Sind eure 8 jährigen Jungs auch so?

    • (1) 29.11.18 - 10:56

      Hallo ihr lieben,

      seit geraumer Zeit hab ich das Gefühl, wir stecken schon mitten in der Pubertät #zitter. Herr Google sagt auf meine Suchbegriffe: Vorpubertät #kratz. Gibt es das wirklich, oder ist das was erfundenes um das Verhalten der Kinder rechtfertigen zu können?

      Dass Kinder sich nicht immer an Regeln halten wollen und auch ich als Mama oft überlege, wass nun aus meiner Sicht wichtig ist und was nicht, haben wir schon durch. Im Prinzip geht es um die normalsten Sachen.

      Jeden Morgen muss ich mehemals darauf hinweisen, Zähne putzen, anziehen, Zähne putzen, anziehen #bla#bla#bla. Es ist immer dasselbe #augen. Ist ja auch nicht so, als wenn ich nicht die Bahn kriegen müsste, nein #augen. Er ist wie ein Pulverfass, was jederzeit explodieren kann. Fragt man nach dem warum bekommt man nur ein Schulterzucken.

      Bsp.

      Ich: putz dir bitte die Zähne
      Er: Nö
      Ich: Putz dir bitte jetzt die Zähne
      Er: Nö kein Bock
      Ich: Putz dir jetzt die Zähne, ich muss zur Arbeit
      Er: Dann geh doch #schock

      Da er ja ein schlaues Kerlchen ist, weiß er, dass ich so oder so nicht ohne ihn aus dem Haus gehe (vor der Schule ist er noch im Frühhort). Natürlich habe ich morgens immer noch einen kleinen Zeitpuffer, da er auch noch einen 4 jährige Schwester hat, die das ganze auch schon gut kann #aerger.
      Und so geht es jeden Morgen, the same Procedure as every Day #augen.

      Abends haben wir das gleiche in grün, wenn ich es dann auch noch wage ihn drauf hinzuweisen, dass er ja noch duschen müsse. O-Ton: ich muss gar nichts #schwitz.

      Habt ihr sowas auch? Ständig das Gefühl immer dasselbe zu sagen, obwohl sie doch eigentlich wissen wie es läuft? Wenn ja, was macht ihr da? Einfach warten bis sie fertig sind, oder auch mal lauter werden? Ich weiß mir keinen Rat mehr #schmoll. Dass ich mal sagen würde, was bin ich froh auf der Arbeit zu sein hätte ich auch nie gedacht.

      Bei der kleinsten Kleinigkeit wird rumgebockt. Am Montag erst, weil er nicht mitschmücken durfte (Weihnachtsdeko). Wohlbemerkt waren seine Worte letztes Jahr: nee das ist Mädchenkram #augen#augen#augen.

      Ich erwische mich in letzter Zeit oft dabei, wie ich schon vorher überlege wie ich bestimmte Dinge formuliere, damit der Herr sich nicht gekränkt fühlt. Denn eine einfache Frage kann dann aus seiner Sicht schnell ein Vorwurf sein.

      Geht das wieder vorbei, bzw. sind wir alleine damit und wenn nicht (was ich irgendwie hoffe #rofl) was kann ich anders/besser machen?

      Lg Annika

      • Kinder werden älter, reifer und ihr eigenes Empfinden prägt sich aus. Kleine Kinder brauchen noch Anweisungen und befolgen sie auch (sofern gegenseitige Schätzung vorliegt).
        Wenn dein Mann zu dir sagt, mach dies, tu das, bitte sofort...nicht später ..sondern jetzt, warum, weshalb und wieso...geht es einen auf den Nerv..dieses Bevormunden ......umso älter Kinder werden, desto schlimmer finden sie diese Bevormundungen und blocken ab.
        Kinder die von klein auf mit ihren altergemäßen Rechte und Pflichten Konsequent und mit liebenvollen Ton aufgewachsen sind, wo Eltern auch viel erklärt haben, dass es solche Rechte und Pflichten gibt und warum die und jene Pflichten sein müssen.
        Dazu kommt, ob das Kind auch spürt ernstgenommen zu werden, auch mal mit negativen zu den Eltern kommt, ob es darin auch Verständnis erhält, ob es denn Eltern vertrauen kann etc. solche Dinge tragen dazu, wie eine Pubertät verläuft.Nicht die Pubertät bringt Kinder aus der Spur, sondern das Verhältnis zu den Eltern. Auch Erwachsene motzen sich an, wenn der Gegenüber nur nervt, nur erwartet oder fordert....wäre das die Nach- oder Midlifepubertät. Auch wir waren von unseren Eltern mal genervt, wenn stets Bevormundungen kamen...

