Essen/Essverhalten

    • (1) 24.02.19 - 07:26

      Hallo,
      Ich habe eine Frage bezüglich des Essverhaltens von meiner Tochter.
      Erst mal zum Hintergrund: ich habe 2 Kids der große (8) isst so ziemlich alles und um die kleine (6) geht es.
      Ich finde ihre Ernährung grausig und versuche seit ewig dran zu drehen aber bekomme es nicht hin.
      Sie isst nur Nudeln (mit Bolognese oder Tomatensoße) aber auch nur helle. Vollkorn isst sie nicht.
      Reis und Kartoffeln werden verweigert auch Kartoffelbrei wird nur selten angerührt.
      Fleisch und Fisch nur in Form von Nuggets oder Fischstäbchen.
      Ich weiß dass sie auch in der Schule eher hungert als was zu essen wo sie denkt schmeckt nicht (ein probierklecks müssen die Kids nehmen). Beilagen isst sie so gut wie gar nicht.
      Brot isst sie nur helles das dunklerer kommt immer mit heim. Lediglich bei Toast konnte ich auf "vollkorn" umstellen. Als Belag geht nur Leberwurst, Erdbeermarmelade oder Nutella.
      Obst isst sie nur Äpfel oder Erdbeeren. Gemüse nur gurke.
      Zum Frühstück mag sie am liebsten Cornflakes (Müsli isst sie nicht) und wenn es nach ihr ginge würde sie das auch abends essen.

      Ich versuche wirklich auf sie einzugehen mit ihr zusammen Brot backen essen aussuchen und zubereiten aber ich bekomme sie einfach nicht an anderes essen ran.

      So sieht also ihr essen normal wie folgt aus:
      Frühstück: Cornflakes mit Milch oder Toast oder helles Brötchen mit Belag
      Snack: Naturjoghurt
      Mittag: Nudeln oder ein Happs mit schmeckt nicht
      Snack: Gurke oder Apfel (Brot bleibt in der Box)
      Abends: Toast mit Leberwurst manchmal Cornflakes

      Ich findecihr Essverhalten grausig zumal der große mit Vorliebe Vollkorn isst und auch sonst fast alles isst.

      Ach so Dinge wie Milchreis, Kartoffelpuffer und Eierkuchen werden natürlich auch gegessen. Aber Ballaststoffe sind so gut wie nicht bei.

      Habt ihr Ideen oder wie würdet ihr Handeln an meiner Stelle?

      Ps falls wichtig sie ist 6,5 Jahre 113cm und 17kg.

      Grüße

      • (2) 24.02.19 - 07:36

        Zeigt sie denn irgendwelche Mangelerscheinungen? Müdigkeit, Schlappheit etc.?
        Ich muss gestehen, dass ich der Meinung bin, dass man Kinder einfach nicht zwingen kann (finde diese „Probierklekse“ fürchterlich 😖). Essen soll doch Spaß machen.

        Dass du mir ihr Brotbackst, finde ich schon mal super. Geht ihr zusammen einkaufen (ich tippe mal ja)- schaut doch mal bei einem wirklich riesen (Super)Markt vorbei, da finde ich z.B.die Obstthresen immer sooo schön bunt und lass sie sich was aussuchen 🤷🏼‍♀️ vllt. steigert das ihre Essenslust.

        Ansonsten ist es wirklich wenig Auswahl, was sie isst, aber es ist immerhin Obst/ Gemüse dabei.
        Mein Nachbar hat eine (lange) Zeit NUR Nudeln mit Butter und Zucker und Käsebrot gegessen- hat sich irgendwann von alleine erledigt.

        Mach ihr doch mal ein Gesichtsbrot- Frischkäse und Augen, Nase Mund aus Gemüse.

