Mobbing grundschule, trotz schulwechsel erneut

    • (1) 12.04.19 - 11:16

      Hallo, langsam bin ich ratlos.
      Mein Sohn ist inzwischen in der 4. Klasse. Und seit dem Kindergarten ist er immer wieder Opfer von Mobbing. Trotz Gesprächen mit Kindergärtnerin, im hort, anderen Eltern, schulwechsel oder psychotherapie ist das Problem erneut. Wieso hat es mein Kind so schwer? Wie kann man ihn noch helfen. Bisher sind alle Sachen gescheitert. 😔

      Angefangen im Kindergarten das immer niemand mit meinem Sohn spielen wollte, egal was. Ob Fußball, fangen, verstecken ect. Die Erzieher bemühten sich aber schafften keine Integration. Wobei die Kids sich seit dem 1. Lebensjahr kannten und zusammen eingeschult wurden.
      In der schule verschärfte sich die ausgrenzerei. Bis die Schule mein Sohn der Schule verweisen wollte. Ständig wurden die Sachen von unserem Sohn versteckt, er wurde getreten geschubst mit Worten beleidigt ect. Es verging bis klasse 3 kein Schuljahr indem er nicht weinend nach Hause kam. Wenn er mal was ausgefressen hatte (sind halt Kinder) wurde er von den Lehrern auch noch vor der Klasse gedehmüdigt. Mein Kind sollte dann auf eine e-schule wechseln.
      Wir schafften in der Klasse 4 einen normalen schulwechsel an einer anderen Grundschule. Und was soll ich sagen, das gleiche wieder. Allein nach der Schule. Wenn unser Sohn normal zum Bus geht, wird er verfolgt angerempelt, mit Anlauf geschubst, Sachen entrissen und selbst die Schule sagt, daß er in einer Art opferrolle ist. 😞 Die Kids sehen uns als Eltern vor der Schule manchmal. Und selbst das hält sie nicht davon ab. Die lassen sie ganz frech im Schulhaus neben meinem Sohn fallen und sagen er hätte geschubst. Lehrer bestätigen dieses sogar.
      Das schlimmste. Wenn ich meinen Sohn frage, wie war es in der schule heute. Kommt nur zur Antwort. Alles bestens, oder super, oder wie immer. 😢 Es ist für ihn normal und ok geworden.

      Bin ich zu empfindlich? Mache ich was falsch oder zu viel Sorgen?

      • Hallo, es gibt einige Erkenntnisse darüber, dass sich Mobbing quasi "fortpflanzen" kann. Vermutlich deshalb, weil durch Mobbing Erfahrungen das Selbstbewusstsein rapide sinkt und Mobber dann dort wieder ansetzen können. Auch gibt es verschiedene Studien, die nahelegen, dass z. B. Kinder mit Asperger Autismus häufiger gemobbt werden, vermutlich, weil Kinder, die mobben, bei ihnen eher Angriffspunkte und weniger Gegenwehr finden. Hat er denn prinzipiell Freunde? Denn auch Kinder, die eher Einzelgänger sind, werden häufiger gemobbt, weil die Mobber bei ihnen durch den fehlenden sozialen Rückhalt leichteres Spiel haben. Wobei man da nicht so genau weiß, was die Henne und was das Ei ist, eventuell isolieren Mobber ihre Opfer auch sozial. Wichtig ist, dass die Schule euch hilft. Denn Mobbing kann nicht vom Kind und auch nicht von dessen Eltern beendet werden. Da muss der Klassenverband, am besten die ganze Schule einbezogen werden. Es gibt vom Kinderschutzbund da ein sehr gutes Programm, es heißt "Komm, wir finden eine Lösung". Leider kostet es, aber es kann viel bewirken. Google vielleicht mal danach und sprich mit den Leuten dort und mit eurer Schule, welche Möglichkeiten es geben könnte. Übrigens würde ich wegen Übertritt bei einem Kind mit schlechtem Selbstbewusstsein durch Mobbingerfahrungen darauf setzen, doch eine kleinere Schule mit kleineren Klassen zu wählen, auf die vielleicht auch Kinder mit Förderbedarf gehen. Dort ist es normsler" anders zu sein. Eine Garantie ist das nicht, aber es kann helfen. Viel Glück euch!

