Mädchen wird ausgegrenzt

    • (1) 11.04.19 - 06:48

      Hallo,

      ich hoffe auf eure Sichtweisen und Ratschläge zu oben genanntem Thema.

      In der Klasse meiner Tochter ist ein Mädchen. Sie ist 2 Jahre älter als die anderen Kinder, da sie zum einen ein Jahr später eingeschult wurde und die 1. Klasse wiederholt hat. Das Mädel ist entwicklungsverzögert. Man merkt, dass sie ihren 2 Jahre jüngeren Klassenkameraden hinterher ist. In der anderen Klasse wurde sie stark gemobbt. Als sie in die Klasse meiner Tochter kam, hat die Klassenlehrerin das gar nicht erst aufkommen lassen und die Klasse dazu animiert, sich hinter das Mädchen zu stellen wenn andere sie am Schulhof ärgern. Das klappt auch recht gut. Die Familie des Mädchens ist vor 3 Jahren erst hier her gezogen und wohnt ca. 100 m von uns entfernt. Meine Tochter hat sich immer sehr um das Mädchen gekümmert und sich eigentlich beinahe täglich mit ihr getroffen. Sie ist auch eine ganz liebe Maus, ein völlig unkompliziertes Kind, aber auch sehr unsicher und schüchtern. Meine Tochter war im Spiel immer der dominantere Part, der den Ton angegeben hat.

      (4) 11.04.19 - 06:56

      ... ich bin dann öfters eingeschritten und habe das Mädchen animiert ihre Meinung zu sagen was sie spielen möchte und meine Tochter etwas gebremst.
      Über den Winter scheinen die Kinder einen riesigen Schub gemacht zu machen. Die meisten Kinder der Klasse treffen sich nachmittags auf dem Spielplatz und man merkt, dass sie irgendwie weiter sind als im letzten Sommer. Nur leider das Mädchen nicht. Es passt nicht mehr. Es ist als würden größere mit einem viel jüngeren Kind spielen. Die Mutter des Mädchens ist am Spielplatz immer dabei und erzählte mir, dass die anderen Kinder das Mädel meiden und nicht mitspielen lassen. Ich sprach meine Tochter darauf an und sie sagte, dass sie nicht mehr mit ihr spielen möchte, da sie meist nicht versteht was gespielt wird.
      Ich erklärte meiner Tochter, dass das nicht richtig ist und hielt ihr vor Augen wie das Mädchen sich fühlt. Daraufhin sagte sie zu mir, dass sie doch spielen kann mit wem sie möchte.

      Mir tut das Mädchen verdammt leid. Sie wird nicht geärgert oder ähnliches, aber ausgegrenzt.

      Was würdet ihr tun um zu vermitteln?

      LG
      Michaela

      • Ah ja, nun ist es klar ;-) Also, meine Kinder hatten immer Freunde aus dem örtlichen Kinderheim, wo auch öfter Kinder dabei waren, die weit ihrem Alter hinterher oder "anders" waren. Allerdings haben sie trotzdem mit ihnen gespielt, weil ja auch noch andere dabei waren, so "verspielten" sich die Unterschiede.
        Zwingen kannst Du Deine Tochter natürlich nicht, vielleicht versuchen, ein bisschen mehr Verständnis zu wecken. Sie wird im Leben immer wieder mit Menschen zu tun haben, die anders sind als sie, egal in welcher Form. Diese kann man nicht immer einfach meiden. Frag sie mal, wie sie sich fühlen würde, wenn sie z.B. ein Handicap hätte und alle mieden sie. Schwierig. Aber es ist nie früh genug, dass Kinder lernen, dass ihr Wissensstand nichts mit Mitgefühl zu tun hat, wenn Du verstehst wie ich das meine.
        Aber wie gesagt, zwingen geht nicht. Vielleicht könnte auch die Lehrerin versuchen, Verständnis zu wecken und totale Ausgrenzung zu verhindern.
        LG Moni