        Toitoitoi

        • (3) 24.02.19 - 08:05

          Ja mit ihr zusammen einkaufen auch Verschiedenes Obst etc wird alles gemacht nur landet sie irgendwie trotzdem immer beim gleichen.
          Mich beschäftigt halt dass sie balaststoffe so gut wie verweigert.
          Grundsätzlich ist sie fit und eigentlich nie krank. Ihre Haut macht etwas Probleme(teilweise Neurodermitis aber nicht schlimm) und sie hält gern mal den stuhl ein was aber kopfsache ist.
          Das mit den Gesichter schneiden werde ich auf jeden Fall probieren.
          Danke

      (4) 24.02.19 - 08:07

      Ich musste früher auch immer einen Löffel nehmen zum probieren, mit dem Ergebnis, dass ich die meisten Sachen bis heute gar nicht essen, sie bei uns nicht auf den Tisch kommen und auch meine Kochtöpfe möglichst nicht berühren... Dazu gehören quasi sämtliche Hülsenfrüchte und hauptsächlich grünes Gemüse, ich esse es einfach nicht und finde es mega eklig... Somit kommen auch unsere Kinder damit nicht in Berührung, was eigentlich traurig ist, aber ich ekel mich einfach davor... Soviel zum "Probierklecks", das kann ziemlich nach hinten losgehen...

      Ich glaube, dass Essen unter Druck Kinder traumatisieren kann und sie dadurch wirklich eine sehr schlechte Beziehung zur Nahrungsaufnahme entwickeln können... Unser Sohn hat auch phasenweise immer nur das gleiche gegessen, aber aufgrund meiner Kindheitserfahrungen haben wir ihn in Ruhe gelassen... Dann gab es eben wochenlang nur helle Brötchen und Wiener Würstchen für ihn, dann hat er eben als Obst nur Apfel gegessen... Im Kindergarten hat er sich das Essen rausgepickt, was er mochte, auf Nachfrage haben wir gebeten, ihn machen zu lassen... Mittlerweile ist er 10 Jahre alt und wurde etwa zur Einschulung hin bedeutend mutiger, hat viel probiert und es hat ihm tatsächlich geschmeckt... Mittlerweile hat er immer noch Dinge, die er einfach nicht isst und auch nicht probiert, aber das ist jetzt deutlich weniger zu dem, was er mag... Wir lassen ihn entscheiden, ob er probiert, wenn ja, finden wir es natürlich gut, wenn nein, ist es absolut ok...

      Lass sie einfach in Ruhe, auch mit diesem "Probierklecks"... Irgendwann wird sie den richtigen Weg für sich finden...

      LG

      • (5) 24.02.19 - 09:15

        Das mit dem probierklecks kommt von der horterzieherin in der Schule. Damit habe ich also nicht viel zu tun und wenn ich meine Tochter richtig verstanden habe muss sie diesen nicht aufessen oder so.
        Zu Hause mache ich tatsächlich auch hauptsächlich was sie isst.
        Aber es beruhigt mich dass es offensichtlich nicht so schlimm ist wie ich dachte und es sich eventuell von selber gibt.
        Mit schuleintritt hat sich bisher nix geändert ich habe eher das mit Gefühl es wird von Jahr zu Jahr weniger.

    (6) 24.02.19 - 10:44

    1. Frage: ist sie gesund? Hat sie Mangelerscheinungen, wirkt bleich, Gewichtsprobleme? Besteht handlungsbedarf?

    2. welchen Stellenwert hat das Thema essen bei euch?
    a) direkt: reden, handeln, überzeugen, nachfragen
    b) bei dir durch deine Vergangenheit?

    3. gibt es eine Vorgeschichte bei euch?
    Z.B. dass sie krank war oder sonst ernährt werden musste.


    Bei einem gesunden Kind würde ich es locker angehen.
    Keine Extrawürste, aber auch keinen Stress (weder durch handeln, noch durch eigenes denken)

    Bei einem bleichen Kind oder Mangelerscheinungen würde ich zum Kinderarzt. Konkret prüfen lassen, was fehlt, dann zur Ernährungsberatung.

    Bei Unklarheiten würde ich Unverträglichkeiten prüfen lassen.


    Ich selbst vertrage kein Vollkorn und vermeide intuitiv seit meiner Kindheit: Obst, Gemüse, Vollkorn, keine Haferflocken.
    Heute weiß ich warum!