        Hallo

        Ich bin fassungslos🤯

        Wusstest du, dass du das Recht hast in der Schule einen Tag zu hospitieren? Vielleicht, wenn man es clever anstellt, hast du die Möglichkeit auf diese Weise einmal in das Schulleben deines Kindes zu blicken.

        Bleib immer im Gespräch mit den Lehrern. Es muss sich dringend was ändern. Das darf ja wohl nicht wahr sein, dass die Pädagogen es nie schaffen einen Riegel davor zu setzen. Besonders schlimm ist es, dass Lehrer nicht oder eher selten in solchen Fällen mit den Eltern ins Gespräch gehen. Die scheinen zu warten. Worauf? - weiss man nicht🤔

        Ermutige dein Kind, versuche seine Stärken auszubauen (vielleicht ein Verein)

        Mein Sohn (11) sagt immer: Ich brauche nicht viele Freunde, ich brauche richtige! Und ja, er hat Recht. Im Prinzip braucht dein Kind einen Freund, eben einen richtigen.

        Ignoriert das nicht...und kämpft für euren Sohn.

        Ich wünsche dem kurzem dass er einen richtigen Freund findet. Und euch alles gute

        • Danke, das mit dem hospitieren weiß ich. Dennoch denke ich wird es nicht so viel bringen.

          Er ist in einem sportverein seit er 5 Jahre ist. Auch sehr erfolgreich.
          Er ist auch mutig, wenn es um unterrichtssachen geht. Arbeitet aktiv mit, hat relativ passable Noten. Es geht auch nicht um Kleidung, aussehen oder sonst was. Das ist ja das blöde.
          Die Schule sagt. Die Klasse hatte letztes Jahr noch ein Kind drin, das meinem ähnelt. Und das war auch Opfer. Jetzt eben nimmt mein Kind diese Rolle ein. Er versucht allem aus dem Weg zu gehen. Aber egal was er tut oder auch nicht. Entweder wird er veralbert oder hinters Licht geführt oder aus lange Weile getreten, geschubst ect.
          Letztens ging seine Brille kaputt, er sagte er wurde geschubst. Hab es auch gemeldet. Es war wohl vor der Schule. Es folgte nix weiter. Der Optiker hat es gratis reperiert. Später erfuhr ich von mehreren aus der 3. Klasse das mein Kind mit voller Wucht mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen wurde.

          Gesagt hat weder mein Kind was noch sonst wer. 😢

          • Im Falle von körperlicher Gewalt nützt es nichts, nur zur Lehrerin zu gehen, v. a. wenn diese das Problem nicht angeht. Da ist die Schulleitung gefragt, notfalls auch das Schulamt. Was habt ihr bisher schon gemacht? Habt ihr die Verletzungen dokumentiert? Die Mobbing Situationen aufgeschrieben? Falls nicht, fangt damit an. Schreibt auf, wann, was passiert ist. Fotografiert Verletzungen. Holt euch dazu Bestätigungen von einem Arzt. Die kaputte Brille am besten vom Optiker dokumentieren lassen. Ihr braucht Beweise und Zeugen und dann zur Schulleitung und zum Schulamt. Wenn es zu massiven körperlichen Übergriffen kommt und die Psyche bereits leidet, bitte schiebt es nicht mehr auf die lange Bank. Dass Klassenlehrer oft erstmals nichts unternehmen und Schulen auch nicht, ist leider nicht so selten. Oft aus Sorge um den guten Ruf der Schule.

            Oh Gott mir bricht das Herz wenn ich sowas lese...

            Mir fehlt jegliches Mitgefühl für die Täter. Es gibt für mich auch keine Entschuldigung. Die wissen was sie tun...

            Ich weiß es nicht...wissen die Eltern der Täter denn davon? Ich verstehe es nicht...sowas kann doch niemand tolerieren??? Ja mit dem Dokumentieren, klar die Vorschreiberin hat recht...nimm ihren Tipp an.

          • Was ist denn damit gemeint "ein Kind das meine ähnelt?"
            Vielleicht kann man da ansetzen?

            Irgendwas muss doch an der Art deines Sohnes sein, die ihn bevorzugt zum "Mobbingopfer" macht. Dort würde ich versuchen irgend etwas zu ändern. Leider weiss ich selbst, dass das einfacher gesagt als getan ist.

