Lehrer mit “Rechtschreibschwäche“

    • (1) 27.02.19 - 09:38

      Hallo!
      Es geht um die Klassenlehrerin meines Sohnes (3. Klasse).
      Es ist schon anfangs aufgefallen, dass sie immer wieder Fehler macht (Elterninfos usw) auch mein Sohn berichtete mir das oft.

      Nun hat sie alle Hefte eingesammelt und kontrolliert. Was soll ich sagen, sie hat Dinge als Fehler angestrichen, die keine sind und auch noch falsch berichtigt.
      Ich war ehrlich schockiert.
      Es gab keine Note auf die Hefte, aber eine Einschätzung, mit dem Hinweis besser auf die Rechtschreibung zu achten und er muss es natürlich Berichtigen(er weigert sich bei Wörtern, die er richtig geschrieben hat). Ich muss das nun unterschreiben.
      Ich denke, niemand ist unfehlbar, aber das ist wirklich nicht normal, oder?
      Es ist nicht nur bei meinem Sohn so, auch bei anderen.

      Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich reagieren soll. Ansprechen will ich es schon, aber ich weiß nicht wie.
      Ich trau mich bei ihr schon gar nicht irgendwelche Kritik anzubringen, weil sie immer soo eingeschüchtert wirkt.
      Und ich bin niemand, der wegen jedem Mist mit wehenden Fahnen in die Schule rennt und bleibe immer sachlich und freundlich.

      Bei Arbeiten ist es auch schon passiert, dass sie falsche Fehler angestrichen hat, aber nicht so auffällig viele.

      LG #winke

      • Ich kann mir nicht vorstellen, das sie mit solchen auffälligen Rechtschreibfehlern ihr Lehramtstudium erfogreich abgeschlossen hätte, außer sie wär Religionslehrerin und käme aus dem Pfarramt.

        • Selbst Pfarrer müssen sich in Wort und Schrift ausdrücken können. Sonst wären sämtliche Handzettel füt den Gottesdienst ebenfalls falsch.

          Und ja, es gibt sehr viele Lehramtsstudenten, die trotz mangelnder Rechtsschreibung zuende studieren und Lehrer werden. Das interessiert im Studium niemanden, ob du fehlerfrei schreibst.

        • Handzettel schreibt doch kein Pfarrer, sondern das Pfarramtverwaltung.....

          Dazu glaube ich nicht, dass Lehramtstudenten speziell für Fach Deutsch mit solchen Defiziten erfolgreich durchkommen....sowie ich keinen Deutschlehrer/-in in der Schullaufbahn meiner Tochter kenne...

          Woher weißt du das so genau, dass es soviel Lehramtstudenten mit mangelnder Rechtschreibung gibt? Sitzt du daneben...oder kontrollierst du sie?

          • Ich kenne genug Pfarrer, die es selbst formulieren und schreiben.

            Ich habe Lehramt studiert und viele Referendare betreut und es interessiert wirklich niemanden, weil in der Uni keine Arbeit nach Rechtschreibung bewertet wird.

      In Zeiten von aktuem Lehrermangel gibt es einige, die es vor die Tafel schaffen, die keine gute Ausbildung (oder besser gesagt gar keine ) haben.

      Ist leider zur Zeit so.
      Und dann gibt es wieder Zeiten, in denen Top-Absolventen keinen Job bekommen.

(10) 27.02.19 - 10:35

Ich würde meinem Kind nur das berichtigen lassen, was falsch geschrieben wurde - eh klar.

Zudem würde ich die geforderte Unterschrift leisten, aber zugleich einen Zettel mit anhaften, mit der Anmerkung das die restlichen "Fehler" zu unrecht angekreidet wurden.

LG

Kopiert mal eure , von ihr, korrigierten Hefte/ Teste....vielleicht braucht ihr das mal, zum Vorteil.

Sind es wirklich so viele Fehler? Das habe ich noch nie erlebt. Als Lehrerin muss sie ja irgendwie durchs Studium gekommen sein oder ist sie Seiteneinsteigerin?

Jedenfalls muss ich sagen, dass mir schon auch hin und wieder Fehler passieren. Wenn man das 20. Heft durchschaut, sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, überliest Fehler oder schreibt etwas falsches dazu. Also ausschließen könnte ich das bei mir (leider) auch nicht zu 100% - wobei ich meist selbst noch merke, dass das gerade Quatsch war... Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es häufig passiert...

Berichtigen lassen solltest du dein Kind die richtigen Wörter natürlich nicht. Du könntest ein Fragezeichen hinter die Wörter machen oder ihr lasst sie einfach aus... und dann unterschreibst du. Sehe da jetzt kein Problem.

Tut mir leid, dass ich das jetzt noch fragen muss, aber du bist dir auch wirklich sicher, dass sie so viele Fehler macht oder übersiehst du vielleicht etwas?

Wenn du sie darauf ansprichst, solltest du Beispiele mitnehmen und vorzeigen. Nicht auf andere Kinder oder Eltern verweisen. Das würde sie wahrscheinlich wirklich einschüchtern und kann man immernoch anbringen, wenn sie nicht einsichtig ist. Vielleicht ist sie oft unkonzentriert oder arbeitet zu oberflächlich und braucht einfach mal den Hinweis...

