Kann ich meinen Söhnen das zu trauen?

    • (1) 14.01.19 - 21:57

      Hallo
      Im Sommer will ich mit meinem Mann und meinen beiden söhnen(werden dieses Jahr 7 und 4) umziehen.wir wollen uns jetzt ein Haus kaufen.um Geld zu sparen müssen wir dann wahrscheinlich in einem Dorf wohnen.problem ist jetzt aber:dort gibt es keine schule auch keine Grundschule.mein älterer Sohn müsste also hin und zurück mit dem Bus fahren.die Sache ist jetzt aber das er weil er autist ist für sein Alter noch ziemlich unselbstständig ist.da wo wir momentan wohnen kann ich ihn noch jeden Tag zur schule hinbringen bevor ich arbeiten gehe aber das wird dann wohl nicht mehr gehen.zudem müsste er dann ja auch noch die schule wechseln und ich bin mir noch relativ unsicher ob er damit gut klar kommt.mein jüngerer Sohn müsste in einen anderen Kindergarten.ich bin mir unsicher ob ich das meinen Kindern zu muten kann weil wir beide nicht während der Schulzeit umziehen mussten und es für die Kinder der erste Umzug wäre.würdet ihr das euren Kindern zu trauen?

      • (2) 14.01.19 - 22:08

        Hallo,

        bekommt dein Kind mit dieser Diagnose keinen Schulbegleiter? Dann müsste es doch klappen mit dem Schulweg.
        In welchem Zeitraum stünde denn dann der nächste Wechsel an zwecks weiterführender Schule? Kann man das eventuell noch abwarten, so dass er keine zwei Wechsel hat?
        LG Delfinchen

        • (3) 14.01.19 - 22:57

          Mein älterer Sohn hat eine integrationshilfe.das er trotz Umzug auf der schule bleibt geht wohl leider nicht weil der weg mit dem Bus 90 Minuten dauern würde mit umsteigen und ich glaube umsteigen ist für ihn zu stressig.

          • (4) 15.01.19 - 06:38

            Du hast mich falsch verstanden, ich meinte nicht, dass er an der jetzigen Schule bleibt.
            Aber eventuell muss er - nach dem umzugsbedingten, bevorstehenden Wechsel - nach der 4. klasse eh wechseln, wenn er in die 5. kommt. Das wären dann zwei Wechsel in drei Jahren. Vielleicht könnt ihr den Umzug verschieben, wenn er dann eh wechseln muss, in die 5. dann spart ihr ihm einen Wechsel.
            LG
            Delfinchen

      Hallo,
      Was mir auffällt ist das du schreibst, wir müssen auf ein Dorf ziehen was sich für mich so anhört als wenn du nicht begeistert bist.
      Wenn ihr nicht überzeugt seit von dem Ort würde ich es lassen.

      Was hilft es dir wenn ich dir schreibe ob ich es meinem Kind zutrauen würde? Nichts bringt dir das.

      Mein Sohn ist Bus Fan und hatte nie Probleme mit den Öffis.

      (6) 15.01.19 - 07:01

      Wie kommt ihr sonst so mit dem Autismus klar? Habt ihr Begleitung?

      Auf dem Land spart man nicht immer Geld. Höhere Benzinkosten, längere Fahrtwege usw. können den Teil, den man am Haus spart wieder auffressen. Renovierungskosten, wenn die Immobilie älter ist.
      Das würde ich genau durchrechnen.

      Das mit dem Bus: fährt der Bus mehrmals täglich? Oder ist das ein Dorf, wo der Bus 2x am Tag fährt?

      Autismus: wie kommt er in der Schule klar? Ist er auf einer Regelschule?
      Ich kenne Asperger Autisten, die mit und ohne Schulbegleitung auf dem Gymnasium waren. Mit Veränderungen lernten sie umzugehen. Allerdings anders herangeführt. Jeder Schulwechsel brachte Chancen (Herausforderung im kognitiven Bereich, was sie entspannter machte), jedoch auch erst mal #schwitz Eingewöhnungszeit, wegen Veränderung.

      Wie hat es bei euch bisher geklappt?

      Meinem Kind würde ich diese Wechsel zutrauen. Ebenso mit dem Bus fahren (Linienverkehr) und einiges mehr. Jedoch würde ich einen Wechsel nur anstreben, wenn es notwendig ist
      und wenn es möglich ist, so timen, dass es nicht zu viele Wechsel in zu kurzer Zeit sind.

