Was darf eine Schulbegleitung?

    • (1) 12.10.18 - 16:07

      Hallo zusammen,

      mein Sohn geht in die dritte Klasse und mit ihm ein autistischer Junge. Dieser hat eine Schulbegleiterin, die ihn den ganzen Tag betreut.

      Jetzt meine Frage, besagte Dame mischt sich aber auch in die Erziehung der anderen Kinder ein. Die Kinder hassen sie, sie schimpft und drängt in der Garderobe zur Eile ect. Heute war ihr mein Sohn zu langsam und sie hat alle seine Stifte ins Mäppchen geknallt und in seine Schultasche gesteckt. Dabei hat sie ihn zusätzlich noch gekratzt, was jetzt nicht so schlimm ist, nur als Info. Die Lehrerin schaut da immer grad nicht hin und die Kinder haben Angst sie zu verpetzen.

      Darf sie die anderen Kinder schimpfen ect? Oder mit Erlaubnis des Lehrers? Oder sollte sie sich nur um „ihr“ Kind kümmern? Hat da jemand Erfahrung?

      Liebe Grüße

      • In der Klasse meiner Tochter ist auch ein autistischer Junge, mit ständiger Schulbegleitung. Diese ist nur für ihn zuständig. Sicher, ich denke, wenn es an der Tisch Mal lauter wird oder so, dann sagt sie vielleicht Mal was, aber die ist nicht für andere Kinder zuständig. Wir hatten Mal einen Fall, wo eine Schulbegleitung meinte auch die anderen beaufsichtigen zu müssen, da hat die Lehrerin die Sache dann geklärt. Der Staat zahlt die Schulbegleitung, damit sie dieses eine Kind unterstützt und nicht als Hilfslehrer. Zumindest in NRW. LG

        • (3) 02.12.18 - 21:18

          Inklusion bedeutet Gleichstellung.

          Eine Schulbegleitung sollte die gleichen Rechte und Pflichten haben, wie das Lehrpersonal.

          Eine Schulbegleitung in Ihren Rechten einzuschränken ist das Gegenteil von Gleichstellung und macht deutlich, dass Sie nicht auf gleicher Augenhöhe mit den Lehrer- Innen am Schulalltag beteiligt ist.

          Im übrigen sollte sich eine Schulbegleitung keinesfalls mit Ihrem Klienten isolieren!
          So kann man Inklusionsziele sicherlich nicht umsetzen!

          Müssen Lehrer und Lehrerinnen anderer Klassen, also Jene, die in dieser Klasse nicht unterrichten, sich klassenübergreifend auch als "nicht zuständig" erklären und verhalten?

          Was ist mit dem Facility Manager. Hat der auch nichts zu melden?

          Fazit: Allein die Fragestellung von Rechten einer Schulbegleitung ist aktive Ausgrenzung!

      (4) 12.10.18 - 19:15

      Hallo,
      die Frage, was sie alles darf (in Bezug auf die anderen Kinder) ist Garn Ich the so leicht zu beantworten.
      Korrekt ist erst einmal, dass sie eigentlich ausschließlich für das eigene Kind da ist. Nun gibt es allerdings drei ganz große ABER bei der Geschichte, die vollkommen legitim sind.
      1. Gerade bei einer Autismusdiagnose des eigenen Kindes ist es unmöglich, sich ausschließlich auf das eigene Kind zu beschränken. Im Hilfeplan und Förderplan des Kindes steht garantiert mit drin, dass die Teilhabeassistentin einen großen Teil ihrer Zeit damit verbringen darf, zwischen ihrem Kind und anderen Kindern zu vermitteln. Autisten sind behinderungsbedingt sozial eher nicht so stark - daher brauchen sie da ständig Hilfe.
      2. Bei einer Inklusion ist es natürlich nicht möglich, dass das inkludierte Kind, welches auf Hilfe angewiesen ist, seine Teilhabeassistentin nicht mit einbringt. In diesem Rahmen kommt sie natürlich auch in Kontakt mit anderen Kindern.
      3. Was soll deiner Meinung nach eine erwachsene Frau machen, die in der Schule arbeitet und die alle Kinder und dort arbeitenden Personen kennt, wenn sich mal 2 Kids blutig schlagen?

