Kind lernt nicht von sich aus..

    • (1) 05.03.19 - 09:40

      Meine Tochter,10 jahre,4. klasse lernt nie von alleine aus.wenn ein test oder eine arbeit ansteht,muss ich sie regelrecht sie dazu zwingen,zu lernen.meistens setze ich mir dazu und dann lernen wir zusammen..wenn ich mich gar nicht kümmere,würde sie gar nichts machen..wie macht ihr das?

      Selbst lernen lassen?

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      • Hallo,

        mein Sohn (12 J., 7. Klasse) war auch so ein Kandidat. Bloß nicht zu viel tun für die Schule, ihm fällt aber nichts einfach zu. Gemeinsam lernen hat nur bedingt etwas gebracht, da er dann auch blockiert hat.
        Nach dem 1. HJ der 5. Klasse haben wir einen Vertrag mit ihm geschlossen, da der Stress zu Hause einfach zu groß wurde.
        Ab sofort war ER allein für seinen Kram zuständig. Wir haben diverse Dinge mit ihm eingerichtet (z.B.: Whiteboard für Arbeitstermine und wichtige Zettel). Alles andere, wann er wofür lernt (auch Vokabeln - er geht in eine bilinguale Klasse), ist sein Ding.

        Hilfe hat er selbstverständlich bekommen, wenn er danach gefragt hat. Also Vokabeln abhören, Lerntechniken umsetzen, abfragen im Allgemeinen.

        Ja, er ist ein paar Mal auf die Schnauze gefallen, aber alle Lehrer haben die Rückmeldung gegeben, das dies der richtige Weg ist. Seit Mitte der 6. Klasse läuft es wirklich gut, mit kleinen Schwankungen. Er hat einen stabilen 2er Schnitt in den Zeugnissen, trotz Dyskalkulie (dafür geht er zur Nachhilfe)

        LG
        Tanja

        (3) 05.03.19 - 09:56

        lernen muss man "lernen" .... jedes Kind hat eine eigene Art, wie es tickt.... bei uns funktioniert alles mit "to-do-listen" ganz gut....

        ab der 4.+5. Klasse habe ich die Regie-Arbeiten, die vorher nötig waren und das aktive lerncoaching etwas zurück geschraubt, --- wir haben ein Whiteboard im Zimmer mit Kalender. wobei in der vierten Klasse ja auch nicht wirklich "lernen" angesagt war .. -- die Hausaufgaben der Lehrer waren immer schon passend aufgegeben.

        Am Tag, an dem eine Arbeit verkündet wird, setze ich mich gemeinsam mit meinem Sohn hin und schreibe Post-it Zettelchen auf den Kalender, was an welchem Tag für die anstehende Arbeit gelernt werden muss (oder sollte). Also sowas wie ein Lernplan.

        Anfangs habe ich die Aufgabennummern und Buchseiten noch diktiert, .... aber es ging nicht lange, da hat mein 5.-Klässler sich diesen Plan selbst zusammengestellt. --- also: aktives Lern-coaching am für einen Tag, ... aber die anderen Tage lernt er von alleine, weil es eben "auf dem Plan steht"........ -- aber wirklich "nötig" war das erst ab 5te KLasse.... - in der Grundschule war noch gar kein echtes lernen für Arbeiten nötig.

        Hallo!

        Unsere Tochter (11, 5. Klasse Förderstufe) lernt auch nicht von allein, passt aber offenbar in der Schule so gut auf, dass es noch gute Noten gibt, selbst wenn sie sich erst am Abend vorher nur noch alles einmal anschaut (kam schon vor, dass sie es vergessen hat und auch uns nicht bescheid gesagt hatte).

        Wir setzen uns immer mit ihr hin und gehen die Sachen durch, dabei merken wir ja schon, dass sie es kann.

        Sollte das mal nicht (mehr) der Fall sein und sie will dann partout nicht lernen, muss sie die Konsequenzen tragen.
        Ich finde schon, dass sie da selbst die Erfahrung "nicht lernen = schlechte Noten" machen müssen. Musste ich auch ;-)

        LG
        sonntagskind

        • Lernt zusammen!
          Wir lernen mit unserem Kind (4. Klasse) immer zusammen.
          Vokabeln abfragen in Englisch oder Übungsblätter noch mal durchgehen.
          Dabei merkt das Kind dann, was schon super sitzt und was man noch mal anschauen muss.
          Ich kenne kaum ein Kind, dass in dem Alter freiwillig alleine lernt.
          Unser Kind geht im Sommer auch aufs Gymnasium.
          Ohne Lernen schreibt sie 2er, mit Lernen 1er oder 2 plus.
          Auch das selbstbestimmte Lernen wird sicher nicht von 0 auf 100 verlangt werden.
          Das entwickelt sich doch alles.