        • Das habe ich gestern schon versucht meiner Tochter zu erklären. Mein Gefühl sagt mir, dass sich da eine Gruppendynamik entwickelt, die nicht gut ist. Deshalb möchte ich eingreifen bevor das Mädchen wieder die Erfahrungen machen muss wie in der alten Klasse. Es hört sich hart an, aber mir kommt es so vor, als wäre das Mädchen meiner Tochter Recht wenn gerade kein anderer da ist, sind aber ihre Klassenkameraden dabei, kann sie sie nicht gebrauchen. Ich habe da gestern mit ihr schon ein ernstes Gespräch geführt. Denn so etwas geht gar nicht und ich war über ihr Verhalten echt erschrocken. Das Mädel ist nicht mal großartig anders und fällt auf. Sie braucht halt etwas länger, ist sehr verträumt. Meine Tochter sagt, dass das Mädchen auch sehr schnell beleidigt ist. Ich denke eher, dass dieses Verhalten bei dem Mädel reiner Selbstschutz ist, wenn sie Dinge vielleicht nicht gleich kann und die anderen zu ungeduldig sind. Auch das habe ich meiner Tochter erklärt. Normalerweise ist meine Tochter sehr empathisch und setzt sich für Schwächere ein. Ich habe keine Ahnung was mit ihr gerade los ist.

          • "aber mir kommt es so vor, als wäre das Mädchen meiner Tochter Recht wenn gerade kein anderer da ist, sind aber ihre Klassenkameraden dabei, kann sie sie nicht gebrauchen. "

            Das geht natürlich garnicht - und das würde ich meiner Tochter auch ziemlich unverblümt sagen, da hast Du schon recht. Als Lückenbüßerin muss sich das Mädchen ja noch schrecklicher vorkommen, die merken das ja. Ich sehe das Beleidigtsein auch als Selbstschutz, sie kann sich wohl nicht adäquat wehren - hier wäre aber auch mal die Mutter gefragt, falls das Kind nicht überhaupt in dieser Schulform komplett überfordert ist - oft wollen Eltern das ja auch nicht sehen.
            Gut, Kinder ändern sich, auch bezüglich Freunde und Spielverhalten, ist bei meiner Enkelin nicht anders. Aber in dem Moment, wo sie so mit einer Spielkameradin oder Schulfreundin umginge, würde ihre Mutter wohl auch versuchen, einzuschreiten. Hatten wir aber NOCH nicht.
            Vielleicht ergibt sich ja doch mal ein Gespräch mit der Lehrerin, die das ja auch sehen muss.
            LG

            (8) 11.04.19 - 10:36

            Mir tut deine Tochter leid; nur weil DU es schrecklich findest, soll deine Tochter mit jdm. spielen, der nicht zu ihr passt.?
            Muß sie denn immer mit jedem Kind spielen, dass auf dem Spielplatz ist? Ich meine würdest du bei einem nicht entwicklungsverzögerten Mädhen auch verlangen dass deine Tochter mit dem spielt,; auch wenn es vom Alter oder der "Chemie" her nicht passt?

            Lass deine Tochter doch entscheiden, mit wem sie spielt. Nur weil das Kind anders ist als die anderen in der Klasse, muß sie sich doch nicht quasi "opfern" und IMMER mit ihr spielen. Wie hier schon gesagt wurde, da sind die Eltern auch mal in der Pflicht. Tun die überhaupt was für IHRE Tochter, dass die unterstützt wird in ihrer Entwicklung bzw. sich zu verbessern.

            Für mich verdonnerst du dein Kind dazu, mit jdm. zu spielen, der nicht (mehr) zu ihr passt. lass dir das mal durch den Kopf gehen. Es wäe schön, wenn die Mädels zusammen spielen, aber wenn es nicht so ist, solltest du das akzeptieren. Es ist schon viel wert, dass alle Mitschüler besagtes Kind so unterstützen. Woaders wäre das oft schon gemobbter Außenseiter.

            • (9) 11.04.19 - 10:59

              Ich glaube, du hast mich missverstanden oder ich habe mich unklar ausgedrückt. Natürlich darf meine Tochter sich ihre Spielkameraden selbst aussuchen. Mir ging es primär darum, dass sie bis vor kurzem täglich mit dem Mädchen gespielt hat, das Mädchen natürlich dementsprechend auch am Spielplatz den Kontakt zu meiner Tochter sucht, diese sie aber ignoriert bzw. ausgrenzt wenn andere Kinder dabei sind. Ist meine Tochter allein, spielt sie gern mit ihr. Da liegt jetzt mein eigentliches Problem. Woher soll das Mädchen denn wissen woran sie ist wenn es Mal hü und mal hott ist. Und das geht für mich nicht. Bsp.: Du hast eine gute Freundin mit der du dich oft triffst, ihr versteht euch gut. Nun triffst du deine Freundin in einem Park mit ein paar anderen Frauen. Natürlich gehst du hin. Ist ja logisch. Nun ignoriert dich deine Freundin aber weitgehend. Das ist blöd. Am nächsten Tag ist deine Freundin allein und wieder wie früher. So etwas verunsichert Menschen und vor allem Kinder, die es eh schon schwer haben. Wenn meine Tochter mit dem Mädchen nicht spielen will, ist das völlig okay. Nur ich möchte ihr vermitteln, dass man eine klare Linie fahren muss und Menschen keine Lückenbüser sein dürfen. Durch die anderen Antworten verstehen ich das Verhalten meiner Tochter aber jetzt wesentlich besser.

