Kind wird gekonnt, Lehrerin unterstützt das

    • (1) 31.10.18 - 13:25

      Hallo!
      Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich vielleicht überreagiert, aber ich kann langsam nicht mehr schlafen deswegen. Es ist so:
      Mein Sohn ist diesen Sommer eingeschult worden, seitdem wird er von einem Klassenkameraden geärgert. Mit diesem Kind, nennen wir ihn L., Hätten wir im Kindergarten schon manchmal Probleme, jedoch haben die Betreuerinnen dort immer reagiert. Nun häufen sich die Vorfälle enorm.
      L. ist ein Kind, das sowohl seine eigene als auch andere Mütter mit dumme schlampe, blöde Fotze und ähnlichem tituliert (sorry für die Ausdrücke). Er schlägt, beißt, schubst und tritt meinen Sohn und fordert andere auf, es auch zu tun. Jeden Tag, ständig. Wenn mein Sohn es seiner Lehrerin sagt, tut sie bestenfalls gar nichts. Im schlechten Fall sagt sie, mein Kind hätte angefangen. L. rennt nach jeder Pause zur Lehrerin uns behauptet, mein Sohn hätte dieses oder jenes getan, meiner wird bestraft, selbst wenn andere Kinder sagen, das es anders war. Ein Beispiel: L. Beißt sich selbst und hat behauptet, es war mein Kind. Es gab mehrere Kinder, die das gesehen und auch erzählt haben, aber meiner wird trotzdem bestraft. Das kann ja gar nicht, das L. so etwas macht.
      Ich habe bereits auf dem Elternsprechtag mit der Lehrerin geredet, keine Einsicht. Sie meinte, da mein Sohn während des Unterrichts nicht still sitzen kann, könne er sich auch nicht beherrschen.
      Mein kleiner ist bestimmt auch kein Unschuldslamm und macht mal Quatsch, aber es ist mittlerweile so schlimm, das er nicht mehr zur Schule will, weil er Angst hat. In den Pausen hat er keine Zeit mehr zum spielen, er ist damit beschäftigt, sich vor L. in Sicherheit zu bringen.
      Mit L's Mutter reden, wird nichts bringen. Sie findet es normal, mit schlampe angeredet zu werden, und L. macht ja nur Spaß...(die sozialen Verhältnisse erwähne ich lieber nicht...).
      Ich weiß nun nicht mehr weiter,was kann ich tun?
      Habt ihr einen Rat?

      • Hallo,

        vielleicht mal die Betreuerinnen der Kita dazu nehmen? Die können vielleicht bestätigen, wie L. sich schon immer verhalten hat?!
        Ich drücke die Daumen.

        Wir hatten in der Grundschule auch so ein Kind, was sich auf meinen Sohn eingeschossen hatte. Aber seine Lehrerin hat das zum Glück durchschaut...

        Gruß,
        Verena

        Hallo,
        Warst du schon bei der Schulleitung?
        Du kannst das Kind auch anzeigen. Sowas geht zum Jugendamt.

        Der Gedanke der mir gerade kommt, die Lehrerin hat Angst vor der Familie des Kindes.

        Ich kenne das Problem, mir wurde gesagt, ich müsste das verstehen, der Junge hatte verschiedene Probleme.

        Ich sagte das ich es verstehe aber mein Kind schützten muss.

        Ende der Sache, ich nahm mein Kind von der Schule.

      Hallo,

      unser Sohn hat mit seiner alten Lehrerin auch das Problem, dass er aus Prinzip Schuld war, wenn es Stress unter den Kindern gab, weil unser Sohn die Lehrerin immer wieder angezickt hat und sich von ihr nichts sagen ließ.

      Da könnte man zwar sagen, dass unser Sohn in dem Fall selbst Schuld war, aber bei allen anderen Lehrern und bei den OGS-Kräften war und ist er friedlich, und ein Lehrer sollte über persönlichen Differenzen mit einem Schüler stehen, wenn es um Streitigkeiten der Schüler untereinander geht.

      Wenn nämlich ein bestimmtes Kind automatisch Schuld ist, ist das eine Steilvorlage für Mobbing. Mit XY kann man machen, was man will. Den Ärger bekommt der.

      Ihr könnt probieren, ob Ihr über einen Schulpsychologen oder über die Direktorin etwas erreicht, aber nach meiner Erfahrung, bleibt das Kind der Buhmann, wenn ein Lehrer es einmal auf dem Kieker hat.

      Falls das nicht besser wird, würde ich überlegen, die Schule oder die Klasse zu wechseln.

      Kinder, wie diesen L. gibt es überall und die bessern sich eher nicht, weil das Elternhaus nicht mitzieht. Unser Sohn hat auch so ein Exemplar in seiner neuen Klasse, aber da bekommt der den Ärger, der Schuld ist und nicht das Kind, das die Lehrerin am wenigsten leiden kann.

      LG

      Heike

      Ja, das kenne ich leider....wer sich als
      – Erstes
      – am lautesten heult
      – ein Rock an hat
      – Lieblingsschüler
      – Kind einer befreundeten Mutter
      .....

      bei der Lehrerin beschwert hat bekommt immer Recht.

      Da Lehrer im Allgemeinen auch keine Lust hat mit Mobbing auseinander zu setzen– in der Grundschule gibt es laut vieler Lehrer nur unerzogene Kinder aber keine die bewusst Mobbing betreiben – wirst du nur über die Schulleitung und zusammen mit dem Elternbeirat und Zeuge von deiner Seite, einne Schritt weiter kommen.
      Du hast die alehrerin angesprochen sie macht nichts also zum Vorgesetzten.
      Wenn hier auch nicht umgehend was passsiert, zum Schulamt gehen.

