Wo/Wie fährt ein Kind mit Rad,wenn kein Fußweg vorhanden?

    • (1) 10.04.19 - 22:41

      Hallo!

      Dem Kind zuliebe schwinge ich mich nach 15 Jahren wieder aufs Rad.
      Ich habe herrausgefunden das man seit 2017 auch auf Fußweg (natürlich auf der richtigen Fahrseite) mitfahren darf,solange das Kind das 8 Lebensjahr nicht vollendet hat. Also bis 9 Geburtstag. Richtig?
      Ist ein Radweg da,wird der natürlich genutzt.

      Was ist aber wenn nur Straße vorhanden ist? Ein Fußweg,kein Radweg?

      Einige sagen hinter mir,damit Autofahrer von hinten das Kind sehen. Aber dann sehe ich sie nicht.

      Andere lassen die Kinder voraus fahren,da sagen wiederum andere,das Autos von hinten zu zeitig einscheren beim überholen und Kinder Abzweigungen,Kreuzungen zu spät erkennen und einschätzen.

      Also neben mir,hätte ich gesagt. Aber so wirklich sicher fühlt sich das dann für mich nicht an,wenn ich mitten auf der Straße fahre.

      So...und nun Liebe Urbiagemeinde. Wie macht ihr es. Wenn ihr ALLEINE mit Kind unterwegs seit?

      Wo sollte ein Kind fahren,wenn kein Rad/Fußweg vorhanden?

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      • (2) 10.04.19 - 22:47

        Hallo,

        ich bin als Kind immer vor meinen Eltern gefahren und kenne es nicht anders. So mache ich das auch, damit ich meine Kinder im Blick habe. Wir fahren aber auch nicht auf Landstraßen. Ich würde mich nicht so wohl fühlen, wenn mein Kind hinter mir fährt.

        Mal sehen, was andere so schreiben.

        LG

        huhu!

        Ich kenne es auch nur so: Kind VOR Eltern.

        Wir sind zurzeit auf wenig befahrenen Straßen unterwegs (ländlich). Wenn mal ein Auto kommt bleiben wir sogar noch stehen...Kinder sind 4 Jahre (Fahrradanfänger) und 2,5 jähriger Laufradfahrer.

        Natürlich ist das Stehenbleiben im „normalen“ Straßenverkehr nicht realisierbar...

        glg

        (4) 10.04.19 - 23:49

        Hallo,
        "Ich habe herrausgefunden das man seit 2017 auch auf Fußweg (natürlich auf der richtigen Fahrseite) mitfahren darf,solange das Kind das 8 Lebensjahr nicht vollendet hat. Also bis 9 Geburtstag. Richtig?"
        Nein. Am Geburtstag vollendet man immer das entsprechende Lebensjahr. Ab dem achten Geburtstag ist Schluß mit der Begleitung.
        Das Kind darf aber bis zum 10 Geburtstag auch auf Gehwegen fahren.

        Ist gar kein Weg vorhanden gehört für mich das Kind nach vorne. Wenn das Kind warum auch immer langsamer wird, muss man das sehen können.
        Abstandhalter sind sehr hilfreich. Genug Autofahrer wissen scheinbar nicht mehr, daß sie beim überholen 1,5m Abstand einhalten müssen. Sehr viele von denen haben aber Angst um den Autolack...

        StVO 2. 4 Fahrräder müssen hintereinander fahren
        StVO 2.5_7 Vor dem Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder und die diese begleitende Aufsichtsperson absteigen.

        Und am besten geht man gemeinsam rüber. Von daher müssen Kinder am Anfang keine Kreuzungen einschätzen können.


        Gute Nerven
        Sol

      • Du als Erwachsene darfst MIT auf dem Gehweg fahren? Wirklich? Hast Du hierfür eine Quelle?

        • https://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/90-2-strassenbenutzung-durch-fahrzeuge
          Dort (5)
          Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen. Soweit ein Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr von einer geeigneten Aufsichtsperson begleitet wird, darf diese Aufsichtsperson für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrrad benutzen; eine Aufsichtsperson ist insbesondere geeignet, wenn diese mindestens 16 Jahre alt ist. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Soweit erforderlich, muss die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr angepasst werden. Vor dem Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder und die diese begleitende Aufsichtsperson absteigen.

          • Hey, vielen Dank Dir!

            Den Teil mit der Aufsichtsperson kannte ich nicht. Ist ja super. Nicht dauerhaft, aber an manchen unübersichtlichen Stellen echt gut. Ich werde dann nicht fahren sondern schieben - klar. Aber manche Pöbeleien ja schon, wenn man auf dem Gehweg schiebt vor der Kreuzung statt auf der Straße fährt )ohne nachzudenken warum, Kindern dabei und so...)

            (8) 11.04.19 - 10:04

            Jetzt die Preisfrage: Was mache ich mit meiner 10-jährigen, die schon auf der Straße fahren dürfte, und mit meinem 7-jährigen, den ich noch auf dem Gehweg begleiten muss, weil er noch nicht sicher genug ist?

            • (9) 11.04.19 - 10:26

              Hmmm...Der 10 jährigen sagen dass sie auf dem Gehweg fahren soll und wenn sie jemand anhält soll sie sagen sie ist 9 ?
              Spaß keine Ahnung. Ich verstehe was du meinst. Ich wohne in Berlin und hier gibt es einige Straßen (ohne Radweg) wo ich mein Kind nicht fahren lassen würde.
              Ich selber benutze auch teilweise eher den Gehweg und nehme dann das Bußgeld in Kauf (Ich bin ein langsamer Fahrer).
              Liebe Grüße

            Du musst nicht begleiten, sondern du kannst begleiten.

