Handy kaputt - Selbst Schuld?

    • (1) 29.11.18 - 20:05
      eir

      Hallo ­čĹő­čĆ╝
      Mein Sohn (fast 10) hat mittlerweile ein eigenes Smartphone. Wir haben gemeinsam regeln erstellt und sind sehr zufrieden, wie er damit umgeht.
      Heute ist es aber passiert. Der Bildschirm ist gesprungen und funktioniert stellenweise nicht mehr. Die H├╝lle ist auch leicht mitgenommen. Weil sein Freund das Ger├Ąt aus dem Fenster geworfen hat...
      Sie mussten f├╝r ein Projekt Bilder auf den PC (unserem,Dachgeschoss ) ziehen. Das haben sie gemacht, dann hat mein Sohn das Handy abgest├Âpselt und zur Seite gelegt. Dann ist er auf die Toilette und es ist passiert. Sein Freund (11) hat es aus dem Fenster geworfen und es ist, nach einem Zwischenstopp auf dem Garagendach, auf unseren Parkplatz gefallen :-[ Wieso er das gemacht hat? Mein Sohn hat mal beil├Ąufig etwas ├╝ber seine H├╝lle erz├Ąhlt. Er dachte, es ist damit unzerst├Ârbar. Der Ausblick nach drau├čen war so verlockend, das musste er probieren.
      Seine Mutter sieht 0,0 Schuld bei ihm. Damit m├╝sse man rechnen, wenn man seinen Kindern so fr├╝h ein Smartphone gibt.
      Was sagt ihr? Es ist doch nicht normal, dass ein 11 j├Ąhrigem einfach so fremdes Eigentum aus dem Fenster wirft?

      Liebe Gr├╝├če

      • (2) 29.11.18 - 20:48

        Hallo,

        Selbst ein 5j├Ąhriger wei├č das man das nicht macht. Von einem 11j├Ąhrigen sollte man so viel Verstand haben.

        Rein rechtlich bleibt ihr, meines Wissens, auf den Kosten sitzen. Der Junge kann wegen Sachbesch├Ądigung noch nicht belangt werden und in dem Alter ist man nicht mehr verpflichtet permanent zu beaufsichtigen. Zumal der Junge eh bei euch war.

        W├╝rden meine Kinder Dinge von anderen besch├Ądigen, w├╝rde ich den Schaden zahlen. Bei hohen Kosten der Haftpflicht melden. Eventuell fragst du die Mutter ob sie es ihrer Versicherung melden m├Âchte. Ich w├╝rde schon auf Zahlung bestehen und auf die Frage warum man einem 10j├Ąhrigen ein Smartphone gibt, k├Ąme die Antwort, dass ein Kind in dem Alter normalerweise so viel Verstand besitzt es nicht aus dem Fenster zu werfen. Au├čerdem hat der Junge sich das Smartphone einfach genommen. Dein 10j├Ąhriger hat es ihm sicher nicht in die Hand gedr├╝ckt und gesagt, dass er es runter werfen soll.

        LG
        Michaela

    Ich habe keine L├Âsung aber ich habe gro├čen Respekt vor Dir dass du so ruhig bist.
    Wenn ich so lese, dass die Madam keinerlei Einsicht zeigt und man nunmal mit rechnen muss...

    Da w├Ąre es zu verf├╝hrerisch Deinen Sohn doch mal dort etwas zerst├Âren zu lassen...
    Vase trifft Fernseher oder so #schein
    Ich mein damit muss man schlie├člich rechnen wenn man Vasen besitzt nicht wahr ?! #wolke

    Ja ja ich weis, is keine Option, weil macht man nicht und ist falsch und moralisch h├Âchst verwerflich und so... aber argh *** #schock


    Ist ja zum in die Tischkante bei├čen wenn man da v├Âllig machtlos ist...:-[

    (9) 29.11.18 - 21:26

    So wie du es schilderst sehe ich eindeutig die Schuld bei dem Freund deines Sohnes. Er muss es ersetzen, oder seine Eltern es bei der Versicherung melden.

    • (10) 29.11.18 - 22:14

      Ich bin v├Âllig bei dir, dass das Handy durch den Freund (bzw. seine Eltern) ersetzt werden sollte..

      Leider nur aus moralischer Sicht.

      Die Versicherung wird nicht zahlen. Und zwar nicht nur wegen des Vorsatzes. Sondern auch, weil die TE in diesem Moment in der Aufsichtspflicht war - und nicht die Mutter des Kindes.

      Ich weiss das, weil wir eine echt "gute Haftpflichtversicherung" haben. Die zahlt auch, wenn mein Kind einen Schaden anrichtet und ich die Aufsichtspflicht NICHT verletzte habe.

      Voraussetzung ist allerdings: Ich muss im fraglichen Moment aufsichtspflichtig gewesen sein. Wenn ich im strittigen Moment GAR NICHT IN DER AUFSICHTSPFLICHT WAR, weil mein Kind zum Beispiel in der Schule war - dann zahlt die Versicherung nicht. Der Gesch├Ądigte bleibt dann auf den Kosten sitzen (wenn die Person, die gerade aufsichtspflichtig war ihre Pflichten nicht verletzt hat).

