KFO: Funktionsanalyse & Brackets

    • (1) 28.01.19 - 10:26

      Hallo,

      meine Tochter soll bald eine feste Zahnspange bekommen. Aktuell hat sie wieder eine lose Spange, um den Kiefern noch etwas zu weiten. In einem Jahr oder so soll es dann mit der festen weiter gehen.

      Der Kieferorthopäde hat eine Funktionsanalyse im Artikulator mit manueller Strukturananlyse des Kiefergelenks vorgeschlagen. Ist das wichtig? Sinnvoll? Müsste das mehrfach gemacht werden? Meine Tochter hatte schon eine Frühbehandlung wegen eines Kreuzbisses (Gaumenplatte + lose Spange) - damals hat er so was noch nicht gesagt, wobei es da ja offensichtlich war, dass Ober- und Unterkiefer nicht gerade übereinanderstanden.

      Was die Spange selbst betrifft, so hätte ich jetzt die besseren Drähte genommen und selbstligierende Edelstahlbrackets (+Versiegelung+Retainer). Vor allem weil ich mir erhoffe, dass das Zähne putzen einfacher ist als bei dem Kassenmodell und da weniger hängen bleibt.
      Und dass sie weniger stören. Außerdem hieß es, die Termine beim KFO seien dann deutlich kürzer.

      Wie sind eure Erfahrungen?

      Danke und viele Grüße

      • (2) 28.01.19 - 21:11

        Hallo,

        zu der Funktionsanalyse kann ich nichts sagen, dazu habe ich keine Erfahrungen (oder es gibt auch andere Benennungen nach gleicher Weise.).

        Zum anderen, was war denn die ursprüngliche Intention? Erstmal den Kreuzbiss richten und dann schauen, wie sich alles entwickelt?

        Bei meinem Kind (fast 9) war es so: schwerer Kreuzbiss, dazu ein Schneidezahn, der keinen Platz zum Rauskommen hatte und schon quer im Zahnfleisch wuchs.
        Erster Schritt: eine feste GNE-Spange für 6 Monate, nach drei Monaten GNE kamen zusätzlich Brackets auf die oberen 6 Zähne (der Schneidezahn war inzwischen schräg herausgewachsen) als Kassenmodell dazu, erst ein feiner Draht, später stärker. Die Zähne wurden zuvor versiegelt und das reichte aus. Es ist aber auch nicht anfällig für Karies, das hätte ich mir sonst auch überlegt, ob es was „Besseres“ sein soll.
        Es war auch kein Problem mit dem Putzen oder Essen, ich fand die Kassenbrackets auch nicht mehr so extrem groß und rau, das Kind hatte dann auch fast keine Probleme mit Reibung an der Schleimhaut (dafür gibt es auch Wachs).
        Diese blieb 5 Monate drin und nun hat das Kind wieder lockere Spangen, oben mit Weitung alle zwei Wochen, damit läuft es gut und das Ergebnis spricht für sich. Wenn es so bleibt, sind wir alle mehr als zufrieden mit dem Ablauf der Behandlung und empfinden sie auch nicht als überflüssig.

        Vielleicht meldet sich auch noch die Userin, die Zahnärztin ist, ihre Erfahrungen finde ich immer sehr hilfreich.

        VG, midnatsol

        • Moin,
          wir hatten eine Frühbehandlung mit loser Klammer mit einem negativen Ergebnis. Da der Kreuzbiss bei unserem Kind schon sehr schwer ist, sind wir an die Hochschule verwiesen worden. Unser Sohn war da 11,5 Jahre alt. Dort ist unser Kind jetzt seit ca. 1,5 Jahren in Behandlung. Es wurde zur Gaumenerweiterung vor der eigentlichen festen Klammer ein festes Teil eingesetzt und zum Teil verklebt und verschraubt. Zum Ende wurden dann dort Bänder angepasst. Dieses hat die Kasse nicht übernommen ist eine Privatleistung. In unserem Fall kostete dies rd. 400 EUR Eigenanteil. Der Vorteil ist, er konnte es nicht rausnehmen. Der Nachteil ist, dass es sehr schmerzhaft war. Am Anfang ca. 1 Woche Schmerzen. Es wurde dann alle vier Wochen die Feder verstellt. Die Eckzähne haben überhaupt keinen Platz gehabt. Nach ca. 8 Monaten kamen Brackets auf die hinteren Zähne und Bänder. Das feste Teil wurde nun entfernt, da der Gaumen sich sehr gut erweitert hat. Es war spannend zu beobachten, wie sich die Lücken erweiterten also nicht mm, sondern cm. Bei der letzten Behandlung wurden an den oberen Zähnen weitere Brackets eingesetzt. Es fand eine Vesiegelung statt und es wurde ein Drahtbogen eingesetzt, der etwas feiner ist, ebenfalls keine Kassenleistung. Kosten werden ca. um die 200 Eur liegen. Der untere Kiefer kommt natürlich auch noch aber im Moment ist man dabei, dass genug Platz vorhanden ist, die Zähne in die richtige Stellung einwachsen können. Wir sind alle 4 Wochen in der Klinik. Beim unteren Kiefer wird dann wohl noch ein Retainer im Anschluss kommen - warten wir es ab. Kosten dann wieder so ca. um die 450 Eigenanteil. Die Diskussionen über die Klammer verfolgen wird. Letztlich ist es so, dass es bei unserem Kind nicht um ein "Zahnpastalächeln" geht, sondern darum, dass die Zähne Platz haben und da sind wir froh, dass er nicht wie "Dracula" rumlaufen muss.

          Bei der Versiegelung werden auch nicht alle Zähne von der Kasse übernommen. Es handelt sich um dei Fronten und nicht um die Flächen. Das wird unterschieden. Bei den Brackets gibts auch wieder Unterschiede. Kassenbrackets und Sonderbrackets. Da unser Kind sehr große Zähne hat, haben wir uns für Kassenbrackets entschieden.
          Alles in allem ist uns wichtig, dass er kein "Draculagebiss" hat. Es geht uns also nicht um das Zahnpastalächeln, sondern tatsächlich um ein Gebiss, was nicht kreuz und quer steht....unser Sohn ist in die höchte Schwierigkeitsstufe eingestellt. Wir sehen durch die Behanldung wesentliche Erfolge. Wir sind jedoch auch froh, dass es in der Klinik erfolgt. Der Prof. und mehrere Fachärzte schauen sich immer wieder die Ergebnisse an und das gibt uns ein gutes Gefühl.

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