Wie kommen eure Kids zur Schule

    • (1) 28.11.18 - 10:50

      Hallo,

      ich habe mich grade, beim Lesen eines anderen Beitrags, gefragt, wie eure Kinder zur Schule kommen?!
      Im Allgemeinen wird ja beklagt, wie unselbstständig die Grundschüler von heute sind und wie schnell sich die Rotoren der Helikopter-Eltern drehen.


      Wie kommen eure Kids zur Schule?

      Meine Tochter in der 2-ten Klasse wird jeden Morgen zur Schule gebracht, weil ich auf dem Weg zur Arbeit erst sie, dann ihre Geschwister in den KiGa bringe. Ab dem nächsten Jahr laufen sie hoffentlich gemeinsam.

      Schöne Grüße

      Wie kommen eure Kinder zur Schule (Grundschule, Weg durch Wohngebiet-1km)

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      • Selbst wenn mein Arbeitsweg daran vorbeiführen würde, würde ich meinem Schulkind die Selbstständigkeit lassen, den Weg ohne Mama zu bewerkstelligen. Für mich geht da Selbstständigkeit vor Bequemlichkeit.
        Meine laufen bzw. sind zur GS auch gerollert oder geradelt.
        VG

        • Ja, das könnte unsere Tochter auch. Aber sie würde ALLEINE fahren müssen. Draussen ist es dann noch dunkel. Ich bin mir unsicher, ob das üblich ist, dass Kinder wirklich alleine fahren. Sie ist unser erstes Schulkind und andere betreiben hier regelrechten Schulweg-Laufgruppen-Fanatismus mit regelmäßigen Gewöhnungstreffen vorher und WhatsApp-Gruppen, Fahrdiensten bei Regen...Damit kann ich mich garnicht anfreunden.
          Der Weg führt durch Wohngebiete, einmal über eine Straße mit Ampel und dann ein kurzes Promenadenstück. Im Allgemeinen ist auf der gesamten Strecke schon einiges los.

          Schöne Grüße

          • Oh je, so ein Gruppen-Geeiere morgens wäre für mich auch nichts. Durch ein Wohngebiet würde ich es schon erlauben, aber du kennst dein Kind und fie zu bewältigende Strecke. Meine mussten je Weg 1,9 km zurücklegen. Als die Große auf dem Gym und die Mittlere in der 3. war, wäre sie alleine gewesen. Da hat sie in der dunklen Jahreszeit eine Buskarte von uns bekommen. Aber auch da war sie selbstständig statt mit Auto von A nach B.
            Alles Gute!

          • Mein Jüngster geht auch immer alleine zur Schule. Wir haben mit ihm den besten und belebtesten Weg rausgesucht und er fährt mit dem Roller. Klar, passieren kann immer was, aber man kann seine Kinder nicht dauerbewachen.

        Mein Mann fährt auf dem Weg zur Arbeit jeden Morgen an der Schule vorbei, es wäre ein leichtes, die Kinder an der Schule rauszulassen. Die Kinder hätten dann morgens sogar 25min länger Zeit, aber sie wollen gar nicht mit dem Papa fahren. Neulich wollte ich mittags die Kinder abholen, weil ich genau zum Schulschluss an der Schule war - unser Kleiner hat mir den Ranzen in die Hand gedrückt und gesagt "Ich nehm den Bus!"

        LG

    (7) 28.11.18 - 11:06

    Hallo, Sohnemann 1. Klasse bringe ich zum Treffpunkt mit seinem Freund (manchmal noch ein Dritter) von dem aus sie gemeinsam zur Schule gehen, ca. 600 m schätze ich mal.
    Von zuhause aus alleine los ist noch zu gefährlich, erstens sind es bis zur Schule knapp 2 km und zweitens muss er über eine 4-spurige Straße, auf der viel gerast wird.


