meikeike

    • (1) 11.02.19 - 08:34

      Hallo,
      mich würde mal interessieren, wie ihr hier das seht.
      Meine Tochter steht vor dem Wechsel aufs Gymnasium. Unser Wunsch-Gymnasium hat einen musikalischen Schwerpunkt und bietet Ensembleklassen an - spezielle Musik-Klassen, in denen Kinder, die ein Instrument spielen, zusammen lernen und gemeinsam im Orchester spielen etc. Meine Tochter interessiert sich sehr für dieses Angebot, sie spielt seit der ersten Klasse Geige.

      Das alles mal vorausgesetzt, dass es mit dieser Wusch-Schule klappt: Leider musiziert keines der anderen Mädchen aus ihrer Klasse, die sich ebenfalls für dieses Gymnasium interessieren. Ein paar ihrer guten Freundinnen möchten auch dorthin, aber Ensembleklasse ist dort nirgends ein Thema. Ein Mädchen, dass bisher mit ihr zusammen gespielt hat, geht voraussichtlich auf eine Gesamtschule. Das heißt also, es könnte so laufen, dass eine Gruppe von Mädchen aus ihrer jetzigen Klasse gemeinsam in eine Klasse aufs das Gymnasium meiner Tochter wechselt - meine Tochter aber allein und ohne jemanden zu kennen in eine Ensembleklasse geht. Das stelle ich mir für sie sehr blöd vor - andererseits bin ich sehr froh, dass sie sich so für die Musik interessiert und es weiter verfolgen möchte. Wenn ich sie darauf anspreche ist auch selbst verunsichert angesichts dieser Vorstellung. Aber es wäre wirklich schade, wenn sie deswegen von der Ensembleklasse abrücken würde. Ich denke also irgendwie: durchziehen, es werden sich schon neue Kontakte ergeben. Oder was meint ihr?

      • (2) 11.02.19 - 08:48

        Hallo!

        Wenn sie gern in diese Musikklasse möchte, dann machen.

        Meine introverteirten Söhne sind völlig ohne Freunde iengeschult worden, wren aber trotzdem sofort teil der Klassengemeinschaft. Sohn 2 ist nun "allein" aufs Gymnasium gewechselt. Nach zwei wochen war er Klassensprecher. Zu seinen Freunden aus der Grundschule hat er noch viel Kontakt, obwohl sie auf ganz andere Schulen gehen.

        Sohn 1 hatte dann in der Grundschule einen besten Freund. Es war lange undenkbar, dass sie sich trennen. Auf dem Gymnasium wurden sie dann aber (unabsichtlich) getrennt und gehen in verschiedene Klassen, was im Nachhinein gut war. Wir Eltern haben diese Freundschaft höher gehängt als die Jungs selber. Mein Sohn ist froh, dass er sich nicht mehr nur auf einen fixieren muss.

        In dem Alter wechselt alles so schnell, weil sich die Kinder so schnell verändern. Freunde sind toll und Freundschaften muss man pflegen, man muss aber nicht sein Leben nach den Freunden ausrichten. Freundinnen verschwinden ja nicht, weil man in eine andere Klasse/Schule geht. Wenn doch, waren es eben doch ""nur" Schulfreundinnen.

        Deine Aufgabe ist nicht, die Unsicherheit deiner Tochter zu bestärken. Offenbar möchte sie gern musizieren. Darin solltest du sie bestärken.

        LG

        • (3) 11.02.19 - 10:56

          Danke für Eure Antworten, ich denke genauso und werde sie sicher bestärken, bei ihrer Entscheidung zu bleiben. Mir war allerdings wichtig, dass sie sich darüber bewusst ist, dass es so kommen kann, damit sie nicht überrascht ist. Sie hatte das einfach nicht auf dem Schirm. Insofern möchte ich sie nicht verunsichern, nur vorbereiten.

      (4) 11.02.19 - 08:49

      5 Klasse macht eh alles neu Freundschaften zerbrechen neue entstehen, deswegen solltet ihr diese Möglichkeit annehmen.

    • Hallo!

