Ja zum g9 Gymnasium Bayern oder lieber Realschule

    • (1) 24.04.19 - 20:50

      Hi,
      Meine Tochter muss sich in den nächsten 2 Wochen entscheiden ob sie aufs Gymnasium mit G9 oder auf die Realschule in Bayern geht.
      Für uns stand eigentlich seit der 3ten Klasse fest das Töchterchen auf die Realschule geht aber in der 4ten Klasse hat sie sich so positiv verändert das Lehrerin begeistert von ihr ist. Sie hat in den Hauptfächer D/M/HSU einen Durchschnitt von 2,0.
      Das komplette Zeugnis besteht nur aus 2ern.
      Sie kann sich nicht entscheiden, was würdet ihr tun?

      Wer genauere Infos wünscht kann hier weiter lesen.
      In den ersten 2 Klassen hat meine Tochter nie was für die Schule tun müssen, ausser das Lesen üben. Sie kam in allen Fächern super mit und hatte Ende der 2ten Kasse komplett nur 2er im Zeugnis. Wir dachten es geht so weiter doch in der 3ten Klasse war das plötzlich anders. Neue Lehrerin und auch der Stoff wurde erheblich zur 2ten Klasse angezogen. Sie musste plötzlich was tun. Zumindest in HSU haben wir gelernt. Wir haben festgestellt das sie sehr schlecht liest obwohl sie sehr viel liest. Ihre Rechtschreibung war miserabel. Wir habe sie testen lassen und das Ergebnis war schlecht aber immer noch, zwar sehr knapp, im grünen Bereich. Also keine Legasthenie. In Mathe lernt sie nicht viel und kapiert alles sehr schnell. Sie könnte da eine 1er Schülerin sein wenn sie nicht diese Leichtsinssfehler machen würde. In HSU hat sie dann manchmal die Sätze falsch gelesen und Fehler gemacht. Im Jahreszeugnis der 3ten Klasse hatte sie D3/M2/HSU3.
      4te Klasse hatte sie in Mathe und HSU nur 1er und 2er in den Proben geschrieben außer in Geometrie da ne 3.
      In Deutsch leider viele 3er wegen Rechtschreibung aber in Aufsätze und Referate hat sie nur 1er und 2er. Darin ist sie sehr gut. Habe gehört das sie auf dem gym viele Aufsätze schreiben aber weiß nicht ob das stimmt. Sie macht direkt nach der Schule ihre Hausaufgaben und dann lernt sie meist so ne halbe Std. Und vor Proben lernen wir auch mal bissi mehr. Auch in den Ferien lernt sie immer mal so 30 bis 40min. Mittlerweile auch Vokabel für englisch. Vorteil ist jetzt das sie schon gelernt hat zu lernen.
      Zur Schule: Sie wird auf eine kirchliche Privatschule gehen dort gibt es Realschule und Gymnasium.
      Sorry ist jetzt lang geworden.

      • Habe zwar nur Erfahrungen in Baden-Württemberg, aber hier ist die 3. Klasse nach meiner Erfahrung schwieriger als die 4. Dort wird der Drittklassstoff zu guten Teilen nochmal wiederholt. Ist also nicht ganz ungewöhnlich, dass man in der dritten Klasse etwas absackt, und danach wieder alles gut läuft.
        Ich würde mich an der Empfehlung der Lehrer orientieren.

        • Ich fand jetzt nicht das in der 4ten viel wiederholt wurde. In HSU waren es ganz andere Themen logischerweise und für HSU hatten sie immer nur 3 Wochen Zeit bis ein neues Thema kam. In der 3ten hatten sie für ein Thema doppelt so lange Zeit. In Mathe kamen auch neue Sachen dran und in deutsch hatten sie mehr Aufsätze und Referate. Natürlich wurde in Deutsch aber auch viel von der 3ten Klasse her wiederholt wie Vergangenheitsformen und Satzglieder.

          • Ach ja, einige Schüler haben sich auch verschlechtert, vor allein in Mathe. Ihre beste Freundin schafft es jetzt nicht mal ohne Probeunterricht auf die Realschule und 3te Klasse hatte sie super Noten.