    Der große Sohn ist ab der 3. Klasse von zuhause aus mit dem Roller gefahren, vorher habe ich ihn in der Nähe der Schule abgesetzt auf dem Weg zur Kita des Kleinen.

    VG
    B


    VG
    B

    (8) 28.11.18 - 12:04

    Entgegen der Empfehlung der Schule fahren unsere beiden (3. und 4. Klasse) seit den Sommerferien mit dem Fahrrad zur Schule und es klappt prima... Wir haben uns davon überzeugt, dass sie den Weg mit dem Fahrrad bewältigen können und dass sie die Verkehrsregeln beachten und auf den Rest muss ich einfach vertrauen, auch wenn es manchmal schwer fällt... Zu Fuß wäre der Weg (ca 3 km) zu weit, für den Bus zu kurz...

    Die Empfehlung der Schule ist allerdings, dass die Kinder erst nach bestandener Fahrradprüfung ab Ende der 4. Klasse alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren dürfen... In der Klasse unseres Großen fahren schon viele mit dem Fahrrad, die Lehrerin selbst kommt auch mit dem Rad und bestärkt die Kinder auch darin... In der Klasse unserer Mittleren werden Eltern, die ihre Kinder schon alleine fahren lassen, von den anderen Eltern verurteilt und auch die Lehrerin lehnt es strikt ab... In der Klasse fahren viele Kinder mit dem Roller, was ich wiederum ablehne, da ich finde, dass ein Fahrrad durch die Größe, Reflektoren und Beleuchtung einfach deutlich präsenter im Straßenverkehr ist...

    Unsere beiden fahren morgens bis auf einen Tag in der Woche zusammen eine gut beleuchtete und belebte Strecke mit Fahrradwegen, mittags fahren sie nur 2x die Woche zusammen, aber es klappt bisher eigentlich prima...

    LG

    • (9) 28.11.18 - 18:18

      Hi,
      ich fahre jeden Tag an vielen Grundschülern, die mit dem Rad fahren , mit dem Auto vorbei. Ich denke, ALLE Eltern meinen, die Kids können es.
      Da nimmt ein Auto mal schnell die Vorfahrt und die Kids wissen überhaupt nicht, wie sie reagieren sollen.. Wie oft erlebe ich Situationen, wo ich nur noch mit den Kopf schütteln kann.
      Das der Helm am Lenkrad hängt, kein Licht an ist, auf dem Fussweg rumgeeiert wird, ist schon nicht erwähnungswert.
      Ich bin der Meinung, es hat einen Grund, warum es erst nach der Radl Prüfung gefahren werden sollte.

      lg
      lisa

      • (10) 28.11.18 - 18:39

        Genauso sehe ich das auch, 👍

        (11) 28.11.18 - 18:53

        Ehrlich gesagt sind andere Meinungen mir da egal... Ich habe einfach keine Lust mehr, bis zu 4x täglich zur Schule zu fahren, um die Kinder zu unterschiedlichen hinzubringen und abzuholen, weil die Schule es einerseits nicht hinbekommt, die Schulzeiten zu vereinheitlichen, andererseits Eltern aber verbietet, IM Schulgebäude zu warten... Das habe ich jetzt gute 2 Jahre lang mitgemacht und habe mit unserer Kleinsten immer im Auto gewartet, sowohl bei 30° im Sommer wie auch bei zweistelligen Minusgraden im Winter, um die Umwelt nicht mehr zu belasten als nötig mit meinem schrecklichen, fiesen Euro 4 Diesel...