    Seit mir keine Erwachsenen mehr auf die Nerven gehen, esse ich sehr viel mehr. Auch dank Ernährungsberatung und weil ich weiß, was geht/was nicht geht.

    Kommt mir ein Erwachsener mit Kommentaren quer, verweigere ich und esse ohne diese Person. Mehr als die Unverträglichkeit, lösen Kommentare, Erwartungen, Vergleiche (was andere essen) etc. Übelkeit bei mir aus. Bevor ich es zu echten Bauchschmerzen kommen lasse (das schlägt mir wörtlich auf den Magen) , breche ich lieber ab und esse in einer Atmosphäre, die für mich passt.

    Meine Geschwister haben Essstörungen, weil das Thema essen bei uns einen sehr hohen Stellenwert hatte. Viel kommentiert, nur auf Vollkorn, gesund etc. geachtet.


    Mein Kind ist vieles. Nicht alles. Unverträglichkeiten gibt es keine.
    Probleme auch nicht.
    Gewicht ist ok.

    Insgesamt isst mein Kind sehr ausgewogen. Ohne Zwang, ohne Kommentare ohne Überredungen.
    Essen ist bei uns aber auch kein großes Thema.
    Nur dann, wenn ich etwas nicht esse (Unverträglichkeit). Mein Kind darf es essen. Wenn sie es nicht möchte, muss sie aber auch nicht. Einfach locker.

    Mit meinen Geschwistern essen wir grundsätzlich nicht mehr zusammen. Sie geben den erlernten Zwang heute noch weiter und leben ihn vor. Sie übertragen auch ihren erlernten Zwang auf andere. Das stresst mich und da merke ich dann auch, dass mein Kind schon im Kleinkindalter deutlich darauf reagiert hat.
    Daher keine gemeinsamen Mahlzeiten.



    Bei gesunden Kindern würde ich gesund und ausgewogen anbieten, keinen Druck machen. Aber auch kein extra kochen und kein hinterherrennen mit anderem.

    Bei Mangelerscheinungen, Gewichtsproblemen oder schon deutlichen Auswirkungen: Kinderarzt, ggf. Facharzt, Ernährungsberatung. Da würde ich dann nicht alleine experimentieren.

    • (7) 24.02.19 - 11:30

      Hallo,
      Sie ist gesundheitlich fit macht Sport und ist eigentlich nie krank. Sie hat lediglich eine leichte Neurodermitis und hält ab und an den Stuhl ein (ist aber kopfsache).
      Essenstechnisch ist nie etwas vorgefallen weder bei ihr noch jemals bei mir.
      Kann man sich denn ohne Ballaststoffe ausgewogen ernähren?
      Wir reden nicht groß über das Thema ich sage ihr lediglich dass ich ihr kein Toast mit in die Schule gebe sie mir gern sagen kann was sie sonst mitnehmen möchte.
      Klein und zart ist sie seit ihrer Geburt schon aber nicht zu leicht. Aber da kommt sie auch nach mir (bin auch nur 158 und wiege 48kg).
      Ich bin eigentlich auch nur so extrem drauf aufmerksam geworden da ich von der Familie drauf angesprochen wurde dass sie kaum Ballaststoffe essen würde.
      Da die Kinder unter der Woche in der Schule essen koche ich nur am Wochenende und da dann halt meist was sich die Kids wünschen.
      Danke für deinen Beitrag

      • (8) 24.02.19 - 12:34

        Was sagt dir denn dein Bauchgefühl?

        Blöde Frage: was sind denn Ballaststoffe? Also wo sind die drin?
        Ich esse das, was ich vertrage und achte auf andere Stoffe, die ich vermeiden sollte ;-) Daher habe ich Ballaststoffe nicht auf dem Schirm.

        Den Ballast der "perfekten" Ernährung habe ich abgeworfen. Da war das Thema Ballaststoffe sicher auch dabei. Ebenso Vitamine, Antioxidantien, Krebsvorbeugung, Proteine, Fette, Säuren, Basen uvm.