      Hallo,

      bei diesen Noten gebe es für mich keine Überlegung-ich würde mein Kind (wenn es sich selbst nicht entscheiden kann) am Gymnasium anmelden.
      Die meisten hier sind zwar der Meinung, daß Kinder am besten nur mit einem 1 er Durchschnitt aufs Gymi gehen sollen, das finde ich aber kompletten Schwachsinn.
      Keiner hat eine Glaskugel und weiß, wie das Kind sich weiter entwickelt-sehr gute Noten in der Grundschule bedeuten nicht gleich gute Noten auf dem Gymnasium.

      Meine Tochter geht jetzt in die 5.Klasse eines Gymnasiums, das sie sich selbst ausgesucht hat und ist total glücklich mit der Schule und der Schulwahl.
      Auch die Wahl der zweiten Fremdsprache hat sie souverän selbstständig entschieden, da ihr großer Wunsch für später ist, Lehramt zu studieren.

      Ihr Zwischen-Zeugnis war besser, als in der Grundschule und ihre Mitarbeit wird von allen Lehrern gelobt. Das war in der GS nicht immer so...!

      Zu Lernen hat sie auch nicht immer Lust, aber das ist meiner Meinung auch normal.

      LG, agrokate

      • Meine Tochter möchte auch gerne Lehramt studieren, nur deshalb überlegen wir ja ob sie aufs Gymnasium gehen soll. Denn damit sie Lehramt studieren kann brauch sie ihr allgemeines Abitur., also Fachabi reicht da ja nicht.
        Danke für deine Meinung.

        • Na dann, ist doch die Entscheidung schon gefallen!
          Warum überlegt ihr dann noch, daß sie auf die Realschule gehen soll?

          LG!

          • Ich höre hier von allen Seiten nur Horrorgeschichten: die Kinder haben keine Freizeit mehr sind total unter Druck. Die Noten fallen oftmals auf 4er oder 5er. Habe auch ein paar Bekannte deren Kinder dann von Gym auf Realschule gewechselt sind und das es dort entspannter ist. Dann kommt ja noch irgendwann die Pubertät. Ich habe einfach nur Angst das sie den Druck nicht gewachsen ist. Vielleicht täusch ich mich da auch, weil als Mutter will man ja nur das beste für sein Kind.

            • Das kann natürlich passieren, aber das kann keiner voraus sagen!
              Und wenn sie auf die Realschule wechseln müsste, dann wäre das auch kein Weltuntergang.
              Aber sie hat es wenigstens probiert und ich bin immer der Meinung, wer es nicht versucht, wird nie erfahren, ob er es geschafft hätte.

              Ist die private Schule (Realschule und Gymnasium), die ihr favorisiert, evtl. die St. Ursula Schule?

              • (10) 24.04.19 - 22:56

                Es ist die Maria Ward Schule.
                Das ist eigentlich sehr positiv das sie Gym und Real haben und das sie intern wechseln können.
                Dummerweise habe ich mich jetzt überhaupt nicht wegen Gym informiert sondern nur bei Infoabende in den Realschulen. Es steht aber in den Broschüren das selbständiges arbeiten voraus gesetzt wird. Was heisst das konkret?

                Darf ich mal fragen wie lange eure Kinder so an den Hausis sitzen und wie lange sie täglich lernen?

                • Es gibt ja mehrere MWS in Bayern...aber normalerweise gibt es auf dem Gym weniger schriftliche HA auf, als wie auf der Real, aber auf dem Gym wird mehr eigenständiges Denken und Lernen im Lernstoff abverlangt...sprich mehr theoretische HA /Eigenvertiefen.

    Da deine Tochter das Lernen beherrscht und freiwillig lernt, sind es schon mal gute Vorraussetzungen. Dazu habt ihr auch die Realschule gleich daneben, wo ihr bei evtl. Problemen intern leichter wechseln könnt.