      Ich pers├Ânlich w├╝rde immer trotzdem zahlen. Aber zwingen k├Ânnte mich rechtlich gesehen niemand.

      Das hab ich mal durch Zufall rausbekommen, weil mein Kind im Bus mal einem anderen Kind die Brille vom Kopf gefuchtelt hat. Die Versicherung wollte sehr genau wissen, ob das in der Schule oder auf dem Weg dorthin passiert ist. W├Ąrs auf dem Schulhof passiert, dann h├Ątte die Versicherung nicht gezahlt. Auf dem Schulweg hingegen unterliegt die Aufsichtspflicht den Eltern.
      Deshalb hatte ich Gl├╝ck.

      LG

      (11) 29.11.18 - 22:20

      Wobei mir gerade noch eine Idee kommt. Das Kind ist ja 10, mein Sohn war damals sechs.

      Ich glaube, ab 7 kann das Kind f├╝r den Schaden belangt werden. Also pers├Ânlich. Und nicht die Aufsichtsperson.

      Das k├Ânnte dann doch noch Hoffnung f├╝r die TE bedeuten.

      LG

      • (12) 30.11.18 - 12:16

        Ab 7 ist das Kind deliktf├Ąhig und kann belangt werden. Wusste ich bis eben auch nicht. Ich habe es zuf├Ąllig gerade in den Unterlagen unserer Haftpflicht gelesen.

(13) 29.11.18 - 22:52

Hallo,

im ersten Moment dachte ich, dass du auf den Kosten sitzen bleibst, weil ich mal einen ├Ąhnlichen Fall hatte als mein Sohn sechs Jahre alt war. Da h├Ątte die Versicherung nicht gezahlt, wenn die Aufsichtspflicht im fraglichen Moment nicht bei mir/ uns Eltern gelegen h├Ątte. Ergo h├Ątte uns niemand haftbar machen k├Ânnen und ergo h├Ątte auch die Versicherung nicht gezahlt.

Aber das betreffende Kind ist ja ├Ąlter als sieben. In dem Fall ist es selbst haftbar, nicht die Aufsichtsperson. Ob die Versicherung zahlt (das Verhalten des Kindes grenzt ja an Vorsatz) d├╝rfte dabei zweitrangig sein (f├╝r dich). Das Kind m├╝sste m. E. haften, wenn es solchen Mist baut, weil es ├Ąlter als sieben Jahre ist. Da sollte man in der Lage sein, die Folgen abzusehen, wenn man ein Handy aus dem Fenster wirft.

Darauf w├╝rde ich die Eltern mal aufmerksam machen.

https://www.finanztip.de/aufsichtspflicht/

LG

(14) 30.11.18 - 07:18

Ich w├╝rde das auch der Haftpflichtversicherung melden, dann erstmal abwarten, was die sagen. Habt ihr einen Versicherungsmakler? Es ist immer gut, wenn man da jemanden anrufen kann und erstmal grob informiert wird. Oft stehen die Ansprechpartner auf dem Versicherungsschein oder der Korrespondenz.

(15) 30.11.18 - 10:34

Hallo,

ich w├╝rde mal recherchieren, wie die Rechtslage in einem solchen Fall aussieht, bzw. vielleicht bei Eurer Haftpflichtversicherung nachfragen.

Grunds├Ątzlich hasse ich diese Eltern, die immer meinen, ihr Kind sei bis zum Alter von 18 Jahren f├╝r nichts verantwortlich zu machen, weil es das ja alles noch gar nicht verstehen kann. #aerger
Man kann einem Hund beibringen, was er zu tun und zu lassen hat, aber ein 11-j├Ąhriger ohne geistige Behinderung soll daf├╝r zu dumm sein?! #klatsch

Dass man kein Handy aus dem Fenster wirft, wei├č selbst unser 8-j├Ąhriger Sohn.

LG

Heike

(16) 30.11.18 - 11:45

Geht's noch? Manche Leute... da hab ich keine Worte.
Sie sollte hurtig zusehen, dass sie das Ger├Ąt bezahlt.

(17) 30.11.18 - 13:18

Hallo!

F├╝r mich ist das Ganze eigentlich klar - der Freund Deines Sohnes ist haftbar:
1. 10-11-j├Ąhrige Kinder m├╝ssen nicht mehr rund um die Uhr beaufsichtigt werden, wenn die 2 Stunden unbeaufsichtigt im Kinderzimmer spielen, ist das absolut normal. Somit liegt hier keine Aufsichtspflichtverletzung vor und man kann nicht sagen, dass Du selbst Schuld bist.
2. Ein Kind ├╝ber 7 Jahren ist eingeschr├Ąnkt deliktf├Ąhig. D.h. das Kinder dann f├╝r durch sie verursachte Sch├Ąden haftbar gemacht werden k├Ânnen, wenn sie aufgrund ihres Alters und ihrer Entwicklung die n├Âtige Einsicht hinsichtlich des Schadens haben. Und bei dem Schadenshergang m├╝sste der Junge schon grenzdebil sein, wenn er tats├Ąchlich damit gerechnet hat, dass das Handy heil unten ankommt. Die meisten 5-j├Ąhrigen wissen, dass Dinge kaputt gehen k├Ânnen, wenn man sie aus so gro├čer H├Âhe fallen l├Ąsst.

