Runter vom Gymnasium 8. Klasse Bayern?

Hallo!
Ich bin gerade komplett überfordert mit dem Wunsch meiner 14-jährigen Tochter, die unbedingt vom Gymnasium auf die Realschule wechseln möchte. Ihre Noten sind ok. Nur in Latein tut sie sich schwer. Da steht sie fast auf einer 5. Sie meint, der Druck sei zu groß. Sie sitzt jeden Tag bis 18 Uhr und macht Hausaufgaben oder lernt. Zeit für Freunde ist nur am Wochenende. Sie ist super integriert, arbeitet in der Schülervertretung mit, ist beliebt. Ich bat die Klassenlehrerin un ein Gespräch mit meiner Tochter. Die Lehrerin ist der Meinung, dass das Potenzial da ist. Der Mathelehrer meint, sie sei sicher unterfordert auf der Realschule in Mathe. Ist meiner Tochter alles egal. Abi könne sie auch auf der Fachoberschule machen nach dem Realschulabschluß.
Sie wollte vor 1 Jahr schon wechseln, da konnte ich sie motivieren, sich durchzubeißen. Jetzt ist nicht mit ihr zu reden. Soll ich zustimmen? Sie sagt, das Gymnasium schadet ihrer Psyche. Sie will nicht mehr. Ihr ist sehr wohl klar, dass man auf der Realschule auch lernen muss, aber immerhin wäre dann Latein weg.
Was würdet ihr tun?
LG Katharina

Hallo

Ich kann nicht wirklich aus Erfahrung sprechen, da mein Wechsel aufgrund schlechter Noten absolut notwendig war. Das ist auch viele Jahre her. Mir ging es nach dem Gym viel besser.
Jeden Tag bis 18 Uhr nur Schule. Das ist wirklich viel. So viel arbeiten viele Erwachsene nicht. Daher würde ich den Wunsch deiner Tochter nicht leichtfertig ablehnen.

Lg

Ich kann da nur von meiner Schwester berichten bei der es genauso war. Sie hatte es sehr schwer auf dem Gym, es war eine Qual, immer Gegenwind, immer alles anstrengend. Sie ist dann auf die Realschule und hat endlich mal Rückenwind gehabt, hat mit Leichtigkeit in allen Fächern super Noten gehabt und einen sehr guten erweiterten Realschulabschluss gemacht. Danach ist sie zurück aufs Gym und hat nochmal die Kraft gehabt die Zähne zusammen zu beißen und das Abi zu machen. Sie ist sich sicher, dass sie dauerhaft auf dem Gym keine Kraft mehr fürs Abi gehabt hätte und mit Fachhochschulreife o.ä. angefangen wäre. So hat sie anschließend eine Ausbildung gemacht, danach noch ein sehr kompliziertes Studium und ist heute richtig „oben angekommen“.

Das einzig blöde waren immer die Vorurteile „Ach das Kind geht jetzt auf die Realschule....na, dann wird die wohl nicht studieren später“. Hat nichts zu sagen. Also nur Mut!

Hier ist die Realschule hoch angesehen. Von daher wird niemand was Blödes sagen. Auch mit Abitur studiert man nicht unbedingt. Ich habe nach dem Abitur angefangen zu studieren, habe es abgebrochen und meinen Traumberuf über eine Lehre gemacht. ;-) Da haben auch alle gesagt, warum hast Du Abitur gemacht? Weil ich gerne zur Schule gegangen bin und ein Spätzünder war. Erst nach dem Abitur wusste ich, was ich machen möchte

Hallo Katharina, bin in einer ähnlichen Situation und möchte eine Entscheidung aber meinem Sohn ebenfalls 14 Jahre 8. Klasse Gymnasium Bayern überlassen. Er ist im Gegensatz zu Deiner Tochter mittelmäßig und kommt gerade so durch (hat den Schuljahresstart wie jedes Jahr komplett verschlafen) und holt jetzt wieder auf mit Leistungen die OK sind. Ich finde aber die Kinder sollten in diesem Alter den Weg selbst entscheiden dürfen, meiner will bleiben und zur Not auch wiederholen wenn es nötig wird. Die Kinder müssen letztendlich ja auch die Leistung tragen und bringen (auch wenn ich persönlich) nicht begeistert wäre finde ich in dem Alter schon entscheidend was die Tochter will. Gerade Mädels sind ja in dem Alter schon etwas weiter. Wege gibt es später noch viele zum Abitur, es wird Dir nichts bringen wenn Deine Tochter ein Leistungsverweigerer wird weil Sie keine Bock hat und nicht ernst genommen wird. Nicht vergessen es ist Ihr Leben und Euer Einfluss wird die nächsten Monate so oder so radikal schwinden. Da wäre es mir persönlich lieber meinem Kind das Gefühl zu geben das ich es ernst nehme. Viel Erfolg bei der Entscheidung