        Meine Erfahrung bei mir ist: mein Körper holt sich das, was mein Körper braucht.
        Für meine Tante absolut schädlich. Für mich genau richtig. Sie hat andere Unverträglichkeiten ;-)

        In der Schwangerschaft habe ich das vertragen, was ich sonst nie vertrage und hatte Heißhunger drauf. #schein Danach nicht mehr. In der Zeit habe dafür meine Hauptnahrung so gar nicht vertragen. Schon beim Gedanken daran wurde mir schlecht.


        Wenn es um einzelne Bausteine geht, kann man manchmal auch kombinieren.

        Wobei ich durch meine Unverträglichkeit manches nur in Kombination essen KANN.
        Manches Obst geht nur in Verbindung mit viel Fett. Ohne geht es gar nicht.
        Gemüse ähnlich.
        Anderes Obst vertrage ich super solo.

        Freunde sind Vegetarier. Sie sind gesund und top fit. Ihre Ernährung basiert auf Beratung. Es geht nicht darum einfach nur etwas wegzulassen oder etwas bestimmtes sehr viel zu essen, sondern um die Kombination.

        Manche Nährstoffe werden in Kombination mit anderem besser aufgenommen. Dann reichen auch schon kleine Mengen davon.



        Apropos kleine Mengen: bei Vollkorn würde ich auf die Qualität achten.

        Meine Mutter sagte immer: Vollkorn bläht den Magen auf. D.h. viiiiiiel dazu trinken. Sonst bekommst du Bauchweh, ohne genug zu trinken.
        Bei uns war fast alles Vollkorn!

        Bei mir kommt das Bauchweh aber von den Farbstoffen!
        Viele Vollkornprodukte sind vor allem braun gefärbt, damit sie gesünder aussehen.

        Genau diesen Farbstoff vertrage ich nicht, weil da extrem viel Fructose enthalten ist. In bestimmten Kombinationen muss dieser aber nicht extra gekennzeichnet sein.

        Das einzige! Vollkornbrot das ich vertrage, kommt von einem Demeterbauern. Ganz ohne Farbstoffe.

        Mit Vollkornnudeln kann man mich tagelang auf die Toilette foltern. Nicht wegen der Ballaststoffe, sondern weil die Farbstoffe bei mir Unwesen treiben und alles kaputt machen.
        Beim Bäcker frage ich manchmal nach. Nur gibt es Vollkorn oft nicht in hell. Wegen der Verkaufszahlen sind fast alle Produkte zusätzlich eingefärbt.


        Spontan würde ich mich informieren, wo überall Ballaststoffe drin sind und in welcher Kombination sie auch in kleinen Mengen ausreichend gesund sind.

        Manchmal reicht weniger davon in sehr viel besserer Qualität ;-)

        • (9) 24.02.19 - 17:52

          Hallo,
          erstmal danke für deine Antworten. Das sind auf jeden Fall gute Hinweise und Einwände und ich habe bei mir ja auch bisher drauf gehört worauf ich Hunger habe und lebe damit sehr gut.
          Ich werde weiter darauf hören was ihr Gefühl sagt und einfach wie bisher weiter machen ohne Druck.
          Heute haben wir wieder Brot gebacken -Vollkorn- und sie hat tatsächlich von sich aus eine Scheibe gegessen und sogar gesagt dass es lecker sei.
          Das war jetzt echt wie gerufen. Kaum hier geschrieben isst sie ne Scheibe.
          Liebe Grüße

