignorieren #kratz. Denn die Mutter wartet ja meist doch auf eine Antwort.

    Lg Annika

    • Hallo Annika, ich würde einfach antworten "Danke für die Info."

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mutter auf eine "Vollzugsnachricht" wartet - es sei denn, es war was Gravierendes. Und dann besprichst du es mit Sohnemann oder auch nicht (vielleicht ober er es nicht anders regeln kann, wenn er mit L gerade nicht spielen will …).

      Freundschaften verändern sich ja auch ständig in dem Alter und ich stimme dir zu, 3er Gespanne bergen immer mehr Zündstoff … kennen wir auch.

      VG
      B

Hi,

ich habe die Erfahrung machen müssen, dass mit den meisten Eltern Schluß mit Lustig ist, wenn man deren Kinder und ihr Verhalten kritisiert. Beispiel: Mein 8jähriger war mit M. seit dem Kindergarten befreundet. M. wurde vom Verhalten immer schlimmer, aggressiver und ist zudem noch ein Angeber. Mein Sohn hatte da irgendwann keinen Bock mehr drauf und befreundete sich mit T.
M. hatte dagegen keine Freunde mehr und fing an meinen Sohn bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu schubsen und zu ärgern. Nachdem mein Sohn dann blutend von der Schule nach Hause kam, weil M. mal wieder ausgeflippt ist, habe ich M.´s Mutter angesprochen, dass sie mal mit M. über sein Verhalten sprechen soll.
Totales Drama, sie rannte sofort zur Schule, um die dort erhaltene Konsequenz für das Schlagen meines Sohnes rückgängig zu machen und guckt mich seitdem mit dem Hintern nicht mehr an (wir waren auch befreundet).
Dann kamen gottseidank die Sommerferien und seitdem lässt M. meinen Sohn in Ruhe (toitoitoi).
Was in der Schule passiert ist, sollte auch in der Schule bleiben und dort geregelt werden. Schwierig ist es, wenn sowas in der Freizeit passiert.

Hallo,
bei sowas würde ich mich auch nicht einmischen, würde da auch klar sagen, dass es zwar Kinder sind, die solche Kappeleien aber ruhig unter sich ausmachen können.
Bei konstanter Ausgrenzung, Mobbing etc. aber sehrwohl - da wäre es mir auch egal, ob die Kids 7 oder 17 sind.
VG

Ganz ehrlich?

Mein 8 Jähriger weiß, dass sich weder "gekabbelt" werden muss noch dass man andere mit Schimpfworten verletzt. Das ist einfach nur daneben und völlig unnötig.

Ich würde an Deiner Stelle eher mal die Verhaltensweisen Deines Sohnes hinterfragen und nicht die des anderen Jungen - zumal 2 gegen 1 echt unfair ist.

Meinst Du mit starkem Charakter verzogen Kids, die auf andere keine Rücksicht nehmen und sich dabei stark fühlen? Willst Du so ein Kind?

LG

  • Mein Sohn weiß das auch. Aber ich kann nicht 24 Std. daneben stehen. Und kabbeln ist für mich jetzt nicht so dramitsch, was nicht heißt, dass ich es gutheiße!

    Was die Schimpfwörter angeht, hat L. es auch gesagt, ob es stimmt weiß ich nicht. Im übrigen ist dieses kabbeln zum ersten Mal vorgekommen.

    (18) 20.09.18 - 20:47

    Ein 8-jährige junge der in Abwesenheit von Mama niemals Schimpfwörter benutzt und sich nie mit Jungs kappelt? Glaubst du an Märchen? Sorry, aber wenn es solch eine Jungen gibt, dann ist das der Einzelgänger von morgen und würde mir echt sorgen machen was mit ihm nicht stimmt.

    • (19) 20.09.18 - 22:51

      Schimpfworte benutzen und andere verbal und körperlich attackieren sind zwei verschiedene Dinge.

      Zumal die Frage danach war, wie die Mutter reagieren soll bzw ob die Kinder das allein unter sich ausmachen sollen - und da ist meine Antwort ganz klar : nein. Menschen (Kinder) die unfair behandelt werden, dürfen und sollen sich Hilfe holen.
      Wo kommen wir denn hin, wenn die Schwächeren auch noch den Mund halten sollen, weil ja alles nicht so schlimm ist und das ja nur normaler Umgang ist...

Hey
Also ich weiß nicht, haben sie ihn nun zu zweit verhauen oder haben sich alle drei "gekabbelt"?
Das wäre bei mir ein Unterschied
Wenn zwei Jungs zusammen einen dritten schlagen würde ich mich auf jeden Fall einmischen
Handgreiflichkeiten werden bei uns nicht geduldet und auch nicht unter den Tisch gekehrt
Wenn sie sich nur ankeifen und mal pfetzen oder so oder es auch mal zu kleineren kabbeleien kommt würde ich mich raus halten
Aber sobald es eben wirklich um schlagen geht oder, wie du zu Anfang schreibst, verhauen, wäre hier rum mit raus halten
LG Silke

Bei sowas gehe ich nicht mehr drauf ein. Wir haben das gleiche Problem gehabt, nur bei Mädchen (damals alle 7)... und die Kappeln sich zwar nicht aber sind mega zickig teilweise zu einander. Ich habe meiner Tochter direkt gesagt sie muss da selbst durch. Sie ist kein KITA-Kind mehr und die Zickereieb sind ja auf gleicher Augenhöhe. Also hat sie das selber zu klären. Habe ihr natürlich den Rücken gestärkt, was geht sind was eben nickt geht. Aber letztlich musste sie da selbst durch. Bei uns war das Thema in der ersten Klasse. Nun ist Ruhe reingekommen, da der Störenfried umgezogen ist und die Konstellation daher jetzt eine andere ist. Die Mädels jetzt haben verstanden dass man befreundet sein kann ohne ständig miteinander zu spielen. Aktuell ist also Ruhe und meiner Tochter ist auch ganz klar... solange es um
Zickereien geht, will ich davon nichts hören.

(22) 21.09.18 - 09:04

Hallo,

ich denke, am sinnvollsten wäre es, wenn Du Dich mal mit der Mutter von L. oder, noch besser, mit beiden Müttern triffst und Ihr die Sache durchsprecht.

Diese dämlichen WhatsApp-Nachrichten verkomplizieren die Dinge häufig nur, weil sie zu kurz und u.U. missverständlich formuliert sind.

Dass es Reibereien unter Kindern gibt, ist normal. Dass das bei Jungs auch mal körperlich wird, finde ich ebenfalls normal.
Unser Sohn (8) hat einen Freund, der ebenfalls Temperament hat. Die zwei kloppen sich auch ab und zu - und dann vertragen sie sich selbstständig wieder.
Wir Mütter wissen das, und das ist kein Problem für uns.

Aber es kann auch sein, dass es in Eurem Fall so ist, dass sich das Verhältnis der drei gewandelt hat und dass L. wirklich ausgegrenzt wird.

Ob die andere Mutter überempfindlich ist, oder ob ihr Sohn tatsächlich ausgegrenzt wird, wird sich über WhatsApp nicht klären lassen.

Wenn Dein Sohn und L. nicht mehr miteinander können, ist es vielleicht besser, wenn es wöchentlich feste Verabredungstermine für E. und L. alleine mit G. gibt, so dass sich keiner benachteiligt fühlt.
In der Schule müssen das die Lehrer oder Erzieher klären. Das sehe ich so, wie Du.

Grundsätzlich finde ich es auch besser, wenn Kinder das unter sich klären, aber manche Situationen sind so verfahren, dass sie das noch nicht schaffen.

LG

Heike

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