Ich denke auch, der einzig richtige Weg ist, sie entscheiden zu lassen und den Weg mit ihr zu gehen mit voller Unterstützung. Nur so wird sie glücklich. Ich habe sie vor 1 Jahr überredet, durchzuhalten, mit jeglicher Unterstützung bezüglich Latein, Nachhilfe, mit ihr gelernt. Leider war das so aufwendig, dass andere Fächer zu kurz kamen.

Sie soll den Hintern zusamen kneifen und wöchentliche Lateinnachhife und fertig! Diese ständige fliehen und ausweichen und dass dann auch nun gut heissen geht gar nicht!

Und dann soll ein junger Mensch daran zerbrechen? Tolle Einstellung. Das hat mit fliehen nichts zu tun,wenn ein Kind sichvselbst ein Jahr schon durch schleift und selbst merkt das es nicht funktioniert.. Das ist eine gesunde Selbstwahrnehmung auf die sie stolz sein kann.
Es gibt viele Wege zum Abi. Und selbst ohne Abi,kann sie einen Weg wählen mit dem die glücklich ist.

Sie hat seit 1 Jahr Latein-Nachhilfe

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Da sie schon letztes Jahr wechseln wollte,würde ich da hat nicht lange um den großen Brei reden und sie in einer Realschule anmelden.

Die kann sich ja sehr gut selbst einschätzen und später immer noch Abi auf anderen Weg machen. Schon alleine bis 18:00 Uhr an den Sufgaben sitzen ist doch nicht schön.

Ich würde da kein Drama machen,es ist ihr Wunsch,sie hat es euch Eltern zuliebe ein Jahr noch durch gezogen und sagt selbst es ginge ihr nicht gut damit. Die kennt die Konsequenzen wie neue Schule und neue Mitschüler und nimmt das in Kauf. Das alleine zeigt sich schon,das sie ihrer Wahrnehmung sehr reif ist.

Die - Sie ....

Ein Drama mache ich nicht, ich hab nur ein bisschen Angst, dass sie es bereut. Aber sie kam mit dem Wunsch komplett vorbereitet. Alle Wege aufgezeigt, wie man danach zum Abitur kommt, wo das geht in fahrbarer Nähe zu uns. Wie wieviel Zeit das in Anspruch nimmt etc. Das heißt, das entsteht nicht aus einer Laune raus, sondern ist komplett durchdacht und ein ernster Wunsch. Ich werde den Weg mit ihr gehen. Nur mein Mann ist noch komplett dagegen und meint, sie gibt zu schnell auf. Er kennt das aber nicht. Er ist als 1er Kanditat durch die komplette Schule und erwartet irgendwie, dass es seine Kinder auch so meistern. Diese Erwartungshaltung hätte ich nie. Habe auch ein Abitur. Aber ich will, dass meine Kinder glücklich sind

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Wenn es bereits das zweite Schuljahr ist, wo sie runter möchte, würde ich sie lassen. Da sie auch die FOS im Visier hat , hat sie doch einen guten Vorsatz.
Da kann sie bis zur 12. Klasse Fachabi machen und mit der 13. immer noch allgemeines Abi...
Schwierig wird es jetzt nur mit dem Zweigwahl beim Wechsel, da sie vorraussichtlich eh notenlich in die 9. wechselt, nach den Sommerferien, da sie bereits zwei Jahre verpasst hat.
Welchen Zweig möchte sie den gehen falls sie wechselt?
Da wäre ihr Französisch anstatt Latein ihr zum Vorteil gekommen, wäre auf der Realschule etliches vorraus und für die FOS als 2. Fremdsprache bereits vorhanden.

Sie hat seit der 8 auch noch Französisch. Sprachlicher Zweig auf dem Gymnasium. Da lernen die Kids in 3 Jahren soviel Französisch, wie die anderen in 5. Von daher will die Realschule diskutieren, ob sie in den sprachlichen Zweig darf mit einem Test. Ansonsten geht sie in den Technischen Zweig, das sei ohne Probleme möglich. Und Mathe und Physik hat sie im Moment 2er.