(10) 24.02.19 - 11:05

Hallo


#rofl sorry aber musste echt lachen. Ist hier das gleiche mit meinem Sohn und das schon immer. Was haben wir uns verrückt gemacht. Mittlerweile frag ich noch nicht mal mehr ob er auch was davon möchte. Entweder er kommt von sich aus was wirklich auch schon ein oder zweimal war oder eben nicht. Es ist noch kein Kind am Tisch verhungert. Mein sohn ist mittlerweile 7,5 Jahre und isst nur Nudeln, Nudelsuppe, Hackfleischsoße wenn selbst gekocht (also er selber). , Cornflakes mit Milch, Joghurt ohne Früchte, Gurke, Banane, Apfel und Traube. Brot und Butter mit Salami oder Schinkewurst. Fleisch manchmal Gulasch und das wars dann. Seit neustem auch mal Pizza selbstgemacht. Dafür ist er kaum süsses was auch gut ist und trinken nur Wasser. Ich sag immer das wir echt viel Geld sparen mit dem Kind weil er will ja nie was. Wo andere Kinder Pommes, Eis etc wollen haben wir uns das einfach gespart :-p.
Er hat jetzt mal Blut genommen bekommen aber die Werte sind tip top und auch sonst ist er soweit gut drauf.
Lass dein Kind einfach. Wahrscheinlich wird es immer ein schlechter Esser bleiben aber so ist das nun mal. Ich selber esse Fleisch nur wenn wir das zu Hause machen. Denke so hat jeder irgendwelche Essgewohnheiten.

Nicht stressen lassen. Aber auch keine Extrawurscht kochen.

LG Hexe12-17

  • (11) 24.02.19 - 11:32

    Hallo,
    Na immerhin bin ich nicht allein.
    Ich möchte ihr kein Toast mit in die Schule geben und anderes Brot ist sie nicht. Sie nimmt also tatsächlich fast keine Ballaststoffe zu sich. Krank ist sie allerdings nie und auch sonst fit.
    Ich werde wohl einfach drüber weg schauen und Kommentare ignorieren.
    Danke für deinen Beitrag

    • (12) 24.02.19 - 12:42

      AUf Grund der eben beschriebenen Problematik esse ich schon seit vielen Jahren fast kein Brot. Seit ich weiß warum, hin und wieder ganz weißes. Eher wegen dem Genuss und weil ich sicher sein kann, dass mir da "nichts passiert".

      Nudeln (helle) kann ich sehr viele essen. Nahe zu täglich.
      Kartoffeln in der richtigen Kombination gehen auch (ich brauche fetthaltige Soßen oder ohne Soße eine halbe Kartoffel)

      Es muss nicht immer Brot sein. Auch wenn es hier das Hauptfrühstückssonstwas ist. Eine Bekannte meines Alters schlägt heute noch die Hände über dem Kopf zusammen, wenn ich kaum Brot esse. Bei ihr ist es vor allem die Gewohnheit, die aus ihr spricht. Sie ist damit aufgewachsen, dass es morgens und abends Brot gibt. Inzwischen isst sie abends warm. Aber ein Leben mit wenig Brot ist für sie unvorstellbar. Für mich schon ;-)


      Wie schon geschrieben: vielleicht mal herausfinden, wo Ballaststoffe drin sind und einfach mal hinstellen. Ob es dann angenommen wird oder nicht, zeigt sich dann.


      Was die Menge betrifft, es kommt auch darauf an, was sonst so gegessen wird.

      Ein Kind das 5 Löffel Mahlzeiten pro Tag isst, braucht eine andere Menge an Ballaststoffen, als ein Kind das 3x große Portionen und 8x Süßigkeiten am Tag isst.

      Verwandte sagen auch oft, ich würde viel zu wenig essen. Andere Verwandte sagen wiederum ich esse viel zu viel für mein Gewicht. :-[
      Ich esse viel zu wenig Brot (Gewohnheit) und viel zu viel Brot (auf die Menge Süßigkeiten, die ich so esse).

      Die Relation ist auch mit wichtig.

      Sagen Freunde Vegetarier auch. Es kommt nicht nur darauf an, WAS man isst, sondern auch in welcher Kombination. Manche Bestandteile kann der Körper nur in bestimmter Kombination verwerten.
      Einzeln könnte man sich damit vollstopfen und es würde nichts bringen.

      Wenn man eine Sache weglässt, kann man vieles in anderen Kombinationen wieder auffangen. Sofern es der Körper braucht.

Wie sieht ihr Essververhalten aus, (im Falle) wenn ihr im Urlaub oder mal beim Chinesen seit, wo das Angebot über das Selbstbedienen am Buffet ist. Da erkennt man oft neue Gelüsterneigungen des Kindes.

