Ist der Schulweg Elternsache?

    • (1) 07.10.18 - 18:49

      Hallo,


      Die Frage steht schon oben.

      Ist der Schulweg eine Sache die die Eltern regeln müssen?

      Folgende Situation:

      Familie: Vater, Mutter, 2 Kinder.

      Vater ist LKW Fahrer macht Auslandstouren Sonntag Abend verlässt er die Familie und kommt Freitag Mittag / Nachmittag zurück.


      Mutter Arbeitet in Nachtschicht
      Was in der Firma bedeutet von 23 - 8 Uhr inkl Pausen. + 30-45 min Fahrtweg.


      Das bald schulpflichtige Kind wird in der Nacht von dem Bruder (19J) betreut der sich in Ausbildung befindet. Er bringt auch die das Kind um 6 Uhr in die Kita und fährt dann zur Arbeit.


      Nun das Problem das sie außerhalb wohnen und es keinen Schulbus gibt.

      Die Mutter ist nicht pünktlich zu Hause um die kleine zu bringen.
      Der Bruder nicht lange genug zu Hause um sie zu bringen.


      Nun war ein Info Abend in der Schule und die Schule sagt das Kind kann ab 7 in den Hort darf vorher aber nicht aufs Schulgelände.
      7 nutzt aber nichts da der Bruder die Kleine um 6 "loswerden" muss.

      Der Weg zur Schule sei eine Sache die die Eltern Regeln müssen.
      Ein anderer Job ist nicht möglich weil sie auf die Nachtschichtzuschläge angewiesen sind.

      Umziehen auch nicht.



      Kann die Stadt es sich wirklich so einfach machen?
      In anderen nachbarstädten gibt es kleine Busse die weiter entfernte Kinder abholen. Dort nicht. Hat mam da ein Recht drauf?

      Zur nächsten Haltestelle sind es 5.6 km Landstraße ohne Licht. Phasenweise aber mit Radfahrweg.
      Aber die kleine ist noch nicht so weit das sie das im Dunkeln bewältigt.


      Der Direktor meinte die Mutter hätre bis zur Einschulung ja noch Zeit etwas anderes zu finden. Weiß jemand ob die Schule verlangen kann das die Eltern bzw ein Elternteil den Beruf wechselt?


      Ein paar handfeste Infos wären hilfreich.

      Danke vorab und MFG

      • Das ist doch ein Scherz, oder? Unabhängig von Schulweg, du kannst ein 6jähriges Kind nicht ab 6 Uhr alleine lassen.

        Dann geht halt keine Nachtschicht. Ganz einfach

        • Nein das ist kein Scherz.

          Und ich kenne einige Schulkinder die täglich 2 Std alleine sind bis die Eltern von der Arbeit kommen.

          Wobei das Kind morgens keine 2 Std alleine wäre.
          Bis 6.30 wäre der Bruder Ja noch da, da dann die Fahrerei zur Kita wegfällt.


          Nachtschicht aufgeben ist finanziell nicht drin.

      Was hat es mit den schulbus zu tun wenn das Kind morgens nicht betreut ist... Sie müssen doch eh jemanden da haben der sich morgens um das Kind kümmert. Im Zweifel müsste diese Person das Kind dann zur Schule bringen.

      7 Uhr ist für Schule schon wirklich sehr früh, viel eher wird man keinen hort bekommen.

      Mal beim Landkreis sonst Anfragen ob die ein Taxi bezuschussen würden.

      Hier in der Gegend muss bei Grundschülern ab 2 km Weg ein Schulbuss fahren. So werden z.b. die ganzen "Feldkinder" von einem Taxi eingesammelt, weil der Bus die Felder nicht langfahren kann-die Schule kommt dafür auf, bzw. die Stadt.

      • Danke.

        Ja sowas gibt es im Nachbarort auch.

        Weißt du wo man Infos einholen kann wie weit der Schulweg zumutbar ist?
        Im Netz hab uch schon gesucht finde aber nur wiedersprüchliches, nix handfestes womit man mal vorstellig werden kann.


        Vielen Dank

        • Bei uns steht das auf der HP der Stadt wo ich wohne. Aber die Idee mit den zukünftigen Klassenkameraden ist auch gut. Wir hatten einen Klassenkameraden täglich um 7 Uhr hier und ich habe die Jungs dann um 7.30 h losgeschickt--die Mutter hätte sonst auch nicht mehr Schicht arbeiten können.

