Streit zwischen Kindern in der 1.ten Klasse

    • (1) 15.01.19 - 11:58

      Hallo,

      mein Sohn (6) geht seit August in die erste Klasse und geht auch ganz gern zur Schule. Eher ich bin diejenige, die ein Problem mit einem anderen Kind hat...

      Mein Sohn hat sich einen Freund (7) ausgesucht, der in meinen Augen eigentlich kein Freund ist. Dieses Kind war anfangs und auch in der ersten Januarwoche bei uns zu Besuch und auch mein Sohn war ein paar mal dort zum spielen - es gab aber immer irgendwelche Zwischenfälle. Mal mehr und mal weniger schlimm. Der Freund tritt und schlägt meinen Sohn, ärgert ihn dauernd und/oder schubst ihn. Anschließend entschuldigt er sich bei meinem Sohn um im nächsten Moment weiterzuärgern. Über die Ferien haben die beiden sich nicht verabredet und da war ich auch sehr froh drüber. Bitte nicht falsch verstehen - mein Sohn lässt sich leider auch viel zu viel gefallen oder macht etwas, obwohl er weiß, dass das nicht in Ordnung ist und er zuhause dafür ärger bekommt.

      Beispiel 1: Der Freund sagt meinem Sohn er soll sich eine Strähne Haare abschneiden... Macht mein Sohn :-[
      Beispiel 2: Der Freund malt die Jeans meines Sohnes mit Kulli komplett an. Mein Sohn sagt aber nicht, dass er es lassen soll
      Beispiel 3: Der Freund nimmt sich während der Schulzeit das Etui meines Sohnes und spitzt die Hälfte der Stifte so lang an, dass der Stift noch kapp 3 cm lang ist - mein Sohn ärgert sich darüber aber setzt sich dann nicht durch

      Ich bin irgendwie planlos was ich machen soll... Natürlich versuche ich meinem Sohn zu vermitteln, dass so jemand kein wirklicher Freund ist und er es sich gut überlegen muss ob er mit jemanden seine Zeit verbringen möchte, der eigentlich nicht nett zu ihm ist. Bei allen anderen kann er sich nämlich durchsetzen! Außerdem soll er natürlich auch nicht immer gleich ja und amen zu allem sagen was der Freund verlangt oder sagt. Das ist das Problem zwischen meinem Sohn und mir und das werden wir auch irgendwie gelöst bekommen.

      Aber dieses ewige hauen, schubsen und treten in der Schule finde ich schlimm. Soll ich mich an die Mutter wenden? An die Schule? Ich weiß es einfach nicht... Ich als Mama würde zum Beispiel wissen wollen wenn mein Kind jemand anderes ständig verprügelt...

      Auf der anderen Seite frage ich mich wann die Schule reagieren muss. Mein Sohn geht zur Betreuerin wenn er verprügelt wird und sagt das weil er sich selber dann nicht mehr zu helfen weiß und er von mir gesagt bekommt, dass er eben nicht hauen oder treten soll. Da ich aber auch kein "Mobbingopfer" haben möchte, darf er sich schon wehren - im schlechtesten Fall eben auch körperlich. Aber er soll immer erst zu einer erwachsenen Person gehen.

      Was würdet ihr tun? Wenn ihr überhaupt etwas tun würdet... Vielleicht sollte ich mich auch komplett raus halten? Danke fürs lesen ;-)

      • Mein Sohn hatte bis zum letzten Jahr so einen "Freund". Als er dann mit einem blauen Auge und aufgeplatzter Lippe nach Hause kam, war der Ofen bei mir aus....
        Ich habe meinem Sohn VERBOTEN mit dem anderen Jungen zu spielen, der Lehrerin habe ich gesagt, dass ich da Konsequenzen sehen will und der Mutter habe ich gesagt, dass sie ihren Schlägersohn von meinem Sohn fernhalten soll, sonst werde ich andere Schritte einleiten. Die Mutter hat wie ein aufgescheuchtes Huhn reagiert und wollte ihren Goldschatz mit allen Mitteln in Schutz nehmen, wollte nicht, dass ihr Sohn von der Schule Konsequenzen aufgedrückt bekommt usw. Sehr unschön...
        Dann kamen die Sommerferien, die Jungs sind sich da komplett aus dem Weg gegangen und nach den Ferien war wieder gut. Sind jetzt keine Freunde mehr, aber springen sich auch nicht an die Gurgel.

        (3) 15.01.19 - 13:00

        Ich würde mich an die KL wenden. Sollte dann nichts passieren an die Direktorin.

        Privat würde ich jeglichen Kontakt unterbinden/verbieten.

        Solche Themen würde ich als Eltern im Keim ersticken, damit daraus kein "Gewöhnungseffekt" entsteht.