        Wie gesagt, wir haben uns überzeugt, dass die Kinder es können und solche Dinge wie du beschreibst, erlebe ich hier eher bei älteren Kindern, Fahren ohne Helm und ohne Licht, freihändig fahren usw... Ich vertraue unseren Kindern da, es gibt ihnen Selbstbewusstsein, dass wir ihnen diese Selbständigkeit auch zutrauen und sie wissen, dass es damit auch ganz schnell vorbei sein kann, wenn ich irgendwie mitkriege, dass sie sich daneben benehmen auf dem Weg... Da hier gerne einer den anderen in die Pfanne haut und auch die Eltern, die ihre Kinder bis direkt vor die Klassentür kutschieren, aufpassen und Bescheid geben, würde ich Verfehlungen mitbekommen, auch da kann ich mich drauf verlassen... Und keiner der beiden möchte wieder hingefahren werden, wenn es nicht unbedingt nötig ist... Ich bin der Meinung, dass man Kinder groß werden lassen sollte, wenn sie es denn möchten und unsere beiden möchten es...

        (12) 29.11.18 - 17:08

        Hallo!

        Und Du meinst, nach der Fahrradprüfung ist das besser? Nur weil ein Kind die Fahrradprüfung bestanden hat, heißt das noch lange nicht, dass es den Helm aufsetzt, das Licht anschaltet...
        Lies einfach einmal das hier:
        https://www.adfc.de/artikel/mit-dem-rad-zur-schule/
        Am interessantestens finde ich übrigens den letzten Absatz, und der wichtigste Satz lautet m.E. "Daher sollten Eltern mit ihren Kindern das Radfahren üben. Je eher sie damit anfangen, desto besser gelingt es, die Radfahrkompetenz der Kinder auszubilden."
        Es gibt Eltern, die sind so gut wie nie mit ihren Kindern auf dem Fahrrad unterwegs - bei den Kinden nutzt auch eine bestandene Fahrradprüfung nichts, den Kindern fehlt die Praxis. Und es gibt Kinder, die werden schon mit 4 Jahren mit dem Fahrrad zum Kindergarten gebracht. Die gewinnen ganz frühzeitig unter Aufsicht der Eltern Fahrpraxis. Und so gibt es eben 8jährige, die man durchaus mit dem Rad in die Schule fahren lassen kann, während es 10jährige gibt, die trotz Fahrradprüfung noch nicht ordentlich fahren können.

        Abgesehen davon finde ich, dass die Fahrradprüfung in der Schule zu spät angesetzt ist. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder ab 8 Jahren mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen, aber 10 Jahren dürfen sie den Gehweg nicht mehr zum Fahren benutzen. Bei uns findet die Fahrradprüfung am Ende der 4 Klasse (in diesem Schuljahr am 22. 5., Einschulungsstichtag ist der 30.6.) statt - da sind die meisten Kinder aus der Klasse schon lange 10! Die Prüfung sollte meiner Meinung nach mindestens ein Jahr früher gemacht werden - allerdings tun sich selbst in der 4. Klasse wohl viele Kinder noch schwer die notwendigen Verkehrsregeln zu lernen - ich weiß zwar nicht, warum das so schwierig ist, schon mein 6jähriger kann mir an jeder Kreuzung sagen, wer Vorfahrt hat.

        LG

      (14) 29.11.18 - 17:49

      "Ich bin der Meinung, es hat einen Grund, warum es erst nach der Radl Prüfung gefahren werden sollte."

      Das sieht u.a. die Versicherung zum Glück anders und der vernünftige (!) Blick der Eltern auf ihr Kind zählt dabei, nicht eine völlig freiwillige "Radl-Prüfung", bei der Eltern und deren Kids sich in Sicherheit wiegen, das Kind hätte ja schonmal geübt.

      Ein Kind, das seit 6 Jahren am Straßenverkehr teilnimmt und den Verkehr in Begleitung, später ohne, kennrngelernt hat, hat weitaus mehr Sicherheit und Übung als ein Kind, das bis zur 4. brav von Mama überall hinkutschiert wurde und nun aber die Prüfung bestanden hat.

      Man sollte Radfahrsicherheit am Verhalten und der Reife des Kindes festmachen und nicht an einem Thema, das in Sachkunde behandelt worden ist. Und genau DAS tut beispielsweise die Unfallversicherung! Richtig so!