          Hallo,

          ich find es toll wie aufmerksam du bist und dass du Dinge auf dem Schirm hast die dich im Grunde nicht beschäftigen müssten.
          Von deiner Sorte sollte es wirklich viel mehr Menschen geben ;)

          Prinzipiell finde ich also toll dass du die Augen offen hältst und dich bemühst und do einsetzt. Daumen hoch 👍🏼

          Bei dem Punkt dass das Mädchen nur dann gut ist wenn andere Freunde gerade nicht parat sind, bin ich auch noch bei dir. Sowas geht gar nicht und sowas sollten sich auch Kinder gar nicht erst angewöhnen.

          Aber:

          So ein bisschen kann ich deine Tochter schon verstehen. Ganz sicher mag deine Tochter das Mädchen und bestimmt tut es ihr auch leid um das Kind. Aber in dem Alter ist es wichtig und richtig dass Kinder sich auf „Augenhöhe“ begegnen und auch aneinander „messen“...
          Durch die Defizite des Mädchens ist das bei ihr in dieser Form vielleicht gar nicht möglich.
          Du sagst selbst dass die Kinder dem eigentlich älteren Mädchen entwicklungstechnisch weit voraus sind. Da ist für mich schon völlig logisch dass das Kind irgendwann auf der Strecke bleibt.
          Würde man das Kind nochmal zurück stellen, was natürlich nicht geht, weil sie bereits zu alt ist, würde das ganz sicher ähnlich laufen.
          Erst würde es gut klappen und die Kinder sich ihrer annehmen - dann würden die Kinder aber wachsen und reifen und das Mädchen vielleicht immernoch nicht viel weiter sein.

          Was mich zu der Frage führt ob das Kind auf der Regelschule richtig aufgehoben ist oder vielleicht etwas anderes für sie gefunden werden sollte ... da ich ihren definitiven Entwicklungsstand nicht kenne ist das natürlich weit gesponnen aber eine Option wäre das vielleicht ...

          Aber so ganz fair find ich es nicht den Kindern „zuzuschieben“ dass sie nicht viel Interesse an einem Kind haben das nicht auf „ähnlichem stand“ ist bzw. deutlich unter dem Entwicklungsstand ihres eigentlichen Alters ist ...

          LG

    (11) 11.04.19 - 07:27

    du hast schon alles getan was du konntest, so traurig das jetzt klingen mag, aber du kannst deine Tochter nicht zwingen auf das Mädchen ständig einzugehen, da sie leider sonst selber zum Aussenseiter werden könnte.

    Ich würde sie auf dem Spielplatz vollkommen das spielen lassen was sie möchte und mit wem sie möchte.
    Sie kann das Mädchen natürlich zum mitspielen auffordern, aber wenn diese das Spiel nicht verstehen kann ist es für alle schwierig.

    Da deine Tochter sonst das Mädchen gerne mag, können sich die beiden ja mal so treffen und Zeit mit ihr verbringen.

    Ich verstehe auch gut das dir das Kind leid tut, aber leider kann man nicht immer eingreifen, wie du schon schreibst das Mädchen wird nicht geärgert und die Klasse steht hinter ihr alles andere ist wirklich eine Entwicklungssache

    (12) 11.04.19 - 07:31

    Der Gedanke von dir ist ja nett, aber wenn deine Tochter nicht will, dann lass sie.

    Ich habe als Kind immer mit den Außenseitern gespielt. Nicht weil ich sie besonders nett fand - mir taten sie schlicht leid. Ganz langsam würde ich dann ausgegrenzt von allen anderen.

    Meine beiden Großen (vor allem die Älteste) hat auch immer Mitleid, mit denen die alleine auf dem Schulhof stehen. Sie hat einen Mittelweg versucht, das klappt aber nicht.

