Mysterium Schulbrot oder Alibibrotdose für die Lehrerin

    • (1) 25.01.19 - 08:45

      Guten Morgen,

      Was nehmen eure Kinder mit zu essen in die Schule?

      Meine Tochter frühstückt immer bevor sie zur Schule geht. Müsli,Obst,Joghurt,manchmal Brot mit süssen oder herzhaften Belag.

      Ich bekam immer eine fast volle Brotdose zurück. Wir haben Brot in sämtlichen Varianten durch. Selbst das sie sich selbst aussuchte kam zurück. Ich habe mir ein Sandwitchbuch aus der Bücherei geholt,mit ihr YouTube geschaut mit Sandwitches,belegte Brote mit ihr nachgemacht. Ausgestochen,nicht ausgestochen. Vollkorn,Weissbrot...quer durch den Bäcker gekauft.Selber gebacken. Nichts....es kam zurück.....

      Diese Woche durfte sie sich alles selbst zusammen stellen und einkaufen.

      Ich hatte kein Bock mehr.

      Es landete MiniFrikatellen,Miniwürstchen,
      Minisalami,Fleischwurst,Landjäger
      Rosinen,Nüsse,Salzstange,Minitomaten,Minigurke,BabyBanane,Snackäpfel,
      Weintrauben,Minikarotten ,Früchteriegel und Traubenzucker(okay der ist eh immer im Ranzen) im Korb und alles irgendwie wild durcheinander ,die ganze Woche in der Brotdose.

      Auffällig,alles in Miniformat.

      Also machte ich noch Minissandwitch,kam als einziges zurück,Rest war gegessen.

      Ich mache das Brot eigentlich nur als Alibi,damit die Lehrerin nicht denkt,das es bei uns nichts gibt. Gestern hat sie gekochte Minikartoffeln mitgenommen,zum Frühstück.

      Wie ist das mit euren Kindern,frühstückten sie was ihr Ihnen macht in der Schule? Besteht ihr auf Brot? Hat hier noch jemand Alibibrotdosen gemacht?

      • meine Tochter hat lange kein Brot gegessen...

        also gab es Obst, Gemüse, Salamischeiben, Wurstscheiben, Frikadellen, Nüsse, manchmal Salzbrezeln und alles in bunten Mischungen in die Box...

        sie Frühstückt vollwertig mit Brot oder Müsli, -- sie isst normal Mittagessen...abends gibts bei uns auch oft Brot .... -- das "zwischendrin" muss nicht unbedingt Brot sein -- ich seh das locker, solange es eben nicht nur Zuckerkram ist, -sondern vorher angesprochenes Snack-Essen.

        Das Alibi-Brot als Versuch, ob sie es nicht doch irgendwann isst, habe ich nach einigne Monaten aufgegeben. - -mein Sohn ist ähnlich... allerdings gibts Freitags ein Nutellabrot -- das essen sie beide :)

        Wer sagt denn, dass es Brot sein MUSS? #kratz

        Würde mein Kind kein Brot essen, dafür aber das von dir genannte - ja bitte, dann eben ohne Brot...

        Hallo,
        Ich habe der Schule inzwischen einen Brief geschrieben und erklärt das diese sich nicht in das Essen meiner Tochter einzumischen hat. Die Verantwortung für das Essen obliegt mir auch wenn das einige Lehrerinnen nicht einsehen wollten.
        Meine Tochter ist nur im Wachstum Brot in der Schule , dann aber gleich mehrere Stullen.
        Ansonsten ist sie Naturjoghurt mit Haferflocken und kleingeschnittenen Obst. Manchmal ist da ein Klecks Nutella drin , manchmal ein Klecks Honig, meistens aber nicht. Die Haferflocken sind in einer extra Dose. Manchmal ist sie auch nur Obst.
        Dazu trinkt sie fast immer Wasser oder selten selbstgemachte Apfelschorle.

        Ich wurde mehrfach aufgefordert ihr gesundes Frühstück mit zugeben. Und das nur weil sie im Wachstum auch Nutellabrot oder Marmeladenbrot mit nimmt. (Auch nicht nur)
        Die "erlaubten" Alternativen sind aber gar nicht gesünder. Salamibrot und Leberwurstbrot wäre nämlich erlaubt.

        Gruß Sol

        • Das mit dem Marmeladenbrot sehe ich genauso. Gerade Salami oder Leberwurst sind ja nun wirklich alles andere als gesund - zuviel Fett, zuviel Salz... Aber sie enthalten kein Zucker, und in vielen Köpfen ist Zucker die schlimmste Ernährungssünde aller Zeiten.