            • (8) 13.04.19 - 08:55

              Nein, das ist ein Trugschluss. Oder nur insofern als gerne Kinder von Mobbern "ausgesucht" werden, die ein schlechtes Selbstbewusstsein haben. Das ist bei Kindern, die schon einmal gemobbt wurden, regelmäßig der Fall. Dazu kommt noch, dass Mobber gerne Kinder mobben, die kein großes soziales Netz haben. Das ist nach einem Schulwechsel auch regelmäßig der Fall. Aber die Schuld und Verantwortung für die Vorfälle liegen bei den Mobbern. Da darf man nicht in die Falle gehen, die gemobbten Kinder verantwortlich zu machen.

              • (9) 13.04.19 - 10:02

                Natürlich liegt letztendlich die Schuld bei den Tätern.
                Es geht hier aber doch nicht um die Schuldfrage, sondern um die Frage wie man das in Zukunft verhindern kann. Und da kann man meiner Meinung nach sehr wohl beim Kind selbst ansetzten. Am Selbstbewusstsein arbeiten und gezielt auf soziale Kontakte setzen ist zum Beispiel ein guter Schritt. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass eine Sportart wie Handball oder Taekwondo da helfen könnten. Vielleicht wäre das eine Idee?

                • (10) 13.04.19 - 10:59

                  Klar, das ist immer auch eine begleitende Möglichkeit. Aber erstmal muss durch die Schule das Mobbing beendet werden. Und da hilft nur Dokumentation, Hinzuziehen von Schulleitung, Schulpsychologin, eventuell Schulamt.

      Opfer bleibt auch Opfer. Das ist leider so. Mit der Schule ganz engen Kontakt suchen. Mit deinem Sohn reden ist wichtig, aber bei einer Dauernachfrage deinerseits wird er sich verweigern.
      Was ist mit dem Schulpsychologischen Dienst? Gibt es in der Schule Mediatoren? Anti-Mobbing-Training? Hat er Freunde? Wenn nicht, dann auch mal kritisch überlegen, welche signale sendet dein Sohn evtl. auch unbewußt aus?

      • Der unterschied zur alten Klasse ist bisher. Damals waren 4 Mädchen in der Klasse die ihn in Ruhe gelassen haben. Da war Frieden. Keine Freundschaft aber aktzeptanz. Rest waren Jungs. Alle in einer Art klicke.

        Jetzt sind die Hälfte Mädchen die ihn in Ruhe lassen und die andere Hälfte Jungs. Wovon ihn wiederum ein Teil angreift. Meist ein anstifter und Rest Mitläufer.

        Freunde hat er nicht viele aber er hat welche. An der Schule in anderen Klassen und in seinem Verein.

    Ich weiss von einem Fall, wo die Schule auch nichts unternahm.
    Sie bekamen hier Hilfe
    http://www.camp-stahl.de
    Habe den Mann schon in etlichen Interviews gesehen, ich bin sicher, Du bekommst Rat und Hilfe. Bitte nimm mit ihm Kontakt auf, das ist ja schlimm.
    LG Moni

    Hi,

    das liest sich so schlimm und traurig :-(

    Die erste Frage, die ich mir stelle:

    WARUM wehrt Dein Sohn sich nicht? Warum schubst / tritt /schimpft er nicht mal zurück , wenn er angegriffen wird? Wurde ihm von allen Seiten immer wieder gesagt, dass körperliches Abwehren / körperliche Gewalt nicht ok ist?
    Wobei ich dem grundsätzlich zustimme, wenn es darum geht, jemanden anzugreifen. Allerdings sehe ich es etwas anders, wenn man selbst körperlich attackiert wird. Hilfe reden nicht, dann muss man zur Abwehr eben körperlich werden.

    Habt ihr schon mal über einen Selbstverteidigungskurs für Kinder nachgedacht? Alleine zu wissen, WIE man sich wehren kann (auch wenn man es nicht anwendet), baut Selbstvertrauen auf. Und wo Selbstvertrauen da ist, ist auch die Körpersprache anders, was wiederum dazu führt, dass derjenige nicht mehr das Opferschema erfüllt. Und mit jeder Situation, die nicht mehr eintritt, kommt man mehr aus der Opferrolle heraus.