    Mich freut diese Empathie, die vielen heute abhanden gekommen ist. Aber ich habe Angst, dass sie irgendwann so ausgegrenzt (ich wurde später in der Oberstufe deswegen gemobbt) wird wie ich damals.

    Ich ermutige, sich nicht selber bei dem Ganzen zu vergessen. Sie soll spielen, mit wem sie Lust hat, ihre Freunde nicht vergessen, an sich denken lernen.

    Mir tut das Mädchen seiner Erzählung auch leid, aber auch deine Tochter, wenn sie mit ihr spielen muss!

    • (13) 11.04.19 - 08:41

      Vielen Dank für deine Antwort. Aus der Sicht habe ich es noch gar nicht betrachtet. Ich hatte eher das Gefühl, dass sie mit dem Mädchen spielt wenn sie keinen anderen hat. Jetzt, nach deiner Antwort, sehe ich es eventuell auch so, dass sie sich eher der Mehrheit anschließt um nicht selbst ins Aus zu geraten. Darüber habe ich mir bisher nie Gedanken gemacht. Meine Tochter ist sehr beliebt in ihrer Klasse und hat viele Freunde. Aber so etwas kann sich natürlich auch schnell ändern. Natürlich zwinge ich meine Tochter nicht mit dem Mädchen zu spielen. Sie kann sich ihre Spielkameraden selbst aussuchen und am Spielplatz bin ich eh nicht dabei. Ich war nur erschrocken als ich hörte, dass meine Tochter sie auch meidet wenn der Rest der Klasse anwesend ist. So ein Verhalten kannte ich bisher nicht von ihr.

      • (14) 11.04.19 - 08:47

        Ich war tatsächlich auch immer beliebt - das kippte dann irgendwann. Allerdings erst viel später! Aber ich erinner mich gegen Ende der Grundschule schon an dumme Sprüche anderer!
        Meine Große musste das vor kurzem auch ertragen - stand aber eine Weile dahinter. Nur langsam merkt sie, dass die anderen Kinder damit ein Problem haben. Und das die anderen eben keine Lust mehr haben immer Rücksicht auf den „Außenseiter“ zu nehmen. Sie wollen alle sie selber sein.

        Wenn deine Tochter bisher auch immer zu den empathischen gehört hat, dann wird das sicher auch weiter so sein. Das ist ein toller Charakterzug, den verliert man nicht so schnell. Vor allem nicht, weil du das auch zu sein scheinst! :-)
        Vielleicht ist das Spielen mit dem anderen Mädchen einfach nur langweilig, viele hat deine Tochter keine Lust sich immer dem anpassen zu müssen.

        Für das Mädchen ist das natürlich blöd.

(15) 11.04.19 - 09:15

Ich finde es erstmal schön, dass Du so ein Auge auf das Mädchen hast und Deiner Tochter solche Werte vermitteln möchtest. Das finde ich überhaupt nicht selbstverständlich und sieht man nicht so oft.

Allerdings würde ich hinterfragen, ob es richtig ist, Deiner Tochter vorzugeben, mit wem sie spielen soll. Ich finde es schon wichtig, dass sie ihre Kontakte selbst aussucht - auch bei mir ist es so, dass es mal mit einem Freund oder einer Freundin besser oder schlechter passt und sich aktuelle Interessen mal mehr oder weniger überschneiden. Das finde ich normal. Deine Tochter und ihre peers entwickeln sich weiter, und das ist richtig so - da würde ich sie nicht aufhalten. Jemanden bewusst zu meiden, weil er nicht auf der Höhe ist, ist eine ganz andere Nummer - aber das ist glaube ich nicht, was bei Euch gerade passiert. Da scheint sich etwas organisch zu entwickeln, und das würde ich den Kindern zugestehen, solange wie gesagt nicht bewusst ausgegrenzt und gemobbt wird. Aber das habe ich nicht herausgelesen.

Ich finde, es macht viel eher den Anschein, als wäre das betroffene Mädchen in der Gruppe einfach nicht richtig aufgehoben. Vielleicht muss man viel eher auf ihrer Seite nach Lösungen suchen, wie man sie gezielt fördern kann, oder schauen, in welcher Umgebung sie sich auch selbst besser aufgehoben fühlen würde. Scheinbar ist sie sich ja selbst nicht glücklich in der Konstellation, weil sie merkt, dass sie nicht auf der Höhe der anderen ist.

Ihr macht doch vieles richtig.

