3 Klässer vergisst ständig Hausaufgaben

    • (1) 09.10.18 - 22:29

      Hallo ihr Lieben,

      Mein großer ist dieses Jahr in die 3te klasse gekommen und schon in der ersten Woche hat er angefangen ständig vergessen Hausaufgaben von der Schule mit nach Hause zu nehmen.
      Egal was ich tu und mache er schreibt seine Hausaufgaben auch nicht auf, weiß a er meistens aus dem Kopf heraus was er machen soll. Das größte Problem ist das ständig was fehlt. Mal ein Blatt, mal ein Buch oder Heft.

      Für uns sind Hausaufgaben nur noch ein streitthema. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich hoffe ihr habt Tipps.

      • Hat er denn im ersten und zweiten Schuljahr immer alles parat gehabt?
        Wenn ja, würde ich erstmal der Ursache auf den Grund gehen, warum er sich plötzlich so anders verhält.

        Zur "Symptombehandlung": Besprich mit der Lehrerin, dass dein Sohn ihr am Ende des Schultages sein Hausaufgabenheft vorzeigen muss und dann anhand der Eintragungen seine Sachen für Zuhause einpackt.

        Suche ein Gespräch mit der Lehrerin, sie wird evtl. Ratschläge bzw. Maßnahmen wissen, damit er seine HA wieder in der Schule aufschreibt.

        Meine Tochter hat auch so einen in der Klasse.. es sind immer die 2 selben Kinder die es vergessen... was ich machen würde? wenn meine Tochter es ständig vergisst.. den Klassenlehrer vorwarnen und das Kind mal auflaufen lassen..Mir wäre es zu doof wenn ich jeden Tag Muttis fragen muss was es mal wieder an Hausaufgaben zu machen ist

      • Ich würde ihn direkt wenn er ankommt abfangen, mit ihm schauen was er auf hat und falls was wichtiges fehlt, ihn postwendend noch Mal losschicken, es zu holen. Notfalls muss er sich den Schlüssel für den Raum mit dem Zeug drin organisieren. Es gibt Lehrer, Sekretariat, Hausmeister, Putzfrau. Da kann man fragen. Paar Mal gemacht....und meine denkt jetzt doch öfter 2x nach, ob sie alles hat.

        Falls das nicht geht, würde ich ihn einen Tag abholen und das gesamte Schulzeug mit nach Hause nehmen. Und dann muss er jeden Tag Tasche packen und alles mit zurück bringen. Das würde ich mit dem Klassenlehrer absprechen.

        Zu letzterem rät die Klassenlehrerin selbst kein Kindern, die es einfach nicht auf die Reihe bekommen oder es vielleicht auch mit dem Hintergrund tun sie nicht machen zu müssen.

        Bei manchen Sachen kann er auch noch Leute aus der Klasse anrufen und sich erkundigen.

        Wichtig finde ich, dass er sowas selbst machen muss. Selber laufen, selber fragen, selber anrufen. Damit er merkt, dass er dadurch nur Aufwand und Ärger hat und viel schneller mit allem fertig wäre und seins machen könnte, wenn er einfach bevor er los geht nocheinmal checkt, ob er alles hat.

        Ich würde ihn wohl auch auflaufen lassen... parallel dazu würde ich ihn selbst losschicken, um die benötigten Sachen am Nachmittag zu organisieren. Und ich würde die Mediennutzung einschränken, sprich , er vergisst was, dann gibt's an dem Tag kein tv mehr oder spielen mit Konsolen etc. Das wirkt immer erstaunlich schnell.

      • Kommt aufs Kind und die Vorgeschichte und die Absprache mit den Lehrern an!

        Es gibt so viele verschiedene unterschiedliche nicht-Hausaufgaben-Typen. Entsprechend auch verschiedene Strategien.

        - ich damals: ich kam bis zur Oberstufe ohne Hausaufgaben durch. Strichliste war eher ein Zaun. in all den Jahren musste ich einmal nachsitzen. Mehr ist nie passiert. Der kleine Abzug am Schuljahresende auf die Mitarbeitsnote hat mich nicht gestört. Mündlich war ich meistens so gut, dass das bisschen nicht viel ausgemacht hat.
        Nur wenn es eine Heftführungsnote gab, war ich betroffen. Aber auch diese machte nur einen kleinen bei den Klassenarbeiten aus.

