Wechsel von Gymi auf Real, wer hats gemacht?

    • (1) 10.11.18 - 12:11

      Hallo, meine Frage richtet sich an alle Eltern, deren Kind relativ früh von Gymi auf Real gewechselt haben. Meine Tochter ist derzeit auf dem Gymi in der 5. Klasse. Seit August. Wir haben bisher alles Noten von 1-4 durch und sie sagt, dass sie sich eigentlich ganz wohl dort fühlt. Ich merke aber immer mehr, dass sie das ganze lernen und sämtliche Projekte/Präsentationen überfordert. Sie ist nur noch am Lernen bzw vorbereiten, sogar das Wochenende verbringt sie fast ausschließlich mit lernen bzw Vorbereitung von Präsentationen/Arbeiten. Sie hat nur etwa alle 2 Wochen einmal Zeit um sich mit ner Freundin zu treffen. Das Einzige, was sie sonst noch macht, ist Ihr Hobby Fußballspielen. Aber selbst an den 2 Trainingstagen sitzt sie bzw wir teilweise noch nach dem Training da uns machen Schulkram. Ich finde das alles viel zu viel. Ihre Schwester geht ebenfalls aufs Gymi, sie hat deutlich weniger Hausaufgaben auf und muss deutlich weniger vorbereiten. Liegt evtl. also auch an den Lehrern...Ich glaube, mir wäre wohler, wenn sie erst mal auf die Realschule geht und später (nach der 10.) dann entscheidet ob sie doch noch Abi machen möchte. Hat jemand von euch diesen Schritt gewagt? War der Schritt für euch richtig?

      Gruß Sammy

      • Hi,

        der Mittlere ist nach der 5. Klasse vom Gym runter und auf die Gesamtschule gewechselt.
        Er hatte heftige Migräne und der Stress war zuviel für ihn. Die Noten gingen, waren aber auch nicht wirklich gut. Der Große ist auf dem gleichen Gym und daher hatte ich den Vergleich.
        Irgendwann hat er dann alles verweigert, die Hausaufgaben nicht mehr gemacht und uns Einträge verschwiegen. Er wollte dann auch den Wechsel selber, zudem er auf der Gesamtschule einige Kinder kannte.
        Er ist jetzt in der 8. Klasse und ein richtig glückliches Kind!

        lg

        (3) 10.11.18 - 12:20

        Wem ist das zuviel, Dir oder deiner Tochter. Verstehe dein Drängen und Frage nicht. 1-4 ist doch normal und das was gemacht werden muss auch. Ansonsten empfehle ich Mittelschule, viel Freizeit und nix zu tun. Ist es das was du möchtest?

        Sie hat doch ihr Hobby Fußball wie du schreibst, also passt doch alles.

        Was hat ein 14 tägiges Treffen mit ihrer Freundin damit zu tun die Schule zu wechseln?

        • klar sind Noten zwischen 1und4 gut. Aber für welchen Preis? Ich finde es nicht toll, wenn ein 10-jähriges Kind den halben Tag in der Schule sitzt, um dann am restlichen Tag nur für die Schule da zu sein..... Es geht immerhin noch um ein Kind #schmoll
          Und man muss es ja auch auf die Lange sicht sehen... das ist erst die 5. Klasse....wie sehen denn erst die restlichen Jahre aus, wenn das jetzt schon so losgeht?
          Ich glaube, da ist es echt eine Frage der Zeit, wenn das Kind anfängt keine Lust mehr zu haben... Und ein 14tägiges Treffen mit Freunden finde ich sehr, sehr traurig... Kinder brauchen soziale Kontakte und das nicht nur alle 2 Wochen....Und nur Fussball bringts da auch nicht... da rennt man aufm Platz rum und hat auch nicht die Zeit um mit Freunden einfach mal nur zu quatschen...

          An die TE:
          Ich würde versuchen das Jahr noch zu machen... mitten drin zu wechseln ist meist nicht so toll... Und ihr habt noch ein wenig zeit um zu schauen, ob es tatsächlich so zeitintensiv bleibt... oder wie sie sich entwickelt... Es kann ja auc htatsächlich sein, das sie sich trotz alledem wohlfühlt...

          LG
          Mone

      Die Freundin meiner Tochter wechselte von Gym auf die Real, aber erst nach den Winterferien im HJ der 6.Klasse. War aber bereits schon in der 5.Klasse versetzungsgefährdet. Jetzt nach der 7.Klasse Real, hat sie die 7.Klasse nochmals wiederholt.
      Eurer Stelle würde ich erst mal ein Gespräch mit der Klassenleitung und Fachlehrer suchen.
      Wenn ihr zu einen Wechsel hinblickt, dann umso eher, desto besser, aber auf der Realschule wird ihr auch nichts geschenkt, da in der 5.+6.Klasse noch kein großer Unterschied des Lehrplanes ist..Ausser ein paar Vokabeln mehr und dann in der 6.Klasse 2. Fremdsprache.Es liegt ja nicht am Gym, dass deine Tochter soviel in der Freizeit lernen, sondern deine Tochter muss für sich soviel lernen um damit am Ball zu bleiben.