In der Grundschule sind meine Kinder gelaufen. Anfangs mit mir zusammen, dann alleine, bzw. als beide zur Grundschule gingen, sind sie auch oft zusammen gegangen.

Meine Große fährt seit dem Schulwechsel mit dem Bus, laufen oder Fahrrad wäre zu weit.

lg

(16) 28.11.18 - 12:27

Hallo,

der ursprüngliche Weg war schon mehrere Kilometer. Ab der deitten Klasse durfte mein Kind alleine mit dem Fahrrad, wir wurden schief angeschaut.

Jetzt ist es dritte und fünfte Klasse. Die Schule ist mehrere Kilometer weit. Der Weg ist kompliziert, daher machen wir einen Mix aus - wie es half passt. Mal fahren sie komplett alleine, mal beinge ich sie hin.

Dieses Gerede - ein Kind muss das und das, ist doch s hwaz-weißes Denken.

Es gibt Familiensituationen, da sind selbst die 2 km Fahren ein Erlebnis am Tag. Weil man nich gemeinsam sein darf, weil es einfach schön ist.

Dann sind Situationen, wo es genau gut ist, dass ein Kind alleine gehen soll. Weil es für die Entwicklung des Kindes wichtig ist, weil das Kind es will.

Was du beschreibst, nenne ich irre. Dann aber besinne ich mich an die Zwitungsartikel der letzten Zeit bei uns, wo ein Pädophiler unterwegs ist. Und kann jeden verstehen.

#winke

Meine Kinder laufen zur GS, bzw. sind gelaufen ab der 3. Woche.
Aber wenn ich zur Arbeit gefahren bin, dann habe ich die Schulkinder in der Schule abgesetzt, die Kiga Kinder im Kiga und bin dann weiter zur Arbeit gefahren.
Aber ich habe an der Schule immer auf dem Parkplatz geparkt, so dass meine Kinder noch etwas laufen mussten. Was mich ärgert und auch von Schulseite total verboten ist, ist dass die meisten Eltern direkt vor dem Schultor parken und ihren Kindern den Arsch bis zur Klasse nachtragen. Da könnte ich platzen, zumal sie alles versperren und andere Kinder extrem gefährden, die zu Fuß, Rad, Roller kommen.

(18) 28.11.18 - 13:36

Hallo,

in unserem Stadtteil gibt es 3 GS. Wir entschieden uns für die GS mit dem kürzesten Weg, sprich unsere Kinder laufen / liefen alleine. Der weg führt durch ein Wohngebiet, über eine Straße (die Füßgängerampel schaltet unglaublich schnell), dann wieder durch ein kleines, ruhiges wohngebiet (nur dieses ist durch die Eltern , die ihre Kinder mit dem Auto bringen morgens sehr befahren!), und schon ist die Schule erreicht.

Was sich morgens vor der Schule abspielt möchte ich nicht wissen, da die Schule in einer Straßennische liegt, wo alles sehr eng ist.

Die eingerichtete Elternhaltestelle wird so gut wie gar nicht genutzt.

Das ältere Kind geht zur weiterführenden Schule und fuhr von Tag 1 mit den Öffis in die Stadtmitte. Hätten wir die Schule im Stadtteil gewählt, so müsste das Kind mit dem Fahrrad fahren.

Für mich steht die Selbstständigkeit bei der Bewältigung des Schulweges an erster Stelle. Natürlich gibt es hier auch mal Ausnahmen.

VG

(19) 28.11.18 - 13:37

Hallo.

Ich find das jetzt nicht schlimm, wenn man das Kind an der Schule absetzt. Wenn es eh auf dem Weg liegt. Das hat nichts mit Selbständigkeit oder Bequemlichkeit zu tun. Dann müsste man ja selber auch laufen. Ich würde es genauso machen bzw. wir haben es auch so gemacht. Wann immer man es einrichten konnte. Und unser Sohn freut sich immer auf freitags, da kann ich ihn nach der Schule abholen. Es liegt auf dem Weg und es ist der einzige Tag, wo ich früher Schluss habe. Warum nicht. Er ist 5. Klasse und freut sich noch immer, wenn er nicht alleine laufen muss. Er muss eh schon morgens alleine laufen und in der Woche.