      Die Teilhabeassistentin ersetzt allerdings keinen Lehrer, auch wenn das in vielen Schulen aufgrund von Lehrermangel und ständigen Fehlstunden von Lehrern so gehandhabt wird. Frag nicht wie oft ich erleben musste, dass die Klasse allein von der Teilhabeassistentin meiner Söhne betreut wurde. Klar, ich war ja auch die Einzigste, die das ab und an mal mitbekommen hat. Manchmal hat mein Sohn früh die Tabletten vergessen und dann musste er sie eben in der Schule nehmen.
      Ich kenne auch die Situation, dass die THA die Einzigste ist, die früh eben schon da ist und die Zimmer aufschließt und nachmittags ist sie die letzte, die geht - so dürfte es aber nicht sein. Ich weiß nicht, warum gedrängelt wurde. Vielleicht ist sie auch noch Begleitperson für das Taxi für das Kind...wer weiß. Definitiv muss sich die THA bei euch um Aufgaben kümmern, die nicht ihre Aufgaben sind - da wäre ich auch nicht so glücklich drüber. Ist nicht ihre Schuld. Grundsätzlich darf sie natürlich dein Kind (übrigens auch ihr Kind) NICHT so behandeln.

      Wenn alle Kinder Angst vor der Frau haben, dann tut doch was gegen sie. Die Stimme der Eltern ist der Elternbeirat. Sprecht über das Problem und dann besprecht es mit den Eltern des Kindes. Wahrscheinlich wissen sie davon gar nichts. Ihr Kind wird aus der Schule absolut nichts erzählen (können). Die Eltern können etwas gegen die Frau unternehmen. Ihr braucht wenigstens die einstimmige Aussage aller Kinder. Die Lehrerin wird froh sein, dass überhaupt eine THA da ist - so leicht findet man keine. Es könnte auch gut sein, dass nach der Frau erstmal keine THA da ist.

      • (5) 12.10.18 - 19:51

        Nun ja, der Junge ist eigentlich nicht besonders auffällig. Der neigt nur zu grobem Verhalten und das soll sie unterbinden. Die Mutter stammt aus Nigeria und behauptet nur englisch zu können, nach 5 Jahren in Deutschland... sei dahingestellt. Mit der spreche ich sicher nicht, zumal der ihre drei Kinder auch ziemlich egal sind.

        Ich denke ich spreche mit der Lehrerin? Nur mal anmerken, dass wir nicht möchten das sie sich so meinem Sohn gegenüber verhält.

        • (6) 12.10.18 - 21:59

          Der Junge ist vielleicht nicht besonders auffällig, WEIL er eine THA hat.
          Ich finde es übrigens komisch, dass du als absolut außenstehende Dritte so genau weißt, was das Kind hat, wie es sich verhält und was im Hilfeplan und Förderplan festgelegt ist. Das fällt eindeutig unter Datenschutz und bei meinen Kindern wusste das garantiert kein Mitschüler und schon mal gar nicht die Eltern der Mitschüler.

          Die Lehrerin hätte schon etwas gesagt, wenn sie es wüsste und wenn sie nicht einverstanden wäre. Aber offenbar nimmt sie es aus dem ein oder anderen Grund entweder billigend in Kauf oder sie weiß es nicht und will es nicht wissen. Sie wird definitiv nichts tun. Letztendlich kann sie das auch nicht. Eher wahrscheinlich ist, dass die THA alles leugnet oder die Lehrerin sich direkt vor die THA stellt. Da müsst ihr schon gemeinsam vorgehen —> Elternbeirat. Ansonsten wird das eher eine Selbstschussanlage.
          Die Lehrerin hat keinerlei Kontrolle über eine THA - in absolut gar keiner Funktion. Es ist absolut sinnlos zu ihr zu rennen und zu Petzen.
          Die Eltern des Kindes haben die Kontrolle, da sie die Sorgeberechtigten der Person sind, die Anspruch auf Hilfe hat. Sie können jederzeit eine andere THA bringen. Es gibt keinen Vertrag zwischen den Eltern und der THA. Die Eltern können über das PB gehen oder einen anderen Träger suchen.
          Der Schulleiter kann ebenfalls Kontrolle ausüben, da er das Hausrecht hat. Er kann der THA den Zutritt zur Schule verweigern. Das ist ein sehr oft genutztes Mittel gegen ungeliebte THA in der Schule.
          Der Träger als Arbeitgeber der THA hat natürlich ebenfalls Kontrolle. Er kann als Arbeitgeber ganz normal Ermahnungen aussprechen oder eine Kündigung.

