Toiletten verbot erlaubt?

    • (1) 20.10.18 - 16:21

      Bin sauer auf die Schule meiner Tochter ( 5 Klasse ), da Ihr verweigert wurde auf Toilette zu gehen.

      Folgendes ist vorgefallen : Meine Tochter musste während des Unterrichts ganz dringend auf Toilette hatte schon Bauchschmerzen (in der Pause musste sie noch nicht) , Ihre Lehrerin lies sie aber nicht, da sie in der Pause hätte gehen sollen und nun warten muss bis der Unterricht vorbei ist ( 6 std ).
      Naja leider konnte sie nicht mehr anhalten und hat sich groß in die Hose gemacht.
      Frage mich ob das normal in den Schulen ist, das Kinder nicht mehr auf die Toilette gehen dürfen ( müssen den Schlüssel bei der Lehrerin abholen ).
      Habe meiner Tochter gesagt, wenn das nochmal vorkommt, soll sie raus ins Gebüsch gehen.
      Werde mit der guten Frau beim Elternsprechtag ein nettes Wörtchen reden .
      Ist das bei euch auch so an den Schulen?

      • Schlüssel bei der Lehrkraft abholen kenne ich nicht.

        Zerstörte Toiletten und brennende Toiletten allerdings schon.
        Danach waren die renovierten Toiletten zugesperrt. Allerdings ohne die Möglichkeit einen Schlüssel zu bekommen. Die alten (überwiegend) kaputten waren nicht zugesperrt.


        Es gab auch die Regelung, dass nur zu zweit gegangen werden darf aus Sicherheitsgründen. Oder auch die Regelung an einer anderen Schule, dass nur nacheinander gegangen werden darf.

        Toilettengang komplett verweigern ist zwar ein no go.
        Andererseits frage ich mich, wie es dazu kam, dass der Schlüssel bei der Lehrkraft abgeholt werden muss!
        Ist das schulintern bei allen Lehrern so? Oder nur bei dieser einen? Wobei dann ja die Toilettenräume offen sein müssten.

        (3) 20.10.18 - 17:27

        Nein, Lehrer müssen den Kindern erlauben auf Toilette zu gehen, da es ein Grundbedürfnis ist. Kam mal im Sommer in einer Radio Reportage, wo es sich ähnlich zugetragen hat.

        ABER wenn das nochmals so vorkommt, sorry, warum geht deine Tochter nicht einfach nach vorne, sagt sie muss jetzt unbedingt aufs WC und sie braucht unbedingt den Schlüssel. Oder geht aus der Klasse und lässt sich vom Sekretariat den Schlüssel geben.

        Viele Schüler sitzen halt dann in ihrer Bank sagen nichts und leiden vor sich hin. Die Lehrerin denkt dann....war ja nicht so dringend.

        Bitte nicht bis zum Elternsprechtag warten, gleich bitte nett aber bestimmend anrufen!
        Wie gesagt, wenn deine Tochter nicht bestimmend genug war.....kann die alehrerin nicht wissen, das es wirklich dringend war. Leider gibt es viele Schüler, die solche WC Gänge gerne für eine Pause ausnutzen.

        lg
        lisa

        • (4) 20.10.18 - 21:05

          Essen & Trinken sowie Geschlechtsverkehr ist auch ein Grundbedürfnis, trotzdem hat man hier auch kein Anrecht darauf, dass während des Unterrichts auszuüben.

          • (5) 20.10.18 - 22:51

            Hallo,

            es ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern auch ein Grundrecht.

            Man darf auf Toilette. Der Lehrer darf dies nicht verbieten.

            Niemand darf gezwungen werden in die Hose zu machen. Ich rätsele, ob du das tatsächlich anders siehst.

            Das kann je nach Einzelfall sogar bis zur Strafbarkeit für den Lehrer führen.


            LG

            • (6) 21.10.18 - 07:45

              Da ich selbst Lehrer bin, weiß ich hier recht gut über die Rechtslage Bescheid. Es sollte natürlich nicht soweit kommen, dass sich jemand einnässt, aber grundsätzlich ist das möglich. Und 99,9% der Kollegen besitzen auch das nötige Fingerspitzengefühl, zu wissen, wer jetzt wirklich muss und wer nur keine Lust hat.
              Und selbst wenn jemand muss, kann er meistens noch anhalten.

              Und nur weil das ein Grundrecht ist, heißt das nicht, dass man das jederzeit und sofort ausüben darf.