    • (7) 10.11.18 - 13:33

      Hallo!

      Deine Tochter fühlt sich wohl, nur ist sie noch nicht strukturiert genug, um ihre Aufgaben in weniger Zeit zu bewältigen.

      Da fehlt es eher an Lerntechniken. Ganz ohne Lernen kommt sie in der Realschule auch nicht zurecht, so viel leichter ist das auch nicht.

      Nach der Realschule noch das Abi machen erfordert sehr viel Nachlernen, gerade auch Lerntechniken und Präsentationen, wo ihr dann aber die Übung fehlt, während alle ihre Freunde von der Realschule schon in der Ausbildung sind und Geld verdienen. Noch dazu verliert sie Zeit. Und sollte sie dann noch studieren wollen fehlt ihr erst recht die Übung in Präsentationen und Lerntechniken.

      Wirklich, setz am richtigen Punkt an, wenn man wirklich strukturiert ist, geht Lernen ganz leicht und auch Präsentationen gehen leichter von der Hand.

      • Unsere Schule beinhaltet Gym und Real. Da wird immer auf der HP nach Jahrgangs-Abschluss Preis gegeben welcher Abschlussnotendurchschnitt erreicht wurde und der Weg danach. Da gehen von der Real, ca. meist 20-25 % der Schüler in die 10. Einführungsklasse auf das Gym, ca. 35% auf die FOS und ca. 40-45% starten eine Ausbildung. Also meist über die Hälfte der Abgänger , gehen einen weiteren Schullweg.

        • Das ist bei Dir ja auch eine Ausnahmesituation weil es eine integrierte Schule ist. Bei einer reinen Realschule gehen danach 80% in die Ausbildung und die wenigen anderen verteilen sich auf verschiedene Schulen. Da ist die Hemmschwelle doch höher sich dem Ganzen alleine zu stellen.

          • (10) 10.11.18 - 21:20

            An der Realschule meines Sohnes schaffen nahezu 70% die Quali für das Abi und ein großer Prozentsatz macht es dann auch😉

            (11) 11.11.18 - 13:34

            Bei uns ist das auch auf jeder Realschule so, und das sind alles keine integrierten Schulen.
            Kommt vielleicht aber auch aufs Bundesland an...

            Natürlich "verlieren" die Schüler ein Jahr gegenüber den Schülern vom G8, und wenn sie allg Abi machen wollen, müssen sie eine zweite Fremdsprache nachlernen, sofern sie nicht im Sprachzweig waren.
            Aber viele Gym bieten bei uns spezielle Übertrittsklassen für RS-Abgänger an, und an der FOS lässt sich ja auch Fachabi oder allg Abi machen. Und dort sind ehemalige RS-Schüler in der Überzahl.

    Ich selber habe damals vom Gymnasium auf die Realschule gewechselt. Das war vom Unterrichtsstoff nicht wirklich leichter, aber das "drumrum" war besser. Zumal die zweite Fremdsprache nicht versetzungswirksam ist. Das wäre auf dem Gymnaslium mein persönlicher "Genickbruch" gewesen.

    Und ja, ich habe ich zwei Studiengänge (Maschbau und Soz.päd) abgeschlossen.
    Geht also...

    Kinder, die ich kenne, die gwechselt haben, waren nach dem Wechsel viel fröhlicher und lockerer als zu Gymnasiumzeiten.
    Also von mir gibt es ein: mach das.

    (13) 10.11.18 - 14:55

    Alternativ auf eine Gesamtschule, dort hat man auch eine Oberstufe und sie kann, bei Vorliegen der Voraussetzungen, direkt übergehen.