          Du kannst die THA allenfalls bei der Polizei anzeigen, falls sie es zu heftig treibt. Aber mehr Möglichkeiten hast du nicht. Ansonsten brauchst du die Hilfe der oben genannten Personen.

          • Sind Teilhabeassistenz und I-Helfer wirklich nur unterschiedliche Begriffe für die gleiche Person?

            Die Befugnisse, die du beschreibst, haben die I-Helfer in der Klasse meiner Tochter jedenfalls nicht. Keine der beiden hat einen Schlüssel für irgendeinen Raum und sie dürfen auch nirgendwo hin, wo nicht andere Schüler (ohne Lehrer) auch hin dürften.

            Der Klassenlehrer hat die Damen ganz klar als Begleiter für die entsprechenden Kinder vorgestellt und hat lediglich gesagt, dass es okay ist, falls diese gerade nicht mit "ihrem" Kind beschäftigt sind, dass die anderen Kinder mal kurze Fragen stellen o.ä.

            Aber sie geben den Kindern keine Anweisungen (außer mal so allgemeine Sachen wie die Bitte um Ruhe) und sie sollen auch nicht ungefragt helfen.

            • Nicht ganz Teilhabeassistenz ist der offizielle Begriff. I-Helfer ist der Begriff, der sich fälschlicherweise eingebürgert hat. Ich beantrage beim Sozialamt oder beim Jugendamt eine Teilhabeassistenz zur Teilnahme am Unterricht in der Schule XYZ. Je nach Behinderung des Kindes ist die THA nun mehr oder weniger ausgebildet. Das kann ein FSJler sein, oder eine studierte Person und alle Abstufungen dazwischen. Es kann natürlich auch sein, dass das Kind eine Pflegefachkraft benötigt. Dann wäre die begleitende Person jemand vom Pflegedienst - das finanziert dann aber nicht mehr der Staat, sondern die Krankenkasse.

              Inwieweit THA sich mit anderen Kindern beschäftigen (können) hängt vom eigenen Kind ab. Eine THA hat z.B. bei Autismus unbedingt die Aufgabe das Kind in der Klassengemeinschaft zu inkludieren. Dazu gehört zwangsweise ein reger Kontakt zu allen Kindern. Die THA eines rein Körperbehinderten Kindes hat ganz andere Aufgaben. Der Kontaktaufbau und das immer wieder animieren zum gemeinsamen spielen/essen/lernen/... gehört nicht unbedingt dazu. Falls eine Pflegefachkraft das Kind begleitet, kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Die Pflegefachkraft kann ihr Kind hier natürlich keine Sekunde aus den Augen lassen, aber einen Kontakt mit anderen Kindern muss sie nicht herstellen.

              Schulbegleitung ist nicht gleich Schulbegleitung. Beim Antrag muss ich ganz genau angeben (die Schule übrigens auch) was die Schulbegleitung machen muss. Das ist in Minuten aufgeschlüsselt. Also z.B. wieviel Minuten in der Woche braucht das Kind Hilfe beim Toilettengang. Bei meinen Söhnen ist mit über 7 Stunden pro Woche der Kontakt zu Gleichaltrigen zu fördern - meine Söhne sind Autisten. Wie soll die THA das machen, wenn sie nicht selbst mit den Mitschülern in Kontakt tritt? Mein Ältester hat nur 15 Stunden seine THA - die 7 Stunden sind fast die Hälfte.