    Ansonsten muss ich sagen: warum tun die Lehrer nicht mehr? Wenn sie sehen, dass dein Sohn gemobbt wird, sich Kinder fallen lassen und behaupten "er hat mich geschubst" - warum werden diese Kinder nicht dafür zur Rechenschaft gezogen? Baut dein Sohn Mist (was Kinder eben manchmal tun), dann reagieren sie doch auch...

    Wie reagieren denn andere Eltern darauf, was ihre Sprößlinge so tun?

    Ich wünsche Deinem Sohn, dass er bald jemanden findet (in der Schule, etc.), der zu ihm hält, ihn unterstützt, ihm hilft und die Kraft, diesen psychischen Druck loszuwerden.

    LG
    Kim

    • (15) 12.04.19 - 19:22

      Mein Sohn: Nerd, lieb, keine Freunde, das typische Opfer, seit der Grundschule gemobbt. Immer wieder haben wir ihn ermutigt, sich zu wehren. Tat er aber nicht. Auf der Gesamtschule wurde er eines Tages von 2 Jungs gleichzeitig attackiert. Mein Sohn hat bei der Abwehr zufällig einen der Angreifer am Auge getroffen. Das blaue Auge (und das Verhalten meines Sohnes) hat dazu geführt, dass er ein paar Tage später zur Whats App-Gruppe der Täter eingeladen wurde. Danach kein Mobbing mehr. Jetzt hat mein Sohn aufs Gymnasium gewechselt- und das Mobbing geht wieder los...

      (16) 13.04.19 - 09:05

      Mein Sohn hat sich auch nicht mehr gewehrt, obwohl er einen Kopf größer war. Erstens treten Mobber klassischerweise zu mehreren auf, das macht das Wesen von Mobbing aus. Und einer allein gegen mehrere ist sehr, sehr schwierig. Zweitens arbeiten die Mobber ja daran, das Selbstbewusstsein der von ihnen gemobbten Kinder zu zerstören, auch dadurch wehren sich die Kinder nicht mehr. Bei Mobbing muss zwingend von außen eingegriffen werden durch erwachsene Personen. Und zwar ganz konsequent und radikal. Anders ist das nicht zu beenden. Bei uns endete es schlagartig, als den beiden Haupttätern unmissverständluch klargemacht wurde, dass sie bei einem erneuten Angriff einen verschärften Verweis bekommen, bei einem weiteren Angriff einen Schulverweis. Zudem muss mit der ganzen Klasse gearbeitet werden. Als bei uns den Mobbern Klar wurde, wie wenig Rückhalt die eigentlich im Klassengefüge haben, wieviel Kinder ihr Verhalten eigentlich schlecht finden, war es eh aus. Aber so lange diejenigen denken, alle finden ihr Verhalten cool und die Erwachsenen decken es noch, wird es nie aufhören.

      Bisher weiß ich immer nur von Einträgen im hausaufgabenheft. Bekommt auch mein Sohn hin und wieder. Ganz klar.
      Am Freitag war ein Gespräch mit dem "anstifter" der Jungs und deren Eltern. Was eben vor der Schule so stattfindet und alles drum herum.
      Zeitgleich habe ich die Mitteilung der Lehrerin im Hausaufgaben mit der Telefonnummer der Mutti, ich solle sie bitte mal anrufen.

      Gesprächsverlauf schrieb ich schon. Es viel mir wirklich schwer ruhig zu bleiben. 😔

      Der andere junge hätte quasi die Erlaubnis meinen Sohn nach der Schule zu schubsen. Wie solle sich ihr Sohn sonst wehren. Wenn mein Sohn alles kaputt machen würde. U. A. Die Hausschuhe mit der Schere zerschnitten haben soll. Schon 2 Wochen her.
      Da stellt sich mir folgende Fragen. 1. Wie kann das passieren wenn der junge diese den ganzen Tag an hat. 2. Wieso haben die Lehrer oder andere Schüler bisher nix gesagt 3. Wenn es in der Garderobe sein sollte beim Schulwechsel würde es doch auffallen wenn ein Kind mit Schere rumwedelt. 4. Würde das betreffende Kind sofort einschreiten oder?