          Unsere Haushälterin / Tagesmutter hat Ökotrophologie studiert, und nun meint sie, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Die meinte doch allen Ernstes neulich zu mir, unser Sohn würde zuviel Obst essen, das wäre ja nun auch nicht gesund, da wäre schließlich Fruchtzucker drin #klatsch. Natürlich ist in Obst Fruchtzucker, aber wenn der Kleine nachmittags eine Portion Weintrauben oder einen Apfel o.ä. isst und in die Schule ein Brot und einen halben Apfel mitnimmt, halte ich den Nutzen durch Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe nach wie vor für größer als den Schaden durch Fruchtzucker (zumal unser Sohn sehr schmal ist). Dass unsere übergewichtige Tochter nachmittags die übrig gebliebenen Kartoffeln oder sogar Nudeln vom Mittagessen noch verdrückt (mitunter 4-5 Kartoffeln, die die Haushälterin zu viel gekocht hat), findet sie weniger bedenklich - die enthalten ja keinen Zucker #augen.

          Die Große musste hatte anscheinend jetzt in der Schule auch das Thema, dass sie ausrechnen sollten, wieviel Zucker in der Marmelade ist. Wir haben zuhause also nachgerechnet, wieviel Zucker in unserer selbstgemachten Zwetschgenmarmelade so ist und sind auf ca. 38gr / 100gr gekommen. Den Kaloriengehalt konnte ich jetzt nicht wirklich ermitteln, aber jede Fertigmarmelade hat weniger Kalorien als Leberwurst oder Salami.
          Und dann der größte Irrtum - wir verwenden einfach Honig zum Süßen, der ist ja total gesund! Honig enthält 80% Zucker, daneben natürlich auch Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme - die bleiben aber nicht enthalten wenn man ihn nicht gerade kalt schleudert. Und wenn ich mir meinen Honig in den heißen Kaffee rühre oder gar damit backe, zerstört die Hitze alle wertvollen Inhaltstoffe - kann man sich also sparen ;-).

          LG

          • "Aber sie enthalten kein Zucker, und in vielen Köpfen ist Zucker "
            Doch industriell hergestellte Leberwurst und Salami enthalten oft Zucker , Glukose , Dextrose und am besten alles 3 extra aufgeführt. Und welche Wurst auf dem Brot ist , kann keine Lehrerin erkennen. Und wenn es den braunes Brot ist, ist da auch Zucker in Form vom Maltrose drin.

        (7) 25.01.19 - 17:18

        Naja, Schule hat auch einen Erziehungsauftrag und gesunde Ernährung gehört in der Grundschule ganz normal dazu, steht im Lehrplan. Ich finde es viel besser, wenn Lehrer sich für den Inhalt der Brotdosen sowie die mitgebrachten Getränke interessieren, als wenn das Thema einmal behandelt und dann nie wieder beachtet wird.

        Natürlich sollte es ok sein, wenn Kinder auch mal Nutella und Marmelade auf dem Brot haben, aber ich finde es gut, dass hingeguckt wird, wenn Kinder ausschließlich ungesunde Lebensmittel mitbringen. Auch ein Kind im Wachstum kann gesund ernährt werden. Vielleicht ist eure Lehrerin einfach übers Ziel hinausgeschossen, aber ganz grundsätzlich ist sie schon auch dafür verantwortlich auf die Ernährung ihrer Schüler zu achten.

        • (8) 25.01.19 - 20:23

          Dir ist bewußt, daß die erlaubten Alternativen Zucker enthalten? Keine Lehrerin kann erkennen ob ich die Leberwurst oder Salami vom Fleischer habe oder nicht.

          • (9) 26.01.19 - 20:57

            Es ging mir nicht so sehr um euren speziellen Fall. Es ging mir darum, dass du der Meinung bist, die Verantwortung über das Essen, dass Kinder mit in die Schule nehmen, liegt allein bei den Eltern. Das ist eben nicht der Fall, auch wenn das einige Eltern nicht einsehen wollen.

            • (10) 27.01.19 - 14:40

              Die Lehrer haben nicht darüber zu bestimmen, was mein Kind in der Brotdose hat.
              Die haben sowieso keine Ahnung, was die Kinder den Rest des Tages essen und ob das gesunde Frühstück nicht in der nächsten Mülltonne landet, weil das Kind es nicht mag.
              Bei schlecht ernährten Kindern macht ein gesundes Frühstück den Kohl auch nicht fett. Bei gut ernährten Kindern schadet ein Nutella-Brot nicht.
              Abgesehen davon ist Wurst auch ungesund und Käse fett, aber beides ist erlaubt...

