Das Lernen in der Waldorfschule

    • (1) 30.01.19 - 07:51

      Ist das Lernen in der Waldorfschule Spass oder Stress??
      Was mach Spass den Kindern in der Waldorschule ??

      Na ja die Kinder müssen schon gut selbsständig sein. Und es kommt auf die Schule wie immer an. Es gibt schlechte und gute.
      In die 1 Klasse meiner Tochter kommt jetzt ein Mädchen,wo die Lehrerin bei Null anfängt,weil die Ortsansässige Walddorfschule (laut Eltern) nicht gut gearbeitet hat.
      Das Mädel hat sich zwar künstlerisch und handwerklich ausgetobt aber kann nicht bis 20 zählen oder im 10er Bereich rechnen und schreiben war nach Gehör,was eigentlich in BW inzwischen Verboten ist. (Gott sei Dank).
      Das Mädel ist nicht dumm und es wurde auch gesagt das sie bestimmt schnell aufholt ,da die Eltern nicht gewartet haben bis das Kind in Brunnen gefallen ist.

      Und dann gibt es eben noch die wissbegierigen ,Selbstständigen Kinder ,die schnell begreifen und dementsprechend Arbeiten und darum aufgehen. Für die ist das Konzept super.

      Es fällt und steht mit den Lehrkräften/Schule und Einsatz der Eltern.

      • meinst du montessori? waldorf arbeitet überhaupt nicht auf selbstständigkeit hin, sondern operiert fast nur frontal im sehr großen klassenverband, gerade in den ersten stufen. intellektuell wird wenig verlangt, es wird von einer stereotypen entwicklung der kinder in "jahrsiebten" ausgegangen, vgl. antroposophie, und denken ist da mit sechs noch nicht vorgesehen.

        montessori dagegen ist im prinzip das freie arbeiten in einer vorbereiteten umgebung. das machen auch viele staatliche schulen in allen jahrgangsstufen in verschiedenen graden der offenheit ("offener unterricht"), z.b. werkstattunterricht, wochenpläne, lerntheken usw. da kann es bei radikal offenem unterricht sein, dass unselbstständige kinder sehr weit weg vom lehrplan sind. das gleicht sich aber i.a. im laufe der schulzeit aus; dieses vertrauen in ihre kinder haben nicht alle eltern.

        • Hi! Nochmal nachgefragt bei der Mama. Ich habe tatsächlich die beiden verwechselt.
          Entschuldigung.

          • Es kommt ganz stark auf das Kind und die Lehrer an.

            Meine Kinder sind alle auf einer Montessori Schule und wir hatten auch schon Höhen und Tiefen.
            Stress haben sie keinen - nie gehabt.
            Aber sie sollen selbstständig arbeiten und sich ihre Sachen selber zusammen suchen. Das überfordert manche dann schon.
            Sie hängen aber so in der Luft und dann wird's schwierig, weil das eben nicht vorgesehen ist. Diese Kinder bleiben dann durchaus auf der Strecke und langweilen sich nach einiger Zeit, weil sie ja prinzipiell schon gerne lernen würden...

            Aber im großen und ganzen sind wir sehr zufrieden. Mein Großer macht jetzt den M-zweig und hatte die ganzen Jahre aber die Zeit, die er braucht.

            Und die Kinder sind oft friedlicher und entspannter im Umgang, weil eben nicht ständig an ihnen rumgenörgelt wird und der Stresslevel dadurch niedriger ist.
            Ausserdem wird auf soziales Miteinander sehr viel Wert gelegt und die Kinder werden bei Auseinandersetzungen begleitet.
            So wüste Schlägerein gibt's bei uns tatsächlich nicht.

            Wir würden uns wieder für diese Schulform entscheiden bzw. Einen haben wir ja eh noch am Start :-)

    Für meinen Jüngsten (ist frühkindlicher Autist) ist die Waldorfschule ganz prima. Er besucht allerdings den Förderschulzweig dieser Schulform in Kleinklassen (so zwischen
    5 und 12 Schülern plus Lehrer und Klassenbegleitung). Mein Kleiner hat allerdings noch eine Schulbegleitung. Im Vergleich zur normalen Förderschule geistige Entwicklung lernt er da auch noch mehr wie Lesen Schreiben Rechnen. Und mein Sohn ist handwerklich begabt, das wird da auch gut gefördert.

    Meinen Großen hätte ich da allerdings nicht hingeschickt auf den Regelzweig der Waldorfschule und bei einer Klassenstärke von 30 Schülern und mehr. Er ist AVWSler
    (auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen) und kann diese ganzen Geräusche schlecht filtern. Für solche Kinder ist das völlig ungeeignet.

    LG Hinzwife

    Hallo!
    Eine gleichaltrige Freundin meiner Tochter geht in die zweite Klasse einer Waldorfschule. Wenn meine Tochter manchmal hört, was die Schüler da machen, dann wird sie manchmal schon neidisch. Z.B. jeden Tag eine halbe Stunde Seilspringen als Unterricht, kaum bis keine Hausaufgaben. Auf der anderen Seite merkt sie aber jetzt schon ganz klar den Lernunterschied. Meine Tochter ist eine gute Schülerin einer Regelschule, sie kann lesen und schreiben, rechnen im 100er Bereich. All das kann ihre Freundin eigentlich noch nicht. Der Unterschied ist echt groß.

    In der Waldorfklasse sind 34 Kinder, 12 mehr als in der Klasse meiner Tochter.
    Was ich gut finde, die Schule geht bis zum Schluss, also die Schüler werden nicht wie bei meiner Tochter nach der 4. "aufgeteilt".

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