Gebärmutterhalskrebs - auch Jungen impfen?

    • (1) 26.01.19 - 08:44

      Hallo liebe urbinis -

      Die HPV- Impfung schützt Mädchen zu einem großen Teil vor den HP-Viren, die in 70% zu einem Gebärmutterhalskrebs führen können. Soweit die Mädchen.

      Jetzt erzählte mir eine Mutter, sie habe auch ihren Sohn impfen lassen. Mhmm, okay.
      Das hat mich verunsichert. Habt ihr oder werdet ihr eure Söhne auch gegen HPV impfen lassen? Und warum?

      Bitte keine Diskussion über das GRUNDSÄTZLICHE impfen.

      Ich habe letztens einen Bericht über die heruntergespielten Nebenwirkungen in Deutschland gelesen und würde nicht mal mein Mädchen wenn ich eines hätte impfen lassen, aber ganz sicher nicht meinen Sohn. Schon weil wir kein Experiment in Langzeitstudien sein wollen.

      • Quelle?

        Ich impfe nicht gegen HPV, mache sonst aber viele Impfungen und hab in meinen letzten 7 Dienstjahren >5000 Impfungen gemacht, wenn ich meine Kollegen vom Standort dazu rechne, kommen wir in der Zeit auf mindestens 20000 (15-20 Impfungen pro Woche). Und da wir im Unternehmen angestellt sind, sehen wir die Leute wieder, bekommen also mit, wenn was läuft. Ist jetzt zwar keine doppelblinde randomisierte Studie, aber zumindest eine ordentliche Zahl. Ich weiß also, wovon ich rede, und zwar aus dem Alltag und fachlichen Fortbildungen und nicht nur aus dem Internet oder Fernsehen.

        Inzwischen haben fast alle jungen Frauen die HPV-Impfung und meistens allenfalls die normalen UAWs. Die normalen unspezifischen Nebenwirkungen würde ich zwischen 1 und 10% ansiedeln (Arm tut weh - je nach Impfung mehr oder weniger, wobei HPV wirklich einer der schlimmeren sein muss, Lymphknoten geschwollen, Infektsymptome). Bei meinen Leuten vielleicht 2 Handvoll, die Impfserien abgebrochen haben, weil sie diese Symptome als so schlimm empfanden (Hepatitis, FSME), aber nichts medizinisch objektivierbares.
        EINE einzige relevante: Empfindungsstörung im Arm bei Tollwutimpfung und Patient, der vor Jahren eine Hirnstammentzündung hatte. Meldung ans PEI erfolgt, dort als seltene NW bekannt, mit aufgenommen.

        Das sind die einzigen Fälle, in denen ich vorsichtig bin und nur das Mindestmaß empfehle: neurologische Vorerkrankungen, zudem bei (gesicherten) Immunschwächen (und damit meine ich nicht die Patienten, die halt gerade 5 Infekte hintereinander hatten).

        Ansonsten: ja, es gibt sie. Die 1 in einer Million-Fälle. Für den einen eine Katastrophe, ganz klar. Da gibt es nix zu beschönigen. Aber das ist bekannt und da wird überhaupt nichts verschwiegen. Aber wenn man sich die Zahlen anschaut: Erkrankungsrisiko und Impfrisiko gibt es eklatante Unterschiede. Und in Zeiten von Google: schaut euch auch mal die Krankheiten dazu an. Und bitte auch kritisch hinterfragen, wenn ihr was hört: ist das wirklich ein kausaler Zusammenhang oder ggf. nur zufällig gleichzeitig da (ist nicht immer leicht, auch nicht für Fachleute). Beispielthese: durch Medizinstudium und Arztsein kriegt man graue Haare. Begründung: vor dem Studium hatte ich sie nicht, jetzt schon. Meine Kollegen auch. Das muss also schuld sein. Hätte ich mir nur einen anderen Job ausgesucht. Sagt allen, dass sie auf keinen Fall Medizin studieren sollen!🤔😂

        Meine Kinder werden ganz klar gegen das Zeug geimpft. Arm tut weh - blöd. Cervix- oder Penis-Ca deutlich blöder. Und jetzt mal im Ernst: glaubt ihr wirklich so an Verschwörungstheorien, dass ihr denkt, wir Ärzte spritzen euch und euren Kindern Medikamente oder Substanzen, von denen wir nicht überzeugt sind, dass sie einen größeren Benefit als Schadensmöglichkeit haben? 100% kann ich den Schaden ja leider nie ausschließen, aber ich würde nie jemand bewusst schaden und das gilt zumindest für alle Ärzte, die ich kennengelernt habe. Und wenn den Leuten auf der Stirn stehen würde: ich reagiere mit ABC auf Impfung XYZ, dann würden wir in der jeweiligen Situation nicht impfen, oder nur nach deutlicher Rücksprache mit dem Patienten. Klappt aber im Alltag leider nicht so...

