Notensprung im Zeugnis

    • (1) 21.02.19 - 13:55
      Inaktiv

      Hallo ihr Lieben.
      Kann mir jemand helfen? Wie groß darf der Notensprung zwischen 2 Zeugnissen sein?
      Mein Kind geht in die 4. Klasse und hat in Textil im Halbjahreszeugnis eine 4 erhalten. Das Fach wird immer nur halbjährlich unterrichtet, sprich, die Note steht auf dem Versetzungszeugnis. In der 3. Klasse (andere Lehrerin, gleiche Schule) war die Note bei 1.
      Ich weiß, dass zwischen Halbjahreszeugnis und Jahreszeugnis der Notensprung eigentlich nur 2 Noten sein darf, außer es wird begründet. Aber wie sieht das von einem zum anderen Schuljahr aus?
      Leider finde ich online nichts. Ich warte auf ein Gespräch mit der Lehrkraft, aber dafür wüßte ich natürlich schon gerne, ob die Notengebung so möglich ist.
      Und ja, es ist nur ein Nebenfach, aber trotzdem ist das Kind traurig über die Note (verständlich).
      Vielen Danke für eure Hilfe!

      • Ich wüßte nicht, dass ein Notensprung in diesem Maße unzulässig ist. Selbst wenn es begründet werden muss, irgendwas wird denen schon einfallen. Und selbst wenn die Begründung lautet "Ihr Kind hat nur Mist gemacht", wer soll das Gegenteil beweisen?.

        Und übrigens, je nach Bundesland ist ein Notensprung von 2 Noten ohne Begründung zulässig. Stärkere Sprünge nach unten müssten wohl aber per "blauer Brief" vorgewarnt werden.

        • (4) 21.02.19 - 14:09

          Eben, aber von 1 auf 4 sind 3 Noten und es gab keine Vorwarnung, weder postalisch noch dem Kind gegenüber persönlich, persönlich war alles "gut".

          • Es hat mich grad selbst mal interessiert und habe etwas recherchiert. Das hängt zunächst immer alles vom Bundesland ab.

            Im Grunde ist das gesamte Schuljahr zu bewerten. Das 2. Halbjahr stärker als das 1. HJ. Meist 2:3. Jedes Jahr wird insgesamt neu betrachtet (i.d.R.), Vorjahreszensuren sind Schall und Rauch. Da das Fach nur halbjährlich unterrichtet wird gibt es keine spezielle Gewichtung, es gilt ja die Gesamtjahresleistung. Daher kann es wohl möglich sein ohne Vorwarnung große Notensprünge zu erleben. War die Lehrkraft die Selbe? Oder Lehrerwechsel. Dann ergibt sich evtl. Lehrer 1 bewertet zu lasch, Lehrer 2 strenger.

            Zudem, Thema "blauer Brief" (kommen die nicht eh nur bei Versetzungsrelevanz? Keine Ahnung).

            steht im § 65: (ich weiss nicht welches Bundesland und ob noch aktuell)
            (7) Sind nach den Absätzen 1 bis 6 erforderliche Mitteilungen, Vermerke oder Hinweise unterlassen worden, können hieraus Ansprüche nicht hergeleitet werden; § 62 Abs. 1 bleibt unberührt.

            Bedeutet, selbst wenn der blaue Brief o.ä. fehlt ergibt sich kein Anspruch auf eine bessere Note.

            • (6) 21.02.19 - 15:27

              es ist eine andere Lehrkraft. Für uns ist halt einfach der Grund wichtig. Es kann ja auch sein, dass Kind und Lehrer nicht zusammenpassten und es z.. B. keine Lust hatte.

          (7) 21.02.19 - 17:15

          Vielleicht hat die Lehrkraft davor sehr lasch bewertet und die jetzige sehr streng.
          Vielleicht sind die Werkstücke zwar gelungen, aber Maße etc. nicht eingehalten.
          Sprünge in dem Ausmaß von einem Jahr zum nächsten sind zulässig.

          • (8) 21.02.19 - 17:20

            Das kann alles sein, aber ich würde gerne den Grund einfach wissen. Leider gibt es keinen Elternsprechtag mehr, sonst hätte ich das dort besprochen.

            • (9) 21.02.19 - 20:30

              Wenn es dir wichtig ist, ruf die Lehrerin doch einfach an? Oder bitte deine Tochter sie zu fragen, wann du mal für ein 10min Gespräch vorbeikommen kannst? Man darf sich ja auch außerhalb des Elternsprechtages mit den Lehrern unterhalten ;-)

              • (10) 21.02.19 - 20:38

                Ich habe meinem Kind einen Brief mitgegeben in dem ich das Thema erklärt habe und um einen Anruf gebeten habe.

            (11) 23.02.19 - 07:17

            Warum gehst du nicht einfach in die Spechstunde?

            • (12) 23.02.19 - 15:41

              Weil es das bei uns nicht gibt. Es gibt auch keinen Elternsprechtag mehr sondern nur die Schulempfehlungsgespräche und die sind nur mit Klassenlehrer.

              • (13) 23.02.19 - 17:54

                Bei uns hat jeder Klassenlehrer einmal die Woche Sprechstunde und jeder Fachlehrer nach Vereinbarung.

      (14) 22.02.19 - 09:18

      Oh man, was macht man wegen der Textil- Zensur so ein Bohei. dann wird dein Kind die Sachen, die es dieses Jahr (oder besser im 1. Halbjahr) gemacht hat, eben nur ausreichend gemacht haben. Und Pech, dass dein Kind die Note nun ins Jahreszeugnis mitschleppt. Könnte auch sein,dass die 1 damals sehr wohlwollend gegeben wurde.