        • Unser Sohn hatte von Anfang an seinem Alter entsprechende Rechte und Pflichten. Dieses Verhalten hat er seit ca. 1 Monat.

          Ich bin schon der Meinung, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander haben, er erzählt auch von sich aus viel, schöne und mal nicht sco schöne Sachen.

          Ich denke schon, dass es ihn nervt, frage mich dann aber eben im gleichen Atemzug, warum er es nicht einfach macht. Es sit ja nicht so, als wenn er nicht wüßte was Zähne putzen oder anziehen ist, es geht ja um alltägliche Dinge.

          Die Frage ist, wie gehe ich damit um? Ignorieren, weiter nerven? Ich weiß es eben nicht.

          • Im Enddefekt, ist sein aktuelles Verhalten "dir" gegenüber respektlos, was heißt... er nimmt dich nicht ernst....entweder liegt es an deinem Tonfall, oder genervt von stetigen belehren oder so ein #bla empfinden . An "einer" Vorpubertät liegt es nicht.Pubertät ist eine hormunelle, körperliche und geisteige Entwicklung, wo Kinder zwar empfindlicher werden und oft Achterbahn fahren, aber keine Respektlosigkeit- oder Null Bock Entwicklung, dafür sorgt das Umfeld.

      Das ist für mich keine Pubertät sondern Austesten von schlechtem Benehmen und da gäbe es bei mir keinen Kuschelkurs. Als Lehrerin lasse ich mir auch im Beruf sowas einfach nicht gefallen, da würde ich sonst weinend im Klassenzimmer sitzen. ;-)

      • Das er es austestet vermute ich auch, denn so kenne ich ihn gar nicht. Meine Frage ist wie gehe ich damit um? Aussitzen, weitermachen wie bisher (also immer wieder sagan mach dies, tu das)? Eine enstprechende Ansage gab es schon, dann ging es ein paar Tage gut, aber mehr auch nicht.

    Das hat mit Pubertät nix zu tun, sondern ist schlicht und einfach schlechtes, respektloses Benehmen.

    Meine würden in diesem Fall eine Ansage kriegen, die sich gewaschen hat.

    Andrea

    • (10) 29.11.18 - 11:42

      Ich will es auch gar nicht auf irgendeine Pubertät schieben. Fakt ist, dass ich ihn so nicht kenn. Seit ca. 1 Monat geht das so und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Natürlich gab es schon eine entsprechende Ansage, die ein paar Tage gewirkt hat und dann ging es wieder los.

      Was würdest du außer einer Ansage tun?

      • (11) 29.11.18 - 11:56

        Wenn meine sich nicht sozial kompatibel benehmen, können sie auch gerne den Nachmittag in ihrem Zimmer verbringen und über ihr Benehmen nachdenken. Fahrten zu Freunden, Hobbys etc. fallen dann bei mir ganz bestimmt flach.

        Im Traum würde mir nicht einfallen, auf meine Wortwahl zu achten, damit ein 8jähriger Rotzlöffel nicht ausflippt. Geht's noch??

        • (12) 29.11.18 - 12:21

          Also als Rotzlöffel sehe ich ihn jetzt nicht, denn es war ja bis vor 1 Monat nicht so. Mit meiner Wortwahl überdenken, übertreibe ich wahrscheinlich. ausflippen tut er ja nicht, also er zerstört jetzt nichts oder wird handgreiflich, sondern es ist lediglich die Wortwahl bzw. der Tonfall seinerseits.