              Ob die Schule einer THA die Schlüssel anvertraut ist ihre Sache. Die Schule hat Hausrecht. Bei uns sind die THA in der Grundschule alle schon sehr viele Jahre in dort beschäftigt (über einen Träger). Ich weiß von unseren THA, dass sie jetzt ihr 4. bzw. 5. Kind übernommen haben - das sind 12 bzw. 16 Jahre durchgehend an der gleichen Schule.

              • Ach so, danke, dass du mich da aufgeklärt hast!! #pro

                In Kontakt treten dürfen die Begleiterinnen mit den anderen Kindern übrigens auch. Das wäre ja auch sonst irgendwie seltsam, sie können sich ja nicht ignorieren...
                Aber sie dürfen ihnen keine Anweisungen geben, nach dem Motto: "Du musst jetzt deine Aufgaben erledigen!", wenn ein Kind z.B. in der Gegend herumträumt. Das ist Sache des Lehrers.

                Wenn jetzt natürlich einer die ganze Zeit "ihr" Kind vollquatschen würde, darf sie dem schon was dazu sagen. Wenn meine Tochter sich durch ihren Nebenmann gestört fühlt, sagt sie dem ja auch, dass er mal die Klappe halten soll.

        (10) 12.10.18 - 22:05

        Noch etwas...
        Meine Jungs sind jetzt in der weiterführenden Schule, aber die THAs in der Grundschule wurde von allen Eltern ebenso mit Geschenken bedacht wie die Lehrer zum Abschied und die Kinder hatten die THAs selbst vor jeden Wochenende alle umarmt - die Frauen waren beliebt. Allerdings haben sie nie ausschließlich mit meinen Söhnen zu tun gehabt, obwohl zumindest mein Jüngster eine 1:1 Begleitung hatte. Die THA war auch mal bei anderen Kindern, wenn z.B. die Lehrerin ihm gerade etwas erklärt hat oder er gerade in einer Therapie war (und er hatte 7 Schulstunden pro Woche Therapien).

        Schulbegleitungen gibt es übrigens nicht nur für Autisten. Sondern auch für soziale emotionale Störungen, Kinder mit Migrationshintergrund etc.

        Davon mal abgesehen das es niemanden etwas angeht was das Kind hat.

        • Du hast prinzipiell recht.
          Allerdings bekommt man beim Jugendamt fast nur eine THA mit der Autismusdiagnose. Bei allen anderen Diagnosen muss man massiv kämpfen. Das Sozialamt ist natürlich anders.
          Ansonsten weißt du aber schon, dass Autismus unter sozial/emotional zählt, oder? Du hast die geistigen und die Körperbehinderungen vergessen in deiner Aufzählung. ;-)

          • (13) 13.10.18 - 14:24

            "Allerdings bekommt man beim Jugendamt fast nur eine THA mit der Autismusdiagnose"

            Das hat mir eine Nachbarin, die Lehrerin an einer Förderschule ist, aber mal anders erzählt.

            Dort sind die meisten Kinder, die einen I-Helfer haben, diejenigen, die eine
            extrem besch... Kindheit hatten, mit Gewalt und Vernachlässigung. Die meisten von denen sind in Pflegeeinrichtungen untergebracht.

            Nein soziale emotionale gibt es auch einzeln ohne Autismus. Das weiß ich weil ich damit arbeite.

            (15) 14.10.18 - 21:04

            Also, ich kenne eine Mutter, deren autistischer Sohn dauerhaft einen Schulbegleiter bräuchte, den ihm das Jugendamt aber seit Jahren verweigert.
            Dass der Junge ohne nicht beschulbar ist und seit Jahren nur stundenweise zu Hause unterrichtet wird, interessiert irgendwie niemanden.

            Die einzige Schulbegleiterin, die ich mal erlebt habe, war für ein Kind mit Muskelschwäche zuständig, das an Krücken ging oder im Rollstuhl saß.
            Dieses Kind kam aber so gut alleine klar, dass seine Schulbegleiterin meistens die Hilfslehrerin in der Inklusionsklasse gegeben hat, die das Mädchen besuchte.

            Irgendwelche gemeingefährliche Schläger, vor denen die anderen Kinder beschützt werden müssten, haben hier nie eine Begleitung.

