Anmeldung weiterführende Schule

    • (1) 31.01.19 - 18:11

      Ihr Lieben,

      ich bin in einer blöden Situation, was die Anmeldung meines Großen an der weiterführenden Schule betrifft.

      Hier in Hamburg ist es so, dass man mit dem Halbjahreszeugnis der 4. Klasse einen Anmeldebogen für die 5. bekommt, den man seiner Erstwunschschule bei der Anmeldung aushändigt. Die Erstwunschschule meines Sohnes ist ein begehrtes staatliches Gymnasium, welches die Zusagen über den Schulplatz erst im April/Mai rausschickt. Der Zweitwunsch meines Sohnes ist eine Privatschule, die sich erfahrungsgemäß sehr schnell mit dem Schulvertrag meldet und auch innerhalb kürzester Zeit unterschrieben zurück haben will.

      Nun ist es so, dass wir den Termin zur Anmeldung in der Privatschule VOR dem in der Erstwunschschule haben und dort den Anmeldebogen vorlegen müssen. Die Privatschule würde dann die „Abmeldung“ bei der Schulbehörde vornehmen (nach dem Motto: den braucht ihr nicht mehr „verteilen“) und ich könnte ihn nicht mehr in seiner Wunschschule anmelden, weil ich den Anmeldebogen bei der Privatschule abgegeben habe.

      Hat jemand Erfahrung damit? Mit offenen Karten spielen? Ich möchte es mir nicht mit der Privatschule verscherzen, falls wir dann wirklich eine Absage von der Wunschschule bekommen. Aber die Privatschule will natürlich ihre Schulplätze auch schnell vergeben und wird wohl wenig Verständnis für unseren Fall haben.

      Irgendwelche Ideen?

      LG
      J.

      • Puuuh, im ersten Moment etwas verzwickt. Im zweiten Moment würde ich das Gespräch mit dieser Privatschule aktiv suchen und die Situation schildern, die mit Verlaub dort sicher kein Einzelfall ist. Grundsätzlich ist dieser Fall genau das was man eben auch verhindern will, das wilde Anmelden bei Hinz und Kunz um sich bei Mehrfachzusagen die Rosine heraus zu picken, während andere wirklich interessierte Schüler blockiert werden.

        Bei uns in Bayern gibt es in der 1. Woche in Maib, das Übertrittszeugnis für die Anmeldung an den weiterführenden Schule..
        In der Woche der Herausgabe sind meist gleich die Anmeldetermine der Privatschulen und eine Woche später die der staatlichen.
        Bei der ersten Schule der Wahl, muss man dass Orginalübertrittszeugnis mit abgeben, die sie bei Aufnahme dann einbehalten und bei Ablehnung mit Absage am Ende der Woche zurückschicken, um sich noch auf einer staatlichen zu bewerben.
        Somit kann man sich in der Zeit des Einbehaltes , an keine andere Schule bewerben, nur bei Ablehnung.

        Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Schüler bei mehreren Schulen gleichzeitig anmelden und später von 4 wieder 3 nach Wahl wieder absagen und die Schule steht da und weiß nicht bei den Anmeldungen, wieviel freie sie im Enddefekt doch haben. Im Enddefekt jeder hat freie Wahl, wo er sich anmeldet, soll sich aber eine davon konkret herauspicken.

        Ich würde den Platz an der Privatschule nehmen und mein Sohn würde lernen, dass man nicht alles im Leben haben kann.
        Die Anmeldefristen/Rückmeldetermine hat das Gymnasium nicht umsonst so gelegt. Damit soll diese schon genannte wilde Anmelderei eben vermieden werden.

      • (5) 01.02.19 - 08:24

        Guten Morgen,

        vor Jahren standen wir (NRW) auch vor dieser Entscheidung. Es gab zwei Schulen, eine staatliche Ersatzschule die schon fast vor Zeugnisausgabe ihre Plätze verteilt hat und das Gymnasium in unserem Stadtteil, dass einen guten Ruf hat, aber auch dort wurden Kinder trotz uneingeschränkter Empfehlung aus dem Stadtteil nicht genommen, sondern Kinder aus einem anderen Kreis!!! Al - so, an keinen der beiden Schulen hatten wir einen Platz "sicher", da wir auch keinen Geschwisterbonus vorweisen konnten.