    (12) 11.04.19 - 08:23

    Hallo.

    Mein Kind fährt immer vor mir. ICH möchte mein Kind im Auge behalten und nicht "nur" der Autofahrer.

    LG

    (13) 11.04.19 - 09:09

    Hallo,
    in so einem Fall fahre ich sehr dicht neben meinem Kind, aber lange nicht mittig auf der Straße.
    Besser: Ich nehme einen Umweg und wir fahren da, wo es sicherer ist und es einen Rad- oder Fußweg gibt.
    VG

    • (14) 11.04.19 - 14:34

      <<<in so einem Fall fahre ich sehr dicht neben meinem Kind, aber lange nicht mittig auf der Straße. >>>

      Das stell ich mir auch gefährlich vor. Dicht neben dem Kind ist auch unkontrolliert. Dann lieber vor mir und es kann auch etwas ausweichen. Ansonsten liegen ja wir beide lang.;-)

(15) 11.04.19 - 10:57

Wir leben in einem kleinen Ort mit vielen 30er Zonen (rechts-vor-links), teilweises komplett ohne Fußweg oder nur einem Fußweg auf einer Seite.
Besonders eine Straße, die parallel am See entlangführt, ist im Sommer so voll mit Fußgängern, dass man als Radfahrer da keine Chance hat. Soviel klingeln und Slalom um Menschen.....das nervt und es gab immer wieder Beinaheunfälle.
Als unsere Tochter noch kleiner war (jetzt ist sie 9 und darf im Ort alleine fahren - je nach Begebenheit auf dem Gehweg oder der Straße), fuhr sie VOR mir. Allerdings habe ich sie vor Einmündungen von rechts-vor-links-Straßen und vor den Kreisverkehren immer überholt um zu sichten ob frei ist, bzw. ihr vorzufahren, wie man sich verhält. Ansonsten habe ich ihr vor Straßeneinmündungen oder Kreuzungen immer zugerufen, was sie nun beachten muss.
Hat bisher immer funktioniert und sie verhält sich sehr sicher.

Hallo!

Erst einmal: Ein Kind vollende an dem Tag, an dem es 8 wird, das 8. Lebensjahr.

Und dann fahre ich, wenn wir an der Straße fahren, hinter meinen Kindern, allerdings etwas nach links versetzt. So machen die Autofahrer schon einmal einen größeren Bogen (sonst wird man als Radfahrer ja schon mitunter sehr knapp überholt, gerade bei Gegenverkehr), sehen das Kind früher und das Kind ist sicher. Wir fahren doch immer mal wieder mit den Kindern Rad, der Kleine fährt selbst, seit er 4 war (gut, wir hatten noch eine Follow-me Kupplung, das wollte er aber nur selten).
Anfangs haben wir alle zusammen am Straßenrand gehalten, wenn ein Auto kam, als die Kinder das Rechtsfahren sicher beherrschten, durften sie langsam weiterfahren.

LG

(17) 11.04.19 - 13:00

Sie bekommen von mir eingeimpft, wann sie stehen bleiben müssen, wie sie auf Fußgänger, Ausfahrten und rechts vor links achten sollen. Und dann fahren sie vor mir. Ist sicher auch schon Mal vorgekommen, dass sie hinter mir waren, aber da sieht man ja nix und muss dann wenn was ist, erst wenden und zurückfahren und kommt dann womöglich selbst in blöde Situationen. Sie sollten vor einem fahren. Man kann sie dann selber gut sensibilisieren für Sachen die vor ihnen liegen und auch mal maßregeln, wenn sie Unfug machen. Keiner geht verloren und man hat alles im Blick.

100%ige Sicherheit gibt es natürlich nicht.

  • (18) 11.04.19 - 19:44

    Das muss ja gar kein Unfug sein, weswegen die Kinder zu maßregeln sind. Wenn ich an die Anfänge unsere Kinder im Straßenverkehr denke: Wie oft musste ich sie da ermahnen rechts zu fahren. Mittlerweile sind die Kids 7,5 und 9, und sie wissen schon ganz gut, wie man sich im Straßenverkehr verhält, halten bestehende Regeln ein etc. Neulich hatte ich aber den 8jährigen Freund unseres Sohnes dabei, da musste ich dann wieder brüllen: Rechts fahren, schau nach vorne... Ständig fuhr der Junge wieder mitten auf der Straße, während mein Sohnemann immer scharf an der Fahrbahnmarkierung blieb. Das war für die Kinder früher ein Sport - wer schafft es, die weiteste Strecke auf der weißen Linie zu fahren ;-).

    LG

Mein sohn fährt vor mir.
Aber ich muss sagen, dass er so unsicher fährt, dass wir nur noch selten strecken mit straßenverkehr nutzen.

Danke für den hinhweis, dass es erlaubt ist, dass ich als mutter auf dem gehweg fahre. Das muss ich mir mal ausgedruckt mitnehmen. Wir sind ein mal von nem alki angepöbelt worden. Der wollte mein kind vom rad zerren 😤

Wur sind stets vorsichtig. Klingeln immer und fahren langsam an den leuten vorbei.
Mein kleiner isg auch noch komplett mit dem straßenverkehr überfordert. Entweder er brettert ohne zu gucken über die straße oder er bleibt stehen, bis ich mehrfach das ok gebe.
Wenn ich da nicht mit auf den fußweg dürfte, würde ich ein verkehrshindernis darstellen.
Außerdem haben wir eine kreuzung, die per rad einfach nicht zu überqueren geht. Da nehme ich ne ampel und den fußweg.
Soll mir doch einer ekn bußgeld verpassen. Im straßenverkehr fahre ich definitiv nicht auf der straße und drei mal nicht mit kind.

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