  • Hallo,
    wir verreisen tatsächlich mindestens 1 mal meist 2 mal im Jahr und immer mit Buffett.
    Auch dort ist es gleich. Nudeln, Chicken Nuggets oder Fischstäbchen. Gibt es davon nix und auch nix wie Milchreis oder Eierkuchen ernährt sie sich von hellen Brötchen zur Not auch trocken. (Hatten wir im letzten Urlaub 2 Tage lang bis es wieder Nudeln gab).
    Sie geht dann teilweise auch selber rum aber findet nix anderes zum probieren/Essen.
    Probiert hat sie natürlich schonmal Kartoffeln und Reis sagt aber sie findet das "ekelhaft"...

    • Solange es keine gesundheitlichen Bedenken , aus ärztlicher Sicht, gibt, wirst du da dann nicht viel machen können.
      Hilfreich wäre immer den Kinder selber und eigenständiger für sich das Essen mitzubereiten zu lassen, aber dafür ist sie etwas noch zu jung .
      Im Enddefekt hoffen und beten, das es sich im Laufe des Älterwerdens bessert.

      • Hallo,
        essen mit zubereiten machen die Kids schon ab und an. Von Kartoffeln schälen und schneiden. Oder Bolognese zubereiten ist da vieles bei. Ich bin natürlich dabei und gebe auch Hilfen. Aber grundsätzlich helfen sie ab und an schon mit.
        Heute haben wir mal wieder ein Vollkornbrot gebacken. Und siehe da kaum schreibe ich hier nimmt sie ne Scheibe davon und sagt sogar lecker.
        Liebe Grüße

(17) 24.02.19 - 14:25

Hallo, ich habe auch so eine einseitige Esserin(10). Ich selber ernähre mich sehr gesund und lege auch viel wert auf abwechslungsreiche Ernährung. Ich versuche immer einen Mittelweg zu finden. Den einen Tag gibt es Nudeln mit Würstchen und Ketchup, die Kinder lieben es, ich finde es furchtbar. Am Tag danach gibt es eben Fisch mit Ofengemüse#mampf, auch wenn es dann lange Gesichter gibt.
Ich bestehe immer darauf, dass eine kleine Portion gegessen wird, sonst gibt es auch keine Süßigkeiten.

Bei meiner Tochter sieht der Speiseplan so aus:
Morgens: Schokomüsli (gestreckt mit Haferflocken) oder Zwieback mit Butter, ein Stück Apfel
Schule:Brot mit Lyoner (bloß kein Vollkornbrot)
Mittag: Schulmensa oder ich koche
Abends:Brot mit Lyoner oder Schokomüsli, Obst oder Gemüse roh, Joghurt

Ich mach mir da keinen Stress so lange sie gesund ist. Ich koche gerne, probiere auch oft was neues. Wenn ich Glück habe schmeckt's ihr auch manchmal;-)

(18) 24.02.19 - 14:31

Ich habe hier auch 2 solche Spezialisten:
Der Große isst alles mit Genuss - ihn muss ich schon stoppen.
Der Kleine (11) hat schon seit Geburt eine diagnostizierte Ess- und Fütterstörung. Er war schon im Krankenhaus zu einer mehrwöchigen stationären Esstherapie.

Kinder sind nun mal verschieden. Aber selbst deine Jüngste isst alles, was sie braucht. Ich würde da keinen Zwang ausüben. Warum muss sie Vollkorn essen? Weil du meinst, dass es gesünder ist oder weil der Große es mag? Akzeptiere das, was sie isst. Gib ihr mit, was sie mag. Übe keinen Zwang aus. Irgendwann wird sie dich von sich aus fragen. Aber das kann Monate oder Jahre dauern. Dieses zwangsweise probieren in der Schule ist auch nicht gut. Alle paar Tage wiederholt sich dort das Essen - was soll das bringen? Wenn ich weiß, der Milchreis hängt ihr zum Hals raus, was bringt das dann, das Kind zu zwingen, den alle 10 Tage neu zu probieren? Erst wenn jeglicher Zwang weg ist, wird sie von sich aus freiwillig kommen und freiwillig probieren. Erst dann ist sie offen für Neues. Bei meinem Sohn hat das 4 Jahre gedauert. Das erste, was er probieren wollte (mit 8 Jahren), war Fisch...ich musste natürlich die Panade noch fein säuberlich wegmachen. Letztes Jahr kam Vanilleeis dazu...