(16) 11.04.19 - 13:38

Hallo,

warum muss Deine Tochter mit einem Kind spielen, das geistig nicht in der Lage ist, die Spiele zu begreifen, die sie spielen möchte und das außerdem auch noch ständig beleidigt ist?
Das mag ja aus Sicht des Mädchens verständlich sein, weil sie sich überfordert fühlt. Das ändert aber nichts daran, dass so ein Verhalten nervt.

Möchtest Du mit jemandem befreundet sein, der nur einen Teil von dem begreift, was Du sagst und außerdem jedesmal beleidigt ist, wenn Du etwas gesagt hast oder machen willst, das er nicht verstanden hat oder nicht kann?

Kinder entwickeln sich nun einmal weiter und werden anspruchsvoller, was Spielkameraden angeht.
Auch Sandkastenfreundschaften mit nicht behinderten Kindern gehen auseinander, weil die Kinder sich unterschiedlich entwickeln.

Ich finde es immer verlogen, wenn man von Kindern verlangt, behinderte Kinder zu integrieren, die vom Verhalten her schwierig sind, während die Eltern um jeden erwachsenen Behinderten, der vom Verhalten her schwierig ist, einen Bogen machen.

Da müssen die Eltern des Mädchens schauen, was man machen kann. Vielleicht gibt es jüngere Kinder, mit denen das Mädchen beim Spielen besser mithalten kann.
Vielleicht ist es generell sinnvoller, wenn das Kind auf eine Förderschule wechselt, weil da eher Kinder sind, die mit dem Mädchen eine echte Freundschaft aufbauen wollen und nicht nur aus Mitleid mal mit ihm spielen.

LG

Heike

  • (17) 11.04.19 - 14:05

    Darum geht es doch gar nicht. Hättest du alle Beiträge gelesen, hättest du mitbekommen, dass es mir nicht darum geht, dass meine Tochter mit aller Gewalt mit diesem Mädchen spielt oder es integriert. Mir geht es darum, dass meine Tochter beinahe täglich mit diesem Mädchen gespielt hat und sie es ignoriert und ausgrenzt wenn andere Kinder dabei sind. Ich habe mich in meinem ersten Beitrag wahrscheinlich auch ungünstig ausgedrückt. Meine Tochter muss nicht gegen ihren Willen Mutter Theresa spielen. Wenn sie nicht mehr mit dem Mädchen spielen möchte, ist das völlig okay. Freundschaften und Interessen wechseln in dem Alter eh öfters. Worum es mir prinzipiell geht, ist, dass sie das Mädchen ignoriert und ausgrenzt wenn andere dabei sind, auf der anderen Seite aber mit ihr spielt wenn sie keinen anderen zum Spielen hat. Ihr Verhalten verunsichert das Mädchen. Entweder mag ich jemanden oder nicht. Was aber durchaus sein kann, und das ist mir erst durch einige Antworten hier bewusst geworden, dass meine Tochter sich nicht selbst ins Aus katapultieren will und sich daher lieber der Masse anschließt als dem Außenseiter. Völlig verständlich, auch wenn es blöd für das Mädchen ist.

(18) 11.04.19 - 14:48

Hallo,

das ist eine schwierige Situation und ich glaube, da gibt es wohl keine Lösung, die für alle befriedigend ist.
Ich würde das Verhalten deiner Tochter nicht so negativ bewerten, wenn es darum geht, wenn die zwei alleine spielen. Vielleicht kann sie mit dem Mädchen Dinge spielen, die in der Gruppe schon out sind. Oder hat sie einfach gern.

In der Gruppe passt sie sich an und muss sich entscheiden, welchen Platz sie einnimmt. Ja, vielleicht ärgert sie sich auch über die Begriffsstutzigkeit und möchte ihr Gesicht wahren.

Natürlich tut einem das andere Kind leid, da sollte es nicht durchmüssen.
Andererseits würde ich nicht zuviel eingreifen, das gehört zum Großwerden dazu, seinen Platz zu finden. Eventuell würde ich deiner Tochter vielleicht raten, diese Spiele nachzuspielen, wenn sie nur zu zweit sind.

Und den Eltern des Mädchens insgeheim zu wünschen, dass sie dem Kind Freiraum geben und nicht mehr bei jedem Spielplatzbesuch vor Ort zu sein. Unter prüfenden Blicken spielt es sich noch weniger gern.

VG, midnatsol

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