Hi,

ich kontrolliere immer nach und wenn mir ein angestrichener Fehler nicht schlüssig erscheint, dann mache ich ein Fragezeichen an den Rand und schreibe drunter, dass sie meinem Kind erklären soll, was er falsch gemacht hat, damit er daraus lernt. Sie hat dann immer ganz stickum die Punktezahl nach oben korrigiert und hat natürlich nicht mit meinem Sohn darüber gesprochen #schein
Schlimm ist der Klassenlehrer vom Mittleren--der schafft es nicht, auch nur einen einzigen Satz fehlerfrei aufzuschreiben, der Email Verkehr mit ihm ist eine Katastrophe. Die Kinder lachen ihn aus, wenn er an die Tafel schreibt und nehmen ihn nicht ernst.

lg

  • Jemanden aufgrund einer Schwäche auszulachen ist aber auch nicht gerade nett, auch wenn es ein Lehrer ist 🙈 Das sind doch keine allwissenden Götter 🙈

    Kinder sind grausam, vor allem wenn der Lehrer dann selber auf Perfektion besteht ;-)
    Aber ein Mindestmaß an Bildung erwarte ich durchaus, vor allem an weiterführenden Schulen.

    (19) 27.02.19 - 13:44

    Auslachen sollte man niemanden und Fehler passieren jedem mal, aber wenn ein Lehrer keine Rechtschreibung beherrscht, hat er seinen Beruf verfehlt.
    Warum er das nicht kann, ist unerheblich.
    Mit einer LRS kann man eben kein Lehrer werden.
    Man kann als Rollstuhlfahrer auch kein Dachdecker werden.
    So ist das Leben eben.

    Die Kinder gehen in die Schule, um dort, unter anderem, die richtige Rechtschreibung zu lernen.
    Wie sollen sie das von jemandem lernen, der es selbst nicht kann?

    (20) 27.02.19 - 15:19

    Ich bitte dich. Ich werde doch auch nicht Pilot, wenn ich blind bin... Oder Handwerker mit zwei linken Händen. Natürlich wird man nicht Ernst genommen, wenn man ein Pfuscher in seiner Profession ist. Wäre der Typ Arzt und könnte nicht diagnostizieren, hätte der Ratzfatz ein Verfahren am Hals...

Grundsätzlich finde ich es erstmal überhaupt nicht schlimm, dass es Lehrer gibt, die Schwächen in einzelnen Bereichen aufweisen. Würdest du mir jetzt sagen, dass der Mathelehrer immer wieder Rechtschreibfehler hat, würde ich vermutlich sagen, dass es doch völlig egal ist. Ich habe studiert obwohl ich sehr schlecht in Mathe bin, aber gut, ich benötige es in meinem Beruf auch nicht 😁

Nun scheint die Lehrerin hier aber auch Deutsch zu korrigieren, das ist dann natürlich ne ganz andere Sache. Im Endeffekt bringt sie den Kindern ja falsche Dinge bei, wenn sie korrekte Worte als falsch markiert. Da würde ich schon das Gespräch suchen oder zumindest erstmal eine Notiz im Heft hinterlegen, mit dem Hinweis, dass einzelne Worte richtig waren und diese selbstverständlich nicht korrigiert werden. Ihre Schwäche wird sich dann ja auch nicht in Luft auflösen, wie sie das Problem dann angehen möchte, weiß ich nicht..

(22) 27.02.19 - 11:19

Danke schon mal für die Antworten!

Sie unterrichtet Deutsch, Englisch, HSK und Musik. Das ist die erste Klasse, die sie hat. Und soweit ich weiß, hat sie studiert, also kein Quereinsteiger.

Ja, es sind wirklich viele Fehler. In einem Heft (A4) 15-20. Z.B sei(d)t, das(s), Groß/Kleinschreibung, und Endungen d/t.. oder g / k sowas alles.

Bei Arbeiten hielt es sich bisher in Grenzen. Da hat mein Sohn meistens selbst gehandelt.

LG #winke

  • (23) 27.02.19 - 22:55

    Die Quereinsteiger haben übrigens auch studiert!!! Zumindest werden nur die zur Weiterqualifizierung zugelassen... Gruselig, diese Vorurteile. Im Lehramtsstudium wird genauso wenig die Rechtschreibung kontrolliert, wie in allen anderen Studiengängen auch. Das Problem ist wohl, dass jetzt die Generation am Start ist, wo bereits in der Schullaufbahn nicht mehr viel Wert auf Rechtschreibung gelegt wurde.

(24) 27.02.19 - 11:32

Hallo,

wenn es gehäuft auftritt, dann vereinbare eine Gespräch mit der Lehrerin. Vielleicht hat sie eine Schwäche, vielleicht fällt es ihr selbst nicht auf....die Ursachen können vielfältig sein. Ich mache oft Fehler, wenn mir im Kopf andere Sachen umhergehen.

LG
Katty

(25) 27.02.19 - 11:36

Hallo, bin selbst Klassenlehrerin einer 3. Klasse. Ich schreibe Mails mit dem Wörterbuch. 😃 ich bin keine deutsche, an meiner Aussprache merkt man dies aber nicht. Ich habe meine Eltern aber darauf hingewiesen, dass bei mir Fehler vorkommen können und die mich gerne korrigieren dürfen. So lerne ich es dann irgendwann 🤪

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