          • Würde ich NIIIIIIE eingehen, so eine Abmachung, mal als Ausnahme, klar, aber regelmäßig? Never! Was, wenn ich mal krank bin, nicht da, keine Lust auf ein weiteres Plappermäulchen......aber gut, wenn's bei euch gepasst hat und toll für die andere Mutter :-)!

            • Der Junge war total lieb und einer mehr ist hier nicht groß aufgefallen #rofl
              Aber nach 1,5 Jahren habe ich trotzdem die Brocken geschmissen...nachdem die Mutter es nicht mal für nötig befunden hat, mir frohe Weihnachten zu wünschen und am letzten Schultag vor den Ferien mit ihrem Hintern im Auto sitzen geblieben ist, hatte ich keinen Bock mehr. Hab eh schon kein Geld o.ä. verlangt, aber ab und an mal ein Dankeschön wäre dann doch ganz nett gewesen...

              • Oh, das finde ich aber auch. Mal ein Blümchen, nette Worte, mal ein Gutschein o.ä., das wäre das Mindeste gewesen! Gut, dass du da STOP gesagt hast. Oft werden Gefälligkeiten schnell zur Selbstverständlichkeit, da bin ich echt allergisch und bedanke mich da lieber einmal zuviel. Da darf man gar nicht drüber nachdenken, was die Mutter gespart hat durch dich....
                alles Gute :-)

                • Sehe ich auch so.
                  Als erstes frägt man , was oder ob man was schuldig ist für die tägliche Kurzbetreuung...sagt der andere "nichts, passt schon" lade ich ich halt wenigstens mal den Jungen hier und da mal ins Kino , Schwimmbad oder Eisessen ein oder mache der Mutter einen gefallen oder kleines Geschenk. Eben zeigen, dass man dankbar ist und sich auch Gedanken macht.

                  Im 1. Jahr hat sie mir Kekse mitgebracht zu Weihnachten und zum Geburtstag einen Strauß Blumen geschenkt. Da habe ich mich total drüber gefreut! Dann hat sie echt monatelang nur ihren Sohn rausgeworfen ohne sich mal blicken zu lassen und dann ist mir vor Weihnachten echt der Kragen geplatzt. Ich habe ihr einen Brief geschrieben und der war noch höflich--wer hat dann nach den Ferien nicht mehr gegrüßt?...sie und ihr Mann. Steckt man nicht drin in so Leuten ;-)

              Das kann ich echt nachvollziehen.

              Wir hatten auch hier ein ähnliches Arrangement mit einer befreundeten Familie. Erst wechselten die Jungs: 2 Tage bei uns, 2 bei ihnen. Und dann irgendwann kam der Freund nur noch zu uns, da ich das andere nicht mehr benötigte. Die Mutter hatte Weihnachten und am Ende des Schuljahres immer ein Dankeschönsgeschenk dabei. Oft mehr als nur eine Kleinigkeit

              LG

(16) 07.10.18 - 19:24

hi,

gibt es vielleicht eine befreundete mutter/vater mit einer klassenkameradin von der kleinen, bei denen der sohn sie um 6 uhr abliefern kann?
ansonsten können die nicht viel unternehmen. wenn die schule das nicht anbietet, bietet sie es nicht an.
ich finde das auch wenig erstrebenswert, denn sie wäre ganz sicher erstmal ne stunde alleine im frühhort. und schon total ko, wenn um 8 uhr die schule losgeht.
jetzt mit kita finde ich es schon grenzwertig.

liebe grüße

  • Ob das ginge weiß ich nicht. Der Tipp ist aber eine gute Idee. Danke.

    Das Kind kommt in eine fremde Gemeinschaft. Die Kitas im Ort öffnen erst um 7 weshalb sie in der nächst größeren Stadt in eine Kita geht. Diese Kinder kommen aber alle in eine andere Schule und sie wird mit den Kindern in deren Wohnort in eine Klasse kommen.


    Aber ich werd das mit dem Klassenkameraden mal weiter geben.