              Die Religionsfreiheit ist auch ein Grundrecht (https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01/245122";) trotzdem hat niemand ein Anrecht darauf auf einmal im Unterricht anfangen zu beten und zu erwarten, dass er das machen darf. Demjenigen darf ich das natürlich auch verbieten.

              • (7) 21.10.18 - 09:42

                Hallo

                99,9%wissen also wie lange ein Kind noch aushalten kann?
                So ein Blödsinn.
                Wir sehen ja das ein Lehrer das nicht einschätzen kann.
                Ich empfinde es eher als ausüben von Macht.
                Nenne mir mal Gründe ein Kind nicht zur Toilette zu lassen

                • (8) 21.10.18 - 12:32

                  "Nenne mir mal Gründe ein Kind nicht zur Toilette zu lassen "

                  Was meinst du, wieviele Kinder einzig und alleine auf die Toilette gehen um ein bisschen dem Unterricht zu entfliehen. Wenn alle paar Minuten ein andere aufs Klo rennt, obwohl die letzte Pause erst ein paar Minuten her ist und zusätzlich sowieso alle 45 bis 90 Minuten Lehrerwechsel sprich Zeit fürs Klo ist, stört das gewaltig.

                  (9) 21.10.18 - 13:42

                  Grund 1: es stört den Unterricht.
                  Grund 2: Das Kind verpasst etwas vom Unterricht

                  • (10) 21.10.18 - 15:27

                    Ich denke nicht das ein Kind soviel verpasst das es nicht mehr mitkommt.
                    Es stört den Unterricht. Stimmt schon.
                    Zu meiner Zeit durfte man leise raus gehen.
                    Ich denke die Demütigung die das Kind erlebt hat ist schlimmer.
                    Das schert den Lehrer aber wohl nicht.
                    Das Kind hier musste in der Pause ja noch nicht das große Geschäft machen.

                    Der Unterricht ist schon gestört wenn das Kind fragt ob es gehen darf.

                    Welchen Schaden die Lehrer damit verursachen können ist ihnen wohl nicht klar.

                    • Kommt drauf an, ob dieser Schüler stetig im Unterricht aufs Klo geht oder einer der Ausnahmenfällen ist, ich denke mal, dass können viele Lehrer schon einordnen, wer stetiger Unterrichtsläufer ist und bei wem es selten vorkommt....ich hab meine Tochter 8.Klasse schon mal zu solchen Beitrag befragt, sie sagt selbst, dass viele nicht in den Pausen gehen und immer dieselben sindwas im Unterricht müssen, ihre Lehrer lassen sie zwar, aber wenn er kurz darauf nochmal fragt, sagt sie auch, es ist gleich Pause... eine ihrer Klassenkameradin postet ihren Toilettenaufenthalt sogar in ihre Instastory, trotz Handyverbot in der Schule.Meist sind die stetigen Toilettengänger im Unterricht , auch nicht gerade die Spitzenschüler
                      Das jemand sich einnässt oder einstuhlt ist ab der 5.Klasse ein sehr seltener Einzelfall, kommt eher noch in der 1.oder 2. Klasse vor, wo sich Kinder noch nicht so trauen, was zu sagen oder sich noch nicht wirklich so einschätzen können. .
                      Warum unterbinden es inzw. im Unterricht , nicht zwecks Macht, sondern eher der Drückerei einen Riegel vorzuschieben und warum gehen Schüler nicht in den Pausen, weil sie keinen Bock haben oder nie Zuhuse gelernt haben, Toiletten vorsorglich zu besuchen wenn die Chance dazu besteht. Natürlich tut mir ein Schüler leid, der durch eine Fehlentscheidung des Lehrers in so eine Misere gerät....aber da soll sich diese Familie, bei den Familien bedanken, die die Lehrer zu solchen Maßnahmen zwingen. Nicht immer jede Schuld bei Lehrern suchen , Kinder haben die Pausen zu nutzen, Eltern ihre Kinder dies zu lernen, diese Möglichkeiten zu nutzen, dann hätte der Lehrer auch zwecks weniger Unterrichtsläufer , mehr Überblick und Einzelfälle. Irgendwie denke ich, dass hier viele Eltern der Einblick fehlt, wie es im Untererricht bei 25-30 Schüler manchmal zugeht. Viele Eltern nervt es schon, wenn im Zoo Besuch zu seinem Kind beim vorbeilaufen eines WC´s sagt, gehen wir schnell zur Toilette , Kind mag nicht, aber 50m weiter sagt das Kind "ich muss auf´s Klo". Oder zuhause vor dem verlassen des Hauses, nicht mag, aber 5min. später im Auto dringend aufs Klo muss. Lehrer machen dies 6-8 Schulstunden mit stets bis zu 30 Kindern durch, weil es in der Pause nicht mag oder eben keinen Bock auf Unterricht hat.