      Meine Tochter wechselt jetzt auch aufs Gymnasium, und so wie es aussieht, wird sie das einzige Kind aus der Klasse sein, was überhaupt auf die Schule geht, die sie gewählt hat (es gibt in der Stadt 3 staatliche Gymnasien, ein privates Mädchengymnasium und ein privates "Realgymnasium"). Meine Tochter stört das nicht. Sie möchte die Schule, sie möchte Latein als erste Fremdsprache, auch wenn die meisten Kinder Englisch nehmen, sie möchte in die Musikklasse (bieten bei uns einige Schulen an)... Meine Tochter kennt noch nicht einmal ein älteres Kind, was die Schule besucht.
      Ich bin froh, dass meine Tochter da so gelassen ist, die Schulwahl der Freunde sollte nicht das wichtigste Auswahlkriterium sein. Es wurde uns auch an allen Elternabenden gesagt, dass jedes Kind für sich alleine die Entscheidung treffen sollte ohne sich von Freunden beeinflussen zu lassen. Und in der neuen Klassen werden die Karten ohnehin neu gemischt. Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurück denke: In meiner Klasse am Gymnasium war genau ein Mädchen aus meiner alten Klasse - wir haben uns gut verstanden, kennen uns von klein auf, und waren nie richtig befreundet. Meine alten Freundinnen sind größtenteils auf die Realschule gegangen oder waren aufgrund der anderen Sprachwahl in einer anderen Klasse. Es war aber kein Problem neue Freunde zu finden - selbst für mich, und ich war wirklich extrem schüchtern.

      Deswegen: Lass Deine Tochter machen und verunsichere sie bitte nicht noch mehr. Sie wird neue Freunde finden, und auf dem Schulhof wird sie die anderen Mädchen ja weiterhin treffen. Abgesehen davon bin ich nicht überzeugt davon, dass am Ende des nächsten Schuljahres diese Truppe noch unverändert bestehen geblieben sein wird.

      LG

      (6) 11.02.19 - 09:11

      vergiss alle Entscheidungen, die mit "Freunden" zu tun haben...

      Es gibt oft genug Fälle, dass man eben nicht mit Klassenkameraden in die gleiche Klasse kommt. -- Es gibt Pausen und es gibt neue Freundschaften...

      Eine solch wichtige Entscheidung nach momentanen Freundschaften zu fällen ist fahrlässig.
      Bei meinem Sohn kamen alle aus der alten Grundschule in die D-Klasse --- aber zwei Schüler (keine Freunde) haben sie in die c-Klasse gesteckt... --- so kanns gehen....

      Wählt nach der RICHTIGEN Schule und Ihren Interessen aus....

      Ich bin sowas von Gott-Froh, dass mein Sohn z.B. gerade voll zu seiner Entscheidung steht, als einziger seines Freundeskreises Latein zu wählen... die anderen nehmen Französisch... ----- auch wenn sie später vielleicht die Klassen trennen .... es ist sein INteresse und ich bin so froh, dass er sich nicht durch Freunde beeinflussen lässt...

    • (7) 11.02.19 - 09:45

      Hallo,
      mein Sohn ist dieses Jahr aufs Gymnasium in die Ensembleklasse gewechselt und zwar ganz bewusst. Er ist eher ein sensiblerer Geist und hatte im letzten Grundschuljahr mit Hänseleien zu kämpfen. Er hat aber auch einige Freunde gehabt.

      Unsere Überlegungen waren dabei, dass in einer solchen Klasse Kinder schon mal ähnliche Interessen haben und (meine Intention :-)) etwas "ruhigere" und nicht so auf Krawall gebürstete Kinder.
      Unser Sohn ist als Einziger seiner Grundschule auf dieses Gymnasium gewechselt, er kannte also niemanden. Das Gymnasium hat er aber natürlich vorher auf den Kennenlerntagen kennengelernt und war da schon begeistert. Wohin die Grundschulfreunde gewechselt sind hat ihn nicht interessiert und wir sind auch nicht darauf herumgeritten.

      Du kannst davon ausgehen, das eine solche Klasse sowieso ziemlich zusammengewürfelt ist und viele Kinder niemanden vorher kennen, da aus verschiedenen Grundschulen. So ist es bei unserem Sohn in der Klasse auch. Mein Sohn hat in kürzester Zeit Freunde gefunden und geht sehr gerne in die Schule (auch wenn die Noten das noch nicht ganz widerspiegeln :-)).