      Mit Veränderungen kommt sie super klar. Jedoch braucht sie eine andere Form von Umgewöhnungszeit als andere Kinder.

      Bei einem Freund mit Apserger Autismus laufen Umzüge nach einem bestimmten Schema ab. Umziehen klappt, Arbeitsplatzwechsel klappt auch. Sofern er seine Verankerungen und verlässlichen Abläufe im Hintergrund hat, rechtzeitig plant, sich selbst lange genug darauf vorbereitet.

      Selbständigkeit ist ein großes Wort. Meine ist in manchen Bereichen sehr selbständig, in anderen #schwitz .

      Wenn ihr Begleitung in Form von Begleittherapien habt, würde ich da mal fragen, da sie deinen Sohn kennen.
      Was sagen seine Lehrerinnen in der Schule? Würden sie ihm einen Wechsel zutrauen?

      Es gibt Kinder, die stecken 1, 2, 3 Umzüge gut weg, auch mit Schulwechsel.
      Anderen (auch ohne Autismus) kann das schwer zu schaffen machen.


      Informiert euch auch an den Schulen, die nach dem Umzug in Betracht kommen.
      Würde er sich dort wohl fühlen? Haben diese noch Platz in den Klassen? Welche weiter führenden Schulen wären von eurem neuen Ort aus erreichbar?
      Wären diese auch mit Autismus geeignet?
      Oder sind es nur wenige, keine Auswahl je Schulform? Wie gehen sie dort mit Kindern um die nicht 08/15 sind? Haben die erreichbaren einen Schwerpunkt, der so gar nicht passt? (ich wäre auf einem Sportgymnasium völlig falsch gewesen. Es gab zum Glück aber Auswahl).

      Bedenkt solche Infos ein wenig vorher.
      Jetzt während der Grundschule wechseln lassen, Haus gekauft haben
      und dann feststellen, dass die weiterführenden Schulen nur minimal passen, wären u.U. wieder ein Wechsel. Umzug oder Schulwechsel nach kurzer Zeit, wenn man es doch versucht.

      Je nachdem wie sehr der Autismus ausgeprägt ist, würde ich das mitbeachten.

      • (7) 15.01.19 - 18:10

        Mein ist schwerer Asperger autist.er muss auch Medikamente gegen seine Unruhe nehmen weil die schule sonst leider gar nicht funktionieren würde.mit Gefühlen kann er leider überhaupt nicht umgehen also er erkennt nicht was der andere fühlt und verhält sich dann falsch.empathie funktioniert wie bei den meisten Autisten auch nicht so gut.orientierungssinn geht auch nicht so gut und ich musste mit ihm immer zusammen zur schule laufen.ja er hat eine schulbegleitung.trotz den Medikamenten(Wirkung hatte wohl schon nachgelassen) hat er sich auf der Toilette versteckt weil ihm der Schulstoff zu langweilig war.zudem hat er leider noch eine lese rechtschreibschwäche und muss so einen Förderkurs am Nachmittag besuchen.es gibt nur eine Grundschule die er besuchen dürfte.es gibt in der samtgemeinde 2 Grundschulen.welche man besuchen muss hängt dann von dem Ort ab wo man wohnt.zu beiden muss man mit dem Bus fahren weil man sonst nicht hinkommt.ich habe mal nachgeschaut wie man zu den weiterführenden Schulen kommt:bei der schule die am nächsten dran ist fährt man mit dem Bus eine halbe Stunde und muss dann noch umsteigen.das war bei einer Realschule.in der samtgemeinde gibt es keine weiterführenden Schulen.ein Gymnasium wäre einfacher zu erreichen.die Grundschule ist laut der Internetseite eine integrative schule und arbeitet mit der Montsorri Pädagogik(ich hab mich mit der Montsorri Pädagogik noch nicht beschäftigt und kann noch nix dazu sagen ob das gut für Autisten ist).Einen Schwerpunkt haben die Schulen die am nächsten dran sind nicht so wirklich.die Schulen sind alle laut der Internetseite integrativ.weitere Infos stehen aber auf den Seiten zu dem Thema nicht.ich könnte mir vorstellen das er mit dem umsteigen auf dem hin und Rückweg überfordert ist.grundsätzlich könnte ich mein Kind zur schule hinfahren ist aber auch keine Dauerlösung.ich bin mir nicht sicher ob das geht mit dem Umzug noch ein paar jahre zu warten weil das Haus(Preis passt und das Haus ist auch gut) wahrscheinlich dann schon verkauft ist

        • (8) 15.01.19 - 19:43

          Dann würde ich mich vor dem Hauskauf mit der Schule in Verbindung setzen.
          Auch mit dem Schulbegleiter, was der dazu meint. Auch ob es die Möglichkeit gibt, dass er mitwechselt oder ob er dann einen anderen bräuchte.