            Nach welchen Kriterien die Jugendämter diese Schulbegleiter vergeben, ist mir ein Rätsel. Mit den Bedürfnissen von Kindern und Lehrern hat es aber offenbar nichts zu tun...

            • (16) 15.10.18 - 10:20

              Es Vergeben nicht nur Jugendämter Schulbegleiter. Welches Amt zuständig ist, bestimmt das Gesetz. Das Jugendamt ist ausschließlich zuständig bei seelischen Behinderungen, d.h. das Kind darf keine (nennenswerten) Körperbehinderungen oder gar eine geistige Einschränkung haben. Damit kommen nur ganz wenige Behinderungen überhaupt nur in Frage.
              Aber es stimmt, man muss, gerade beim Jugendamt, verdammt um eine Schulbegleitung kämpfen. Mein Ältester hatte bisher 3 Sachbearbeiter vom Jugendamt. Die erste Schulbegleitung wurde genehmigt, weil das Jugendamt die Bearbeitung aufgrund von Personalmangel verschwitzt hat. Ok, dazu muss man sagen, dass mein Sohn schon davor im Kiga durchgehend eine I-Kraft hatte (und da heißt das tatsächlich so). Das war also keine „Erstgenehmigung“, sondern nur ein Zuständigkeitswechsel, da ab der Einschulung eben erst die Trennung Jugendamt/Sozialamt erfolgt. In der 2. Klasse hatten wir dann eine Sachbearbeiterin zugeordnet bekommen, sozusagen die erste ... sie war eine Katastrophe. Als erstes wollte sie uns neue Fachärzte vorschreiben. Zum Glück war das während eines HPG (Lehrer, THA, Träger, Therapeuten waren ebenfalls anwesend), also getraute ich mir zu widersprechen. Dem Jugendamt zu widersprechen kann immerhin auch mal schnell im Sorgerechtsentzug enden. Ist eine böse Sache, wenn man auf die Hilfe angewiesen ist. Schon in der 2. Klasse zum Schuljahresende war das Ziel der 1. die Stunden in der 3. Klasse auf Null zu fahren - die Dame hatte meinen Sohn NIE kennengelernt. Dann sind wir während der 3. Klasse näher zur Schule gezogen - selbes Jugendamt, aber neue Sachbearbeiterin. Die Frau war ein Traum. Ich habe nie wieder eine SB kennengelernt, die so sehr auf das Kindeswohl bedacht war und wirklich sich so gut in ein behindertes Kind hineinversetzen konnte. Als erstes hat sie 3 Tage in der Schule hospitiert, mit dem Kind gesprochen, den Lehrern, der THA. Danach gab es das HPG - sie hat gleich gesagt, dass eine weitere Reduzierung der Stunden gar nicht in Frage kommt und die Stunden erhöht. Unser aktueller SB war auch gleich der Meinung, die Stunden müssen reduziert werden. Mit Kindern umgehen kann der Mann nicht, Job eindeutig verfehlt. Als er mit meinem Sohn gesprochen hat, war das ausschließlich defizitorientiert (wie dumm kann man sein, mit einem Kind, was eh schon psychische Probleme hat, geistig aber fit ist, ausschließlich über seine Probleme zu sprechen). Gerade solche Kinder gehen so schnell in Richtung Depression, das kann man doch nicht noch fördern.
              Tja, vor den Sommerferien habe ich die Nachricht erhalten dass die THA im bisherigen Umfang weiter genehmigt wird, ABER seitdem debattiert die wirtschaftliche Jugendhilfe über die Sätze (die eigentlich feststehen). Nun sind die Herbstferien vorbei und mein Sohn hat noch immer keine THA...reine Willkür.

    (17) 13.10.18 - 07:45

    Ich bin selbst Lehrer - keine Schule, die nur ansatzweise einen letzten Funken Verstand hat, wird eine Klasse alleine durch einen i-Helfer betreuen lassen. Dann könnte man es gleich sein lassen.

