Französisch oder Spanisch?

    • (1) 25.01.19 - 11:01

      Hallo!

      Mein Sohn muss für nächstes Jahr (7. Schulstufe) zwischen Französisch und Spanisch wählen.

      Grundsätzlich wollte er immer eher F machen, da er die Sprache toll findet und gerne mal nach Paris möchte, usw.

      Jetzt ist er damit in seiner Klasse aber allein auf weiter Flur. Alle wollen in S, weil das einfacher ist.

      Also würde er mit anderen aus seinem Jahrgang zusammengewürfelt werden, was an sich ja kein Problem ist.
      Aber angeblich bekommen sie in F eine Lehrerin, die er jetzt schon in Englisch hat und nicht wirklich mag.

      Und Spanisch ist ja auch eine tolle Sprache...

      Er ist sehr gut in der Schule, ist ehrgeizig und lernt schnell, insofern wäre F fachlich kein Problem.

      Ich wäre ihm in F wohl keine große Hilfe, da ich diese Sprache in der Schule hassen gelernt habe.

      Spanisch dagegen liebe ich und bin auch mit den Grundlagen vertraut. Ich würde es toll finden, mit ihm zusammen diese Sprache zu vertiefen!

      Sohnemann legt (noch :-p) sehr großen Wert auf meine Meinung, aber ich tu mir schwer, etwas zu raten. Kann ihn ja schlecht aus Eigennutz zu Spanisch drängen.. #schein

      Würde mich über eine Einschätzung von außen freuen - was würdet ihr tun?

      Danke und LG
      Claudi

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      • Hi,

        Ich studiere als Hobby französisch und spanisch. Im Prinzip ist beides ähnlich schwer. Französisch hat schwierigere Ausspracheregeln, dafür hat spanisch das kompliziertere Zeitensystem.
        Ich würde ihn wählen lassen was ihm lieber ist. Mein Sohn hat französisch gewählt.

      Ich persönlich finde spanisch simpler von der Aussprache und Bedeutungen in Details her.

    Ich würde nach dem Lehrer gehen. Wenn er jetzt schon weiß, dass es zwischen ihm und der Lehrkraft nicht funkt und er diese auf lange Sicht eher behalten wird, dann wird das seinen Zugang zur Sprache hemmen. Französische ist schwer. Es gibt eine Regel und eine gefühlt immer eine Million Ausnahmen von der Regel. Und wenn dann noch die Chemie zwischen Lehrer und Schüler nicht stimmt + Pubertät, ist der Ofen meist aus, ehe er anfangen kann zu glühen. Französisch lernen empfehle ich nur mit einer sehr motivierten symphatischen Lehrkraft. Und ich denke, da Du ihm bei Spanisch helfen kannst und er seine Klassenkameraden behält, ist erschlauer wenn er Spanisch nimmt. Zudem wird Spanisch in der Welt viel häufiger gesprochen. Sie folgt auf Platz 4 nach Englisch, Chenesisch und Hindi mit 330 Mio. Muttersprachlern und Französisch hat noch nicht mal 80 Mio.

    Sag ihm nur weil eine Sprache interessant und schön ist, muss sie zum Erlernen in der Schule nicht die richtige Wahl sein. Da ist es vielleicht besser wenn er die in seiner Freizeit lernt. Auf Noten, mit Schule und Druck macht Spanisch mit diesen Argumenten mehr Sinn.

    • Eben, mir selbst wurde Französisch ja auch durch eine Lehrkraft versaut. Fand die Sprache vorher toll und heute kannst du mich jagen damit.

      Danke für deine Denkansätze!
      LG

      • Bei mir leider auch. Als ich es später freiig an der Uni als Freizeitkurs gelernt hab, war es total genial und hat wahnsinnig Spaß gemacht. Und die Lehrerin kam aus Frankreich und war so toll. Aber in der Schule....da haben nur die Französisch nicht abgewählt, die einen tollen Lehrer hatten. Wir hatten eine gruselige, wo dann auch ganz viele Versetzungsgefährdet standen, wegen diesem Fach.