      Dann soll mein Sohn mit seiner Schere die federmappe von dem Jungen zerschnitten haben. Auch schon mehrere Wochen her. 1. Sitzen sie weit auseinander. 2. Wie soll das mein Sohn angestellt haben ohne das es jemand mitbekommt?

      3. Soll er das Handy dieses Jungen was ihm betroht aus dem Ranzen genommen haben und mit voller Wucht auf dem Boden geknallt haben das dass Display sprang. Vor Weihnachten.

      Davon weiß ich erst seit gestern. Deshalb hat ihr Sohn das Recht meinen Sohn zu verprügeln. 🤔

      Mein Sohn wusste davon garnichts. Nur das diese Dinge eben kaputt sind.

      • wow... das ist ganz übel.

        Ich vermute - was das ganze nicht besser macht - dass der Junge Zuhause heftigen Ärger bekommen würde, wenn er sagen würde, dass er all diese Dinge selbst kaputt gemacht hat.

        Und ich sehe das wie Du: solche Vorfälle bleiben nicht unbemerkt, wenn sie denn passieren. Irgendwann beschwert sich jedes Kind auch mal beim Lehrer.

        Wie war denn die Reaktion der Lehrer auf solche Aussagen?

        VG
        Kim

        • Bisher bezweifeln die Lehrer das mein Sohn die sachen kaputt gemacht hat. Ja er provoziert gerne mit Worten, Albert viel rum, versteckt auch mal Sachen ist eigentlich eher der KlassenClown, er erkennt leider nicht wann Sachen unangebracht sind. Ist tollpatschik aber nicht nachtragend. Aber mutwillig Sachen zerstören das passt überhaupt nicht zu ihm. Da ist er nicht mutig genug.

          Nur eben die Mama des Kindes glaubt da 100 Prozent ihrem Sohn. Ist ja im Grunde auch richtig seinem Kind zu vertrauen. Dennoch sollte man 2 Seiten einer medallie ansehen. 😔

          Heute nach dem elterngespräch mit der Mutter am vergangenen Freitag beschrieb mein Sohn das es ruhiger war. Allerdings sagt er es oft. Er wurde heute wohl in Ruhe gelassen. Die Lehrerin nahm auch keinen Kontakt zu uns auf, zwecks Zahlungen der kaputten Sachen. Wie schon beschrieben, sprach ich auch am vergangenen Donnerstag mit der Lehrerin. Sie beschrieb mir unseren Sohn wie ich es oben tat. Eher eingeschüchtert und leider eher in der opferrolle. Mit keinem Wort von zerstörungen. Das tat er auch in der alten Schule niemals.

          • Hi,

            hoffentlich bleibt es ruhiger und Dein Sohn wird weiterhin in Ruhe gelassen.

            "Ja er provoziert gerne mit Worten, Albert viel rum, versteckt auch mal Sachen ist eigentlich eher der KlassenClown, er erkennt leider nicht wann Sachen unangebracht sind. Ist tollpatschik aber nicht nachtragend."

            Wie arbeitet ihr denn mit eurem Sohn daran?

            Wir haben bei unserem Sohn (wg. autiver Wahrnehmungsstörung sowie Winkelfehlsichtigkeit - mit Prismengläsern behandelt) mit Ergo sehr gute Erfahrung gemacht. Vielleicht ist das auch etwas, was eurem Sohn helfen kann wegen der Tollpatschigkeit (sieht er vielleicht nicht richtig 7 visuelle Wahrnehmungsstörung?).

            Dazu kann er sicherlich Unterstützung brauchen, was das rumalbern und provozieren bestrifft. Er muss ja lernen, wann sowas angebracht / nicht schlimm ist und wann er sich einfach beherrschen muss bzw. wann es genug ist. Das weißt du ja sicherlich auch und es wird dauern, aber wenn man so gar nicht daran arbeitet, wäre es für ihn auch blöd.

            Es wird ihm nicht helfen, wenn dieser eine Junge ihn nun in Ruhe lässt, aber euer Sohn nicht zeigt, dass er auch an seinem Verhalten arbeitet. Dann kommen andere (was genauso schlimm ist) und was nicht heißt, dass euer Sohn selbst schuld ist, dass er gemobbt wird.