          • Ich sehe das genauso.

            Ich verstehe sowieso nicht, was so verkehrt sein soll, Kinder, die es brauchen weiterhin zu begleiten und nach und nach Aufgaben übertragen, die sie alleine regeln sollen.

            Ich habe hier ein Sohn, der von Anfang an alles alleine gemacht hat und bis jetzt noch tut (9. Klasse). Ein Kind, bei dem ich nie gewusst habe, wann eine Arbeit ansteht oder was dran kam. Er ist ein 1er Kind und das wird sie nie ändern, schätze ich. Er hat das alles im Griff.

            Sohn Nr. 2 (4. Klasse) ist da ganz anders. Ich habe etwas gebraucht und zu verstehen, was für ein Glück ich mir Nr. 1 hatte (und habe) und das Nr. 2 eben mehr Hilfe braucht, da er von sich auch weniger macht.

            Ich schaue nun, dass die Wochenpläne immer komplett bearbeitet werden (das bedeutet in der Regel so 15-30 Minuten extra Arbeit täglich) und wenn eine Arbeit ansteht (und wir davon erfahren, seine Lehrerin geben keine genaue Auskunft darüber) dann gehen wir die letzte Wochenpläne kurz durch und schauen, ob am Inhalt noch offene Fragen sind)

            Er wechselt im Sommer zum Gymnasium und ich werde ihn sicher am Anfang genauso begleiten.

            LG

            • (9) 05.03.19 - 11:47

              Das sollte die TE aber jetzt bereits beginnen und dann der Tochter die Dinge auch allein überlassen, egal ob dann mal ne schlechte Note kommt.
              Wir haben das in dem Moment gemacht, als klar wurde das unser Sohn sich quasi auf uns verlassen hat. Das wir ihm sagen wann er was lernen muss.

              • (10) 05.03.19 - 13:40

                Ich sehe in der 4. Klasse keine Notwendigkeit dazu. Fast allen Kinder in dem Alter die ich kenne, arbeiten nur gemeinsam mit ihren Eltern, wenn es über die Hausaufgaben hinaus geht.

                Sieht aber sicher jeder anders.

                Sogar bei meinem Sohn in der 9. sind einige, die immer noch viel mit den Eltern lernen. Sicher nicht das gelbe von Ei.

                LG

                • (11) 05.03.19 - 13:44

                  Die Tochter der TE wechselt im Sommer auf ein Gymnasium. Da sollte man schon mal anfangen mit der Selbstständigkeit was das Lernen und Vorbereiten angeht.
                  Ansonsten wird es sehr schnell schwierig (egal welche Schule eigentlich)

                  Hier auf den Gymnasien geht es sehr extrem zu. Egal ob G8 oder G9. Es muss sehr viel selbst erarbeitet werden. Will man das als Eltern bis zum Abi mitmachen ??
                  Was passiert dann später ?
                  Habe gerade wieder so einen Auszubildenden. Kann sich überhaupt nicht organisieren.
                  Vielleicht etwas extrem in die Zukunft gedacht, oder auch nicht.

                  • (12) 05.03.19 - 15:24

                    Ich bin bei dir. Das soll das Ziel sein. Aber warum schon in der 4.?

                    Sie hat noch sooo viele Jahren vor sich, um das zu lernen.

                    Gerade nach dem Wechsel zum Gymnasium brauchen viele erstmals Hilfe, weil alles so anders ist.

                    Wie gesagt: ich habe vor hier mein Sohn bis Ende der 5. noch unter den Atmen zu greifen, wenn er das braucht, und dann nach und nach Aufgaben zu übertragen

                    • (13) 05.03.19 - 18:30

                      Bis zum Sommer ist es nicht mehr lange. Warum nicht schonmal langsam beginnen, zB. mit einem Whiteboard im Zimmer ?
                      Wie gesagt, bei unserem Sohn läuft es seit einem Jahr richtig gut, Hilfe bekommt er natürlich noch, wenn er sie einfordert.

                      • (14) 05.03.19 - 21:13

                        Irgendwie reden wir aneinander vorbei.

                        Warum bis zum Sommer? Wie gesagt, ich sehe jetzt noch keine Notwendigkeit. Vielleicht in einem Jahr, wenn das Kind gut am Gymnasium angekommen ist.