        Bei meiner Freundin half auflaufen lassen sehr gut. Sie war sonst sehr gewissenhaft und meinte dann in einer Art Rebellion, sie könnte sich dagegen wehren. Sie ist in der Schule aufgelaufen. Die Ermahnung und nachfrage des Lehrers war ihr so peinlich (bei mir schon Gewohnheit), dass sie noch sorgsamer und gewissenhafter die Hausaufgaben machte.

        Auflaufen lassen half bei mir in anderen Bereichen. Dort, wo ich es schon konnte! Wo mich der eigene Ehrgeiz gepackt hatte. Dort, wo ich es noch nicht konnte, brachte Auflaufen lassen nur Frust, aber keine Änderung.

        - zurück schicken:
        eine Freundin hat zwei Kinder. Bei einem KInd half zurück schicken sehr gut. KInd kam an, Sachen wurden geprüft. Es fehlt was, also Fußweg zurück, um es zu holen. Trödelte das Kind auf dem Weg und die Schule war schon geschlossen, musste das Kind zu Fuß zu Freunden, bis alle Unterlagen vollständig waren.

        Wer es nicht im Kopf hat, hat es in den Beinen. Nach zwei Wochen war das Kind so schnell, dass es zumindest die Öffnungszeit der Schule noch erwischte. Nach weiteren wenigen Wochen vergaß dieses Kind nichts mehr.


        Beim anderen Kind brachte das nur Frust, Ärger, Agression (bei Kind und Mama).
        Da beide schon so festgefahren waren, half der Papa in seiner Urlaubswoche zu strukturieren. Weniger ist mehr.
        Mit Absprache der Lehrerin wurden dann kleine Schritte festgesetzt.
        Zusätzlich gab sie den Eltern Rückmeldung bzw. kontrollierte, ob die Sachen dabei sind.
        Da half zurückschicken so gar nichts. Kind war so kaputt und hatte erst nicht alles. Beim Träumen auf den Wegen wurde wieder die Hälfte vergessen und das Kind wusste beim Freund nicht mehr, warum Kind vor der Türe stand und klingeln sollte.

        Diese Schusseligkeit wurde auch besser mit der Zeit. Weniger durch "auflaufen"/noch mal laufen lassen, sondern durch die stetige, konsequente, seichte (Unterstützungs)Routine. Inzwischen ist Pubertät eingezogen und neue Aufgaben werden hier auch langfristiger eingeführt, sitzen dafür dann auch wirklich gut und alte bestehende Aufgaben funktionieren inwzischen prima ohne Hilfe von außen.

        Diese Methode dauerte länger, fruchtete aber bei diesem Kind besser. (beim anderen Kind der gleichen Familie bedeutet die längere Methode ein "Mama machts ja" :-p Dafür klappen die Hau ruck Aktionen besser.


        - bei einem Kind, das es schon gut konnte und jetzt nicht mehr, ist die Frage was los ist.
        Anderer Schlafbedarf
        Ängste
        Rebellion gegen die Routine
        Veränderungen
        Veränderungen in der Klasse
        usw.
        Da würde ich dem auf den Grund gehen und dann Stück für Stück zur Routine zurückführen und die Ursache beheben wenn möglich. Zumindest die Ursache ernst nehmen und nach Lösungen - parallel - suchen.

        • Vielen Dank für die vielen antworten.
          Er war schon in der ersten und zweiten Klasse sehr vergesslich. Da war aber die Lehrerin immer dahinter dass es zumindest im Hausaufgabenheft stand.
          Jetzt hat er eine neue Lehrerin die der Meinung ist das er sowas langsam in der dritten Klasse lernen muss.
          Ich hab ihn selber schon seine Hausaufgaben besorgen lassen. Aber er ist dann ständig bei seinem Kumpel und frägt und langsam ist es mir peinlich ihn da r0ber zu schicken.
          Nachdem er gestern wieder zwei Hausaufgaben in der Schule vergessen hatte habe ich ihn heute auflaufen lassen.
          Das Ende von Lied war das sie Lehrerin angerufen hat dass er Bauchschmerzen hat noch bevor die Hausaufgaben kontrolliert wurden.
          Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.

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