      Die Erzeugnisse deines Kindes wird der Lehrer dir sicher noch zeigen können und auch die Beurteilungskriterien. Aber mir wäre dieser Aufwand im Fach Textil nicht wert gewesen.

(15) 21.02.19 - 14:09

Das sollte im Schulgesetz eures Bundeslands stehen. Kann man bei Google finden. Bei uns sind so Sprünge möglich, wenn sie innerhalb einer Frist den Eltern gemeldet wird...

(21) 21.02.19 - 14:14

Hallo,
Textil hört sich nach einem Handwerklichen Fach an. Vielleicht haben ihr einfach die Aufgaben dieses Jahr nicht gelegen.
Ich finde es schwierig mit der Einstellung ist das überhaupt erlaubt in ein Gespräch zu gehen. Ja oftmals steht und fällt eine Note mit einem Lehrer.
Ich hatte in der 12. Klasse in Mathe im 1. Halbjahr 13 Punkte im 2. Neue Leherer und 7 Punkte in der 13. Dann wieder den Leherer Anfangs und zack wieder 13 Punkte.
Frage den Lehrer wie die Note zustande kam und gut ist. Mit so dürfen sie das nicht würde ich echt nicht argumentieren oder anfangen.
Liebe Grüße

  • (22) 21.02.19 - 14:20

    Ich könnte jetzt sagen, dass ich das erarbeitete Stück mit besser als 4 sehen würde, da einfach auch die Bemühung zählt, aber das wird ein Lehrer anders sehen. Für mich ist wichtig zu wissen, warum dieser Notensprung. Sollte es ein persönliches Lehrer/Kindproblem sein (z. B. Kind arbeitet nicht mit), dann ist das schon wichtig zu wissen. Und ja, sollte ein Notensprung in der Form nicht erlaub sein, dann würde ich das im Gespräch mit einbringen und nach er Begründung fragen. Aber dafür muß es erst einmal zu einem Gespräch kommen und dann klärt sich vllt. alles auf.

    Ja das kenne ich auch noch von damals:
    Lehrer 1: Physik 2+
    Lehrer 2: Physik 4
    Lehrer 3: Physik wieder 2

    Gibt es leider überall... Geil war mal ein Mathelehrer mit der mündlichen Notenvergabe. Normalerweise macht man ja im Unterricht mit und meldet sich oft um Mitarbeit zu signalisieren und man darf ja auch Fragen stellen wenn was nicht 100%ig klar ist. Es wurden aber die Schüler schlechter benotet, je öfter die sich gemeldet haben. Seiner Meinung nach resultierten Nachfragen aus geringer Aufmerksamkeit im Unterricht. Er habe es ja einmal erklärt, das müsse reichen, wer fragt wird bestraft... Und das ist damals (Ende 90er) trotz Proteste durchgekommen...

(24) 21.02.19 - 14:38

Welches Bundesland?

Aus meiner Schulzeit kenne ich eine solche Regelung nicht.

Wenn ich in einem Schuljahr meine 1en hatte und im nächsten Schuljahr fast nur 4en und 5en geschrieben hatte, fiel das Zeugnis entsprechend aus.

Umgekehrt auch. Ich hatte von einem Schuljahr zum nächsten Nachhilfe und mich dadurch um 3 Noten verbessert.
Eine Freundin hatte keine Nachhilfe, sondern einfach nur gelernt und die Klassenarbeiten der neuen Lehrerin fielen etwas einfacher aus.


Probleme gab es nur einmal. Da rutschte die gesamte Klasse, die überwiegend 1, 2 und 3 hatten auf 5 und 6en. Die besten Noten waren 5en. Auch die, der einser Schüler. Da schaltete sich der Direktor persönlich ein.


Genauer nachgesehen wurde vom jeweiligen Lehrer dann, wenn es die gleichen Fehler waren bei Freunden, die potentiell (freie Platzwahl) oder gewöhnlich nebeneinander saßen. Dann, wenn der Verdacht des Abschreibens da war.

Bei Textiles Werken, Kunst und Sport, gab es bei uns a) pädagogische Noten und b) wurde das jeweilige Einzelstück bewertet.
Eine Freundin konnte super zeichnen, mit Ton so gar nicht. Zeichnen: 1 , Ton 4 (pädagogische 4). Sport: ich: Kugelstoßen 1, Geräteturnen pädagogische 4.

Fingen wir mit Ballsportarten und Kugelstoßen an, hatte ich eine zwei. Ging es dann mit Geräteturnen und co. weiter, hatte ich eine vier im Zeugnis.

Bei Bio und Erdkunde ähnlich, nur ohne pädagogische Noten.
Thema Tiere 1, Thema Pflanzen 5.
Bei einer Klassenarbeit pro Halbjahr kann die Zeugnisnote entsprechend nach unten gehen - oder nach oben. Neues Schuljahr neue Themen.

(25) 21.02.19 - 14:41

ich geh mal stark davon aus, dass dieses Fach mit einem anderen Verrechnet wird zum Endjahreszeugnis? --
Diese Sprünge gelten nicht für Halbjahreszeugnisse. und wenn halt nur gestrickt wird im ersten halben Jahr, dann haben jungs halt schlechte Noten...

bei uns ist das in sport so: erstes Halbjahr Schwimmen, Zweites Halbjahr normaler Sport... --- da ist die erste Halbjahresnote bei vielen mies....

die NOte ist einfach ANlaß, mit der Lehrerin zu sprechen, --- warte ab, warum und was sie sagt... -- und vermutlich hat sich das zum Ende des Jahres ja dann verrechnet....

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