Technischer Zweig direkt, sagt mir jetzt nicht viel (wahrscheinlich Richtung mathematischer Zweig ?)

Bei uns bieten die Realschulen

mathemathischer-naturwissenschaftlicher Zweig > Schwerpunkt technische Mathematik+Physik und Chemie

Sprachlicher Zweig > franzsösisch

wirtschaftlicher Zeig > BWR+Wirtschaft und Recht+ IT

sozialer Zweig > Sozialwesen


Naja auf der FOS können auch Neusprachen Spanisch, italienisch und co.gewählt werden, viele 10.Klasseabgänger vom Gym legen auf der FOS ihr französisch oftmals ab, wenn es ihnen zuvor Schwierigkeiten bescherte.

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Hallo Katharina,
Ich würde sie auch auf die RS lassen. Sie hat bereits Nachhilfe in Latein und ist trotzdem so schlecht? Sie müsste es ja noch einige Jahre durchziehen, bevor sie es abwählen könnte - und besser wird es nicht mehr. Ich vermute, dass einfach die Grundlagen aus den ersten Gymnasialklassen fehlen, und das kann man bei Latein auch mit Nachhilfe nicht mehr so einfach reinholen. Sie würde also nie auf einen grünen Zweig kommen, das ist doch hochgradig frustrierend, so viel Mühe und immer nur knapp an der fünf vorbei, wenn überhaupt.
Ihr stehen ja auch so wirklich alle Wege offen, da muss sie sich ja nun nicht jetzt so nutzlos quälen. Natürlich muss man sich auch mal durchbeißen, aber sie hat es ja bei Latein schon versucht, ein ganzes Jahr lang, halt leider ohne Erfolg. Mehr kann man ja wirklich nicht verlangen.
Viele Grüße!

Ich finde es hochachtungsvoll von 14 jährigen Tochter wie sie es sieht und sehr weit (und weitsichtig ) für ihr Alter. Ich würde sie auf jeden Fall vom Gymnasium runter nehmen.
UnterForderungen? Ich weiß auch nicht, es ist doch auch schön für ein Kind wenn die Noten flutschen uns Freizeit ab 16h ist. Bis 18h lernen find ich schon krass...
Wenn sie so super integriert ist schafft sie das auf der Realschule auch - das ist Typsache...
LG
Bianca

Runter nehmen! Es geht um zwei Jahre Schule. Dann ist sie da vielleicht in Mathe ünterfordert, aber wenn ich mit 14 Jahren jeden Tag bis 18:00 Uhr (ich nehme jetzt mal an, dass deine Schilderungen nicht übertrieben sind) keine wirkliche Freizeit hätte, dann wäre ich auch unglücklich und der Drück würde mich fertig machen. Ja, die Noten sind in Ordnung, aber die Opfer dafür zu groß und das hat deine Tochter gut erkannt.

Wenn sie überall sonst genügend ist, warum sitzt sie Latein nicht einfach aus? Dann hat sie dort dauerhaft eine 5. NIcht dass ich Latein selber doof oder unwichtig fände, aber wenn es sich um ein einziges Fach handelt sehe ich sowas als Lésung. Hat mein Sohn auch gemacht, mittlerweile hat er ein sehr gutes Abi und studiert.

Sehe ich genauso. Sie kann es ja später abwählen. Für mich klingt das nicht nach einer Überforderung sondern eher nach dem dringenden und für sie wohl sehr wichtigen mehr Zeit zum "Chillen" zu haben.

Gäb`s bei uns nicht!

Wenn es ausschließlich um Latein geht sehe ich das sogar auch so. War selbst immer auf dem Gym, hab ein gutes Abi, aber nichtmal das kleine Latinum geschafft, es war eine Qual. Da ich bei allen anderen Fächern keine größeren Probleme hatte, ließ es sich aushalten. Hätte ich noch mehr Problemfächer gehabt, wäre es schwer geworden.

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Deine Tochter weiss doch am Besten, wie sie sich fühlt. Und ihr Wunsch scheint ja keine spontane Reaktion auf eine kurzzeitige Krise zu sein.
Jeden Tag bis 18.00 Uhr lernen, Nachhilfe: Deine Tochter zahlt einen ziemlichen hohen Preis für's Gymnasium. Deine Tochter, nicht Du. Deswegen ist es auch ihre Entscheidung zu sagen: Ich möchte nicht mehr.