    (14) 10.11.18 - 17:27

    Kenne zwei Jungs, die das machten. Beide erwachsen und nun in guten Berufen. Einer machte noch Fachabitur nach der MR, der andere ging ab und machte eine Ausbildung - und verdient sich nun bei Daimler dumm und dämlich. :-)
    Meine Enkelin geht in die 6. Klasse einer Privatschule; in der Orientierungsstufe kann sie sich Ende der 6. entscheiden, wie sie weitermacht, derzeit hat sie den Gymistoff. Sie wird zu 90% mit Realschule weitermachen. Sie muss für ihre Erfolge auch sehr viel lernen und Mathe-Genies sind leider in unserer Famiie nicht vetreten;-) Ist ja noch Zeit, aber ich denke nicht, dass sie mit Gymi weitermacht. Sollte sie es nach der MR wollen, bietet die Schule auch eine "Aufsetzer"-Stufe an. Sie hat alle Möglichkeiten. LG Moni

    (15) 10.11.18 - 19:03

    Hi,
    bei uns haben einige Mitschüler gewechselt. Laut Eltern geht es ihnen sehr gut auf der Realschule, schreiben nur noch 1er (#schein) . es ist halt ein anderes lernen, es wird mehr wiederholt und mehr Übungsaufgaben gemacht.
    Bei uns in der Stast ist es normal, das gute Realschüler auf Die FOS gehen und dort ihr Abi machen. Eine handvoll Kids gehen nach der Real wieder zurück aufs Gym.

    Mittelschulen sind hier eher Hauptschulen, die unbenannt worden sind, der Ruf ist leider auch nicht besser.

    lg
    lisa

    (16) 10.11.18 - 20:15

    Hallo,

    ich weiß von unserer Tochter (6. Klasse Gymnasium), dass die Klasse sich bei den Lehrern meldet, wenn sie insgesamt zu viele Hausaufgaben auf bekommen, damit das gekürzt wird. Die Lehrer sehen ja nicht, was in anderen Fächern abläuft und können das daher schlecht einschätzen.
    Das funktioniert normalerweise auch, spätestens, wenn sie die Klassenlehrerin einschalten.

    Wenn Deine Tochter viel mehr auf hat, als die große Schwester, würde ich als erstes mit der Klassenlehrerin sprechen, bevor ich das Kind auf eine andere Schule schicke.
    Abgesehen davon wechseln die Lehrer ja recht häufig auf den weiterführenden Schulen. Vielleicht sieht es in der Klasse Deiner Tochter in einem Jahr ganz anders mit den Aufgaben aus.
    Von den Noten her klingt es für mich nicht, als sei Deine Tochter auf dem Gymnasium falsch und wohl fühlt sie sich ja anscheinend auch.

    Wer weiß, wie es auf der Realschule läuft.

    Wir haben aktuell im Bekanntenkreis drei Freundinnen/gute Bekannte unserer Tochter aus Grundschulzeiten, die an ihren weiterführenden Schulen keinen Anschluss in der Klasse finden, bzw. sogar gemobbt werden.
    An manchen Realschulen oder Gesamtschulen hier in der Ecke gibt es sehr viele verhaltensauffällige Kinder. Das will man vielleicht auch nicht...

    LG

    Heike

    • (17) 10.11.18 - 20:21

      Verhaltensauffällige gibt es auf dem Gym auch genügend, meist die wo von den Eltern zu viel Druck erhalten oder hochbegabtere die stets den Unterricht aus Langeweile stören

(18) 11.11.18 - 09:17

Ich selbst bin nach der 9. vom Gymi auf die Realschule und fand es DEUTLICH einfacher (Bayern).
Habe meinen Realschulabschluss gemacht, dann eine Ausbildung begonnen.
Nach der Ausbildung habe ich mein Abitur nachgeholt und dann studiert.
Hat zwar alles länger gedauert, dafür habe ich mir viel Stress gespart und weil ich in der Berufsoberschule auf Grund des höheren Alters wesentlich mehr Motivation hatte, war auch das Abi sicherlich wesentlich besser, als wenn ich es regulär auf dem Gymi gemacht hätte.

(19) 11.11.18 - 10:35

Es geht nicht darum ob Du Duch wohl fühlst, sondern was Deine Tochter will. Sie ist kein fünf mehr.
Habt ihr gemeinsam mal nach Lösungen gesucht, die da heißen - sich besser zu organisieren , mit dem Lehrern und vor allem erstmal mit dem Elternsprecher reden.
Akzeptieren, dass kein Mensch sich später für die Noten in der fünften KLasse interessiert.
Was ist, wenn sich deine Tochter auf der Realschule nicht wogl fühlt, gehts dann zu Hauptschule - ich finde Du gehst hier absolut den falschen Weg.

(20) 11.11.18 - 10:56

Hallo sammy7,
ich glaube, so allgemein kann man die Frage nicht beantworten, es kommt soch sehr auf die Schule an.
Eines meiner Kinder ging auf die integrierte Gesamtschule, die hatte einen schlechten Ruf. Aber, siehe da, mein Nachwuchs hatte Glück, bekam wohlmeinende, engagierte Lehrer. Später wurde aufgeteilt in A,B,C Kurse, die A Kurse waren für die späteren Gymnasiasten, C Kurs für die Hauptschule, B Kurs für Realschule oder, bei Eignung, fürs Gymnasium. Die Lehrer für die B Kurse waren, nach meinem Empfinden, besser als die für die A Kurse, wo mächtig Druck ausgeübt wurde, man wollte ja aufs Gymnasium. Wir waren im B Kurs.