            Mobbing ist immer falsch und die Mobber müssen gezeigt bekommen, dass das nicht ok ist und sie andere Wege finden müssen - hier muss die Schule definitv ansetzen und sich ggfs externe Unterstützung holen. Der Gemobbte muss natürlich lernen, mit dieser negativen Erfahrung umzugehen und benötigt Hilfe.

            Leider ist es so, dass nur wenige Kinder Konflikte (z.B. weil sie genervt vom Rumalbern sind oder davon, dass ihre Sachen versteckt werden etc.) verbal austragen können - vielleicht, weil sie Zuhause dazu keine Hilfe bekommen - außer in der Art wie bei euch :-(. Deshalb wäre es für mich auch wichtig, dass auch mein Kind lernt, Rücksicht zu nehmen, Grenzen zu respektieren.

            Ich weiß von meinem Sohn, der alles andere als ein Schläger ist (schon im Kleinkindalter bescheinigten ihm Eltern & Erzieher, dass er immer schlichten will, Streit beendet und Lösungen finden will), dass er von einem solchen Verhalten wie dem eures Sohnes total genervt wäre. Und er wäre sicher aufgrund seiner freundlichen und netten Art ein beliebtes "Opfer" eures Sohnes für Sachen verstecken gewesen. Nur unser Sohn wäre, käme er alleine nicht kler, damit zuerst zum Lehrer und dann zu uns gegangen (wenn die Lehrer nicht helfen) - er hätte niemals geschlagen. Andere Jungs aus seiner Klasse wären auf die verbale Provokation sofort und zu 100% angesprungen und hätten/haben (leider) handgreiflich reagiert.

            Ich wünsche euch sehr, dass euer Sohn seinen Platz in der Klasse und auch in den folgenden Schuljahren findet, dass er wirkliche Freunde findet und auch lernt, Grenzen zu respektieren und sich selbst zu kontrollieren. Und den Mobbern wünsche ich, dass die Eltern / Lehrer wach werden und ihnen zeigen, dass ihr Verhalten falsch ist und wie sie besser reagieren können.

            LG
            Kim

Passt nur am Rande, aber zufällig war ich gestern mit meiner Tochter plus Freundin in einem wirklich tollen Kinofilm "Rocca verändert die Welt" in dem es (auch aber nicht nur) um das Thema Mobbing geht. Vielleicht wäre das ja ein Film für die Klasse (muss ja nicht im Kino sein, ich denke, der wird in absehbarer Zeit auch als DVD/ Amazon Prime rauskommen). Ohne erhobenen Zeigefinger schafft der Film das Thema Mobbing Kindern bewusst zu machen.
Alles Gute für Dein Kind,
d.

Ich bin hin und her gerissen.
Ich selbst hatte gestern eine Begegnung der 3. Art mit einem bestimmten Kind. Neben der Schule wohnt meine Schwester. Ab und an flüchtet mein Kind zu ihr. Vor ihrer Haustür ist dann schon öfters eine Gruppe Jungs gewesen die mein Kind verprügeln wollten. Bis auf das eine besagte Kind sind alle schon respektvoll. Mein Eindruck. Ein anstifter und einige mitläufer.
Gestern dann habe ich (wie die letzten 2 Wochen versucht nach schulschluss vor der Schule zu warten (versteckt) um zu sehen was passiert. Warum mein Kind Angst hat. Und es war fast immer so, daß sie mein Kind vor der Schule schubsen ect.. Ich wollte sehen, was mein Kind vielleicht tut oder nicht. Gestern ist mir der geduldsfaden gerissen. Genau neben mir!!! Passiert es wieder. Die Kinder haben mich gesehen. Es war denen vollkommen egal. Ich bin dann in die Schule, wollte das der Junge mitkommt und hab ihn kurz am Ranzen festgehalten. Ohne Erfolg.
Ich wollte von der Schule die Telefonnummer der Eltern um mal die Streitereien zu beenden. Die Lehrerin sagte mir, das sie ohnehin noch Freitag (also heute) ein elterngespräch haben. Sie beobachten das ja schon länger.