                        Du darfst das gerne anders sehen :-)

        Hier gab es schon mal so einen Beitrag, wo es ums Lernen ging.
        Mein Sohn ist fast 12, 6. Klasse Mittelschule.
        In dem Alter, ab 5. Klasse, müssen Kinder selbstständig lernen. Hat er keinen keinen Bock, trägt er die Konsequenz. Ich kann ihm nicht sein Leben lang alles hinterher tragen.
        Er ist nach der 4.auf die Realschule. Auf seinen eigenen Wunsch und dem Druck vom KV.
        War die blödeste Idee überhaupt. Faul, extrem schlechtes Benehmen und Noten 4,5,6
        Nach einem halben Jahr ist er runter von der Schule, und heute 1,2,3er. Benehmen um 180 Grad verändert.

        Er macht die Schule allein für sich, und dafür muss er was tun. Klar helfe ich ihm wenn gar nix geht. Aber größtenteils allein.

    Als Lehrerin sehe ich da keinen Nachteil, dass du mit ihr lernst. Wie viele Kinder gehen denn zur Nachhilfe? Wenn die Eltern die Unterstützung leisten können und das konfliktarm ist das super. Vielleicht könnt ihr ja mehr daran arbeiten, dass ihr Pläne erstellt, was sie lernt, damit sie nach und nach selbstständiger wird.

    (17) 05.03.19 - 17:16

    in der vierten Klasse werden Proben eigentlich nicht angekündigt aber man weiss trotzdem , wann sie geschrieben werden.

    Wir haben dann das Lernheft angeschaut und haben dann in Anzahl von Tage geteilt und dann am Tag eine Uhrzeit ausgemacht, wann abgefragt wird.
    Bei Mathe haben die Kids Mathepirat viel erarbeitet und es gibt im Internet viele Schualaufgaben, die man zur Vorbereitung nutzen kann
    Das hat unseren Kids viel gebracht, um selber festzustellen, wo Lücken sind, was sie noch nicht verstanden haben und wie sie das gelernt auch anwenden können

    lg
    lisa

    In der vierten Klasse lief es beim Großen und beim Kleinen noch ohne viel Lernen vor der Arbeit. Beim Großen ging es im Gymnasium so weiter, vorm Abi hat er dann selbst gelernt.
    Der Kleine ist im Gymnasium ein paar Mal auf die Nase gefallen und sieht ein, dass er ein bisschen was tun muss.
    Der Mittlere lernt freiwillig mit uns, er geht in die Realschule.

    (19) 06.03.19 - 13:14

    Hallo,

    unsere Tochter (6. Klasse Gymnasium) macht seit der 5. Klasse alles für die Schule selbstständig.
    In der 4. Klasse hat sie nur für einen Sachkunde-Test gelernt, wo es um Europa ging. Der war nicht mit Verständnis zu bewältigen. Bei allem anderen hat ihr das Üben in der Schule gereicht und dass wir ihr Fragen beantwortet haben, wenn sie etwas nicht verstanden hatte.

    Aber damit ist sie offenbar alleine auf weiter Flur, und das liegt auch am Charakter. Unsere Tochter war schon immer sehr selbstständig.

    Die meisten Eltern lernen auch mit ihren 5. und 6. Klässlern. Mich hat letztens eine Mutter ganz erstaunt angeguckt, als ich erzählte, dass ich gar nicht so genau weiß, was in welchen Fächern läuft, weil unsere Tochter das alleine macht. Sie meinte, sie würde kein anders Kind kennen, das das tut.

    Unser Sohn (4. Klasse) hat nur bei besagtem Test über Europa zu uns gesagt, dass wir mit ihm üben müssen. Ansonsten meint er immer, er kann alles.
    Da das leider nicht stimmt, lernen wir trotzdem mit ihm vor den Klassenarbeiten. ;-)

    Ich denke, unser Sohn wird das in der 5. Klasse nicht plötzlich alleine durchschauen und lernen, wenn nötig. Da werden wir weiter hinterher sein müssen und zusehen, dass er nach und nach lernt, sich selbst zu organisieren.

    Ich würde mich da, an Deiner Stelle, jetzt nicht verrückt machen.

    LG

    Heike

    Ich sehe das etwas anders, als der Tenor hier. Ein Kind sollte im zweiten Halbjahr der vierten Klasse in der Lage sein, zu lernen, ohne dass Mama daneben sitzt.
    Eine Aufforderung "Geh bitte lernen!" Abhören oder Fragen beantworten ist natürlich in Ordnung.

    Wenn die Tochter der TE aufs Gymnasium gehen wird, muss sie lernen sich zu organisieren, aber sie sollte schon in der Lage sein, zu wissen, was gelernt werden, oder selbst erarbeitet werden muss.
    Im Gymnasium wird nicht mehr alles solange durchgekaut, bis alle ein Thema verstanden haben. Da ist viel Eigeninitiative gefragt.
    Oder Mama ist in ein paar Jahren in der Lage Abi zu machen.

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