      Deinem Sohn sagen, er soll sich komplett von diesem Jungen fern halten.
      Andere Ecken im Schulhof suchen, nur noch zusammen mit seinem besten Freund die Pausen verbringen, immer in Nähe der Pausenaufsicht bleiben....oder wirklich der Lehrerin sagen, das er drin bleiben möchte, weil er Angst vor diesem Kind hat.
      Es nicht als Bestrafung deines Kindes sehen, wenn er eingeschränkt wird sondern als Schutz.

      Viel Glück
      Am besten noch einen Selbstbehauptungskurs suchen ....nicht Selbstverteidigung!

      lg
      lisa

      • (10) 31.10.18 - 15:54

        Hallo,

        ich kenne solche Situationen glücklicherweise nicht und bin bei deinen Ratschlägen.
        Aber dadurch, dass der Sohn der TE zur Zeit noch nicht gut still sitzen kann, ist das Verbringen der Pause im Klassenraum eher kontraproduktiv. Der Junge braucht Luft und Bewegung. Das wäre für mich das letzte Mittel.
        Wenn die Lehrerin tatsächlich immer den Sohn zum Buhmann macht, dann gilt es höhere Instanzen , z.B. Schulleitung, einzuschalten.

        Selbstbehauptung ist gut, aber Selbstverteidigung kann auch nicht schaden.

        VG

        • (11) 31.10.18 - 16:01

          Bei Selbstverteidigung – ist bei uns überaus beliebt – fangen die Kids sehr oft an, gleich die Fäuste als Drohung zu zeigen und das bringt nichts, da die Lehrer die körperliche Drohungen leider IMMER sehen.

          Luft und Bewegung....sicherlich aber wenn er sich selber schützen muss, muss man auch mal drauf verzichten und muss am Nachmittags ausgepowert werden. In der ersten Klasse bewegt man sich ja noch recht viel im Klassenzimmer, im Sport...
          wie auch geschrieben, mit dem besten Freund die Pausen verbingen, sozusagen sei Schutzschild, da kann er sich ja sonst auch bewegen.

      "Ja, das kenne ich leider....wer sich als
      – Erstes
      – am lautesten heult
      – ein Rock an hat
      – Lieblingsschüler
      – Kind einer befreundeten Mutter"

      Wie recht Du hast!
      Meine Kinder haben von Klein auf gelernt, Konflikte selbst zu lösen. Da habe ich darauf geachtet, aber auch der Kindergarten. Die Große ist mittlerweile in der 4. Klasse und beschwert sich immer wieder, dass andere Kinder sie ärgern. Wenn ich ihr Ratschläge gebe, wie sie sich (natürlich verbal) wehren könnte, sagt sie mir: "Ne, das mach ich lieber nicht! ... geht dann zur Lehrerin, und dann bekomm ich von der auch noch Ärger!"
      Und der Kleine geht in die erste Klasse und hat schon die gleichen Erfahrungen gemacht.
      Ich finde das ehrlich gesagt schlimm. Wenn Kinder wegen einer Kleinigkeit zum Lehrer rennen und das andere Kinder dann Ärger bekommt, obwohl es sich nur gewehrt hat, läuft doch irgend etwas falsch. Als ich zur Schule ging, haben die Lehrer durchaus deutlich gemacht, dass sie Petzen gar nicht schätzen. Was soll ich meinen Kindern jetzt raten? Dass sie auch lieber direkt zum Lehrer laufen sollen, wenn irgend etwas ist? Abgesehen davon, dass sie das nie tun würden - wie sollen sie so lernen, Konflikte zu lösen? Wollen wir wirklich eine Gesellschaft, wo mündige Menschen immer höhere Instanzen einschalten, wenn irgendwelche Konflikte entstehen?
      Neulich hatte meine Tochter im Sportunterricht einen Disput mit einer MItschülerin, weil die ihr anscheinend mit Absicht auf den Fuß getreten ist. Die Mädchen haben kurz gestritten und sich dann geeinigt - Fazit: Beide Kinder haben eine Strafarbeit bekommen. Wäre meine Tochter zum Lehrer gegangen und hätte gepetzt, so hätte sie vermutlich keine Strafarbeit machen müssen, wäre das der bessere Weg gewesen?

      LG

Vielen Dank für eure Tipps! Ich werde am Freitag noch einmal das Gespräch mit der Lehrerin suchen, sie ist noch jung und kennt die Kinder ja auch erst seit 6-7 Wochen. Wenn das nichts bringt, werde ich die Sozialarbeiterin einschalten und die Schulleitung. Danke für eure Hilfe!

  • Rede erstmal nochmal mit der Lehrein, kommt nichts dabei raus, dann sich an den Schulpsychlogen wenden, schildert in die Vorkommnisse, die Schuldzuweisungen (auch der Lehrerin) und das bekannte Verhalten vom Schüler L, , der nimmt jedes Einzelproblem an und wird evtl. auch die Pausen nutzen, um das Geschehen vor Ort zu beobachten. Sollte dein Sohn in Recht sein, wird sich der Schulpsychologe sich mit euer Einverständnis , auch mit der Lehrerin darüber austauschen. Der Schulpsychologe wird innerhalb der Schule, eher eure beste Verbundene sein.

    • Nicht jede Schule hat einen eigenen Schulpsychologen....bei uns ist einer für 20 Std/Woche tätig , für vier Schulen. Er kümmert sich eher um die Teenager, in der Grundschule wird er kaum gesehen, das wird dann eher an die Lehrer abgegeben.
      Er hat auch kaum die Zeit, Kinder mehrfach zu begleiten, zu beobachten, etc.

      Schön, wenn die TE Glück hat.

      lg
      lisa

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