Alles gut. Find es jetzt nicht schlimm.

LG

  • (20) 29.11.18 - 09:20

    Hallo,

    das Problem dabei ist aber, dass vor allen Schulen mittlerweile ein Auto-Chaos erster Güte herrscht, weil viele Eltern ihre Kinder an der Schule absetzen oder abholen.

    Das gefährdet die Kinder, die nach allen Seiten gucken müssen, ob sie nicht von einem rangierenden Auto fremder Eltern erfasst werden. Und damit sind Grundschulkinder definitiv überfordert.
    Ich selbst fühle mich übrigens auch überfordert, wenn lauter Menschen um mein Auto wuseln. #schwitz

    Wenn ich da was zu sagen hätte, gäbe es vor allen Schulen zumindest morgens ein Halteverbot, das scharf kontrolliert würde.

    Wenn ich unseren Sohn mal fahre, was nur vorkommt, wenn er mehr transportieren muss oder wenn er nach der Schule direkt zum Musikunterricht muss o. ä., parke ich zwei Straßen weiter.

    Und mit Selbstständigkeit hat das sehr wohl etwas zu tun, wenn die Kinder immer Mama-Taxi fahren.
    Deine Kinder laufen ja offenbar auch öfter mal. Dann ist das kein Problem.
    Aber viele Eltern fahren die Kinder grundsätzlich jeden Meter und dann lernen die Kinder nicht, sich im Straßenverkehr zu bewegen.

    LG

    Heike

    • (21) 29.11.18 - 09:32

      Hallo.

      Verstehe deine Einstellung und Situation. Ich bin auch nicht dafür, dass direkt vor der Schule gehalten bzw. geparkt wird. Das verwirrt wirkich den Schulanfängern bzw. unteren Klassen. Das passiert bei uns zum Glück nicht. Die Schule befindet sich direkt an der Hauptstraße. Diese ist mit einem Fußgängerüberweg versehen sowie auch in der Schulzeit von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr 30 Zone. Zudem hält auch noch der Schulbus direkt davor, sodass die Autofahrer eh ausgebremst werden. Kontrolliert wird auch desöfteren. Die Kita befindet sich ca. 250 m weiter weg von der Schule und mit den Vorschülern werden dann schon die Wege geübt. Zumal sie auch in der Vorschule einmal die Woche ins Schulgebäude gehen. Das find ich hier echt toll.

      Wenn wir unseren Sohn mal wegbringen oder abholen, dann müssen wir auch in der Seitenstraße parken oder auf dem Parkplatz direkt bei Edeka. Der ist ca. 100 m weiter weg. Also müssen wir auch ein Stückchen laufen. Aber wie gesagt, das kommt nicht oft vor und freitags zum Abholen dann schon regelmäßig. Aber noch findet es schön, am Freitag abgeholt zu werden. Das beeinträchtigt aber jetzt nicht seine Selbständigkeit. Und wenn es wieder wärmer wird, dann ist eh Fahrradfahren angesagt.

      LG

      PS: Aber wir haben auch trotzdem noch Eltern, die ihre Kinder immer bis zum Klassenzimmer bringen. :-p

(22) 28.11.18 - 13:57

Je weiter und dunkler die Strecke, desto eher wurden Kinder (Teilstreckenweise) gebracht. Z.B. bis Punkt x und den Rest selbst oder in Laufgruppe.

Komplett gebracht wurden viele Kinder, die am nächsten dran wohnen.