          Montessori heißt vom Grundprinzip her, dass Kinder sich selbst aussuchen, was sie gerade lernen möchten.
          Jedoch braut ja jede Schule ihr eigenes Süppchen. Manche schreiben sich Montessori groß drauf, setzen es jedoch nicht um. Oder verwechseln es mit Kind: Kinder entscheiden alles selbst und machen alles auf Sparkurs.

          Was bedeutet integrativ? Wie setzen sie das um? Könnten sie deinen Sohn ggf. mit Begleitung aufnehmen?

          Schreibe dir die Fragen auf und gehe zur Schule.
          Wenn ihr mal umgezogen seid, wird es u.U. schwierig da noch was zu ändern.

    (9) 15.01.19 - 07:01

    Hallo.

    Also wir wohnen auch auf dem Land und da gibt es extra solche Fahrgemeinschaften, wo eben Kinder mit Behinderung bzw. die Hilfe bräuchten auch gefahren werden. Sie werden zu bestimmten Zeiten abgeholt/eingesammelt und auch wieder nachhause gebracht. Gibt es bei uns hier eigentlich recht viele. Erkundige dich doch mal. Was dem Kleinen angeht, da sehe ich weniger Probleme. Vielleicht wäre es möglich, mit den Kindern mal einen Ausflug zu machen und schon mal die Gegend erkunden.

    Alles Gute.

    LG

    Unabhängig von Autist oder Mitten im Jahr umziehen--never ever in Dorf ohne vernünftige Infrastruktur! Und eine GS gehört für mich auch dazu wie Metzger, Bäcker und Supermarkt.
    Wir sind vor 15 Jahren auch von der Großstadt aufs Land gezogen, weil wir uns in der Stadt kein vernünftiges Haus in einer lebenswerten Umgebung hätten leisten können.
    Wir haben uns damals auch noch viel günstigere und modernere Häuser angeschaut, als das, was wir gekauft haben. Aber sie alle lagen wirklich fern von allem, selbst zum KiGa hätte ich mit dem Auto fahren müssen. Damals kein Problem, aber jetzt kann ich aus gesundheitlichen Gründen kein Auto mehr fahren und ich bin froh, dass hier alles vor Ort ist und wir auch gut an die Öffis angeschlossen sind.
    So, nun zu deiner Frage. Mit Autismus kenne ich mich überhaupt nicht aus, da kann ich also nix zu sagen. Ich musste damals in der 3. Klasse umziehen--da war ich zwar sehr traurig, dass ich von meinen Freunden und von meiner gewohnten Umgebung weg musste, aber ich habe in der neuen Klasse sehr schnell Anschluss gefunden.
    Auch neue Kinder in den Kindergartengruppen meiner Söhne haben sich immer recht schnell eingelebt.

    (11) 16.01.19 - 07:41

    Meine ehrliche Meinung ist, dass ich an deiner Stelle davon Abstand nehmen würde. Ich würde warten bis der Junge in der 5. eh wechseln muss und versuchen bis dahin das geeignete Haus in aller Ruhe zu finden und die geeignete Schule. Ich würde auch schauen, ob man nicht in das Einzugsgebiet einer Schule zieht, die für Kinder wie ihn die besten Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

    Häuser auf dem Land sind sicher billiger, aber ohne geeignete Anbindung, gebt ihr am Ende nur viel Geld für Autos und Tankkosten aus.

    Und wenn ihr euch nur am Arsch der Welt ein Haus leisten könnt, dann ist ein Hauskauf bei dem ihr für die Kinder alles über den Haufen werft, vielleicht eh nur eine dieser schön anmutenden Ideen, wo man etwas gerne hätte von dem man sich viel Glück verspricht, aber am Ende feststellt, dass es einen keinen Deut glücklicher macht.