        Also haben wir eine Anmeldung für die staatliche Ersatzschule abgegeben, im Hinterkopf, man muss den Platz nicht annehmen, aber ein Versuch war es wert. Letztendlich haben "wir" den Platz bekommen, die Entscheidung für diese Schule fiel erst am letzten Anmeldetag. Mein Kind ist dort gut zufrieden, passt alles. Also die richtige Entscheidung.

        Inzwischen ist es so, dass an dieser Schule pro Schuljahr 190 - 200 Anmeldungen auf ca 110 Plätze sind. Also wenn man einen Platz bekommt und ihn nicht annimmt, dann startet sofort die Warteliste. Mit denen kann man nicht in "Verhandlung" gehen, ich gucke mal, ob ich was besseres finde.

        Ich würde anmelden und dann in mich gehen, ob ich den Platz nehme oder nicht. Wenn dein Sohn den Platz bekommt ist die Anmeldekarte ohnehin "weg" und du kannst ihn, sollte er den Platz annehmen, ohnehin nicht mehr auf der staatlichen anmelden, da du ja keine Karte mehr hast.

        Ich finde das Hinhalten und sich ein Hintertürchen offen halten anderen KIndern und Familien gegebenüber sehr unfair.
        Letztendlich müssen die Schulen ja auch planen.

        VG

        (6) 01.02.19 - 09:47

        Hallo,

        wie begehrt ist denn die Privatschule?

        Vielleicht kann man Deinen Sohn da noch anmelden, wenn es mit dem staatlichen Gymnasium nicht klappt, weil noch Plätze frei sind.

        Wenn die Gefahr besteht, dass diese Schule dann voll ist, würde ich überlegen, ob nicht eine dritte Schule anstelle der Privatschule als Zweitwunsch infrage kommt, oder eben gleich die Privatschule nehmen.

        Diese blöden Anmeldeverfahren sind wirklich ein Graus. Ich fände es am besten, wenn jeder einfach drei Schulen inklusive Privatschulen in einer Rangfolge angeben durfte.
        Hier ist das auch jedesmal eine Zitterpartie für viele Eltern, weil irgendwann nur noch die total unbeliebten Schulen da sind, um die abgelehnten Kinder von anderswo aufzunehmen.

        LG

        Heike

      • (7) 01.02.19 - 10:00

        Hallo,
        ich würde ihn dort anmelden, wo ihr am frühesten eine verbindliche Zu- oder Absage erhaltet.
        Manchmal muss man halt Abstriche machen. Und ein "Hintertürchen" offen lassen, geht doch nicht. Die Schulen wollen ja auch eine Planungssicherheit haben.
        Bei uns läuft das GsD etwas anders. Die kirchlichen privaten Schulen nehmen auch nur eine gewisse Anzahl an Schülern auf. Diese Schulen haben ihre Anmeldungtage aber ca. 3 Wochen vor den Anmeldeterminen der städtischen Schulen und senden innerhalb von 3 Tagen nach Abschluss der Anmeldetermine die Zu- oder Absagen zu. Diese Schulen stempeln auch nicht diese Schulanmeldungen ab, damit bei einer Absage die anderen Schulen nicht sehen, dass sie nur "2. Wahl" sind.
        Das läuft so ganz gut, man hat also bei einer Absage der privaten Schulen noch Zeit, sich um etwas anderes zu kümmern.
        LG
        Elsa01

        (8) 01.02.19 - 18:45

        Ich würde mir beide Schulen angucken und dann zusammen mit deinem Sohn entscheiden.

        Gruß,
        Gina

        Hi Du,

        also wenn Du "mit offenen Karten" spielst und Dein Anliegen bei der Privatschule vorbringst, denke ich, dass Dein Kind nicht genommen wird. Diese nehmen idR nur Kinder, die "wirklich und primär" wollen.

        Also entweder ihn direkt dort anmelden und im Falle einer Zusage könnt Ihr immer noch an der Wunschschule "anmelden" (Warteliste...) bzw. fragen... (Problem: Dann fehlendes Anmeldeformular).
        Nur wäre das m. M. nach sehr ungewöhnlich.

        Oder aber (und das würde ich machen) ihn "nur" an der Wunschschule anmelden und hoffen, dass es klappt. Risiko gibts immer. Wenn es nicht klappt, könnt Ihr auch nach 1 bzw. mehreren Schuljahren - wenn Dein Sohn dann immer noch will - den Wechsel probieren...alles ist möglich.

        Grüße
        mm

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