Fahrradprüfung und fahren zur Schule

    • (1) 23.10.18 - 15:52

      Hallo,
      also meine Tochter geht in eine Grundschule im Nachbarort (Entfernung von zu Hause 4km , davon 3km durch den Wald), fährt üblicherweise mit dem Schulbus.
      Jetzt ist es so, dass ab April geübt wird für die Fahrradprüfung und die Kinder dafür mit dem eigenen Rad in die Schule kommen sollen.

      Es gibt zwar einen guten Radweg durch den Wald, aber mein Kind fährt trotz Übung nicht sicher, mag Radfahren nicht wirklich gerne und wir alle in der Familie nicht.
      Ich hätte Angst, sie fahren zu lassen, auch wenn alle Freunde dabei sind.
      Ich muss dann auch zur Arbeit, kann sie nicht begleiten.
      Eine Nachbarskindmutter fährt mit, aber das reicht mir wie gesagt nicht, weil sie wackelt, oft einfach absteigt und nicht weiter fährt, auch oft fällt (hat auch Wahrnehmungsprobleme, gibt also auch einen Grund dafür).

      Meine Lösung: Fahrrad am Vorabend mit dem Auto zur Schule fahren und dort anketten zum üben in der Schule.
      Aber: Meine Tochter heult und schreit, sobald wir darüber reden und möchte gar nicht zur Fahrradprüfung, hat Angst.
      Mehr als hier öfters mit ihr üben kann ich nicht. Ich versuche "es ihr positiv zu verkaufen", spätestens nach zwei Kilometern möchte sie nicht mehr weiter fahren und streikt. Sie ist noch nie gerne gefahren, nicht Laufrad welches sie schon mit einem Jahr bekam und Fahrrad hatte sie auch ab drei da und wir haben es immer wieder probiert.
      Klar, Fahrradfahren ist wichtig und gesund und gehört zur Verkehrssicherheits-Übung...aber...schaffen diese Prüfung alle Kinder? Mein Sohn war damals in Kur, der hat diese Prüfung nie gemacht.
      LG, smarti

      • Die meisten Kinder schaffen das und bis April ist noch Zeit.

        Auch wenn ihr alle Fahrrad fahren nicht mögt und jetzt der Winter kommt, würde ich mit ihr oft fahren. Nicht weit, aber ein bisschen. Und erst einmal auf Feldwegen und nicht im Ort.
        Sei Vorbild! Nimm des öfteren das Rad anstatt das Auto!

        Als Tipp: Bei jemandem, der so unsicher ist, darf das Rad keinesfalls auf Zuwachs gekauft werden. Sie MUSS sicher stehen können - auf beiden Beinen!

        (3) 23.10.18 - 16:03

        wenn es ihr wichtig ist, an diesem Tag mit dem Rad zur Schule zu fahren, warum nimmt einer der Eltern nicht einen Tag Urlaub, um sie zu begleiten, wenn es mit einer Mutter zu unsicher ist.

        Ansonsten redet mit der Schule, wenn sie körperliche Probleme hat, zu wenig Motivation und zu wenig Lehreinheiten, das sie nicht mitmachen wird.
        Was bringt ihr der Radführerschein, wenn sie ein Rad noch nicht einmal sicher im Wald führen kann, geschweige denn im Strassenverkehr.

        Bei uns gibt es übrigens auch Leihfahrräder von Mitschülern, mit denne Buskindern auch die Prüfung machen können.

        lg
        lisa

        Bis April ist doch noch so lange Zeit, dann übt ihr den Weg eben noch ein paar Mal. Wir haben ja nicht die nächsten sechs Monate Schnee und Eis und mit Jacke und Handschuhen kann man auch an einem trockenen Dezembertag Radfahren. Und wenn es wirklich nicht anders geht dann rede kurz vorher mit ihr. Jetzt schon die Pferde scheu zu machen ist doch nichts.