(9) 25.01.19 - 11:17

wir hatten vorgestern auch den Elternabend zwecks Sprachen... ein paar wichtige Sätze, die ich auch wichtig finde zu berücksichtigen:

1. -- es ist egal, was die Freunde machen
2. -- es ist egal, welchen Lehrer man vielleicht bekommen könnte. -- Es wird in der Laufbahn in jeder Sprache mal den einen oder anderen geben.
3. -- die Schüler entscheiden nach Laune und Gefühl, oft Bauch. -- Bitte nicht die Eltern aufgrund rationaler weiterführender Gedanken. ---

Ein Schüler entwickelt nur Motvitation für etwas, das er sich selbst ausgesucht hat --- lernt gerne, für was er sich selbst entschieden hat --- und nicht für etwas, zu dem er gedrängt wurde durch Freunde, Lehrerbefürchtungen oder Mama ... -- das gibt nur Frust....



da ist vieles dran...

  • (10) 25.01.19 - 11:20

    Wir haben kommende Woche auch einen Elternabend zu u.a. diesem Thema. Mal schauen, was da noch für Denkansätze kommen.

    War eigentlich nie am Grübeln, ich ging davon aus, dass es sicher F wird. Aber jetzt zweifelt mein Sohn und ich natürlich gleich mit... #augen

    Danke dir!
    LG

Hallo,

ich persönlich würde empfehlen, zuerst Französisch zu lernen. Ich finde es auch sehr viel einfacher, Spanisch zu lernen und für jemanden, der Französisch kann, ist es fast nur wie Vokabeln lernen - mal überspitzt formuliert!

Französisch hat eine komplexere Grammatik und ein paar spezielle Eigenheiten, die man so vertiefend am besten in der Schulzeit lernt! Das lernt man später nicht einfach mal nebenbei in einem VHS Kurs am Abend.

Abgesehen davon bin ich auch der Meinung, ist besonders für jemanden aus Deutschland die französische Sprache etwas relevanter als die spanische. Was sie nicht unwichtig macht, sonst hätte ich am Ende nicht beide gelernt!

Wegen der Lehrerin, das muss dein Sohn selbst wissen. Ich würde ihn wahrscheinlich in seinem Wunsch bestärken, denn man sollte den persönlichen Lernerfolg nicht zwingend von der Sympathie des Lehrenden abhängig machen. Und ich finde es außerdem immer erstrebenswert, wenn sich junge Menschen nicht dem Mainstream beugen, sondern ihre eigene Meinung haben. Das schult den Charakter 😉

Lg

  • Wir sind aus Österreich, aber das macht wohl keinen großen Unterschied.

    Stimmt schon, Französisch mal eben im Abendkurs lernen ist wohl nicht. Spanisch dagegen ist nicht so wild.

    Ein Mainstream- Typ ist mein Sohn generell gar nicht. Das hat er schon allein mit der Wahl der weiterführenden Schule bewiesen, da war er auch der einzige aus der Grundschulklasse.

    Das Thema bereitet ihm auch kein Kopfzerbrechen, die Lehrerin hingegen sehr.

    Danke dir für deine Meinung!
    LG

(13) 25.01.19 - 11:23

Guten Morgen,

eine wirklich schwierige Entscheidung. Meiner Großen (inzwischen 9. Schuljahr) ging es um die Wahl zwischen Französich und Latein. Letztendlich überließen wir ihr die Entscheidung. Die Freunde waren der ausschlaggebende Punkt für die Wahl Französich.

Unserer Meinung nach wäre sie in Latein besser aufgehoben gewesen, da sie sich mit Sprachen eher schwer tut, aber die Grammatik recht schnell beherrscht. Alle Freundinnen wählten Französich, also sie auch. Die ersten Wochen waren ein totaler Krampf, sie tat sich unheimlich schwer (obwohl Anfangsunterricht) und wir sprachen mit der Schule, ob ein Wechsel zu Latein noch möglich wäre. Letztendlich hätte sie wechseln können, aber ihr war nicht wohl bei dem Gedanken, alles selbstständig in kurzer Zeit aufzuholen. Also blieb sie bei Französich. Wir haben ihr erklärt, dass sie, wenn sie sich vorbereitet, gerne in F ein 5 auf dem Zeugnis haben darf, die aber mit anderen Fächern ausgeglichen werden müsste.

Seit der Sprachenwahl sind nun einige Jahre vergangen und die Noten in F pendeln zwischen 2 - 4. Sie hat irgendwie die Kurve bekommen, aber F gehört difinitv nicht zu ihren Lieblingsfächern.