Und was war bei dem telefonat😳 ich bin geschockt. Mein Sohn würde sämtliche Sachen von seinem Sohn zerstören (Hausschuh die der junge ja den ganzen Tag trägt, federtasche, handy ect). Und sie möchte das ersetzt haben. Mein Kind ist selbst schuld. Wie solle sich sonst sein Kind währen. Und ein paar Kinder (die klicke halt) würden das bestätigen. Und mein Sohn hätte seinem Sohn vor 2 Wochen das Handgelenk verstaucht. 😞.
Mit keinem Wort war bisher die Rede. Und weil ich seinen Sohn gestern festgehalten habe will sie rechtlich gegen mich vorgehen 😞
Null Einsicht oder eine vernünftige kommunikation

  • Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber kann es sein, dass dein Sohn in der Schule vielleicht wirklich nicht so ganz „lieb“ ist?

    Wenn ich lese, dass er bereits im Kiga Problem hatte, einmal bereits die GS gewechselt habt und ihr die Empfehlung für eine ESchule bekommen habt, kann ich mir kaum vorstellen, dass dein Kind immer das Opfer ist.

    Ich würde sehr eng mit der Schule Zusammenarbeit und mal den Schulpsychologischen Dienst einschalten, der dein Kind und die Situation mal neutral bewerten kann,
    Lg

    • Das habe ich auch nicht gesagt. Wenn ich ihn beschreiben soll: er hat eine visuelle wahrnehmungsstörung. Ist sehr tollpatschig, vergesslich, rechthaberisch und mischt sich gern ein. Egal was ist, es gibt immer seinen "Senf", dazu. Sicherlich wird das nerven.

      Aber bewusst Sachen kaputt macht er nicht. Er hat Noch nichtmal im Kleinkind Alter was viele Kids mal machen. Wände anmalen oder Bücher beschmieren. NIE. Er weiß wenn er was verliert oder kaputt macht, zahlt er dies von seinem Taschengeld. Schon seit der 1. Klasse. Meistens waren die sachen weg. Wirklich kaputt bisher nie.

      Aber wenn 1. Die Schule selbst sagt, das mein Sohn eher Opfer ist, andere Klassen (2.und3.) und einige der Oberstufe dies BESTÄTIGEN, dann sollte was dran sein. Wenn mein Sohn wirklich mutwillig Sachen beschädigt haben sollte, wieso sagt man mir das nicht sofort, direkt? Warum mehrere Wochen später durch die Mutti? Selbst wann was dran sein sollte, mit welchem Recht lässt man dann sein Kind andere verprügeln? Es war wirklich in letzter Zeit fast täglich nach dem Unterricht. Der junge verabredet sich in den Pausen vorher mit paar Jungs, das sie keinen Sohn nach der Schule verprügeln.

      Beste Masche der Kids zusätzlich.
      Mit Anlauf oder auch ohne gegen meinen Sohn rennen, und sich hinfallen lassen. Dann zu behaupten, mein Sohn hätte geschubst. Die wurde von Lehrern sogar schon gesehen. Das ist echt mies

      • Harte Geschichte. Ich bin selbst Pädagogin. Meine Kollegin macht Schulsozialarbeit an Grundschulen.
        Ärgern, Sachen verstecken. Das ist ja eine Sache. Aber mir dem Kopf gegen die Wand schlagen?! Da sind ja bereits alle Grenzen überschritten. Die Kids benehmen sich (sorry) asozial und haben erlebt, dass es keine Konsequenzen hat. Da muss ganz dringend die Schule intervenieren, z.B. über einen externen Mobbingreferenten, der die Lehrer schult, einen Projekttag der Klasse macht und Schüler zu Streitschlichtern ausbildet.

        Ich würde das nicht aussitzen. Dein Sohn kommt da allein nicht mehr raus.
        Der Sohn einer anderen Kollegin war auch ein Opfer. Nach einer längeren Leidensgeschichte mit körperlichen Angriffen hat er sich EINMAL gewehrt. Er hat den Schubser geboxt. Unglücklicherweise ins Gesicht und hat ihm die Nase gebrochen. Er wurde mehrere Tage vom Unterricht ausgeschlossen, das Jugendamt wurde informiert, es war alles sehr unglücklich...

        Alles Gute für dich und deinen Sohn!
        LG
        Muriel 🐇

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