Bei uns ging es dann nach der 10. Klasse aufs Gymnasium, die Klasse war aus A und B Kurs Schülern zusammengestellt. Es gab praktisch keine Unterschiede im Stoffwissen zwischen den A und B Kurs Besuchern, auch im weiteren Verlauf kaum Leistungsunterschiede.

Die Besucher des B Kurses hatten eine wesentlich schönere Schulzeit bis zur 10. Klasse, weil der Leistungsdruck nicht so ausgeprägt war, das Abitur haben alle geschafft.

Bei uns hat es also bestens geklappt, aber, wie geschrieben, es kommt auf die Lehrer an, da kann man eben Glück oder Pech haben.

Wenn mein Kind sich nicht wohl gefühlt hätte auf dem Gymnasium, hätte ich es runter genommen. Man hat ja heute so viele Möglichkeiten, Abi oder Fachhochschulreife nachzuholen, da ist es kein Beinbruch, wenn nicht gleich Abi gemacht wird. Voraussetzung ist aber immer, dass das Kind leistungsbereit und intellegent genug ist.

Alles Gute für Deine Tochter
Gruss Bernd

(21) 11.11.18 - 13:50

Hallo,

meine Tochter ist im Sommer vom Gymi auf die Gesamtschule gewechselt.
Der Preis war, dass sie mangels Plätzen in der 7. Klasse jetzt freiwillig die 6. Klasse wiederholt.
Ich habe jetzt ein glückliches entspanntes Kind, welches nicht dauernd paukt und keine Angst mehr vor arbeiten hat.

Die fünf auf dem Gymi ging noch, in der sechs lagen die Nerven nur noch blank und Klassenarbeiten wurden mit vier oder fünf abgeliefert obwohl der Stoff saß. Es war nur noch eine Katastrophe, letztlich hat sie die Erprobungsstufe wegen einer fünf in Deutsch nicht geschafft....der Ausgleich hätte klappen können, aber im letztem Durchgang hat sie alles zerschossen und die sichere drei in Mathe und Franz hatte sich damit erledigt.

Jetzt steht sie aktuell in Deutsch und Spanisch 1 und ist Mega glücklich, denn auch die anderen Fächer klappen und sie traut sich wieder mündlich mitzumachen.

Sie wollte auch erst wegen ihren Freunden bleiben und ist jetzt aber glücklich es nicht gemacht zu haben.

Der große Bruder ist ebenfalls auf dem selben Gym und sieht alles entspannt, die Noten sind naja , aber wer gar nichts tut....

Ich denke jedes Kind wechselt den Druck anders und wie du sagst welche Lehrer es werden ist auch sehr entscheidend....mein Großer musste immer Max. 1/3 von dem Pensum der Kleinen machen.

  • (22) 11.11.18 - 15:55

    Danke schon mal für eure Meinungen bzw Erfahrungen. Ich muss dazu sagen, dass 5. und 6. Klasse auf G8 ausgelegt ist da sich die Kinder erst nach der 6. entscheiden müssen, ob sie G8 oder G9 machen. Mmh, ich warte jetzt noch mal ein Weilchen ab. Vielleicht braucht sie einfach noch ein wenig um "anzukommen".

(23) 11.11.18 - 20:56

Hallo,
ich habe selbst vom Gymnasium auf die Realschule gewechselt nach der 6. Klasse. Das passierte ausschließlich auf meinen Wunsch. Die Schulpsychologin machte einen IQ-Test, demnach hätte ich auf dem Gym. bleiben können / sollen.

Zum Glück nahm mich meine Mutter ernst, ich war schlichtweg erschöpft davon, jeden Nachmittag Latein-Vokabeln zu lernen. So machte ich die Realschule, danach eine Ausbildung, arbeite seither und machte als beruflich Qualifizierte ein Fernstudium mit Bachelor-Abschluss.

Was möchte denn Dein Kind?

(24) 19.11.18 - 15:03

Ich bin selbst von Gym auf Real gewechselt, als ich die 10. Klasse nicht geschafft habe. Der Wechsel war vom Stoff her kein Problem, aber es war schwer, in eine schon lange bestehende Klassengemeinschaft zu kommen.

Rückblickend war es dennoch die richtige Entscheidung, da ich danach eine Ausbildung gemacht habe, von der ich wirklich profitiert habe.

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