          Sein Hobby ist Fußball. Er hat 2x die Woche Training. Wenn ich ihm sage, dass ich ihn abmelde wenn es so weiter geht, höre ich nur: ist mir doch egal. Die Frage ist mache ich es?

          Ich will auch keine Ausrede suchen, aber es sind immer morgends abends diese Situationen, den Rest des Tages ist er wie immer. Was mir am meisten zu schaffen macht, ist dass er mir oft nicht sagen kann warum es so ist. Deshalb habe ich das Gefühl, dass er evtl. in einer Entwicklungsphase steckt, die eben seine Gefühlwelt in irgendeiner Weise durcheinander bringt.

          • (13) 29.11.18 - 12:41

            Warum wohl - weil er dich gar nicht ernst nimmt. Würd ich auch nicht, wenn jmd. immer jeden Mist den ich versuche durch etwas Hanebüchenes zu entschuldigen. Greif durch, sonst tanzt er dir bald noch mehr mehr auf der Nase rum & du wirst ihn gar nicht mehr einfangen können.

            Und ja, jmd. der sich so respektlos benimmt ist, in meinen Augen das Paradebeispiel für ein Rotzlöffel!

            Hallo,

            bitte nicht vom Fußball abmelden - da fehlt im doch der körperliche Ausgleich.

            Bei uns hat in solchen Situationen immer die Familienkonferenz geholfen. Alle an einen Tisch und jeder darf in Ruhe seine Meinung sagen. Bei euch vielleicht ohne die kleine Schwester.
            Dabei wurden auch immer Absprachen getroffen, die allen helfen sollten.
            Als erstes würde ich mir seinen frechen Ton verbitten, er soll sich doch mal überlegen wie er es findet wenn man so mit ihm spricht. Ich glaube Kinder wollen ganz viel richtig machen, aber bekommen es zeitweise irgendwie nicht hin.

            Meiner ist 12 J. und da merkt man die Pubertät schon sehr deutlich, körperlich und seelisch, aber niemals mega frech uns gegenüber (klar rutscht auch da mal ein "ist mir doch egal" oder "mach doch selber" raus)

            LG
            Tanja

            Das Abmelden bringt ihn nur noch ärger zum Rebellieren und macht Euer Problem noch größer. Motzen und co. kommt meist von Frust, sich unverstanden fühlen, genervt sein etc. Klar musst du Grenzen setzen, aber dafür musst du erstmal wissen, warum er jetzt so tickt. Ohne ein ruhiges Gespräch wirst du es nicht herausfinden..er muss sich öffnen, um sich auch zu erklären können..wenn seine Gründe ausserhalb kämen und er volles Vertrauen zu Euch hätte, würde er zum Ersten, es euch sagen und zum Zweiten euch nicht mit seiner Genervtheit und Motzigkeit bestrafen.

            hallo, nicht vom Fußball abmelden, aber vielleicht sagen, dass er das Training diese Woche vergessen kann bei diesem Verhalten. und das dann auch durchziehen. und vor allem kein schönes Extraprogramm planen weil der Ärmste ja nicht zum Fussball geht. ne, im Zimmer sitzen und schmollen lassen.
            Das würde ich so oft wiederholen bis er es verstanden hat.
            Oder der geplante Besuch beim Freund muss ausfallen aufgrund des Benehmens, sowas würde ich machen.
            nur nicht komplett Abmelden vom Sport, letztlich braucht er ihn ja und soll ja auch wieder hin wenn dieses Grenzen-Austesten vorbei ist

            LG

Basics wie Zähne putzen und anziehen sitzen bei meinen 3 Jungs fest und das muss ich schon seit Jahren nicht mehr wirklich diskutieren...
Duschen--wollen bisher alle freiwillig und gerne.
Weil er letztes Jahr was negatives gesagt hat, darf er 1 Jahr später nicht mitschmücken? Versteh ich nicht.
Hier gibt es wenig Theater--die beiden Teenies (13 und 15) haben alle Freiheiten solange es in der Schule läuft. Sie müssen mir ab und zu helfen, da ich körperlich eingeschränkt bin, aber helfen auch gerne.
Mit dem Kleinen habe ich in letzter Zeit ab und zu "Streit" wegen der Hausaufgaben...er fängt sich öfter mal 3en ein, obwohl er sachlich alles richtig gemacht hat. Das liegt an seiner schlampigen Schrift und daher sitze ich jetzt immer daneben und korrigiere sofort...da wird er ab und zu mal sauer, bzw. ist genervt.