      • (5) 23.10.18 - 16:25

        Das ist nicht wirklich eine Prüfung. Die schafft jeder. Es ist ja eher dafür da, dass sie die Regeln kennen lernen etc.

        Ich denke, bis im Frühling kann sie schon fahren. Stellt das Rad wohin, wo sie gut alleine ran kommt und es so verfügbar ist. Geht bisschen gemeinsam fahren. Ich meine: Selbst wenn du es nicht magst: Du bist ja sicher in der Lage, mit dem Kind alle paar Tage mal in den nahen Wald zu fahren und dort was zu tun.... Einfach als übung, ohne es anzusprechen.
        Als mein Sohn zwangsläufig mit dem Rad zum Gitarrenunterricht musste, bin ich die ersten paar Mal mit und habe rasch gemerkt: Auf Quartiersstrassen ist er super, - aber Verkehrstauglich ist er nicht. Also haben wir das geübt. Brauchts halt auch...

        Ausserdem darfst du nicht unterschätzen, dass der "Gruppendruck" hoch ist. Wenn alle lachen da hin fahren, dann kriegt sie das auch gebacken und die andere Mutter guckt ja auch noch.

        Und ganz ehrlich: Wenn sie die "Prüfung" nicht schafft, passiert ja auch nichts. Bei uns müssen sie dann einfach im nächsten Jahr nochmals hin. Und wers nicht schafft, profitiert ja auch nur, wenn er nochmals gefördert wird. Radfahren ist ja schon etwas, was einem sehr hilft.

      Wenn sie solche Wahrnehmungsprobleme hat, dass sie nicht mal sicher durch einen Wald fahren kann und sie zusätzlich schon Kreischbrüllanfälle bekommt, bei dem Gedanken an die Radprüfung, dann würde ich die Angelegenheit mal mit dem Kinderarzt besprechen, ob sie dann nicht eine Befreiung bekommt.
      Hier bestehen zwar immer alle Kinder, aber es wird schon viel geübt, die Kinder fahren mit den Lehrern durch den (dörflichen) Straßenverkehr und müssen das bei der Prüfung alleine machen.

      (8) 23.10.18 - 17:21

      Man kann durch diese Prüfung nicht fallen.

      • (9) 23.10.18 - 17:39

        Bei meinem Sohn in der Klasse sind 5 Kinder durchgefallen, man kann sehr wohl durchfallen.

        • (10) 23.10.18 - 23:33

          Nein, kann man nicht. Bei uns ist das auch schriftlich und praktisch. Aber ernsthaft?! Was ist den die Konsequenz? Genau! Es gibt keine! Egal ob gut oder schlecht durchgekommen, obliegt es den Eltern ob das Kind Fahrrad fahren darf oder nicht.

          • (11) 24.10.18 - 08:12

            Bei uns durften die Kinder nicht mit dem Rad zur Schule kommen bis die Prüfung bestanden war, es gab Nachprüfen. Mein Sohn hat in der 4. Klasse die Schule gewechselt und an der neuen Schule war er erstmal der einzige der mit Rad kommen durfte weil die anderen die Prüfung noch nicht hatten. Wir wohnen in der Grossstadt und ich finde es richtig das die Schule verbietet das Kind der ohne ausreichende Kenntnisse mit dem Rad zur Schule fahren. Was sie in der Freizeit machen obliegt den Eltern ,aber ganz ehrlich wenn mein Kind nicht fahren kann lasse ich es auch nicht alleine auf den Strassenverkehr los.

            • (12) 24.10.18 - 10:00

              Oooo da habe ich mich mal mit unserer Grundschule angelegt...

              Es würde nicht gerne gesehen, dass Kinder ohne Fahrradprüfung alleine mit dem Rad zur Schule kommen.

              Ganz ehrlich? MIR EGAL! Die Rechtslageist eindeutig, die Erziehungsberechtigten entscheiden, wie das Kind zur Schule kommt, versichert ist der Schulweg auch, ebenfalls unabhängig von der Fahrradprüfung. Die Schule hat da nichts zu verbieten.