        • Achso, und bevor die Geldmache-Diskussion wieder losgeht: Heilpraktiker und leben natürlich von Luft und Liebe und Globuli werden von altruistischen Menschen produziert. Und die alle würden natürlich nie bei Empfehlungen ans Geld verdienen denken oder Geld vom Patienten nehmen wie die böse Pharmaindustrie oder Schulmedizin.
          Soll jetzt nicht heißen, dass immer alles sinnvoll ist und man Dinge nicht hinterfragen sollte. Und ich bin durchaus ein Freund davon, Dinge ganzheitlich zu sehen und auch mit Phytotherapie oder z.B. Dingen wie Osteopathie etc. zu behandeln, aber diese Vorurteile gehen mir auf den Geist.

          Das war ein Beitrag bei Frontal 21. Da wurde auch nicht die Impfung kritisiert, sondern die mangelnde Aufklärung zu Nebenwirkungen, die komischerweise in Japan und Skandinavien durchaus Thema sind.

          Ich habe per se gar nichts gegen Impfungen. Mein Kind ist auch geimpft, zwar nicht 100% nach Stiko, aber doch fast.

          Ich habe ein Problem damit Versuchskaninchen der Pharmaindustrie zu sein und muss meinem Kind nicht jede zugängliche Chemie in den Körper drücken ohne mich dreimal zu informieren.

          • Die Aussage finde ich vollkommen ok.

            Was wurde denn konkret an Nebenwirkungen angesprochen?
            Ich kenne jetzt nämlich wirklich nur die o.g. üblichen Verdächtigen als alltäglich und, wie schon gesagt, den 1-in...-Fall wünsche ich mir natürlich auch nicht für meine Kinder, aber da hab ich keine Angst davor.

            Gab es dort noch andere Nebenwirkungen gehäuft?

            • Den Mädels ging es über mehrere Monate körperlich sehr schlecht. Müde, abgeschlagen etc.
              Man findet den Beitrag sicher in der Mediathek.
              Ich fand eben besonders interessant, dass in der Infobroschüre in Deutschland von keinen Nebenwirkungen gesprochen wird, in anderen Ländern hingegen diese Impfung gar nicht mehr so gehypt wird....

              • Leider nicht, oder ich war blind. Ich hab nur die Beiträge von Nano gefunden, aber da ging es nicht um Nebenwirkungen. Ich bin aber sowieso im Februar und März auf FoBis zu Impfen und Reisemedizin. Da trifft man auch viele Kollegen und kann solche Sachen thematisieren. Ansonsten werde ich mal ein bisschen weiter nachforschen. Am Dienstag bin ich auch wieder bei meinem Gyn, werde den mal fragen, was er an Infos dazu hat.
                Keine Nebenwirkungen ist natürlich Quatsch, wenn dann müsste es heißen quasi keine ernsten Nebenwirkungen. Und wie gesagt, ich kenne hier bisher tatsächlich nur die üblichen harmlosen Verdächtigen als im Alltag relevant.

        Hallo du.

        DANKE!

        Schade, dass man nur 1 Stern pro Beitrag vergeben kann.

        Lg waldfee

        hast Du gut und nachvollziehbar geschrieben.... und ganz ehrlich: selbst wenn es gegen HPV eine GANZ HÄUFIGE nebenwirkung wäre, dass man danach ne woche schmerzen hat oder der arm ein paar tage blau ist oder man Fieber bekommt....

        ganz ehrlich? --- was sind ein paar Tage fieber oder so gegen einen Schutz vor KREBS ??? -- ich finde, die verhältnismässigkeit ist das Problem.... hier wird viel zu viel aufgebauscht...

        ich persönlich finde die Auswirkungen von Hormonen für mich sehr gravierend. -- JA, ich habe wegen der Kupferspirale eine stärkere mens -- und JA ich habe 1-2 Tage mehr Mens-Schmerzehn als früher... aber hey: wenn das der Preis dafür ist, dass ich keine Hormone als Verhütung nehmen muss.... die nehme ich gerne in Kauf. Punkt. --- Nebenwirkung ist eben nicht gleich Nebenwirkung und die gewünschte Hauptwirkung ist vielleicht das ein oder andere zipperlein Wert. -- meine Meinung.

    (14) 26.01.19 - 14:15

    Meine sind gegen alles geimpft und fit wie Turnschuhe. Demnächst werden sie gegen Hepatitis geimpft.

    • (15) 26.01.19 - 18:37

      So geht es den meisten Kindern, aber eben leider nicht allen.
      Du kannst deinen Kindern in den Körper jagen was du willst, ich allerdings bin da kritischer (kein! Gegner) und wäge ab.

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