Grüsse
BiDi

Mach ihr klar, dass so ein später Wechsel oft nicht unproblematisch ist.
Sie müsste vieles nachholen, teils den Stof von mehreren Jahren. Das ist sicher auch ersteinmal mit viel Arbeit verbunden.
Während die Sprachen meist kein Problem sind, haben viele Gymnasiasten große Schwierigkeiten mit Mathe. Der Lehrplan auf dem Gym ist hier nämlich ganz anders als auf der RS, sie müsste viel nachlernen, von dem sie noch nie etwas gehört hat, gerade auf dem mathematische Zweig. Langweilen wird sie sich da sicher nicht.

Ansonsten bin ich voll bei deiner Tochter. Wenn sie jetzt in der 8. schon am Limit ist, was soll in den nächsten Jahren werden. Dann Latein, wo sie jetzt schon fast auf 5 steht. Das wird doch in den nächsten Jahren nicht besser. Sicher kann man ein Fach mitziehen, aber dann darf halt sonst überhaupt nichts schiefgehen und das belastet schon sehr.
Außerdem ist jetzt im Prinzip die letzte Möglichkeit zu wechseln. In der 9 oder gar 10. funktioniert das oft nicht mehr. Dann kann man sich nur noch bis zum Ende retten und auf die FOS wechseln.

Hallo Katharina,

wenn sie letztes Jahr schon motiviert werden musste, dann handelt es sich ja nicht einfach nur mal eben so um eine Idee, sondern sie setzt sich mit der Sache auseinander. Ich denke schon, dass es Kinder bzw. junge Erwachsene gibt, die gute oder mittlere Noten am Gymnasium schreiben und trotz allem überfordert sind. Du schreibst ja, dass sie jeden! Tag bis 18.00 Uhr lernt und das ist schon sehr viel. Hier wird zwar auch gelernt und das gerade vor den Arbeiten (8. Klasse) aber nicht jeden Tag und da würde ich auch über die Schulform nachdenken. Ich meine damit, dass es durchaus auch mal intensivere Lernphasen gibt, aber eigentlich sind hier die Hausaufgaben in rd. 30-45 Minuten erledigt und mein Sohn gehört nicht zu den Strebern, sondern eher zu den Minimalisten. Latein ist allerdings das Fach, in dem auch er mehr tut, als in all den anderen Fächern und er ist da gut. Allerdings wiederholt er ständig die Vokabeln und Grammatik und das gerade vor den Tests das ist wahnsinnig, was da an Zeit drauf geht. Gerade in Latein ähneln sich so viele Wörter und die Übersetzungen zählen ja immer mehr als die Grammatik.
Ansonsten kann ich dir nur berichten, dass viele Schüler nach der 10. Klasse abwandern und nicht ihr Abitur an unserer Schule machen und danach hört man auch, dass die Noten ok waren aber der Stresspegel einfach viel zu hoch.
Ich stelle mir gerade vor, dass sie auf die Realschule geht und dort weiterhin ihren Stoff lernt, wie am Gymnasium und dadurch evtl. sogar einen besseren Abschluss in der 10. Klasse erreicht. Hier gäbe es die Möglichkeit einer Gesamtschule und das wäre dann wohl auch die Schulform, die wir bei solch einem Wunsch des Kindes wählen würden.

Bezüglich der Freundschaften könnte es natürlich sein, dass die ein- oder andere auseinandergeht aber auch da ist deine Tochter sehr erwachsen. Sie nimmt in Kauf nicht mehr mit ihren Freunden zur Schule zu gehen....für eine 14jährige heisst das schon was....

Latein ist auch das Problem bei uns. Mein Kind liebt aber ihre Schule total. Lustige Lehrer die auch immer wieder nen Knaller Scherz drauf haben, motivierte Lehrer die kreativ sind usw. Sie hat die siebte wiederholt und hat das Jahr einfach gebraucht. Latein kann sie nach der zehnten abwählen, bis dahin schummelt sie sich durch so gut es geht. Ne vier reicht ja aus.