    Ich würde mir das noch Mal ganz genau überlegen, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass dein schwer autistischer Sohn diese Veränderung nicht gut mitmacht und dass der jüngere über den Wechsel seiner Bezugskita auch nicht glücklich ist. Dann hast Du den Stress von zwei Kindern, einen Schulwechsel dazu, die hohe Anforderungen an dich stellen werden + die finanzielle Geschichte, die bei euch knapp kalkuliert klingt + das ganze Theater mit dem Fahren + evtl. Renovierung und die damit verbundenen Kosten sowie der Stress, der durch Umzug und Renovierung entsteht. Und der ist bei einem eigenen Haus oft erheblich höher als nur bei einer Mietwohnung. Komischerweise trennen sich viele Paare nach einem Hauskauf, weil sie die Belastung und die Verantwortung dafür unterschätzt haben und ihnen erst richtig bewusst wird, dass das mitunter eine Lebensaufgabe ist.

    Ich würde da wirklich nichts überstürzen.

    • So sehe ich das auch. Fahrtwege können die ganze Familie nerven. Wir ist es mit Spielkameraden in so einem kleinen Dorf? Einkaufsmöglichkeiten? Überlegt gut. Viel Glück

Hi du! Ich selbst hab auch nen Sohn der Autist und ich weiß um deine Probleme. Meinen Sohn bräuchte ich nicht in den Bus setzen. Eventuell käme er dann schon an, aber er läßt die Kinder ichbt in Ruhe oder ist dann doch überfordert. Daher fahre ich ihn selbst täglich zur Schule weils die bessere Lösung ist. Wir wohnen im übrigen auch in einem Dorf. Allerdings hat mein Sohn eine Schulbegleitung. Wäre die für euch keine Lösung? Wie gut kommt er sonst im Unterricht mit weil das sicherlich auch ne Rolle spielt wie gut oder schnell ihr die bekommt sofern es klappt. Denn ich bin ehrlich, wenn du nicht sicher weißt ob dein Sohn dann überhaupt vernünftigt in der Schule ankommt würde ich es nicht machen. Aber nicht jeder Autist ist gleich daher kann ich natürlich auch nicht sagen wie es bei euch laufen könnte oder wird.

Ela

(14) 17.01.19 - 18:15

"Im Sommer will ich mit meinem Mann und meinen beiden söhnen(werden dieses Jahr 7 und 4) umziehen.wir wollen uns jetzt ein Haus kaufen.um Geld zu sparen müssen wir dann wahrscheinlich in einem Dorf wohnen.problem ist jetzt aber:dort gibt es keine schule auch keine Grundschule.mein älterer Sohn müsste also hin und zurück mit dem Bus fahren.die Sache ist jetzt aber das er weil er autist ist für sein Alter noch ziemlich unselbstständig ist.da wo wir momentan wohnen kann ich ihn noch jeden Tag zur schule hinbringen bevor ich arbeiten gehe aber das wird dann wohl nicht mehr gehen.zudem müsste er dann ja auch noch die schule wechseln und ich bin mir noch relativ unsicher ob er damit gut klar kommt"

Ich wohne zwar auch in einem Dorf, aber mit Grundschulanbindung. Ich würde mir das an euer Stelle 3x überlegen dahin zuziehen wo keine Grundschule ist. Mein Jüngster ist frühkindlicher Autist mit ziemlich schwerer Prägung. Und der Wechsel als Integrationskind im Regelkindergarten in die heilpädagogische Schule war als Umstellung eine große Tortur. Gut da musste er durch. Ich würde heute nicht mehr auf die Idee kommen die Schule freiwillig zu wechseln. Er geht dort mit Schulbegleitung und zwar gerne dorthin. Dort ist er glücklich.

Ganz ehrlich, ich würde warten bis dein Autist von der Grundschule auf die weiterführende Schule wechselt. Wenn er jetzt, so verstehe ich das er geht noch in die Grundschule geht, wechselt und ein oder zwei Jahre später wieder wechselt dann auf die weiterführende Schule, kannst du einen Supergau auslösen. Du weißt ja selber, dass Zusammenleben mit einem autistischen Kind ist nicht immer so einfach. Du müsstest dich neu umorientieren wegen der Lese-Rechtschreibschwäche, wo finde ich neu Förderung für ihn. Macht ihr noch andere Therapien wie Ergo- oder Autismustherapie?
Wie ich schon schrieb wohne ich in einem relativ großen Dorf mit einigermaßen Anbindung ÖPNV, große Edekamarkt und einige kleine Geschäfte. Zu Not komme ich auch mit dem Bus weg.

Wenn ihr wirklich nach der Grundschule auf die weiterführende Schule wechselt, könntet ihr eventuell einen Einzeltransport für euren Autisten zur Schule beantragen. Erkundigt euch mal bei der zuständigen Behörde.

LG Hinzwife

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