                  (12) 22.10.18 - 05:40

                  Gott sei dank sind Sie nicht die Lehrerin meiner Tochter!
                  Wenn meine Tochter muss, und die Lehrerin lässt sie nicht, dann hat meine Tochter das Zimmer zu verlassen um aufs Klo zu gehen! Ob ihnen als Lehrkraft das zu sagt oder nicht ist für mich zweitrangig. Das zu lange anhalten von Urin, ist ein perfekter Herd für Blasenentzündungen. Also etwas Menschlichkeit würde Ihnen sicher auch gut stehen. Aber Empathie kann man nicht Lernen, und so wie sie hier schreiben haben haben sie nicht mal 1% davon in der Hosentasche stecken. Schönen Wochenstart Frau Menschlichkeit in Person!!!!

            (16) 22.10.18 - 07:54

            Hallo,

            klar ist Religion auch ein Grundrecht. Weshalb muss man das aber mitten im Unterricht ausleben und nicht danach?

            Passt das mit dem plötzlichen Toilettengang? Weil man den auch nach dem Unterricht machen kann?

            Ist das so? Ist der Beweis des in die Hose machens nicht der Gegenbeweis?

            Wenn du Lehrer bist solltest du dich Form machen.

            Solange es gut geht mit dem Verweigern des Toilettengang wirst du mit deiner Ansicht durchkommen.

            Wenn es schief geht hättest du zumindest bei mir als Elternteil ein ernstes Problem.

            LG

      (17) 21.10.18 - 11:19

      Was für ein geistreicher Vergleich#augen

      Ich bin zwar auch ein Befürworter, dass Eltern, sowie Lehrer, den Kinder lehren, dass Pausen zu Toilettengänge genutzt werden sollen, umso wenig wie möglich den Unterricht dadurch zu stören. dafür gibt es die Pausen zwecks Toilette, "Pausen"brot, Trinken und zum Durchatmen/Austoben.
      Im Berufsleben ist auch die Pause dafür da.
      Ich bin auch dafür, dass Lehrer stetige , auffällige Toilettengänge nach Bauchgefühl und Einzelfallentscheidung billigt oder unterbindet.
      Aber trotzdem zieht der Lehrer und betroffene Schüler die A....karte, bei Fehlentscheidung.
      Sei es durch wirklich dringendem Bedürfnis(Toilette) oder Unwohlbefinden wie Übelkeit, Bauchschmerzen..Magen-Darm, muss der Lehrer zugunsten des Schüler´s entscheiden.

      Sowas kann durch deutliches Besprechen , was zu tun ist, in der Klasse auch stark reduziert werden, ob es ein Notfall ist oder Drückerei. Notfalls eine Liste darüber führen, wer auffällig viel gehen möchte und das Eltern bei Blasenprobleme oder andere gesundheitlichen Defizite es den Lehrer auch wissen lassen.

      Aber im Enddefekt ist es auch Erziehungssache. Unserem Kind wurde gelehrt, bevor man aus dem Haus geht, in den Kinosaal geht oder in einem Zoo oder Park an einem WC vorbeiläuft, schnell zur Vorsorge schnell zu gehen, ob es schon notwendig ist oder nicht. Hatten in der Kiga ein Mädchen was sich stets einnässte, weil sie ja auf Aufforderung nicht musste und 5 min. später doch einnässte. War sie bei uns , schickte ich beide Zuhause angekommen erstmal auf das Klo, bevor sie in den Garten nach dem Essen gingen, schickte ich sie auf´s klo. Das Mädchen nässte nie bei uns ein. Das Mädchen war nicht zu schüchtern, aber wollte die jetzige Spielsituation nicht unterbrechen. Und das ist das Problem in der Schule, viele nutzen die Pausen nicht dafür, weil sie lieber toben oder sich austauschen möchten, aber dann muss man nicht gleich mit Anwälten drohen, wenn eine Lehrerin eine Fehlentscheidung trifft. Da hat nicht nur der Schüler daran zu nagen, sondern der Lehrer auch. Es kommt viel auf den Schüler drauf an, ob er regelmäßig und (evtl.bewußt) den Unterricht zum Toilettengang nutzt oder ob es mal eine Ausnahme ist, daraufhin wird ein Lehrer seine Entscheidung treffen.