        Gruß, Andrea

        (4) 15.01.19 - 13:30

        Da hätte ich schon lange was unternommen. Spätestens bei der angemalten Jeans. Wenn es in der Schule passiert die Lehrerin, wenn es bei einem Spiel-Besuch passiert ist, direkt die Mutter angesprochen.

        Sag deinem Sohn ganz klar, dass es keine Verabredungen mehr mit dem Jungen gibt, weil er sich nur in Blödsinn mit reinziehen lässt.
        Wenn es dann doch zu Vorfällen kommt, würde ich es in der Schule ansprechen.

        • (5) 15.01.19 - 13:35

          Danke für Deinen Beitrag :-) Das es außerhalb der Schulzeiten keinerlei Verabredungen mehr gibt weiß mein Sohn - das habe ich ihm klar und deutlich gesagt und ihm auch die Gründe erklärt.

          Wegen der Jeans habe ich überlegt die Mutter anzusprechen aber ich habe es dann doch nicht gemacht weil mein Sohn eben auch eine Teilschuld hat... Hätte ich wohl doch machen sollen :-(

          • (6) 16.01.19 - 12:08

            Wieso Teilschuld? Sieh es mal ganz sachlich: Schon beim ersten Kuli-Strich war es falsch; vom ANDEREN. Und auch dann ist dein Sohn nicht schuld, er hat den Jungen ja nicht aufgefordert; und gefragt ob er darf hat der Andere sicher auch nicht. ICh hätte die Mutter sofort auf den Vorfall angesprochen und wenigstens die Kosten für eine Reinigung von der gefordet.

      (7) 15.01.19 - 14:17

      Hallo, ich habe meine Kinder in solchen Situationen auch immer begleitet und auch schonmal die KL angesprochen zu so einem Thema. Dein Arm endet in Kürze, aber NOCH hast du etwas Einfluss. Mag sich dein Sohn denn gerne mit ihm verabreden? Vielleicht findet er den frechen Jungen gerade cool ;-). Ermuntere ihn, sich viel mit anderen zu verabreden und bleib einfach im Gespräch. Wenn es dir zu bunt wird, kannst du auch eine Verabredungspause mit diesem Kind einlegen. Sie sehen sich in der Schule, das sollte reichen.
      VG

      (8) 15.01.19 - 16:38

      Hallo,

      wir haben unserem Sohn (9) vorletztes Jahr verboten mit einem seiner Freunde zu spielen und zwar komplett, sowohl in der Schule, als auch privat, weil das ein sehr hinterhältiges Kind ist, das in der Pause und privat ständig Mist baut und unseren Sohn und andere Kinder mit hinein zog oder ziehen wollte. Wenn die aufflog, gab er immer den Unschuldsengel, während unser Sohn ehrlich sagte, was er gemacht hat und dafür den Ärger bekam.

      Nach einer Weile hatte unser Sohn auch gar kein Interesse mehr an dem Jungen.

      Eigentlich sollte man ja meinen, die Kinder merken schon selbst, wer ihnen nicht gut tut, aber leider ist das nicht immer der Fall.

      Mit der Mutter reden, würde ich an Deiner Stelle nur, wenn sie fragt, warum die Kinder nicht mehr spielen. Häufig sehen gerade die Eltern solcher Kinder ihre Kinder durch die rosarote Brille und verharmlosen alles. Wenn die Grenzen setzen würde, wären die Kinder nicht so...

      Bei Vorfällen in der Schule ist die Lehrerin die Ansprechpartnerin.

      LG

      Heike

      Das ist nicht einfach.

      Was bestimmt nicht funktioniert ist mit der Lehrerin sprechen und sagen, sie soll auf deinen Sohn aufpassen. Wenn der immer wieder mit dem KInd spielt, kann es keinen "Schutz" geben, da sie auch sonst miteinander spielen können. Was aber sicher Sinn macht generell über die beiden mit der Lehrerin zu reden, vielleicht zeigt sich danach dann ein anders Bild.

      Entweder ganz oder garnicht. Umgang komplett verbieten, dann kriegst du die Schule auch bestimmt mit ins Boot oder warten und schauen wie sich das entwickelt.

      Auch wir haben Erfahrungen mit einem Jungen die ausarteten. Auf einmal war mein Sohn in Sachen verwickelt, die ich mir vorher nicht vorstellen könnte. Nachdem wir den Kontakt unterbunden haben, war das andere Kind so verletzt, dass sich unser Sohn mit Mobbingvorwürfen konfrontiert sah. Gott sei Dank kam der Junge damit nicht durch aber erst einmal ist man fassungslos und mein Sohn musste such den Vorwürfen ja auch erst einmal stellen und widerlegen. Seit 1 Jahr ist Ruhe. Der besagte Junge macht Dinge kaputt oder hat Schlägereien und hinterher haben andere ihn angestiftet. Irgendwann sind ihm dieLügengeschichten um die Ohren geflogen. Lieber gleich dagegen angehen. Hier ist dies auf der weiterführen Schule passiert.

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