    (13) 25.04.19 - 07:31

    wenn ein kind schon in der gs so lernen muss, wie du schreibst, dann wird gym für sie sehr viel lernleistung verlangen.... wenn sie dazu bereit ist, dann kann das klappen... aber genau solche kinder sind die, die später nur lernen und weniger zeitnfür hobbies und freunde haben.... wenn sie dort hin will, dann kann das mit mittelmässigen noten klappen... die frage ist, ob das für sie das passende ist

    • Hm, ich weiß nicht...Bei uns (ebenfalls Bayern) müssen die Kinder auch viel lernen in der dritten Klasse. Und die Lehrerin hat angekündigt, dass es in der vierten noch mehr werden wird. Und mit viel meine ich minimum 2 Stunden Hausaufgaben, lernen für Proben kommt dann extra. Plus Zusatzaufgaben am WE, mal eine Catluxprobe oder so. Und meine Damen machen das echt ordentlich und halbwegs konzentriert, ich beaufsichtige das nämlich seit diesem Jahr.
      Sie bekommen damit gute Noten und die sind echt rar gesät, 1er haben zum Beispiel immer nur 1 oder 2 Kinder in der Klasse, da ist man dann bei einer 2 normal und bei einer 1 schwer begeistert :-) Alle Kinder der Klasse, die solche Noten haben, lernen ähnlich viel, man unterhält sich ja so mit den Mitmüttern. Es gibt absolut keinen, der einfach so durchläuft (so wie meine Freundinnen und ich damals im Bayern der 80er).
      Die Nachbarklasse hingegen sitzt wohl öfter mal beim Direktor und beschwert sich, dass die Kinder viel zu wenig Hausaufgaben aufbekommen, es scheint also auch sehr lehrerabhängig zu sein.
      Aber grundsätzlich hört man hier in Bayern schon überall, dass die dritte und vierte Klasse heftig sind. Insofern finde ich das, was die Tochter der TE lernt, völlig im Rahmen und absolut kein Ausschlusskriterium fürs Gymnasium. Sie lernt freiwillig und mit dem (wie ich finde normalen) Lernaufwand schafft sie gute Noten, dann würde ich das auf jeden Fall probieren.

      • HI
        Ich dachte früher auch immer, dass Kinder, die in der GS lernen müssen, nichts am Gymnasium verloren haben. Seit hier in Bayern der neue Lehrplan gilt, bin ich eines besseren belehrt worden. An der GS muss gelernt werden, um in den Proben halbwegs gut abzuschneiden. Meine beiden Großen hätten mit dem damaligen Aufwand nie den Weg aufs Gym geschafft und sind da heute gut aufgehoben. Die beiden jüngeren an der GS müssen richtig lernen - und das nicht, weil sie "dümmer" als ihre Geschwister sind. Da ist jede weiterführende Schule danach ein Zuckerschlecken ....
        LG

(16) 26.04.19 - 15:11

Hi,

wenn die Lehrer auch die Empfehlung Gymnasium geben, würde ich sie dorthin schicken. Die Lehrer haben doch oft einen guten Blick auf die Schüler bezüglich Lernverhalten und können oft gut einschätzen ob das gut geht.

Meine Lehrerin in der 4. Klasse hat meinen Eltern Realschule empfohlen, trotz 2er Schnitt, ohne das ich etwas dafür tun musste.
Ich durfte trotzdem aufs Gymnasium, Ende vom Lied, mit jedem Jahr wurden die Noten schlechter und schlechter, da meine Schludrigkeit von der GS sich natürlich weiterzog und meine Eltern wie schon in der GS, überhaupt nicht eingegriffen oder kontrolliert haben. 10. Klasse dann wiederholt und nach der 11. Klasse abgebrochen und eine Ausbildung gemacht. Mein Wunschstudium hätte ich, selbst wenn ich das Abi geschafft hätte, nur mit 10 Jahren Wartezeit oder so antreten können 😂.

Hab dann aber beide Ausbildungen mit Auszeichnung und die 2. sogar als Jahrgangsbeste abgeschlosse, ist dann doch noch was aus mir geworden🤪😂.

Bei deiner Tochter hat wahrscheinlich in der 4. Klasse einfach ein Entwicklungssprung eingesetzt, der in der 3. Klasse noch gefehlt hat. Wenn ihr ein gutes Gefühl habt, lasst sie aufs Gymnasium gehen.

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