      Da deine Tochter schon ein Ensembleinstrument spielt ist das doch toll. Unser Sohn spielt Gitarre, aber das ist eben "kein" Ensembleinstrument - deshalb musste er jetzt parallel noch Tenorsaxophon dazulernen ...

      VG
      B

      (8) 11.02.19 - 10:53

      Ich würde auch den Wunsch unterstützen. Mein Grosser weiss auch, das seine besten Kumpels nicht mit ihm aufs Gymnasium kommen. Er meinte, im Unterricht darf ich mit denen eh keinen Blödsinn machen und außerdem bekomme ich bestimmt neue Freunde

      (9) 11.02.19 - 12:16

      Bei uns ähnlich. 4 Mädchen aus der GS-Klasse gehen auf Schule A. Jede wählt ein Profil. Kind 1 und 2 wählen dasselbe Profil, Kind 3 ein anderes und meine Tochter ein weiteres (Bläserprofil). Sie hoffen, trotzdem zusammenzukommen (da man 3 Profile ankreuzen kann). Im Endeffekt hat nur das Profil gesiegt, meine Tochter wollte unbedingt musizieren, hat es geschafft und ist ohne Freundin in die Klasse gekommen. Inzwischen sind die anderen 3 Mädchen völlig schnuppe, sie hat viele Freundinnen in ihrer Musikklasse und ist total happy. Ich würde sie ermutigen, sich auf etwas Neues einzulassen. Leben ist Veränderung :-). Sie können ja, wenn sie mögen, trotzdem den Kontakt halten.
      VG

      (10) 11.02.19 - 12:38

      Meine Tochter hat am Wochenende die Zusage bekommen, für ihre (& unsere) absolute Wunschschule. Die Schule sortiert ordentlich aus, unter anderem geht es um den Notendurchschnitt. Aus der Klasse meiner Tochter wurde nur sie angenommen, aus der Parallkasse ein befreundetes Mädchen auch. Allerdings in eine andere Schwerpunktklasse

      Meine Tochter findet gerade das toll! Sie sieht es als neue Chance, neue Freundschaften zu knüpfen und freut sich riesig!

      Ich bin damals mit 8 weiteren Kindern in die 5. Klasse gekommen. Befreundet in der Grundschule. In der 13 hatten wir nichts mehr miteinander zu tun.

      Wir haben unserer Tochter die Entscheidung gelassen, nur eben erklärt, was sich dann ändert.

      (11) 11.02.19 - 15:28

      Erkundige Dich mal vorher, wie das so abläuft in den Musikklassen.
      Ich kenne viele Schulen, die das anbieten, aber nur wenige (naja, eigentlich keine), wo die Kinder nach dem ersten halben Jahr noch mit voller Begeisterung dabei sind.

      An den meisten Schulen müssen die Kinder eh ein anderes Instrument wählen, als sie von Hause aus spielen, damit zumindest halbwegs Fähigkeitengleichstand erreicht wird und in's Orchester darf sowieso jeder, der möchte und kann, egal ob er / sie in einer Musikklasse ist.

      Grüsse
      BiDi

      • (12) 11.02.19 - 17:07

        "Ich kenne viele Schulen, die das anbieten, aber nur wenige (naja, eigentlich keine), wo die Kinder nach dem ersten halben Jahr noch mit voller Begeisterung dabei sind."
        Das ist hier ganz anders. Ein Profil wird für 4 volle Jahre gewählt (jede Klasse hat ein anderes Profil). Es gibt Kleingruppen-Unterricht im Instrument und Unterricht, wo alle Instrumente zusammenkommen. Dazu normalen Musikunterricht wie an jeder anderen Schule. Mit dem jeweiligen Profil (in diesem Fall Musik) identifizieren sich die Kinder total, treffen sich privat zum Musizieren, sie haben div. Auftritte und jährliche Probenfahrten (jahrgangsübergreifend).
        Und ja, jedes Kind beginnt in Kl. 5 ein komplett neues Instrument. Viele sind hier Ende Kl. 8 eher traurig, wenn das Profil endet, da werden dann (im Musikprofil) BigBands gegründet oder man wird Teil des Schulorchesters, wenn man Lust hat.
        Aber kann natürlich sein, dass das in anderen Schulen (ich kenne 3) anders ist. VG

        (13) 11.02.19 - 18:22

        Ja danke, habe ich natürlich gemacht.
        Ist bei uns anders.

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