Schulpsychologischen Dienst Berlin

    • (1) 11.11.18 - 05:29

      Hallo,
      hat jemand zufällig Erfahrung mit diesem?
      Ich habe Ende des Monats ein Gespräch dort und die Dame wird dann wohl auch mal in der Klasse meines Sohnes hospitieren.
      Es geht in unserem Fall darum, ob Junior unterfordert ist.
      Wer war schon mal bei solch einem Gespräch und kann berichten wie es so grob abläuft?
      Vielen Dank im voraus
      LG

      • (2) 12.11.18 - 09:08

        Hallo,

        ich wollte eigentlich nicht antworten, weil ich weder zu Gesprächen mit dem Schulpsychologischen Dienst, noch zu deren Vorgehensweise in Berlin etwas sagen kann.

        Aber bevor Du gar keine Antwort bekommst, kann ich Dir zumindest sagen, wie wir bei unserem Sohn vorgegangen sind, als wir den Verdacht hatten, er könne unterfordert sein.

        Wir haben im Bekanntenkreis schon einige unfähige "Fachleute" und falsche Diagnosen mit teils dramatischen Folgen erlebt, wenn es darum ging, dass etwas an dem Kind merkwürdig erschien und näher untersucht werden sollte, und das gerade von staatlichen Stellen.

        Als in der 2. Klasse bei unserem Sohn der Verdacht der Unterforderung bestand, haben wir uns daher bei Bekannten mit Erfahrung mit Kinderpsychologen/-psychiatern eine Empfehlung geben lassen und dort einen Termin gemacht. Der Schulpsychiologische Dienst war bei uns nie involviert.
        Den Psychologen/Psychiater mussten wir privat zahlen, was aber den Vorteil hat, dass man schnell Termine bekommt.

        Der Psychologe/Psychiater hat dann mit uns und unserem Sohn ein Gespräch geführt und auf Dauer verschiedene Tests gemacht, wovon der wichtigste ein Intelligenztest war.
        Dabei kam heraus, dass unser Sohn überdurchschnittlich intelligent ist und tatsächlich unterfordert war.
        Mit diesem Ergebnis waren wir bei der Schuldirektorin. Die hat daraufhin erlaubt, dass unser Sohn testweise in die 3. Klasse springen durfte. Da das gut funktioniert hat, ist er dort geblieben.
        Seitdem ist er zufrieden und seine neue Lehrerin auch. :-)

        Bei uns war die Situation in der alten Klasse so, dass die Lehrerin der Meinung war, dass unser Sohn lediglich faul und schlecht erzogen sei. Wenn man da den Unterricht beobachtet hätte, hätte man ein langsames, unmotiviertes, schlecht gelauntes Kind erlebt, das keinen Respekt vor seiner Lehrerin hatte und entweder träumte oder den Unterricht störte. #schwitz
        Ich weiß nicht, ob daraus jemand die richtigen Schlüsse gezogen hätte.

        Unser Sohn wirkt auf den ersten Blick auch hauptsächlich verplant und nicht sonderlich schlau, weil er leichtes ADS in der Träumer-Variante hat.
        Dass dieses Kind den Stoff eines Schuljahrs in ca. drei Monaten aufholt, hätten nicht einmal wir gedacht. #schwitz
        Aber der Psychologe/Psychiater hatte die Situation vollkommen korrekt erfasst. Das Kind ist schlau und kann was, wenn es motiviert ist, und die Probleme mit der Lehrerin lagen an dieser Person. Zu der neuen Lehrerin war unser Sohn in einem 3/4 Jahr kein einziges mal respektlos und hört, wenn sie ihm etwas sagt.

        LG

        Heike

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