Bei uns hat sich die Frage nie gestellt, da ich kein Auto habe. Schulweg und Arbeitsweg ist gut getimet. Bestenfalls geht Kind früher los. Je größer sie wurde, desto einfacher wurde es, auch mal auszuprobieren, wie es ist, wenn die erste Stunde ausfällt und ich früher los muss.

Übung war recht einfach.
Erst den Weg zusammen gehen
Dann bis Stelle x
Dann bis Stelle y
Dann warten an der Haustüre usw.

Bei abgelegenen oder sehr dunklen Stellen hätte ich mein Kind auch noch länger bis zu Stelle ... gebracht. Ging bei uns aber so.


Bei Bekannten war die Umstellung hart. Kind wurde immer mit dem Auto gebracht. Täglich. Und dann zu einem neuen Schuljahr hieß es: dann machst du das alleine, du bist ja schon groß. Davor war das Kind immer zu klein.
Von Lustlosigkeiten des Kindes (aprupte Änderung der Gewohnheit) und sich weigendern Eltern
bis hin zu Kindern, die sich über die Selbständigkeit freuten und übellaunigen Eltern, die mit einer Ausnahme eine große Freude machen wollten, war einiges dabei.

Daher bin ich für "sanfte Entwöhnung" für beide.

Nicht warten bis Tag x, Alter y,
sondern nach und nach daran gewöhnen, prüfen was machbar ist. Eigene Bequemlichkeit (ja, die kenne ich auch #schein) für eine Weile hinten anstellen und selbst umdenken (nicht einfach, weiß ich nur zu gut #schein)


Wir sind immer zu Fuß zum Kindergarten, war nie ein Problem, auch morgens nicht.
Zur Grundschule war MEIN Schweinehund größer. Kind gefühlt groß, könnte doch schon alleine .... Uhrzeit SPÄTER als Kindergarten ... Umstellung Rhythmus .....

Es hat ein paar Tage gedauert und dann hatte ich mich daran gewöhnt. Aber die Umstellung war mein Schweinhund #schein. Als mein Kind dann Teilstrecken alleine lief, ertappte ich mich dabei, dass ich ZU WEIT ging. Aus Gewohnheit!

Kind, das mich anmotzte, dass ich zu weit gegangen war.
Einmal merkte ich und ging wieder zurück zum Verabredeten Punkt.

Umstellung Rhythmus bedeutet für mich raus aus der Bequemlichkeit. UmDENKEN. Neue Planung. Raus aus gewohnten Abläufen. #zitter
Wie gesagt, das zu Fuß gehen, war kein Problem. Weder für mich noch für mein Kind. Im Gegenteil. Einmal auf den Beinen, ging ich öfter versehentlich zu weit. Weil mir das Gehen gut tut.


Zur weiterführenden Schule war es auch noch mal ein Umdenken.
Manche haben die Schule nach dem Arbeitsweg ausgesucht, damit es passend ist.
Ja, es wäre manchmal praktisch. Vor allem an Tagen, wo die Zeit knapp ist oder wenn Kind krank wird. Aber da wird mein Kind älter und es finden sich bestimmt Lösungen.

Natürlich haben wir den Schulweg für die weiterführende Schule besprochen. Jedoch war es nicht der Hauptgrund.

Aber auch hier UMSTELLUNG des Rhythmus.
NEU UMDENKEN

umplanen
raus aus der Gewohnheit.

Wer geht wann los, damit es für uns beide passt. In unserem Fall bessser: Kind zuerst, dann ich. Muss aber zu den Arbeitszeiten passen. Mit Gewöhnung und Umstellungsphase klappt es aber auch, dass es umgekehrt machbar ist (Denken, umdenken, planen, probieren - erst nachmittags, dann in den Ferien und später auch morgens).