Aber, würde sie unbedingt runter, würde ich das erlauben. Denke auch dass alles besser wäre ohne Latein ;)

Ich kann nur begrenzt mitreden, meine Tochter ist nach der 6.Klasse vom Gymnasium auf eine Gesamtschule gewechselt. Zum Halbjahr hatte sie einen Schnitt von drei die Hauptfächer lagen zwischen drei und vier bis auf Deutsch da war es eine fünf. Jetzt fast ein Jahr danach war es die beste Entscheidung die wir treffen konnten. Ich habe wieder ein glückliches entspanntes Kind, was fast nur Einsen schreibt. Sie musste allerdings mangels Platz ein Jahr zurück....sammelt dafür jetzt Selbstvertrauen und ist mit sich im Reinen. Ich denke wenn deine Tochter es so will würde ich es machen, meine war in alle Entscheidungen mit einbezogen und ist sehr zufrieden. Denn auch ihr war der Druck und das ständige Lernen zu viel.

Hallo,
ich sehe hier überhaupt kein Problem, warum sie das Gymnasium verlassen sollte. Es ist absolut in Ordnung, wenn man etwas für die Schule tun muss. Es müssen Hausaufgaben gemacht werden, es müssen Fächer für den nächsten Tag vorbereitet werden, Vokabeln lernen... Referate vorbereiten etc..

Was du so von der Zeitplanung schreibst, finde ich total okay. Sie spielt ja auch noch Klavier.

Hat sie denn Spaß am Lernen? Geht sie gerne zu Schule? Gibt es evtl Berufswünsche?

Die 8. Klasse ist eine schwierige Phase, Mitten in der Pupertät mit Lust auf nichts. Ab der 9ten geht es wieder aufwärts und es wird langsam wieder vernünftiger. Ich glaube nicht, dass deine Tochter die Folgen absehen kann. Da fehlt die Reife in dem Alter. Denn lernen muss sie auf der Realschule auch.

Sie hat ja auch kein Problem mit den Mitschülern oder den Lehrern. Das ist doch super und wünschenswert?

Hast du denn die Möglichkeit etwas an der Fremdsprache zu machen? Lernt sie Englisch, Französisch und Latein? Kann man da etwas machen? Da würde ich mich eher mal erkundigen. Zur Not Nachhilfe in Latein...

Ich würde sie ermuntern da zu bleiben und ja, man muss auch mal lernen etwas auszuhalten. Heutzutage wird viel zu schnell aufgegeben.

Liebe Grüße
Gotschie

Ich selbst wollte damals weg vom Gymnasium und eben auf die Realschule wechseln, wobei das bei mir wegen Mathe der Fall war und ich definitv kein Abi geschafft hätte. Meine Eltern waren dagegen und ich hielt noch bis zur 11. durch und ging ab. Trotz Widerstand, war mir aber dann auch herzlich egal. Ich zog dann auch recht schnell aus zu meinem damaligen Freund (jetzt Ehemann).
Im Grunde waren diese letzten Jahre eine Qual und absolute Zeitverschwendung und nur Stress - ich wusste ja, dass ich das Abi NIE schaffen werde, Mathe ist für mich trotz Nachhilfe und Pauken ein Buch mit sieben Siegeln. Ich würde deiner Tochter den Wechsel erlauben und Abi kann sie danach immernoch machen, sofern sie studieren möchte.

Mein Sohn ist in der 7. Klasse vom Gymnasium (Zweig für besonders begabte Kinder ab der 5. Klasse) auf eine Gesamtschule gewechselt. Ein Traum! Er hat wieder Freizeit, wir streiten nicht mehr um Hausaufgaben, lernen u.ä. und vor allem traut er sich wieder mehr zu und schreibt wieder super Noten - ohne Druck und ohne Stress. Ja, er tat sich anfangs etwas schwer damit, dass auch Kinder in der neuen Klasse sind, die eine weniger schnelle Auffassungsgabe haben als er, aber damit geht die Schule super um. Jeder Elternsprechtag vorher war geprägt davon, dass er mehr lernen muss usw und nun heißt es, er ist ein Gewinn für die Klasse. Unsere ganze Familie hat eine ganz andere Lebensqualität gewonnen. Und es gibt so viele Wege beruflich erfolgreich zu sein, da muss es keine Quälerei auf dem Gymnasium sein. Mein Sohn jetzt kommt mit der Unterforderung deutlich besser zurecht als mit dem vorher vorhandenem Druck und der Überforderung. Er hat zwar den IQ aber nicht die Motivation täglich mehrere Stunden lernen zu müssen. Und jetzt erklären die Lehrer sogar, das hat ihn am meisten überrascht.
Lass dein Kind entscheiden, sie können das in ihrem Alter schon gut einschätzen!
LG