    Würde die Schule meine Tochter auf eine derartige Idee kommen, würde ich da sofort am selben Tag auf der Matte stehen. Und ich bin eigentlich entspannt in solchen Dingen.

    • (18) 13.10.18 - 13:47

      Ich kenne es noch aus meinen Schulzeiten, dass teilweise gar kein Lehrer da war. Klar kannst Du auf der Matte stehen...und dann? Wird deswegen die Lehrerin durch Wunderheilung gesund? Lehrermangel ist nun eher nicht ein Fehler der Schule.

      Ich finde es also deutlich besser eine Klasse durch einen THA betreuen zu lassen. Gerade weil die THA in der Klasse bekannt und allermeisten auch beliebt ist, hören die Kinder auf sie.

      Wie oft bist du denn ungeplant mal während der Unterrichtszeit in der Klasse deines Kindes gewesen?

      • (19) 13.10.18 - 14:20

        Wie bereits erwähnt - ich bin selbst Lehrer. Und das findet bei uns nicht statt und darf auch gar nicht

        • (20) 13.10.18 - 19:54

          Und was macht ihr dann wenn ihr bei 12 Klassen nur 11 anwesende Lehrer habt? Ist ja nun nicht so, als dass sich die Schule die Situation wünschen würde. Aber es gibt nun mal zahlreiche Lehrer, die keinesfalls jeden Tag von früh bis spät arbeiten. Und vor Krankheit ist niemand gefeit. Dann kommt bei den zumeist jungen Lehrerinnen der Grundschule noch dazu, dass da auch mal ein Baby kommen kann plus nachfolgende Elternzeit. In der Klasse meines Sohnes war es der Lehrerin dann Zuviel geworden und sie ist plötzlich doch in Rente gegangen. Das ist eine Schule die generell mit 2 Lehrern pro Klasse arbeitet. Eigentlich dürfte es da nicht passieren, dass plötzlich kein Lehrer da ist...es passiert aber trotzdem.

          • (21) 13.10.18 - 20:01

            Bei einer Schule, die mit 2 Lehrern pro Klasse arbeitet, müsste ja schon ÜBER die Hälfte des Kollegiums ausfallen, damit eine Klasse ganz ohne Lehrer da steht... das wäre ja schon etwas utopisch!

            Oder hab ich da gerade einen Denkfehler? Dann klär mich bitte auf...

            • (22) 13.10.18 - 20:35

              Du hast keinen Denkfehler.
              Ich habe dir aber schon oben geschrieben, was passiert ist. 12 Klassen, mehr als doppelt soviel Lehrkräfte (jedoch teilweise nur Teilzeit).
              - einer Lehrerin ging mitten im Schuljahr die Kraft aus, nach häufigen Fehlzeiten ging sie in Rente - sie hatte ohnehin schon das entsprechende Alter, wollte aber eigentlich noch 1,5 Jahre länger bleiben, es kam kein Ersatz
              - einige Lehrerinnen wurden schwanger und gingen sofort ins BV und danach Mutterschutz/Elternzeit, es kam auch hier kein Ersatz
              - im Gegenzug kam gerade eine Lehrerin aus der Elternzeit zurück
              - die Schule wurde verpflichtet die Flüchtlinge aufzunehmen und eine Klasse aufzumachen - es mussten 2 Lehrer aus anderen Klassen abgezogen werden
              - und der Rest ist spontane eigene Erkrankung/Unfall oder eben die Erkrankung eines Kindes
              - natürlich kam es immer auch zu Engpässen bei Klassenfahrten

          Bei uns werden Klassen aufgeteilt, die Schüler arbeiten in anderen Klassen dann ihre eigenen Aufgaben ab.
          Oder Klassen werden zusammengelegt - gerade in Musik unterrichte ich ab und zu zwei Klassen gleichzeitig, da geht das gut. Auch in Sport, bei ähnlichen Altersstufen.

          Aber nein, niemals wäre eine Klasse alleine!

          (25) 15.10.18 - 09:14

          Dann wird aufgeteilt oder mitbetreut. Aber auf gar keinen Fall werden hier i-Helfer mit einbezogen, weil sie dafür auch überhaupt nicht qualifiziert sind.

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