    VG

Bei uns gibt es ein Beförderungs-Busticket für die zuständige GS ab einer Entfernung ab 2km und bei der weiterführenden ab 3km.
Die Schule ist nicht verantwortlich," wie " dein Kind zur Schule kommt. Das ist Gemeinde-bzw.Stadtsache.
Auf den Länder fahren normalerweise von der Gemeinde organisierte Schulbusse und in Infrastrukrienden Gebiete, gibt es von der Gemeinde oder Städte kostenlose Schülerfahrkarten über die schule ausgehändigt.
Frag mal auf deiner Gemeinde nach, wie dein Kind befördert wird. Normalerweise machen sie die Schulbusroute so, das die gemeldeten , schulpflichtige Kinder örtlich angefahren werden.
Dass ihr beidseitig komplett kinderunfreundliche Arbeitszeiten habt, kann die Schule nichts dafür.

Hallo! Die Mutter soll mal beim Schulamt nach Unterstützung fragen.
Mein Sohn hat, weil er auf eine Förderschule ging, einen Fahrdienst gehabt. Frag mal, ob es sowas für das betreffende Kind auch wegen der schlechten Infrastruktur gäbe.

Die Schule verlangt nicht, dass die Eltern ihre Berufe aufgeben. Aber die Eltern sind dafür verantwortlich, eine angemessene Betreuung für ihr Kind zu organisieren! Und wenn die Eltern und der Bruder arbeiten sind, dann muss man eben jemand anderes finden, notfalls eine Tagesmutter.

lg

(21) 07.10.18 - 19:54

Hallo,

hier fährt ab 2 km der Schulbus. Aber der Schulbus fährt frühestens so, dass die Kinder zur 1. Unterrichtsstunde in der Schule sind. Zum Frühhort fährt hier weder Bus noch Schülertaxi. Der Frühhort ist eine Betreuung, die den Eltern angeboten wird. Busse etc. fahren nur zu den regulären Unterrichtszeiten. Es kann doch keiner was für die Arbeitszeiten der Eltern. Gibt es keine Betreuung oder eine Möglichkeit das Kind in den Hort zu bekommen, müssen die Eltern sich nach einem anderen Job umsehen. Auch dafür, dass die Familie auf die Nachtschichten der Mutter angewiesen ist, kann keiner was. Das hört sich hart an, ist aber das Leben. Eine Freundin meiner Tochter kam mal 6 Wochen morgens hierher vor der Schule. Der Vater fing um 7:00 an zu arbeiten und die Mutter war mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus. Das Mädel kam dann jeden Morgen um 6:30 Uhr zu uns. Für die 6 Wochen war es ok, ich wusste ja warum und die Zeit war absehbar. Aber ich war froh, als die 6 Wochen rum waren. Normalerweise steht meine Tochter erst kurz vor sieben auf. In der Zeit um sechs. Der komplette morgendliche Ablauf lief hier anders und es war anstrengend. Im Notfall, für begrenzte Zeit, helfe ich da gern. Aber auf Dauer kann man es keinem zumuten. Ich denke auch nicht, dass das jemand auf Dauer macht. Mal ne halbe Stunde vor der Schule ist ok, aber nicht schon zwischen sechs und halb sieben, wenn die Schule erst um acht anfängt. Irgendwas wird die Familie sich einfallen lassen müssen. Eventuell Tagschicht und Nebenjob am Wochenende wenn es knapp ist.

LG
Michaela

Also , in Niedersachsen musste meine Freundin das Kind beim Gesundheitsamt vorstellen , die haben geprüft , ob der kleine Junge den Weg mit der S-Bahn bewältigen kann , obwohl alle anderen Kinder in der gleichen Straße mit dem Sammeltaxi gefahren werden . Wenn sich die Schule und die Behörden quer stellen geh zur Zeitung oder so , mehr wird wohl nicht helfen !
Viel Glück

(23) 07.10.18 - 20:04

bei uns in der Schule gibt es ein Mädchen, dass morgens eine Stunde zu einer Tagesmutter geht, bevor es den Schulweg antritt.

Vielleicht findest Du eine andere Schulmama -- oder eine andere Tagesmutter, die hier Zwischenstation sein kann?

Hallo

JA, der Schulweg ist Sache der Eltern. Du kannst doch icht verlangen, das alles wegen den Berufen von Eltern umgestellt wird.

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