  • (19) 24.02.19 - 17:59

    Danke für deine Tipps.
    Ich werde ihr einfach Zeit geben und denke es wird sich alles regeln. Heute haben wir wieder ein Vollkornbrot gebacken und wie auf Kommando hat sie heute wo ich hier schreibe ne Scheibe davon genommen und gegessen und sogar lecker gesagt. Und das komplett von sich aus.
    Liebe Grüße

(20) 24.02.19 - 23:11

Bei uns gilt die Regel gegessen wird das was auf den Tisch kommt, wer es nicht mag, der muss zwar nichts essen, aber es gibt auch nichts anderes zumindest nicht solange bis man nicht das was es gibt zumindest etwas gegessen wird.

Eins meiner Kinder ist auch meckerig, aber mit dieser Regel klappt es ganz gut, ich lege ihr nie viel drauf, bei Suppe 2 Kehlen, sonst halt ne kleinkind Portion, wenn sie alles gegessen hat das aber nicht mag darf sie gerne was anderes essen. Isst sie es nicht, dann darf sie gerne von Tisch gehen. Und wenn alle fertig sich sich Obst oder Gemüse nehmen, das kann bei uns immer , jeder essen.
Ansonsten gibt es natürlich bei jedem Kind etwas was es gar nicht mag, diese Sachen dürfen aussortiert werden, bzw ich achte daraf das da nchts von auf den Teller kommt.

Aber es gibt ebben nur diese 1-2 Sachen, und nicht alles außer ... Ansonsten halt keinen Stress machen, qenn das Mittagessen abwechslungsreicher wäre, wäre eurer Essensplan total ok...nur bitte nicht jeden Tag nur Nudeln..mit Tomatensoße

  • (21) 25.02.19 - 06:19

    Hallo,
    da sie unter der Woche in der Schule Mittag isst ist das Essen notgedrungen abwechslungsreich auch wenn sie davon teilweise fast nix isst.
    Zu Hause gibt es natürlich nicht Samstag und Sonntag Nudeln aber meist einen der Tage und an dem anderen dann halt Fischstäbchen oder Nuggets.
    Liebe Grüße

    • (22) 25.02.19 - 07:18

      Guten Morgen, also hier würde ich am Wochenende schon was anderes machen, vielleicht auch mit Huhn oder Fisch, wenn sie das mag und verschiedene Beilagen, nicht immer nur Nudeln, zu Beispiel mal Bulgur probieren.Oder wenn du doch Bolognese machst, einfach Gemüse in miniklein dazugeben, unsere Meckertante isst zum Beispiel so kein Zuccini, aber wenn ich das feingeraspelt in ne Soße dazu gebe, isst sie es weil sie es optisch nicht so wahrnimmt, auch Nuggets oder Fischstäbchen sind gut selber zu machen, und sind dann gesünder als das Tiefkühlzeug, ist nur ein Tipp weil ihr es oft esst, so sind dann zumindest auch die Vitamine erhalten, in den Tiefkühlprodukten sind leider auf Grund der Herstellung und Lagerung keine Vitamine mehr erhalten.
      In gebratenen Hähnchenbrustfilet vorher nicht gefrorenen dagegen eine ganze Menge.

(23) 24.02.19 - 23:46

Es gibt von Jesper Juul ein Buch "Essen kommen: Familientisch – Familienglück".
Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber einiges über das Buch und andere Bücher von dem Autor, daher möchte ich es dir trotzdem empfehlen.

Eine der größten Ursachen für Essstörungen sind Einmischungen durch die Eltern. Damit sollte man also vorsichtig sein, aber natürlich musst du es auch ruhigen Gewissens sein lassen können. Vielleicht hilft es dir also, dich erst mal zu informieren, i.d.R. hat er auch viele Referenzen zu Fachlektüre.

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