Als dann die nächste Wahl für den Neigungskurs anstand, wählte die halbe Klasse Philosophie. Da haben wir sie nicht gesehen, da es dort viel über Texte geht und auch die Klassenarbeiten sehr textlastig sind. Da wäre sie mit ihrer Rechtschreibschwäche nicht glücklich geworden.
Wenige ihrer Freundinnen wählten Mathe / Info, aber auch da sahen wir sie nicht.

Dementsprechend haben wir geraten, dass sie doch Physik / Technik wählen sollte, wir ihr aber freie Hand lassen würden. Sie geht zur Schule, nicht wir. Sie wählte dann auch PH / TK und irgendwann sagte sie zu uns: "Danke, dass ihr gesagt habt, dass ich das wählen soll." In dem Kurs kommt sie gut klar. Vor allem ist der praktische Teil und der theoretische gut ausgewogen.

Du siehst, es ist schwierig als Außenstehender einen Rat zu geben. Du kennst dein Kind am besten, aber auch das Kind weiß schon auch, in welche Richtung es laufen möchte.

Bei euch hält es sich in Waage. Due kannst Spanisch, seine Freunde wären dabei. Er möchte F, weiß es aber nicht.

Setzt euch in Ruhe zusammen und stellt eine Pro und Contra Liste auf. Ich würde sagen, die endgültige Entscheidung trifft dein Sohn.

VG

(15) 25.01.19 - 11:42

Was möchte er dann weiterführend machen? Meine große hat deshalb damals Latein genommen, weil es beim Studium angerechnet wurde (sie hat auch in Latein Maturiert mit einer 2)

  • (16) 30.01.19 - 12:58

    Hey!

    Er weiß noch gar nicht, was er später machen möchte. Latein wäre aber jetzt eh noch kein Thema, das ginge erst ab der Oberstufe, wenn er den sprachlichen Zweig wählt (Was er eher nicht tun wird).

    Es hat sich aber inzwischen geklärt - sein bester Freund geht jetzt auch in Französisch und somit ist die Wahl klar. Das war ja ohnehin sein Favourit. :-)

(17) 25.01.19 - 11:43

Hi!
Was ICH tun würde? Dem bald 7.Klässler die Eigenverantwortung übertragen, sich selbst Gedanken zu machen und selbst zu wählen. Nicht meine Angelegenheit, ich besuche kein Gym mehr.
Meine Älteste (8. Klasse) hat jetzt Englisch, Spanisch und Französisch, die Mittlere (6. Klasse) Englisch und Spanisch. Ihre Schule, ihre Wahl, ihre Verantwortung.
VG

(18) 25.01.19 - 11:48

Also ich fand Französisch nicht wirklich schwer - wobei ich keinen Vergleich zu Spanisch, nur zu Portugiesisch habe.

Prinzipiell würde ich ihn frei wählen lassen. Ich kenne es auch so, dass man die Sprachen auch in der Oberstufe neu anwählen kann.

Was den Lehrer angeht - da würde ich mich nicht aufs Hörensagen verlassen. Das sind oft nur Gerüchte, oder es gibt dann doch zwei Kurse und nur einer davon hat betreffenden Lehrer, etc.

Was die "Weltsprachlichkeit" angeht: In den meisten Berufen braucht man im Endeffekt nur Englisch, wenn überhaupt. Ich kenne zwei Leute, die beruflich mit mehr Sprachen zu tun haben - eine NOA (da ist es aber auch eher ein "nice to have", wenn man Spanisch und Russisch kann, man kommt auch nur mit Englisch gut klar) und eine Übersetzerin (die hat sich die Sprachen aber selber ausgesucht;-)).

Wenn er sich was Urlaub angeht eher nach Frankreich orientiert, ist Französisch das Sinnvollere.

(19) 25.01.19 - 11:54

Französisch wird für ihn zunächst viel einfacher sein als Spanisch (Unmenge an Zeitformen verglichen mit F) deshalb würde ich ihn F machen lassen, gerade wenn die Eigenmotivation schon hoch ist, auch wenn S sinnvoller wäre.

(20) 25.01.19 - 13:44

In dem Fall wäre meine Meinung mit meinem Kind die Vor- und Nachteile durchgehen.