              LG
              Frauke

              • (13) 24.10.18 - 11:12

                So ist es, wenn mein Kind schon vor der Fahrradprüfung fit ist (da das Rad oft genutzt wird und die Eltern mit dem Kind üben) kann es auch schon vorher damit in die Schule fahren. Das einzige was die Schule verbieten kann, ist das Fahrrad auf das Schulgelände zu bringen und dort anzuschließen.

            (16) 24.10.18 - 11:34

            Keine Schule kann bestimmen, wie ein Schüler zur Schule kommt, egal ob zu Fuß, mit dem Einrad, Fahrrad, Heißluftballon oder krabbelnd. Die Unfallversicherung greift so oder so. Sicher kann die Schule festlegen, das Zweitklässler ihre Räder nicht auf dem Schulgelände abstellen dürfen - aber NICHT, wie der Schüler von zuhause bis zum Schultor kommt.

            (17) 24.10.18 - 11:40

            Das sagt die Schule bei uns auch, wenn ich möchte das es fährt, kann es das trotzdem. Das kann die Schule einem nicht verbieten.

            Ja, ich sehe das auch so, kann ein Kind nicht sicher Fahrrad fahren, lasse ich es nicht fahren. Das hat aber nichts mit der Fahrradprüfung der Schule zu tun.

            Das ist doch alles nur zum Üben, verdeutlichen worauf man achten muss usw. Isz einer krank, darf er deswegen ja nicht nicht Fahrrad fahren. Nachholtermine gibt es nicht... Fällt es bei einem schlecht aus, kann er ja auch nicht wiederholen. Darf derjenige dann nie Fahrrad fahren?!

            Das hat alles keinerlei wichtige Bedeutung!

            • (18) 24.10.18 - 12:22

              Genauso.

              Meine Kinder sind seit sie 4 waren bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad in den Kindergarten und später zur Schule gefahren. Nein nicht alleine, versteht sich... wir hatten lange AuPairs, die die Kinder morgens gebracht haben - und bis auf wenige Ausnahmen hatten die AuPairs keinen Führerschein. Die Kinder haben also beide recht viel Übung mit dem Rad.

              Bei meiner Tochter kam es, wie es kommen musste, pünktlich zur Fahrradprüfung hätte sie eine Gehirnerschütterung, Schulunfall, nein, nicht mit dem Rad, beim Spiel auf dem Pausenhof... Aber an der Fahrradprüfung dürfte sie nicht teilnehmen.

              Naja, sie wird wohl auch ohne groß werden... zur Not hat sie ja noch die Reifenprüfung, den Füllerführerschein, usw. Usw. Sie wird natürlich weiterhin Fahrrad fahren. Auch allein.

              LG
              Frauke

    (21) 23.10.18 - 18:03

    Also, bei uns gibt es eine schriftliche Prüfung und eine praktische im Verkehrsgarten.
    Die Durchfallquote bei der praktischen Prüfung liegt hier meist zwischen 20 und 40 %.#zitter
    Die beiden Verkehrspolizisten, die vorher (3-4 mal) praktisch unterrichten und dann die Prüfung abnehmen sind äußerst streng.

    Auch bei der schriftlichen Prüfung kann man durchfallen. Ist natürlich reine Lernsache.

    Bei uns fahren die Kinder gemeinsam mit der Lehrerin (im Bus) zum Verkehrsgarten. Dort bekommen die Kinder Leihfahrräder zum Üben und auch für die Prüfung.

    Lediglich 1 x müssen/sollen die Kinder mit dem eigenen Rad zur Schule kommen, um gemeinsam eine "Proberunde" durch den Ort zu drehen. Aber auch hier können Kinder von der Verkehrspolizei ein Fahrrad ausleihen, falls nötig.

    #winke

(25) 23.10.18 - 18:57

Klar kann man. Welchen Sinn macht eine Prüfung, wenn man sie per se besteht?

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