              Dürfen die Lehrer denn auch bestimmen, wann und wie viel mein Kind fern sieht, welche Bücher es liest und welche Freizeitaktivitäten es betreibt, weil manche Eltern zu dumm sind, ihre Kinder vernünftig aufzuziehen?

              Sollte man nicht gleich nach der Geburt alle Kinder in staatliche Einrichtungen bringen, wo sie nach den derzeit anerkannten Ernährungs- und Erziehungsmethoden perfekt aufgezogen werden?
              Das hätte viele Vorteile: keine dicken Kinder mehr, keine Kinder mit mangelhaftem Sozialverhalten, keine bildungsfernen Eltern, die die Zukunft ihrer Kinder versauen etc.
              Tolle Idee, oder?

              • (11) 27.01.19 - 17:49

                Ich habe mit keiner Silbe geschrieben, dass Lehrer alles besser machen, aber ja, auch Medienkonsum ist Thema in der Schule, da im Lehrplan verankert und Lehrer können zumindest versuchen ein wenig Einfluss auf die Kinder zu nehmen. Dass deswegen alles toll wird, auch bei Kindern aus bildungsfernen Familien, sagt doch gar keiner.

                Lehrer bestimmen nicht, aber sie bemerken und sprechen ggf. an und das ist nicht einfach ihr gutes Recht, es ist ihre Pflicht. Lehrer sind nicht nur dafür da, Unterrichtsinhalte zu vermitteln, sie haben auch einen Erziehungsauftrag. Das ist einfach so, das habe ich mir nicht ausgedacht. Egal ob es dabei um den Inhalt der Brotdose, das Spielen von nicht altersgerechten Spielen oder auch um zu viele Freizeitangebote geht, die dem Kind alle Kraft rauben und dafür sorgen, dass sie keine Zeit haben für die Schule zu lernen oder sogar völlig übermüdet im Unterricht sitzen.

                Solche Dinge werden im Unterricht thematisiert und in Elterngesprächen angesprochen. Viele Eltern verdrehen angenervt die Augen, einige nehmen Rat und Hilfe an. Zwingen kann man niemanden, es müssen schon sehr viele Dinge zusammenkommen, damit von Außen wirklich eingegriffen wird.

    Hahaha, das Alibibrot esse ich meistens noch im Auto, wenn ich den Sohn abhole, weil ich oft bis mittags nichts gegessen habe.
    Der Sohn ist auch eher Typ Äser und mag ein buntes, vielfältiges Angebot in Kleinstmengen. Hier gibt es also auch Rohkost mit Dipp, Nudelsalat vom Vortag, Würstchen, Frikadellen, mundgerecht geschnibbeltes Obst x Birchermüsli, Käsewürfel, Minizwieback, Parmesancracker, Minimuffins, Mozarellakugeln....

    Was die Lehrerin denkt, sollte mir egal sein, ist es mir aber irgendwie auch nicht....außerdem brauche ich das Alibibrot mittags...;-)

Huhu!

So ging es mir im Kindergarten. Mein Kind sollte unbedingt Brot mitnehmen und es offenbar der lieben gleichbehandlung wegen mittags wieder mitnehmen.

Bis ich das erschöpfend erklärt hatte, dass ich mich weigere Lebensmittel weg zuwerfen und noch mehr dagegen wehre, meinem Kind die Tasche mit Dingen vollzustopfen, die sie nicht isst, vergingen Monate. Man ließ sie nämlich erst den Rest essen, wenn sie das blöde Brot aß und dann aß sie eben meistens gar nichts.

Niemand muss Brot essen und solange ich meine kinder gesund ernähre, kann das Lehrern und Erziehern herzlich egal sein, ob sie nun Brot essen oder nicht. Ich meckere auch nicht darüber, dass andere ihren Kindern in meinen Augen Schund zu essen geben. Gleiches recht für alle 😉

Liebe grüße
Hopsi, deren brot- und zuckerfreie kinder gerne mal bedauert werden #rofl

Meine Jüngste (1.Klasse) hat noch nie Brot gegessen. Brot ist für eine gesunde Ernährung auch absolut nicht nötig!

In ihrer Brotdose befindet sich heute:
-Weintrauben
-Banane
-Karotte

Das war's!

Zum Frühstück gab es Müsli. :-)

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