Schulweg - Grundschule

    • (1) 26.11.18 - 22:43

      Hallo,
      ich komme aus dem Kleinkind-Forum rüber.
      Wir sind derzeit auf Eigenheimsuche und natürlich schaue ich da nach Kindergärten und Schulen. Nun kommt in Haus infrage, der Kindergarten ist im Dorf (circa 500 m) aber da würde ich ihn ja sowieso bringen und holen. Die Grundschule ist im Nachbar-Ort zu Fuß 1,5 km entfernt. Es geht aus dem Ort raus, an der Dorfstraße (Radweg daneben) entlang in den nächsten Ort.
      Wie macht ihr das denn? Ab wann können die alleine laufen, Fahrradfahren etc., wie lange habt ihr mit dem Auto gebracht und abgeholt?
      Danke für die Anregungen!

      • Hi,
        gibt es da keinen Schulbus/Linienbus? Wir wohnen in einer kleinen Stadt verkehrstechnisch ohne Auto, zumindest den Schulweg betreffend, echt mies. 30 Minuten wären es zu laufen, ohne trödeln selbstverständlich, auch 1,5km. Zurück wären die Kids durch den Berg deutlich länger unterwegs, der Berg mit 15% Steigung nimmt ca 50% der Strecke ein. Hier fährt z. B. nichts außer dem Schulbus 2x morgens 4x mittags/nachmittags. Auf der Runde die der Bus fährt sind auch Kinder dabei die einen kürzeren Weg haben, der letzte Halt bevor der Bus wieder zur Schule fährt ist 600m fußläufig entfernt. Wobei ich auch vermute das im Winter ohne den Bus einige Kinder von hier oben wegen der Straßenverhältnisse nicht in die Schule kämen. Der Schulbus schafft den Berg bei Schnee ja auch manchmal nicht.
        Wir müssen bei unseren 1,5km die Fahrkarte nicht zahlen. Frag am besten mal bei der Schule oder der Stadt bzw Gemeindeverwaltung nach, vieleicht stellt sich die Frage nach dem laufen dann schon gar nicht mehr.

        Lg

        Hi,

        ich würde sagen, dass das ganz aufs Kind ankommt. 1,5km sind bei uns einige unterwegs. Alleine gelaufen ist meine Tochter recht früh, also in der 2. Schulwoche. Sie hatte nämlich keinen Bock mehr, dass ich sie bringe. Mir solls recht sein.
        Ansonsten finde ich es bei eurere Strecke mit außerorts auch stark davon abhängig, wie die anderen Kinder in die Schule kommen. Vielleicht laufen ja 2-3 andere Kinder den gleichen Weg und die Kids können gemeinsam laufen.
        Mit dem Fahrrad darf hier erst nach bestandener Fahrradprüfung gekommen werden. Das ist irgendwann in der 4. Klasse.
        Mittlerweile fährt meine Tochter (7) teils alleine mit dem Bus. Sie hat die Schule gewechselt, da war im neuen Jahr umziehen und wir ihr den Schulwechsel nicht mitten im Schuljahr zumuten wollten.

        LG

        isabel

        • (4) 27.11.18 - 08:48

          Hallo,
          "Mit dem Fahrrad darf hier erst nach bestandener Fahrradprüfung gekommen werden."
          Wie ein Kind zur Schule kommt unterliegt der Verantwortung der Eltern. In jedem Fall sind die Kinder versichert.
          Das einzige was die Schule tatsächlich in ihrer Hausordnung verbieten kann, ist das anschließen von Fahrrädern auf dem Grundstück der Schule, bevor die Kinder den Teil von Sachkunde/Sport bestanden haben. Mehr aber auch nicht.

          Gruß Sol

          • (5) 27.11.18 - 13:27

            Hallo!

            Das ist absolut richtig! Trotzdem hält es viele Schulen nicht davon ab, ein solches Verbot auszusprechen. Und dann stellt sich die Frage, ob man sich als Eltern hier auf Konfrontationskurs begibt oder sich nicht doch lieber an das Verbot hält. Ausbaden muss das im Zweifelsfall das Kind, und das wäre es mir nicht wert.
            Ich denke aber, dass die meisten 6jährigen auf ihrem Schulweg mit dem Fahrrad noch überfordert sein dürften, von daher sollte man sich zumindest für den Anfang eine Alternative suchen, und die kann in meinen Augen nicht sein, dass man das Kind täglich in die Schule fährt. Optimal wäre es, wenn man das Kind mit dem Fahrrad zur Schule bringen würde, das schult die Kompetenzen des Kindes am Besten.