Ich pers├Ânlich w├╝rde also noch einmal das Gespr├Ąch mit der Mutter suchen und ihr klar machen, dass sie im Falle eines Schadenersatzprozesses sicherlich verlieren w├╝rde und dass die dadurch entstandenen Anspr├╝che erst in 30 Jahren verj├Ąhren. Wahrscheinlich meldet sie den Schaden dann doch lieber ihrer Haftpflichtversicherung.

Hier ist das ganze mal recht klar abgehandelt:
https://www.bild.de/ratgeber/leben-und-wissen-verbraucherportal/leben-und-wissen/wann-haften-kinder-49679588.bild.html

LG

(18) 30.11.18 - 13:58

Was w├╝rde die Mutter sagen, wenn es sich dabei NICHT um ein Smartphone, sondern um ein Schulbuch des Freundes handelt? Oder wenn es IHR Lieblingsschmuckst├╝ck w├Ąre?


Wie es mit der Haftplichtversicherung ist, wei├č ich nicht.
11 Jahre? Keine Ahnung, in welchen F├Ąllen die das abdeckt.


Meinem Kind w├╝rde ich mit Worten die Ohren lang ziehen.
Egal, ob es ein Smartphone, ein Schulbuch, die Lieblingsjacke oder ein anderes alterpassendes Spielzeug w├Ąre: mit dem Eigentum anderer geht man sorgsam um.
Bestenfalls sogar gar nicht, wenn man nicht gefragt hat (oder kein Ok bekommen hat).

Grundregel seit mein Kind mobil ist. Je ├Ąlter je strenger.

Passieren kann immer was. Bl├Âdsinn machen Kinder auch dann, wenn sie es nicht d├╝rfen.

Daf├╝r gibt es Versicherungen oder Eltern, die mit dem Kind reden sollten.

W├╝rde mein Kind etwas machen (egal ob Smartphone, Schulbuch, sonstiges), g├Ąbe es eine deutliche Ansage, Entschuldigen m├╝sste sich mein Kind
und finanziell w├╝rde ich es von meiner Versicherung pr├╝fen lassen bzw. M├Âglichkeiten anbieten.

Wenn es dir Versicherung pr├╝ft, hei├čt das nicht automatisch, dass sie zahlt.
Aber wenn ich es nicht zum Pr├╝fen gebe, ist klar, dass sie nichts zahlen. :-p
Deswegen, der Versuch w├Ąre es wert.


Lehnt die Versicherung die Zahlung ab, w├╝rde ich fragen warum!
Entsprechend der Begr├╝ndung k├Ânnte ich mir dann immer noch ├╝berlegen, ob ich
- gar nichts bezahle (Begr├╝ndung)
- anteilig selbst etwas bezahle (Begr├╝ndung + Schaden ist ja da)
- komplett ersetze (Begr├╝ndung / menschlich)

(19) 30.11.18 - 15:24

Da w├╝rde ich wohl mal mit der Mutter sprechen.....
hier gab es mal folgende Situation: M├Ądchen hat Fotos von unserem Sohn und seinen Freunden gemacht. Diese forderten das Kind auf, dieses zu unterlassen. Passierte nicht. Daraufhin nahm mein Sohn ihr das Handy aus der Hand und es fiel dabei runter.....und was predigt man immer: Von fremden Eigentum die Finger weg.

Eindeutige Schuld bei meinem Sohn. 1. Man nimmt keine Gegenst├Ąnde an sich, die einem nicht geh├Âren und 2. Man kommt f├╝r Dinge auf, die man zerst├Ârt. Wir haben das Ganze unserer Versicherung gemeldet. Dumm ist nat├╝rlich dann, wenn nur der Zeitwert ber├╝cksichtigt wird und das Handy angeblich viel mehr wert ist, als der Gutachter bewertet.....aber man findet f├╝r alles eine L├Âsung. Die andere Mutter verstehe ich ehrlicherweise nicht so ganz. Mir w├Ąre es sehr unangenehm, wenn mein Sohn Sachen entfremdet und dann zerst├Ârt. Du wirst allerdings hier nur weiter kommen, wenn dies Eltern ein Einsehen haben.....

(20) 02.12.18 - 17:54

An Stelle der Eltern des Kumpels w├╝rde ich das Smartphone wohl ersetzen, wenn mein Kind Mist gebaut hat. Wenn Dein Sohn allerdings mit seiner H├╝lle auf den Putz gehauen und behauptet hat, es w├╝rde damit unzerst├Ârbar, w├╝rde ich an Eurer Stelle mit ihm aber auch nochmal reden. Wenn er das so gesagt hat, hat er in meinen Augen schon eine kleine Teilschuld.

LG

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