      • (18) 21.10.18 - 17:11

        Warum soll dieser Vergleich nicht passend sein? Hier wird ja ständig damit argumentiert, dass das ein Grundrecht wäre, was man jederzeit wahrnehmen darf. Das gleiche kann man auch auf das Beten beziehen. Komischerweise wird da schief geguckt.

        • (19) 22.10.18 - 06:41

          Weil man Essen und Geschlechtsverkehr abwarten kann und kontrollierbar ohne Folgen ist...aber wenn die Blase drückt oder Überkeit herrscht, nicht auf Dauer kontrollieren kann, der Druck läßt freien Lauf.Diesen Unterschied sollte man als Lehrerin schon kennen, außer man leidet chronisch unter Ess--und Sexsucht.;-)

          • (20) 22.10.18 - 08:06

            Ich rede hier nicht von Fällen, wo es wirklich kurz vor dem Platzen ist.

            Aber wer z.B. gerade in der Pause nicht gehen wollte, weil er da lieber Fußball gespielt hat, muss nicht auf einmal so super dringend, dass er sich gleich in die Hose macht. Da hält er noch problemlos 45 Minuten durch.

            • (21) 22.10.18 - 22:46

              Hallo,

              du redest nicht von Fällen wo man kurz vor dem Platzen ist.

              Was ist denn dann mit dem Fall der TE.

              Hat die Tochter in die Hose gemacht, obwohl sie noch 45 Minuten durchgehalten hätte?#kratz

              Ich denke das diese schon vor dem Platzen war und dies auch der Grund für das in die Hose machen war. Du nicht?

              LG

        (22) 22.10.18 - 07:57

        Hallo,

        weil man problemlos auch zu einer anderen Zeit beten kann.

        Aber nicht ebenso problemlos auch zu einer anderen Zeit auf Toilette.

        LG

Okay ganz doof gelaufen, aber man weiss nicht was drum herum vor gefallen ist. Viele Schüler nutzen das als kleine Auszeit. Aufs Klo gehen während der Pause wird natürlich nicht gemacht. Das stört den Unterricht so unglaublich. Meine Schüler dürfen ohne zu fragen gehen, aber ich hole auch mal zurück, wenn Kinder meinen die Pause durch zu spielen und 2 min nach dem Klingeln abdampfen. In der Regel kennen Lehrer ihre Pappenheimer genau

Verbieten dürfen sie es eigentlich wegen eben solchen Gründen nicht, aber es ist auch nicht gängig, jedesmal im Unterricht zu gehen, dafür gibt es ja die Pausen. Auch wenn man noch nicht soooo muss, geht man trotzdem. Wenn man Zuhause das Haus verläßt, geht man zuvor ja auch schnell nochmal, um sicher zu gehen.. Aber wenn man sich so umhört, muss man sich nicht mehr wundern, dass die Lehrer inzw. genervt sind, wenn laufend irgend jemand auf ´s Klop muss, wo Unterricht stattfindet und jedesmal unterbrochen wird....vorallem werden laut Schüleraussagen , Toilettengänge bevorzugt auch gerne zum Handycheck und Drücken vom Unterricht genutzt. Eigentlich sind die Pausen zum Essen, Trinken und Toilettengang da. Ansprechen würde ich es trotzdem, zum Leid der Tochter traf sie eine gravierende Fehlentscheidung .

(25) 20.10.18 - 17:41

bis zur nächsten Pause, oooooookay.... -- der Unterricht wird so viel von nicht nötigen keine-Lust- zum Unterricht-ich-muss-mal gestört....

Aber selbst hier würde ich meinem Kind sagen: wenn es wirklich sooooo schlimm ist, dass du nicht halten kannst, dann sag es der Lehrerin noch einmal mit der Ankündigung, dass du gleich gehen wirst, weil es so schlimm ist... ---

aber bis ganz zum Ende??? noch ein paar Schulstunden lang? NEVER! ... da würde ich nicht bis zum Elternsprechtag warten, sondern auf die Pausen bestehen und dass die Kinder dort natürlich gehen dürfen...

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