Ich weiß: Urlaub und früh aufstehen / Urlaub und früh morgens ins Freie gehen widersprechen sich
und ja, an Arbeitstagen nicht früher los zu starten, wie man eigentlich muss

sind Knackpunkte, die soooooo sehr an der Gewohnheit hängen lassen und leicht zum "geht nicht" "so ist es doch viiiiiiiiel einfacher" "warten bis Tag x ... y .... z ...." erführen #schein

Da ist die Frage
- was will man selbst (Ziel)
- was möchte das Kind
- wie groß ist der innere Schweinehund
- welche Gefahren stehen dem wirklich gegenüber

ich gebe zu: manche Gewohnheiten ließ ich mir erst verändern, wenn nicht anders ging (Krankheit, sehr wichtiger Termin, sonstiges)
Hat mein Kind auch geschafft. Wenn etwas sein MUSS klappt es plötzlich doch!

Manche Gewohnheiten habe ich mich dann aber doch dazu aufgerafft. Einfach, weil der (sinnvolle!) Wunsch meines Kindes (und mein Wunsch für die Entwicklung des Kindes) mir die Motivation zur Überwindung gegeben haben.

Mein Kind findet solche Übergangsphasen übringes deutlich besser. Wenn es MUSS geht es auch. Aber mit Mama zusammen umgewöhnen und dann alleine oder auch selbst ausprobieren DÜRFEN (ohne den Druck, dass es klappen muss), tut ihr sehr sehr gut.

Ja, da gehen Ferien, Urlaubstage auch mal mit drauf. Gut geplant, lässt es sich gut verbinden. (nur die Gewohnheit und die Faulheit des so anstrenden Umdenken "müssens" steht mir da manchmal schon im Weg. zumindest bis ich mich aufraffen kann. Bin ich erst mal an die Veränderung gewöhnt, will ich das nicht mehr ändern).

Ich bekenne mich zum Gewohnheitstier, dessen Schweinehund manchmal siegt #winke

  • (23) 28.11.18 - 14:03

    Gut geklappt bei Freunden mit Auto und fahren, hat folgendes:

    Kind wurde ans Laufen gewöhnt (Eltern mit)
    Mit Auto bringen / holen gab es weiterhin.

    Aber Stückweise (nicht wie oben beschrieben: ab morgen und dann wenn die Eltern Lust haben)

    Sondern Tag X bringe/hole ich dich, an den anderen Tagen läufst du selbst
    Wenn Termine sind, sage ich bescheid, dann hole ich dich ab

    Diese Verlässlichkeit und Organisation hat vielen Kindern geholfen.
    Auch hier gab es Empörung, wenn Mama nicht abgesprochener Weise mit dem Auto kam / ebenso Freude, weil es eine Ausnahme war.

    Eine gute Mischung aus Spontanität und Absprachen.

    Aber eben so, dass es mit Kommunikation geschieht und Verlässlichkeiten.
    Bestimmter Tag in der Woche
    Wenn etwas bestimmtes ansteht
    so ein roter Faden durch das Jahr


    Schwierig finde ich, wenn es von IMMER auf NIE umschwankt
    oder am Alter des Kindes festgemacht wird. So ab sofort ... und dann willkürlich ....


    Stundenplan mit unterschiedlichen Uhrzeiten ist auch für ein Gewohnheitstier willkommen.
    Gewohnheit in Bezug auf die Wochentage. :-)

Meine Kinder sind zu Fuß zur Schule gegangen, obwohl ich dort arbeite !

Und zwar immer, auch bei Regen etc.

Ja, da konnte ich mir viel von den Heli-Eltern anhören und Rabenmutter war da noch eher nett.
Ich würde es immer wieder so machen. Das hilft sehr auf der weiterführenden Schule, wenn da mal was nicht klappt und keine Anrufwelle durchs Land läuft und die Kinder einfach mal gehen müssen. -So wie heute-

Es ist doch eine win-win-Situation: Das Kind bewegt sich an der Luft und lernt jeden Tag etwas für seine Selbstständigkeit und für sein Selbswertgefühl (das kann ich ganz alleine, ohne Mama).

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