            LG

    Entweder ihr fragt mal in der Nachbarschaft oder direkt in der Schule nach, ob ein Schulbus fährt oder wie deren 1.Klässler in die Schule kommen. Ob sich welche gemeinsam auf den Weg machen, eine Fahrgemeinschaft bilden oder jeder alleine unterwegs ist. Von der Reife gesehen, können sie es nach einer Woche selbst bewältigen, aber im Winter, wenn es morgens noch dunkler ist und alleine wäre, würde ich mich auch sorgen....schöner wäre es halt, wenn sie einen Mitläufer aus der Nachbarschaft hätte.

    • Vielen lieben Dank für deine und die anderen Antworten. Auf einen Bus bin ich tatsächlich nicht gekommen 🤦‍♀️
      Aber es fährt ein Schulbus 2 mal hin und 4 mal zurück.

      • (10) 27.11.18 - 07:10

        Ich persönlich würde immer auf eine Möglichkeit zurückgreifen, welche das Bringen mit dem Auto ausschließt. Wenn irgendwie möglich!

        Es gibt immer ein riesen Verkehrschaos vor den Schulen. Rücksichtslose Eltern die mit ihren Autos rambomässig die Sicherheit aller Kinder gefährden, die vorbildlich zu Fuß in die Schule gehen.

        Unsere GS liegt glücklicher Weise so gut, dass das Areal vor der Schule für Autos nicht befahrbar ist.

Huhu,

als wir unser Haus gekauft haben, war uns wichtig, dass (obwohl ländlich) trotzdem alles wichtige vor Ort vorhanden ist, u.a. auch Kindergarten und Grundschule. In den Kindergarten habe ich meine Kinder natürlich gebracht (durfte man auch nicht anders), aber in die GS sind sie ab der 2./3. Woche alleine gelaufen (GS ist Luftlinie ca. 800 Meter entfernt).

lg

  • Ja, eine geringere Entfernung wär mir auch lieber. Aber Hauskauf ist ne Katastrophe (BaWü). Da ist man froh, Oberhaupt was halbwegs passendes zu finden und es dann auch zu bekommen (wegen 15 zusätzlicher Interessenten 😳)

    • Oje, unser Haus wollte damals keiner haben ;-) Inzwischen, 15 Jahre später, ist die Gegend hier heiß begehrt und die Leute kloppen sich hier um die Häuser. Komische Welt, ich wünsche euch Glück!

Mit dem Auto habe ich die Kinder nie gebracht und abgeholt nur, wenn sie wegen Verletzungen vor Unterrichtsende abgeholt werden mussten. Da ist man dann einfach schneller beim Arzt bzw. im Krankenhaus.

Ich würde solange mit den Kindern gemeinsam gehen, bis ich merke, dass sie den Weg gut ohne Erwachsenen bewältigen können.

lg

Ich kenne es so, dass ab 2 Km Schülerfahrkarte ausgegeben wird. Ansonsten haben wir es so gehandhabt, dass unser Kind mit einem Freund zur Schule ging (1,8 Km). Am Anfang dürfen sie noch nicht mit dem Fahrrad fahren. Wird hier nur gern gesehen, wenn die Fahrradprüfung bestanden wurde.

(16) 27.11.18 - 14:49

Morgens wird meine Tochter mit dem Auto gebracht, nachmittags hole sie zu Fuß ab. Ihre Brüder sind damals nach wenigen Wochen alleine zurückgegangen, das traut sie sich aber noch gar nicht. Der Weg ist etwas über 2 km lang.

(17) 27.11.18 - 20:39

Unser Wohnort ist sehr langgezogen - fast 5 km Länge von West nach Ost. Die (einzige) Grundschule liegt etwa in der Mitte. Wobei durch Neubaugebiete am westlichen Rand da mittlerweile eine Verschiebung stattfindet.
Wer am westlichen Rand wohnt, hat ca. 3 km Weg zur Schule.
Es gibt einen (öffentlichen) Bus. Wer auf diesen angewiesen ist, kommt fast 40 Minuten VOR Schulbeginn an der Schule an und steht dann ggf. in der Kälte (es sei denn, das Kind ist in die Frühbetreuung angemeldet, was aber viele Eltern nicht einsehen, da sie ja nichts für den Busfahrplan können).
Es gibt natürlich Eltern, die ihre Kinder dann per Mama-Taxi bis zur Schule fahren. Da die Straße an der Schule aber sehr schmal ist und Parkmöglichkeiten quasi nicht vorhanden sind, verzichten die meisten auf Taxi-Dienste. Einmal dieses Chaos mitgemacht, überlegt man sich sehr genau ob man sich das nochmal geben möchte. Die meisten Kinder der Klassen 1 und 2 fahren mit dem Roller.
Ab der 3. Klasse sind die Kids dann mit dem Rad relativ sicher und fahren mit dem Fahrrad - es gibt seitens der Schulleitung die Aussage, dass die Eltern selber dafür verantwortlich sind ob sie dem eigenen Kind zutrauen, den Schulweg per Rad zu bewältigen. Alter, Klassenstufe oder etwa das Erreichen des Fahrradführerscheines, spielen keine Rolle.

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