Bzw. die genannten Punkte.
Was für mich Vorteile wären, wären für mein Kind Nachteile und umgekehrt.

Hat er die Chance in beide Sprachen reinzuschnuppern?
Texte oder Filme im Internet lesen/hören?
Gefühl für die Sprachen FÜHLEN.

Klingt albern, aber eine Sprache fühlen ist schon auch wichtig.

In meiner Schulzeit wurden wir getrennt. Eine Freundin nahm französisch, ich Latein.
Ich wäre in F untergegangen, sie in L. Dennoch blieben wir Freunde und vor allem konnten wir so weiterhin auf die gleiche Schule gehen.
In der "falschen" Sprache, hätte eine von uns wegen der Sprach wiederholen oder wechseln müssen.

Andererseits würde ich den Freundschaftsaspekt nicht unterschätzen.
Wenn er in beiden Sprachen gut klar kommt, wirklich Probleme bekommen würde mit der Lehrerin ... dann kann das durchaus zu berücksichtigen sein.

Da würde ich mit ihm reden und ihn mal fragen, wie er sich fühlt.
Welche Punkte er wie wichtig einschätzt, für sich.

Und eben mal in beide Sprachen reinhören / lesen lassen.


F kann er später auch lernen. Macht eine Freundin im Abendkurs, einfach weil sie Spaß daran hat. Bei ihr wurden damals andere Sprachen angeboten.

Ehemalige Klassenkameraden haben F teilweise ganz verlernt, weil sie es nie gebraucht haben.

Wie stellt er sich seinen Weg vor? Wie wichtig wird F sein? Kann er es aufholen durch Abendkurse, dort leben? Oder eher nicht.

(21) 25.01.19 - 21:50

Arbeitstechnisch ist französisch zu wählen. Für den Urlaub langen spanische Vokabeln. In der eu sind D und F derart verwoben und bieten berufliche Chancen.

(22) 27.01.19 - 14:20

Hallo,

ich habe schlechte Erfahrungen mit Spanisch gemacht.

Das liegt mir nicht, klingt in meinen Ohren nicht schön, und die Vokabeln bleiben bei mir nicht hängen.
Eine blöde Lehrerin kann man da auch bekommen - ich hatte eine.

Französisch hat mir dagegen immer Spaß gemacht.
Unsere Tochter (6. Klasse) macht Französisch bilingual und findet es super.

Aber ich würde Deinem Sohn sagen, dass er das entscheiden soll.
Objektiv kann man nicht sagen, was besser ist.

Ich hatte übrigens beide Sprachen gleichzeitig in Klasse 11 angefangen.

LG

Heike

(23) 27.01.19 - 21:09

Ich habe für Spanisch gestimmt.

Ich finde den Freundschaftsaspekt doch schon relativ wichtig.
Damals stand ich auch in der 7. vor der Wahl Französisch oder Latein. "Alle" hatten Latein genommen, aber ich (bzw meine Mutter als Ratgeberin) fand es unnütz, weil es eine tote Sprache ist. Und im Nachhinein habe ich es bereut, weil so oft Latein Gesprächsthema im Freundeskreis war und ich entweder "raus" war oder irgendwann notgedrungen (weil eben so oft Thema) fast schon selbst Latein konnte - und es dann tatsächlich im Vergleich einfacher fand und sauer war, dass ich mit dem Wissen nichts anfangen konnte...

Und gibt es vielleicht die Möglichkeit dich zu informieren, welche Wahlpflichtfächer in der 9. angeboten werden - sofern es das heutzutage/in deiner Schule noch gibt? Da gabs bei mir auch nochmal Französisch (also damals doppelt ärgerlich für mich).

(24) 28.01.19 - 09:00

Hallo,

ich würde ihm die Entscheidung überlassen und ihm sagen, dass Du ihn unterstützt, egal was er wählt.

Ich kann auch beides und finde sie ähnlich schwierig.

Falls er Spanisch wählen sollte, finde Dich aber damit ab, dass er es evtl. gar nicht so toll finden wird, mit Dir zusammen die Sprache zu vertiefen. In dem Alter nehmen viele die gut gemeinte elterliche Unterstützung nicht mehr gut an.

Viele Grüße
H.

Wenn er Französisch lernen möchte würde ich ihn das auch wählen lassen. Es ist eine tolle Sprache und ein sehr schönes Land.

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