  • Ich habe ihm das mitschmücken nicht verboten, er war beim Fussballtraining und da hatte ich Zeit und Ruhe es zu machen, auch weil ich davon ausgegangen bin, dass er darauf keine Lust hat. Er hätte ja auch einfach sagen könne, dass er gerne geholfen hätte, aber nein, es dampft gleich ab und man bekommt auf einfache Fragen nur noch blöde Antworten.

Keines meiner Kinder zwischen 4 und 14 Jahren hat sich auf eine meiner Bitten je ein „Nö kein Bock!“ erlaubt ... oder ein „ich muss gar nichts!“
Schockiert mich ehrlich gesagt ...

Ich habe keinen Tipp für dich aber wünsche Dir dennoch starke Nerven.

  • (20) 29.11.18 - 22:03

    Ich bin gerade etwas erstaunt und nachdenklich.
    „Mama muss gar nichts, Mama möchte bitte“ hat mein Sohn von mir schon mit drei gehört, auf sein stetes „du musst das, du musst jenes“.
    Würde mich also nicht wundern, wenn das nicht mal zurück kommt. Finde ich jetzt nicht per se schockierend.

    • Finde ich absolut schockierend. Ist es doch oder?

      Ich habe von meinen Kindern noch nie bewusst gehört, dass ich irgend etwas "muss"#schwitz
      Tatsächlich haben meine Kinder sehr früh gelernt ihre Bitten freundlich und vernünftig zu äußern.
      Aber ich werde heute nochmal gezielt drauf achten! Vielleicht sagen sie solche Dinge und mir ist es gar nicht bewusst ? #zitter

      Find ich interessant und ich werde genau drauf achten und nochmals berichten :-D

      • (22) 30.11.18 - 14:30

        Das mein ich doch.. als Sohnemann mit dem "muss" angefangen hat, bin ich eingeschritten. Aus diesem Grund kennt er den Satz "ich muss gar nichts" sehr gut.

        Wenn ich also mal irgendwann etwas mit "muss" von ihm verlange, bekomme ich das bestimmt zurück.

        Da werde ich wohl weiterhin auf meine Wortwahl achten müssen. Ganz klar.... Aber ich erwische mich jetzt schon dabei: Nach dreimal bitten, kommt durchaus ein "muss".

(23) 29.11.18 - 13:36

Sitz es aus. Er soll ungeputzt und ungeduscht in die Schule. Irgendwann muss er zum Zahnarzt oder jemand anderer sagt ihm, dass er stinkt. Spieß umdrehen. Er muss zum Fußballtraining. Du machst keine Anstalten ihn zu fahren (Oder geht er alleine dahin?). "Wir müssen zum Fußball." Deine Antwort: "Nö, ich muss gar nichts." Das würde ich natürlich ewig so fortführen. Erklären, dass er zwar Rechte, aber auch Pflichten hat. Bleib gelassen und zieh es konsequent durch. Irgendwann hat sich dein Sohn ausgebockt.

  • Danke für deine Antwort. Zum Fussball wird er gebracht und abgeholt. Aber so werde ich es mal machen. Ich hoffe einfach, dass es bald vorbei ist.

    • (25) 29.11.18 - 17:36

      Solange es kein boshaftes Verhalten ist, kann ich alles verzeihen. Manche sind halt bockiger und frecher und andere Kinder braver. Aber es geht halt auch nicht, dass Kinder Erwachsene (und Kinder) tyrannisieren.
      Alles Gute!

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